Adele (Sängerin)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Adele (2009)

Adele Laurie Blue Adkins [əˈdɛl] (* 5. Mai 1988 in London) ist eine britische Pop-, Soul-, Jazz- und R&B-Sängerin und Songwriterin sowie achtfache Grammy-Gewinnerin.[1][2] International berühmt wurde sie durch das Album 21, das mit über 21 Millionen verkauften Exemplaren zu den erfolgreichsten Alben aller Zeiten gehört.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Leben

[Bearbeiten] Familie

Adele wuchs als Einzelkind bei ihrer Mutter Penny in Tottenham auf.[3] Ihr Vater Mark Evans verließ die Familie, als sie drei Jahre alt war.[3]

[Bearbeiten] 2006–2010

2006 schloss Adele die BRIT School for Performing Arts ab und tourte danach mit verschiedenen Musikern durch Großbritannien. Große Popularität erreichte sie durch die Webseite Myspace, bei der sie bereits seit dem 31. Dezember 2004 angemeldet ist. Es folgten Fernsehauftritte in Großbritannien, unter anderem bei Later with Jools Holland bei BBC Two und Friday Night with Jonathan Ross bei BBC One.

Mit der Veröffentlichung der Single Hometown Glory wurde im Herbst 2007 ein größeres Publikum auf sie aufmerksam. Im Dezember erhielt sie den erstmals verliehenen Kritikerpreis Critics' Choice der BRIT Awards, mit dem vielversprechende Nachwuchstalente ausgezeichnet werden. Bei der alljährlichen renommierten BBC-Prognose, welche Künstler im Folgejahr den Durchbruch schaffen können, wurde sie bei Sound of 2008 auf Platz 1 gewählt. Die zweite Single Chasing Pavements stieg im Januar 2008 sofort auf Platz 2 der britischen Charts ein und konnte sich dort drei Wochen halten. Ihr Debütalbum 19, ein Hinweis auf ihr Alter, stieg bis an die Spitze der Albumcharts. Innerhalb weniger Wochen wurde die Single daraufhin in weiteren europäischen Ländern veröffentlicht und stieg in vielen davon in die Charts ein. In Norwegen gelang Chasing Pavements Mitte März 2008 der Sprung auf Platz 1. Ihre Songs handeln meist von Gefühlen, Enttäuschungen und Gedanken aus ihrer letzten Beziehung.

Adele erhielt 2009 die Grammys als „Bester neuer Künstler“ und „Beste weibliche Gesangsdarbietung – Pop“ für Chasing Pavements. Nominiert war sie mit diesem Titel darüber hinaus als „Song des Jahres“ und „Single des Jahres“.

Im Juni 2009 erschien das Album Love & War des australischen R&B-Sängers und Songwriters Daniel Merriweather, mit dem Adele den Song Water and a Flame aufgenommen hatte. Im Februar 2010 stieg in Deutschland der Titel My Same auf Rang 61 der Charts ein. Auslöser war Lena Meyer-Landruts Auftritt bei der Casting-Show Unser Star für Oslo, bei der sie diesen Titel sang.

[Bearbeiten] Seit 2011

Adele bei einem Auftritt in Seattle (2011)

Im Februar 2011 erreichte Adele mit ihrer Single Rolling in the Deep und ihrem Album 21 in derselben Woche Platz 1 der deutschen Charts. Ende August 2011 wurde das Video mit drei MTV Video Music Awards ausgezeichnet.

In ihrer Heimat Großbritannien waren ihre Veröffentlichungen am 20. Februar 2011 zweimal in den Top 5 der Singlecharts vertreten (Someone Like You auf Platz 1 und Rolling in the Deep auf Platz 4) sowie zweimal in den Top 5 der Albumcharts (21 auf Platz 1 und 19 auf Platz 4). Das gelang zuletzt den Beatles im Jahr 1964.

Als erste Solokünstlerin konnte sie sich mit ihrem Album 21 vierundzwanzig Wochen an der Spitze der Albumcharts halten. Nach einem Auftritt bei den MTV Video Music Awards 2011 wurde Someone Like You Adeles zweiter Nummer-eins-Hit in den USA. Die dritte Singleauskopplung Set Fire to the Rain erreichte allein aufgrund von Downloadverkäufen Platz 6 in Deutschland, Platz 5 in Österreich, Platz 4 in der Schweiz und sogar Platz 1 in den USA. Damit ist sie die erste britische Solokünstlerin, die es geschafft hat, mit drei Singles eines Albums die Spitze der Billboard-Charts zu erreichen. Someone Like You wurde auch in Deutschland und Österreich ein Top-5-Hit, in der Schweiz wurde der Song nach Rolling in the Deep zu Adeles zweitem Nummer-eins-Hit.

Das Album 19 blieb anfangs erfolglos, jedoch als 21 veröffentlicht wurde, stieg 19 in sämtlichen Ländern in den Charts an und erreichte somit in den meisten Ländern seine höchste Position.

Im November 2011 wurde sie in Boston an den Stimmbändern operiert. Ein Polyp sorgte für Blutungen, welche mikrochirurgisch behandelt werden mussten.[4] Im selben Monat erschien ihre erste Live-DVD Live At The Royal Albert Hall.

Am 30. November wurde bekannt, dass 21 mit über 140.000 Downloads das meist heruntergeladene Album aller Zeiten in Deutschland ist.[5]

Adele ist die erste britische Künstlerin, die im Vereinigten Königreich innerhalb eines Jahres mit 21 drei Millionen Alben verkaufen konnte.[6] 21 ist das meistverkaufte Album des 21. Jahrhunderts in Großbritannien.[7]

[Bearbeiten] Rezension

„Adele ist […] eines der größten Talente, die das Insel-Königreich in diesem Jahrtausend zu bieten hat. Sie kann fabelhaft singen und noch viel bessere Songs schreiben.“

Christoph Dallach: KulturSPIEGEL[8]

„Die junge Londonerin überzeugte nicht nur durch ihre kräftige Stimme, die geschmeidig das Timbre und den Tonfall variierte. Auch das Repertoire und die Arrangements waren bemerkenswert.“

Ueli Bernays (ubs.): Neue Zürcher Zeitung[9]

[Bearbeiten] Diskografie

Hauptartikel: Adele/Diskografie

[Bearbeiten] Studioalben

Jahr Titel Chartplatzierungen[10] Anmerkungen
DE AT CH UK US
2008 19 15
(… Wo.)
29
(… Wo.)
15
(… Wo.)
1
(… Wo.)
4
(… Wo.)
Erstveröffentlichung: 28. Januar 2008
2011 21 1
(… Wo.)
1
(… Wo.)
1
(… Wo.)
1
(… Wo.)
1
(… Wo.)
Erstveröffentlichung: 19. Januar 2011

[Bearbeiten] Chartplatzierungen

Jahr Titel Chartplatzierungen[10] Anmerkungen
DE AT CH UK US
2007 Hometown Glory
19
19
(20 Wo.)
Erstveröffentlichung: 22. Oktober 2007
Verkäufe + 75.000
2008 Chasing Pavements
19
46
(10 Wo.)
56
(9 Wo.)
2
(19 Wo.)
21
(7 Wo.)
Erstveröffentlichung: 11. Januar 2008
Cold Shoulder
19
18
(9 Wo.)
Erstveröffentlichung: 28. April 2008
Make You Feel My Love
19
4
(55 Wo.)
Erstveröffentlichung: 27. Oktober 2008
Verkäufe: + 900.000
2010 Rolling in the Deep
21
1
(… Wo.)
3
(… Wo.)
1
(67 Wo.)
2
(56 Wo.)
1
(65 Wo.)
Erstveröffentlichung: 29. November 2010
2011 Set Fire to the Rain
21
6
(60 Wo.)
5
(41 Wo.)
4
(55 Wo.)
11
(48 Wo.)
1
(38 Wo.)
Erstveröffentlichung: 15. Januar 2011
Someone Like You
21
4
(… Wo.)
2
(… Wo.)
1
(47 Wo.)
1
(64 Wo.)
1
(39 Wo.)
Erstveröffentlichung: 15. Februar 2011
Rumour Has It
21
68
(5 Wo.)
26
(6 Wo.)
16
(23 Wo.)
Erstveröffentlichung: 5. November 2011
Verkäufe: + 1.000.000
[11]

[Bearbeiten] Preise und Auszeichnungen

[Bearbeiten] Grammy

Jahr Kategorie für Resultat
2009 Best New Artist Adele Gewonnen
Record of the Year „Chasing Pavements“ Nominiert
Song of the Year Nominiert
Best Pop Vocal Performance Gewonnen
2010 Best Pop Vocal Performance „Hometown Glory“ Nominiert
2012 Album of the Year 21 Gewonnen
Best Pop Vocal Album Gewonnen
Record of the Year „Rolling in the Deep“ Gewonnen
Song of the Year Gewonnen
Best Short Form Music Video Gewonnen
Best Pop Vocal Performance „Someone Like You“ Gewonnen

[Bearbeiten] Weitere

  • 2012
    • BRIT Awards: British Female Artist, British Album of the Year
    • Swiss Music Awards: Best Pop/Rock Album International, Best Hit international
    • ECHO: Künstlerin Pop/Rock International, Album des Jahres
    • Billboard Music Awards: insgesamt 12 Preise, u.a. Top Artist, Top Billboard 200 Album, Top Radio Song Artist

[Bearbeiten] Quellen

  1. Dan Cairns: Blue-eyed soul: Encyclopedia of Modern Music. In: The Sunday Times Culture's Encyclopedia of Modern Music. 1. Februar 2009, abgerufen am 9. August 2011 (englisch).
  2. Winners for the 6th Annual Urban Music Awards Announced. In: The Official World Urban Music Awards Website. 16. November 2008, archiviert vom Original am 8. Februar 2009, abgerufen am 9. August 2011 (englisch): „Best Jazz Act: Adele“
  3. a b Adele's Father 'Devastated' After Singer Said She Would 'Spit In His Face'. In: Huffington Post. 18. Februar 2012, abgerufen am 19. März 2012 (deutsch).
  4. Adele an den Stimmbändern operiert. diepresse.com, 8. November 2011, abgerufen am 16. November 2011 (deutsch).
  5. Adele stellt Download-Rekord auf in Pressemitteilung der Media Control vom 30. November 2011
  6. 3 Millionen Albenverkäufe in GB
  7. Theofficialcharts.com
  8. Christoph Dallach: Fabelhafte Songs. In: KulturSPIEGEL. 27. Dezember 2010, abgerufen am 28. April 2011.
  9. Ueli Bernays (ubs.): Adele als Wuchtbrumme. In: NZZOnline. 21. Januar 2011, abgerufen am 9. August 2011.
  10. a b Chartquellen: DE AT CH UK US
  11. http://www.riaa.com/goldandplatinumdata.php?table=SEARCH_RESULTS&artist=Adele&format=&go=Search&perPage=50

[Bearbeiten] Weblinks

 Commons: Adele – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Meine Werkzeuge
Namensräume

Varianten
Aktionen
Navigation
Mitmachen
Drucken/exportieren
Werkzeuge
In anderen Sprachen