Adelheid von Löwenstein-Wertheim-Rosenberg

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Prinzessin Adelheid
Hochzeit 1851, im Schloss Löwenstein, Kleinheubach. Aquarell von Wilhelm Völker (1811–1873)
Adelheid von Löwenstein-Wertheim-Rosenberg
Prinzessin Adelheid mit ihrem Gatten und den beiden ältesten Kindern

Adelheid Prinzessin von Löwenstein-Wertheim-Rosenberg (* 3. April 1831 in Kleinheubach; † 16. Dezember 1909 in Ryde, Isle of Wight, Großbritannien) war eine Tochter des Erbprinzen Konstantin zu Löwenstein-Wertheim-Rosenberg und Prinzessin Marie Agnes von Hohenlohe-Langenburg.

Leben[Bearbeiten]

Adelheid von Löwenstein-Wertheim-Rosenberg heiratete 1851 auf Schloss Löwenstein König Michael I. von Portugal, Sohn von Johann VI. de Bragança, König von Portugal und Brasilien und seiner Ehefrau Charlotte Johanna von Spanien. Da Michael zum Zeitpunkt der Heirat bereits den portugiesischen Thron verloren hatte (vgl. Miguelistenkrieg) und im Exil lebte, bestieg Adelheid nie den portugiesischen Thron. Für die portugiesischen Legitimisten (d. h. die Anhänger Michaels I.) war sie aber die rechtmäßige Königin des Landes.

Als Witwe wurde Prinzessin Adelheid Benediktinerin im Kloster St. Cäcile, auf der englischen Insel Wight. In ihrem Todesjahr 1909 kam dorthin ihre Enkeltochter, die spätere Kaiserin Zita von Österreich, um von der Großmutter den letzten Schliff der Erziehung zu erhalten. Besonderen Wert wurde hierbei auf Latein, Philosophie, Geschichte und Musik gelegt. Diese pädagogische Tätigkeit war die letzte von Prinzessin Adelheid, die zu dieser Zeit als Priorin den Konvent leitete. Kurz vor ihrem Tode reiste Prinzessin Zita von dort ab.[1]

Prinzessin Adelheid starb im Dezember 1909; ihren und ihres Mannes Leichnam überführte man 1967 nach Lissabon, wo sie im Kloster São Vicente de Fora beigesetzt wurden. Sie ist die Urgroßmutter des heutigen (2013) portugiesischen Thronprätendenten und Chef des Hauses Braganza, Duarte Pius von Braganza, sowie die Ur-Urgroßmutter des österreichischen Thronprätendenten und Chef des Erzhauses Habsburg-Lothringen, Karl Habsburg-Lothringen.

Ihr Bruder war Fürst Karl VI. zu Löwenstein-Wertheim-Rosenberg (1834–1921), der als Witwer Dominikanerpater wurde.

Nachkommen[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Paul Siebertz: Karl Fürst zu Löwenstein. Ein Bild seines Lebens und Wirkens, Kösel und Pustet Verlag München, 1924 (Zahlreiche Stellen zu seiner Schwester Adelheid von Löwenstein-Wertheim-Rosenberg)

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Quelle zum Aufenthalt von Kaiserin Zita bei der Großmutter im Kloster