Adelsdorf

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Dieser Artikel behandelt die mittelfränkische Gemeinde Adelsdorf, für weitere Bedeutungen siehe Adelsdorf (Begriffsklärung).
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Adelsdorf
Adelsdorf
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Adelsdorf hervorgehoben
49.71666666666710.9264Koordinaten: 49° 43′ N, 10° 54′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Mittelfranken
Landkreis: Erlangen-Höchstadt
Höhe: 264 m ü. NHN
Fläche: 31,67 km²
Einwohner: 7366 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 233 Einwohner je km²
Postleitzahl: 91325
Vorwahl: 09195
Kfz-Kennzeichen: ERH
Gemeindeschlüssel: 09 5 72 111
Gemeindegliederung: 9 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Rathausplatz 1
91325 Adelsdorf
Webpräsenz: www.adelsdorf.de
Bürgermeister: Karsten Fischkal (FW)
Lage der Gemeinde Adelsdorf im Landkreis Erlangen-Höchstadt
Birkach (gemeindefreies Gebiet) Neunhofer Forst Mark (gemeindefreies Gebiet) Kraftshofer Forst Kalchreuther Forst Geschaidt Forst Tennenlohe Erlenstegener Forst Buckenhofer Forst Nürnberg Nürnberg Landkreis Nürnberger Land Fürth Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim Landkreis Fürth Erlangen Landkreis Ansbach Landkreis Bamberg Landkreis Bamberg Landkreis Forchheim Buckenhof Aurachtal Eckental Heroldsberg Kalchreuth Lonnerstadt Möhrendorf Mühlhausen (Mittelfranken) Oberreichenbach (Mittelfranken) Spardorf Uttenreuth Vestenbergsgreuth Weisendorf Wachenroth Röttenbach (bei Erlangen) Marloffstein Höchstadt an der Aisch Heßdorf Herzogenaurach Hemhofen Großenseebach Gremsdorf Bubenreuth Baiersdorf Adelsdorf Dormitzer ForstKarte
Über dieses Bild
Marktplatz
Katholische St.-Stephanus-Kirche
Ortsteil Aisch

Adelsdorf ist eine Gemeinde im mittelfränkischen Landkreis Erlangen-Höchstadt.

Geografische Lage[Bearbeiten]

Die Gemeinde Adelsdorf liegt im Aischgrund und gehört seit der Gebietsreform 1972 zu Mittelfranken (vorher Oberfranken).

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Nachbargemeinden sind (im Norden beginnend im Uhrzeigersinn):

Höchstadt an der Aisch, Hallerndorf, Heroldsbach, Hemhofen, Röttenbach, Heßdorf, Gremsdorf

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Adelsdorf besteht aus neun Ortsteilen:

  • Adelsdorf
  • Aisch
  • Neuhaus
  • Weppersdorf
  • Lauf
  • Wiesendorf
  • Nainsdorf
  • Heppstädt
  • Uttstadt

Geschichte[Bearbeiten]

Erstmals urkundlich erwähnt wurde Adelsdorf in den Bamberger Festkalendarien als Schenkung des Dompropstes Egilbert im Jahr 1121 n. Chr. Der Ortsname lässt darauf schließen, dass die Ansiedlung unter der Führung eines Otloh erfolgte (1121 Otlohesdorf, 1369 Otelsdorf, 1460 Adelsdorff). Die Herren von Otlohesdorf bauten durch Rodung, Burgenbau und kluge Erwerbspolitik im Aisch- und Ebrachgrund ein stattliches Herrschaftsgebiet auf und nannten sich seit 1219 nach der von ihnen erbauten Burg Schlüsselberg bei Ebermannstadt. 1347 fiel der letzte Schlüsselberger auf seiner Burg Neideck. Ein häufiger Besitzwechsel kennzeichnet im folgenden Jahrhundert die Geschichte. Nachdem die Herren von Wiesenthau, von Künsberg, von Stiebar und die Schönborns Adelsdorf kurzfristig in Besitz hatten, erwarben es 1696 die von Bibra, in deren Hände es über Jahrhunderte blieb. Seit dem 1. Juli 1972 gehört Adelsdorf zum neu gebildeten Landkreis Erlangen-Höchstadt (zunächst noch Landkreis Erlangen) und somit zum Regierungsbezirk Mittelfranken.

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Am 1. Juli 1971 wurden die bis dahin selbständigen Gemeinden Aisch und Heppstädt eingegliedert. Am 1. Januar 1972 kam Neuhaus hinzu. Weppersdorf (zuvor im Landkreis Forchheim) folgte am 1. Juli 1972.[2]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Auf dem Gebiet der Gemeinde wurden 1970 4216, 1987 5725, 2000 6974 und 2009 7180 Einwohner gezählt.

  • Ergänzende Informationen zur Einwohnerstatistik:
    • Hauptwohnsitz: 7304
    • Nebenwohnsitz: 340
    • Weibliche Einwohner: 3760
    • Männliche Einwohner: 3884

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten]

Der Gemeinderat hat 21 Mitglieder einschließlich des Bürgermeisters.

(Stand: Kommunalwahl am 2. März 2008)

Bürgermeister[Bearbeiten]

1. Bürgermeister Karsten Fischkal (Freie Wähler) seit 2008
2. Bürgermeisterin Jutta Köhler (SPD) seit 2008

Amtsvorgänger des Ersten Bürgermeisters[Bearbeiten]

  • Armin Goß (CSU) 1996–2008
  • Ewald Münch (CSU) 1978–1996
  • Alfons Trapp (SPD) 1948–1978

Wappen[Bearbeiten]

Die Wappenbeschreibung lautet: Über blauem Schildfuß, darin ein waagrechter silberner Karpfen, gespalten von Rot und Gold; vorne ein schräglinker silberner Schlüssel (Schlüsselberg), hinten ein steigender schwarzer Biber (Bibra) mit roter Zunge und silbern geschupptem Schwanz.

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

Söhne des Ortes[Bearbeiten]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Baudenkmäler[Bearbeiten]

Liste der Baudenkmäler in Adelsdorf

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Wirtschaft sowie Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten]

Es gab 1998 im Bereich der Land- und Forstwirtschaft, im produzierenden Gewerbe 502 und im Bereich Handel und Verkehr 313 Beschäftigte am Arbeitsort. Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 2690. Im verarbeitenden Gewerbe (sowie Bergbau und Gewinnung von Steinen und Erden) gab es 3 Betriebe, im Bauhauptgewerbe 6 Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 82 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 1124 Hektar. Davon waren 873 Hektar Ackerfläche und 248 Hektar Dauergrünfläche. Die Gemeindesteuereinnahmen betrugen im Jahr 1999 umgerechnet 4.377.000 Euro, davon betrugen die Gewerbesteuereinnahmen (netto) umgerechnet 1.525.000 Euro.

Energie GmbH Adelsdorf[Bearbeiten]

Im Herbst 2006 wurde ein Konzept zur Versorgung der gemeindlichen Gebäude mit thermischer Energie erstellt. Das Ziel war, eine möglichst große Unabhängigkeit von fossilen Brennstoffen und gleichzeitig eine Verwertung des Landschaftspflegeholzes, das in den Grünanlagen anfällt, zu erreichen. Zudem wurde besonderer Wert auf geringen Betriebs- und Wartungsaufwand gelegt.

Die Energiegesellschaft Adelsdorf mbH wurde im Herbst 2007 von der Gemeinde Adelsdorf gegründet.

Die Kernaufgabe der GmbH ist die Umsetzung von Projekten zur Erzeugung regenerativer Energien, dazu wurden bisher zwei Maßnahmen getroffen:

  • Bau einer Hackschnitzelheizung mit Nahwärmenetz (2010 erweitert)
  • Betrieb von mehreren Photovoltaikanlagen.

Stiftung Schloss Adelsdorf[Bearbeiten]

Rückwirkend zum 10. Juli 2008, dem Tag der Genehmigung der Stiftung Schloss Adelsdorf gingen Nutzen und Lasten des Adelsdorfer Schlosses auf die Stiftung über. Zuletzt mit der Zustimmung zum notariellen Einbringungsvertrag am 17. September beschloss der Gemeinderat, das Adelsdorfer Schloss, das die Gemeinde 1993 von Freifrau von Bibra erworben hatte, in eine Stiftung einzubringen. Der Grundsatzbeschluss dazu wurde am 27. Oktober 2004 gefasst.

Für die Gemeinde Adelsdorf, den bisherigen Eigentümer, unterzeichnete Erster Bürgermeister Karsten Fischkal, zugleich auch Vorsitzender des Stiftungsrates, den Einbringungsvertrag. Für die Stiftung unterzeichnete der Vorsitzende des Stiftungsvorstandes, Wolfgang Mößlein, die Urkunde.

Die Stiftung soll langfristig die Erhaltung des Schlosses sicherstellen. Dazu wurde das Schloss aus dem Gemeindevermögen in das Stiftungsvermögen übertragen.

Ansässige Unternehmen[Bearbeiten]

In Adelsdorf gibt es holzverarbeitende Kleinbetriebe, Logistikunternehmen, Bonbonhersteller, Solaranlagenhersteller, Kläranlagenbau, Metallbau, Spezialisten für Landtechnik und einige Software-Dienstleister.

Betreuungs- und Bildungseinrichtungen[Bearbeiten]

Es gibt folgende Einrichtungen:

  • Gemeindliche Kindertagesstätte Villa Regenbogen (Adelsdorf)
  • Katholische Kindertagesstätte Sancta Maria (Adelsdorf) und St. Theresia (Aisch)
  • Evangelische Kindertagesstätte Flohkiste (Neuhaus)
  • Grund- und Mittelschule Adelsdorf
  • Volkshochschule
  • Private Musikschule

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Volkszählung und Bevölkerungsfortschreibung: Gemeinden, Bevölkerung (Volkszählungen und aktuell) vom 5. Juli 2013 (XLS-Datei; 2,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2.  Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C.H.Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7. Seite 484

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Adelsdorf – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien