Adler Modemärkte

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49.964129.19169Koordinaten: 49° 57′ 51″ N, 9° 11′ 30″ O

Adler Modemärkte AG
Adler-Modemärkte-Logo
Rechtsform Aktiengesellschaft
ISIN DE000A1H8MU2
Gründung 1948
Sitz Haibach, Deutschland
Leitung Vorstand:
Lothar Schäfer (Vors.), Karsten Odemann
Aufsichtsrat:
Michele Puller (Vors.)
Mitarbeiter 4390 (31. Dezember 2012)[1]
Umsatz 506,1 Mio. Euro (2012)[1]
Branche Großhandel, Einzelhandel
Produkte KleidungVorlage:Infobox Unternehmen/Wartung/Produkte
Website www.adlermode-unternehmen.com
aktuelles/r ADLER-Logo und -Claim
ADLER-Logo und -Claim vor 2009
ADLER Modemarkt Potsdam, 2007

Die Adler Modemärkte AG ist eine börsennotierte Textil-Einzelhandelskette in Deutschland, Österreich und Luxemburg. In 163 Modemärkten und in der Zentrale in Haibach bei Aschaffenburg wurden zum 31. Dezember 2011 insgesamt 4404 Mitarbeiter beschäftigt.

Unternehmensgeschichte[Bearbeiten]

Gründung und erste Jahre als unabhängiges Unternehmen[Bearbeiten]

Die Firma wurde im Jahr 1948 von Wolfgang Adler als kleiner Konfektionsbetrieb in Annaberg gegründet. Die erste Kollektion bestand ausschließlich aus Mänteln und wurde von der Familie in einer Dachkammer genäht. Wolfgang Adler selbst reiste in sogenannten Verkaufsbussen durchs Land und verkaufte seine Ware.

Der Betrieb zog in den 1960er Jahren aus der DDR nach Engen bei Konstanz. Hier gründete Wolfgang Adler die Adler Mäntel KG, die 1966 einen Umsatz von einer Million DM erreichte. Im Jahr 1967 zog das Unternehmen nach Haibach bei Aschaffenburg. Zu dieser Zeit wurde die Ware mit LKW an die Händler verteilt, die sie auf Provision verkauften. 1970 wurde in Haibach der erste Modemarkt eröffnet; weitere Standorte in Neckartenzlingen bei Stuttgart und Eching bei München folgten.

Verkauf und Eingliederung bei Metro[Bearbeiten]

1982 verkaufte Wolfgang Adler sein Unternehmen an die ASKO Deutsche Kaufhaus AG und zog sich aus dem Geschäft zurück. Unter neuer Leitung vergrößerte sich der Betrieb stetig weiter. Bald wurden in Österreich, Luxemburg und, nach dem Fall der Mauer, auch in den neuen Bundesländern weitere Filialen eröffnet. 1987 wurden mehrere Brandanschläge auf Filialen der Adler-Modemärkte durch die terroristische Gruppierung Rote Zora verübt. Bis in die 1990er Jahre hatte das Unternehmen eine Verkaufsfiliale am Frankfurter Flughafen, die auch am Sonntag geöffnet war. 1995 wurde die Firma Motex als Tochterfirma in das Unternehmen integriert. 1996 wurde ASKO der Metro AG angeschlossen. Zu dieser Zeit hatte die Modekette Adler 55 Standorte.

1998 gliederte die Metro die Firma Adler zusammen mit 200 weiteren Tochterfirmen aus dem Metro-Konzern aus und brachte sie in ein zusammen mit der Deutschen Bank gegründetes Beteiligungsunternehmen Divaco ein, um für sie einen Käufer zu finden. Bis zum Ende der 1990er Jahre war die Anzahl der Standorte auf 113 angestiegen. 2000 vergrößerte Adler für seine Tochterfirma Motex sein Logistikzentrum auf eine Gesamtfläche von 155.000 m². Dadurch wurde das Unternehmen zu einem der größten und bedeutendsten in Europa für Logistik und Bekleidungswirtschaft.

Verkauf an Finanzinvestoren und Börsengang[Bearbeiten]

Im Januar 2004 trennte sich Metro von ihren Anteilen an der Divaco und erwarb im Zuge dieser Ablösung die Adler Modemärkte GmbH für 60 Millionen Euro sowie der Übernahme von Bankverbindlichkeiten im Umfang von 280 Millionen Euro zurück. Metro trennte sich am 13. Februar 2009 von Adler und veräußerte Adler an den Finanzinvestor BluO.[2] Im Juni 2011 fand der Börsengang statt, mit der Erstnotierung der Aktie am 22. Juni 2011.

Im März 2013 gab die Steilmann-Gruppe bekannt, eine Mehrheit an Adler Modemärkte übernehmen zu wollen; es kam zu einem freiwilligen Übernahmeangebot und gleichzeitig wurde mit dem Hauptaktionär, der luxemburgischen BluO, für rund 46,96 Prozent der Anteile eine Kaufvereinbarung vereinbart.[3] Nach dem Angebot hält Steilmann 53,9% am Kapital; der Streubesitz liegt bei ca. 41 %.[4]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b http://www.adlermode-unternehmen.com: Geschäftsbericht 2012 (PDF; 1,6 MB)
  2. Metro verkauft Modehaus-Kette Adler, AFP, 13. Februar 2009
  3. Ad-hoc-Mitteilung der Adler Mopdemärkte AG. 21. März 2013, abgerufen am 15. Oktober 2013 (pdf; 35 kB).
  4. Aktionärsstruktur (auf Investor-relations Webseite des Unternehmens). 16. Juni 2013, abgerufen am 15. Oktober 2013.