Adlerfisch

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Adlerfisch
142 ombrina.jpg

Adlerfisch (Argyrosomus regius)

Systematik
Stachelflosser (Euacanthomorphacea)
Barschverwandte (Percomorphaceae)
incertae sedis
Familie: Umberfische (Sciaenidae)
Gattung: Argyrosomus
Art: Adlerfisch
Wissenschaftlicher Name
Argyrosomus regius
(Asso, 1801)

Als Adlerfisch oder Umberfisch (im Fischhandel auch als frz. maigre oder engl. meagre geführt) wird der im Ostatlantik vorkommende, bis zu 2,3 Meter lange und zuweilen über 100 Kilogramm schwere Argyrosomus regius (= Sciaena aquila (Lacepède, 1803)) aus der Familie der Umberfische (Sciaenidae) bezeichnet. Zuweilen tragen jedoch auch kleinere Fischarten aus dem Westatlantik den Namen Adlerfisch, beispielsweise die Umberfische Cynoscion arenarius, Micropogonias undulatus und Pogonias cromis, sowie der Amerikanische Sägehai Pristiophorus schroederi aus der Familie der Sägehaie.

Merkmale[Bearbeiten]

Der Adlerfisch kommt meist küstennah in Tiefen von 15 bis 300 Metern vor und ist auch im Brackwasser zu finden. Der Name ergibt sich vermutlich aus der für Sciaeniden typischen, bogigen Kopfprofil-Linie.

Seine südliche Verbreitungsgrenze liegt bei etwa 6° südlicher Breite, während er im Norden durch den Ärmelkanal bis in die Nordsee vordringt, sowie an den südlichen Küsten Irlands und Britanniens vorkommt. Er bewohnt auch das Mittelmeer, ist in dessen südöstlichem Teil aber seltener und vereinzelt das Schwarze Meer. Er gehört zu den wenigen Arten, die durch den Suezkanal in das Rote Meer eingewandert sind (siehe Lessepssche Migration). Einzelfunde vor Island, Norwegen, in der Ostsee und dem Indischen Ozean (wo bis Süd-Afrika und Japan etliche verwandte, zum Teil auch ähnlich große Arten leben) sind bekannt. Seine Nahrung besteht neben schwimmenden Krebstieren aus Fischen wie etwa Clupeidae, Atherinidae und Mugilidae. Er ist als der größte Umber ein aktiver Raubfisch. Das Gebiss weist zwischen den sonstigen kleineren Kieferrandzähnen etliche stärkere Reißzähne auf. Die Zähne der verwachsenen unteren Pharyngealia sind plump und dienen der Nahrungszerkleinerung, besonders der Krebstiere, Barteln fehlen. Die Färbung ist ein silbriges Weiß, Rücken und Flossen sind (rot-)braun. Erwähnt wird oft, dass die Mundhöhlen-Schleimhaut wie beim Lachs gelb sei. Die Schuppen sind sehr klein, aber merklich (der Fisch ist rau). Flossenformel: D1 X–XI, D2 II/27–33, A II/7–8.

Otolithen eines Adlerfisches
Adlerfisch. Beachte: Hundszähne, Schuppen, Seitenlinienorgan.

Verhalten[Bearbeiten]

Wie alle Umberfische erzeugt auch der Adlerfisch mit Hilfe starker Muskeln an seiner Schwimmblase zur akustischen Kommunikation tiefe Laute. Mittels spezieller, über 30 Millimeter großer Otolithen im Gleichgewichtsorgan können Artgenossen die Laute hören. Dies geschieht vorwiegend während der Laichzeit im Frühjahr, wenn die Fische in Scharen die wärmsten Küsten ihres Gebietes aufsuchen, also zum Beispiel die der Maghreb-Staaten.

Nutzung[Bearbeiten]

Seit der Antike ist die sciaena ein geschätzter Speise-, jetzt auch ein wichtiger Nutz- und Sportfisch; in Spanien und Frankreich wird sie bereits in Aquakultur gezogen – auch mit den bekannten Negativfolgen.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Adlerfisch (Argyrosomus regius) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien