Adlerwerke
Adlerwerke vorm. H. Kleyer AG ist der Name eines ehemaligen deutschen Fahrzeug- und Maschinenbauunternehmens mit Sitz in Frankfurt am Main, das Fahrräder, Autos, Motorräder und zuletzt bis 1992 Büromaschinen herstellte.
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Geschichte [Bearbeiten]
Die Adler-Fahrradwerke, die ihre Fahrräder zunächst in Frankfurt am Main, Gutleutstraße 9 (das Haus ist nicht erhalten), produzierten, wurden 1880 von Heinrich Kleyer als Heinrich Kleyer GmbH gegründet. 1889 entstand im Frankfurter Gallusviertel zwischen Höchster Straße (heutige Kleyerstraße) und Weilburger Straße auf einem Areal von 18.000 Quadratmetern eine Fabrik mit 600 Arbeitsplätzen. Dort wurden auch Dreiradwagen und Voiturette-Autos produziert, die mit Motoren von De Dion ausgerüstet waren. Ständige Betriebserweiterungen führten 1895/1896 zur Umwandlung in die Aktiengesellschaft Adlerwerke vorm. H. Kleyer AG, die ein Grundkapital von 2,5 Millionen Mark aufwies, auf das bereits 1898 eine Dividende von 20 Prozent gezahlt werden konnte. 1898 wurde auch die Produktion von Schreibmaschinen in einem siebengeschossigen Fabrikhochhaus an der Weilburger Straße begonnen.
Ab 1901 kamen auch Motorräder mit De-Dion-Motoren hinzu. 1902 unternahm der Schriftsteller Otto Julius Bierbaum mit einem Adler 8-PS-Wagen eine Italienreise, die er in dem Buch Eine empfindsame Reise im Automobil beschrieb. 1903 übernahm der Ingenieur Edmund Rumpler das Konstruktionsbüro von Adler und entwickelte die ersten eigenen Motoren, die 1904 in Produktion genommen wurden. Adler war 1905 der erste deutsche Autohersteller, der Motor und Getriebe miteinander verblockte. Von 1907 bis nach dem Zweiten Weltkrieg wurden keine Motorräder mehr hergestellt. Auf der Internationalen Luftfahrt-Ausstellung 1909 stellte das Unternehmen Prototypen von Luftschiffmotoren vor. Zwischen 1910 und 1912 wurde in drei Bauabschnitten eine monumentale Fabrikanlage in historisierenden Formen errichtet, deren zinnenbewehrte Türme auch heute noch bereits von weitem zu sehen sind.
Im Jahre 1914 stammten 20 Prozent der in Deutschland zugelassenen Personenwagen von Adler. Vier Jahre nach dem Ersten Weltkrieg beschäftigte das Unternehmen mit Zweigwerken in weiteren zehn Städten 10.000 Arbeiter und Angestellte. 1930 war die Zahl auf 3.000 gesunken, um bis zum Zweiten Weltkrieg wieder auf 7.000 zu steigen. In der ersten Hälfte der 1930er-Jahre lagen die Adlerwerke nach Opel und der Auto Union meist an dritter Stelle der Pkw-Neuzulassungen in Deutschland und wurden 1936 endgültig von Mercedes-Benz auf Rang 4 verdrängt. Der Adler Standard 6 mit Sechszylinder-Reihenmotor wurde 1926 vorgestellt. Das am Chrysler 60 orientierte Modell hatte als erster deutscher Pkw eine von ATE mit Lockheed-Lizenz gebaute hydraulische Bremsanlage.[1] Zusammen mit der komplett aus Stahlblech hergestellten Karosserie konnte der Standard 6 so den Entwicklungsvorsprung der seinerzeit in Europa sehr gefragten US-amerikanischen Fahrzeuge aufholen. Bis 1934 setzte Adler von dem Erfolgsmodell knapp 30.000 Wagen ab. Auf gleicher technischen Basis kamen 1928 der Standard 8 mit Achtzylinder-Reihenmotor und 1929 der kleinere Vierzylinder Favorit hinzu. 1930 wurde der ehemalige Leiter des Bauhauses Walter Gropius Berater der Firmenleitung und entwarf neben Karosserien auch das Markenzeichen neu. Eine Zusammenarbeit, die wegweisend war und die die 'Kubuslimousine' zum neuen Paradigma machte, sich aber nicht zuletzt wegen der Weltwirtschaftskrise ebenso schwierig erwies wie die zeitgleiche Liaison von Gropius-Freund Le Corbusier mit der französischen Auto-Entrepreneur Voisin. [2]
Von 1931 bis 1935 war nach dem Konkurs seines eigenen Unternehmens Hans Gustav Röhr Konstrukteur bei den Adlerwerken. Er entwickelte den 1932 vorgestellten Adler Trumpf, ein Mittelklassefahrzeug, das sich durch Einzelaufhängung aller Räder und den damals noch ungewöhnlichen Frontantrieb auszeichnete. Mit einem Motor von einem Litern Hubraum folgte 1934 der ebenfalls frontgetriebene Kleinwagen Adler Trumpf Junior, von dem bis 1939 über 100.000 Exemplare verkauft wurden. Insgesamt stellten die Adlerwerke etwa 210.000 Automobile her. 1935 trennte sich Adler von dem Luftfahrtbetrieb Flugzeugbau Max Gerner.
Ab November 1935 war der von Steyr Daimler Puch kommende Karl Jenschke Chefkonstrukteur und entwickelte den Adler 2,5 Liter Autobahnwagen in der damals neuartigen Stromlinienform.[3]
Am 22. März 1944 wurden die Adlerwerke bei einem Luftangriff auf Frankfurt schwer beschädigt. In der Folge wurden große Teile der Produktion ausgelagert. Die Fertigung von Fahrgestellen für Halbkettenfahrzeuge (Sd.Kfz. 10 und 11) und Motoren verblieb aber vor Ort. Arbeitskräfte fehlten, selbst Zwangsarbeiter und Zwangsarbeiterinnen standen nicht mehr zur Verfügung. Daher beantragte die Unternehmensleitung von Wirtschaftsverwaltungshauptamt die Zuweisung von KZ-Häftlingen. Dies wurde auch umgesetzt, die Häftlinge wurden auf dem Gelände im Werk I an der Weilburger Straße untergebracht. Zwischen August 1944 und dem 24. März 1945 wurden rund 1.600 Menschen in das Außenlager des KZ Natzweiler-Struthof mit dem Decknamen Katzbach gebracht.[4] Etwa ein Sechstel starb im KZ-Außenlager selber, ein Großteil der weiteren Gefangenen wurde aber, wenn sie zu schwach zum Arbeiten wurden, zur Vernichtung in andere Lager verbracht, so dass letztlich nur ein geringer Teil der in den Adlerwerken Eingesperrten überlebt hat. Am 24. März 1945 wurden etwa 400 Häftlinge auf einem Todesmarsch über Hanau, Schlüchtern, Fulda und Hünfeld nach Buchenwald getrieben.[5]
Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden die erhaltenen Anlagen der Frankfurter Automobilfertigung durch die amerikanische Besatzungsmacht beschlagnahmt und durften nicht benutzt werden. Bis 1948 hoffte man, wieder mit der Produktion von Autos beginnen zu können. Diese Hoffnung zerschlug sich als Generaldirektor Ernst Hagemeier nach seiner Rückkehr aus der Internierung 1948 die Wiederaufnahme des Automobilbaus verhinderte.[6] Nach dem Verlust der Automobilfabrik wurde das Produktprogramm grundlegend geändert. Neben Fahrrädern und Büromaschinen sollten auch Motorräder und Werkzeugmaschinen hergestellt werden. Mit eigenen Motorrädern kam Adler 1949 auf den Markt. In den 1950er-Jahren baute Adler sehr beliebte und sportliche Motorräder. Das Topmodell war die MB 250 S (Sportversion) mit einem Zweitakt-Zweizylinder-Motor, der im Straßenbetrieb 18 PS leistete. 1955 kam mit dem Adler Junior auch ein 100-cm³-Motorroller ins Programm, um den nachlassenden Motorradabsatz aufzufangen.
Im Jahr 1957 kaufte Max Grundig das Aktienkapital der Triumph-Werke Nürnberg sowie eine Beteiligung an den Adlerwerken, was das Aus für die Adler-Motorradfertigung bedeutete. 1958 schloss Grundig beide Firmen sowie den Diktiergeräte-Bereich (Grundig-Stenorette) seiner Grundig-Tonbandgerätewerke zur Triumph-Adler Büromaschinen-Vertriebsgesellschaft zusammen und produzierte fortan nur noch Büromaschinen. Auch die späteren Triumph-Adler-Eigentümer Litton Industries, Volkswagen und Olivetti beschränkten sich auf Büromaschinen.
1993 verkaufte Olivetti die weiterhin börsennotierten Adlerwerke mit dem gesamten historischen Werksgelände in Frankfurt an die Immobilieninvestor Roland Ernst und den Baukonzern Philipp Holzmann. Die noch vorhandene Schreibmaschinenproduktion wurde verlegt und wurde 1998 eingestellt; das Gelände mit den denkmalgeschützten Gebäuden wurde separat an Töchter der Investoren Roland Ernst und Philipp Holzmann verkauft. 1999 übernahm die HBAG Real Estate (vormals Kühltransit AG) von der finanziell angeschlagenen Philipp Holzmann 98,3% der Aktien der Adlerwerke.
Die Adlerwerke firmierten in 2002 in Adler Real Estate um[7] und waren seitdem in der Immobilienprojektentwicklung tätig. Das Unternehmen ist seit 2005 mehrheitlich in Hand eines US-amerikanischen Fonds.
Gebäudekomplex in Frankfurt am Main [Bearbeiten]
Von dem ursprünglichen Gebäudekomplex der Adler-Werke in Frankfurt am Main sind heute noch der westliche und östliche Teil erhalten. Dazwischen wurden in den 1990er-Jahren Neubauten errichtet, die sich in das Gesamtbild einfügen. Derzeitige Mieter sind neben Anderen das Gallus Theater, eine Eventagentur, ein Restaurant (inzwischen geschlossen), die Werbeagenturen Wunderman und Young & Rubicam und mehrere Tochterunternehmen der Deutschen Bahn, darunter DB Systel, DB Station&Service, DB Fahrzeuginstandhaltung, DB Gastronomie, sowie eine Repräsentanz des Vorstandsressorts Infrastruktur der DB.
Fahrzeugmodelle [Bearbeiten]
Pkw [Bearbeiten]
| Typ | Bauzeitraum | Zylinder | Hubraum | Motorleistung | Höchstgeschwindigkeit |
|---|---|---|---|---|---|
| Vis-à-Vis | 1900–1903 | 1 | 400 cm³ | 2,6 kW (3,5 PS) | 30 km/h |
| 4,5 PS | 1900–1903 | 1 | 510 cm³ | 3,3 kW (4,5 PS) | 35 km/h |
| 8 PS | 1901–1903 | 1 | 865 cm³ | 5,9 kW (8 PS) | 40 km/h |
| 24/28 PS | 1904–1905 | 4 Reihe | 4.016 cm³ | 20,6 kW (28 PS) | 65 km/h |
| 8/12 (8/14) PS | 1904–1906 | 2 Reihe | 2.008 cm³ | 8,8–10,3 kW (12–14 PS) | 50 km/h |
| 4/8 PS | 1906–1907 | 2 V | 1.032 cm³ | 5,9 kW (8 PS) | 55 km/h |
| 5/9 PS | 1907–1909 | 2 Reihe | 1.134 cm³ | 6,6 kW (9 PS) | 60 km/h |
| 8/15 PS | 1907–1910 | 4 Reihe | 2.011 cm³ | 11 kW (15 PS) | 55 km/h |
| 11/18 PS | 1907–1910 | 4 Reihe | 2.799 cm³ | 13,2 kW (18 PS) | 55 km/h |
| 23/50 PS | 1909–1912 | 4 Reihe | 5.800 cm³ | 42,6 kW (58 PS) | |
| 19/45 PS | 1909–1912 | 4 Reihe | 4.840 cm³ | 35 kW (48 PS) | |
| 13/30 PS | 1909–1912 | 4 Reihe | 3.180 cm³ | 25,7 kW (35 PS) | |
| 10/28 PS | 1909–1912 | 4 Reihe | 2.612 cm³ | 22 kW (30 PS) | |
| K 7/15 PS | 1910–1913 | 4 Reihe | 1.768 cm³ | 11 kW (15 PS) | 60 km/h |
| 30/70 PS | 1911–1914 | 4 Reihe | 7.853 cm³ | 51 kW (70 PS) | 115 km/h |
| 35/80 PS | 1911–1914 | 4 Reihe | 9.081 cm³ | 62,5 kW (85 PS) | |
| K 5/13 PS | 1911–1920 | 4 Reihe | 1.292 cm³ | 9,6–10,3 kW (13–14 PS) | 55 km/h |
| 20/50 PS | 1912–1914 | 4 Reihe | 5.229 cm³ | 40 kW (55 PS) | 105 km/h |
| 15/40 PS | 1913–1914 | 4 Reihe | 3.866 cm³ | 33 kW (45 PS) | 90 km/h |
| 9/24 PS | 1913–1914 | 4 Reihe | 2.313 cm³ | 17,6 kW (24 PS) | 70 km/h |
| 25/55 PS | 1913–1914 | 4 Reihe | 6.457 cm³ | 44 kW (60 PS) | |
| KL 6/16 PS | 1913–1920 | 4 Reihe | 1.551 cm³ | 11,8 kW (16 PS) | 60 km/h |
| 12/30 PS | 1914 | 4 Reihe | 3.115 cm³ | 25,7 kW (35 PS) | |
| 9/24 (9/30) PS | 1921–1924 | 4 Reihe | 2.298 cm³ | 17,6–22 kW (24–30 PS) | 65–75 km/h |
| 12/34 (12/40) PS | 1921–1924 | 4 Reihe | 3.115 cm³ | 25–29 kW (34–40 PS) | 85 km/h |
| 18/60 PS | 1921–1924 | 4 Reihe | 4.712 cm³ | 44 kW (60 PS) | 100 km/h |
| 6/22 PS | 1922–1923 | 4 Reihe | 1.550 cm³ | 16 kW (22 PS) | 75 km/h |
| 10/50 PS | 1925–1927 | 6 Reihe | 2.580 cm³ | 37 kW (50 PS) | 90 km/h |
| 18/80 PS | 1925–1927 | 6 Reihe | 4.704 cm³ | 59 kW (80 PS) | 100 km/h |
| 6/25 PS | 1925–1928 | 4 Reihe | 1.550 cm³ | 18 kW (25 PS) | 80 km/h |
| Standard 6 | 1927–1928 | 6 Reihe | 2.540 cm³ | 33 kW (45 PS) | 85–90 km/h |
| Standard 8 | 1928–1933 | 8 Reihe | 3.887 cm³ | 51–59 kW (70–80 PS) | 100–105 km/h |
| Standard 6 A/S | 1928–1934 | 6 Reihe | 2.916 cm³ | 37 kW (50 PS) | 85–90 km/h |
| Favorit | 1929–1933 | 4 Reihe | 1.943 cm³ | 25,7 kW (35 PS) | 80 km/h |
| Primus 1,5 A | 1932–1934 | 4 Reihe | 1.504 cm³ | 23,5–24,2 kW (32–33 PS) | 90 km/h |
| Trumpf 1,5 AV | 1932–1934 | 4 Reihe | 1.504 cm³ | 23,5–24,2 kW (32–33 PS) | 95 km/h |
| Favorit 2U | 1933–1934 | 4 Reihe | 1.943 cm³ | 29 kW (40 PS) | 90 km/h |
| Standard 6 3U | 1933–1934 | 6 Reihe | 2.916 cm³ | 44 kW (60 PS) | 100 km/h |
| Achtzylinder | 1933–1934 | 8 Reihe | 3.887 cm³ | 59 kW (80 PS) | 105 km/h |
| Trumpf Sport | 1933–1935 | 4 Reihe | 1.645 cm³ | 34,5 kW (47 PS) | 115 km/h |
| Primus 1,7 A | 1933–1936 | 4 Reihe | 1.645 cm³ | 28 kW (38 PS) | 95 km/h |
| Trumpf 1,7 AV | 1933–1936 | 4 Reihe | 1.645 cm³ | 28 kW (38 PS) | 100 km/h |
| Diplomat | 1934–1938 | 6 Reihe | 2.916 cm³ | 44–48 kW (60–65 PS) | 100–105 km/h |
| Trumpf Junior 1G/E | 1934–1941 | 4 Reihe | 995 cm³ | 18,4 kW (25 PS) | 90 km/h |
| Trumpf Junior Sport | 1935–1937 | 4 Reihe | 995 cm³ | 20,6 kW (28 PS) | 110 km/h |
| Trumpf 1,7 EV | 1936–1938 | 4 Reihe | 1.645 cm³ | 28 kW (38 PS) | 102 km/h |
| Primus 1,7 E | 1937–1938 | 4 Reihe | 1.645 cm³ | 28 kW (38 PS) | 100 km/h |
| 2,5 Liter | 1937–1940 | 6 Reihe | 2.494 cm³ | 42,6 kW (58 PS) | 125 km/h |
| 2,5 Liter Sport | 1938–1939 | 6 Reihe | 2.494 cm³ | 59 kW (80 PS) | 150 km/h |
| 2 Liter | 1938–1940 | 4 Reihe | 1.910 cm³ | 33 kW (45 PS) | 110 km/h |
Typentafel [Bearbeiten]
-
Adler 2,5 Liter Cabriolet 1937–1939, 58 PS, 125 km/h im EFA-Museum für Deutsche Automobilgeschichte
Motorräder [Bearbeiten]
| Typ | Bauzeitraum | Motor | Hubraum | Motorleistung | Höchstgeschwindigkeit |
|---|---|---|---|---|---|
| Modell 1 Modell 2 Modell 4 |
1902 1903 1904–06 |
Dion 1 Zyl. 1 Zyl. |
1,75 PS 2,0 PS 2,5 PS |
||
| Modell 8 | 1905–06 | 1 Zyl. | 2,5 PS | ||
| Modell 12 | 1906–07 | 1 Zyl. | 2,5 PS | ||
| Modell 9 Modell 17 |
1905–06 1907–08 |
1 Zyl. | 3,0 PS | ||
| Modell 13 | 1906 | 1 Zyl. | 3,0 PS | ||
| Modell 14 | 1906–07 | 2 Zyl. | 3,0 PS | ||
| Modell 10 Modell 18 |
1905–06 1907–08 |
2 Zyl. | 4,0 PS | ||
| Modell 15 | 1906 | 2 Zyl. | 4,0 PS | ||
| M 60 | 1947–48 | 1 Zyl. 2-Takt | 60 cm³ | 2,2 PS | |
| M 100 | 1949–54 1955–56 |
1 Zyl. 2-Takt | 98 cm³ | 3,75 PS (5200/min) 4,1 PS |
70 km/h 70 km/h mit Sozius 60 km/h |
| M 125 | 1952–56 | 1 Zyl. 2-Takt | 123 cm³ | 5,6 PS / 6,8 PS (5750/min) | 80 km/h / 88 km/h |
| M 150 MB 150 |
1951–53 1954–56 |
1 Zyl. 2-Takt | 147 cm³ | 6,8 PS 8,4 PS (5840/min) |
95 km/h |
| M 2011 MB 201 |
1954–56 | 1 Zyl. 2-Takt | 199 cm³ | 10,5 PS (5700/min) | 100 km/h |
| M 200 MB 200 |
1951–53 1954–57 |
2 Zyl. 2-Takt | 195 cm³ | 9,3 PS 11,4 PS (5450/min) |
95 km/h 101 km/h |
| M 250 MB 250 Favorit |
1952–53 1954–56 1956–57 |
2 Zyl. 2-Takt | 247 cm³ | 16 PS (5590/min) | 116,5 km/h |
| M 250S MB 250S Sprinter |
1952–53 1954–56 1956–57 |
2 Zyl. 2-Takt | 247 cm³ | 18 PS (6200/min) | >120 km/h |
- Adler MB 250 G (Geländemaschine, 18 PS)
- Adler MB 250 RS (Spezialausführung der MB 250 S, 26 PS, 160 km/h)
Typentafel [Bearbeiten]
-
Adler Motorrad von 1902 im Zweirad-Museum
-
Adler MB 250, Baujahr 1953 aus dem Motorradmuseum Ibbenbüren
-
Adler „M 200“ von 1952 im Zweirad-Museum
Verfilmung [Bearbeiten]
Der Dokumentarspielfilm Fräulein Stinnes fährt um die Welt erzählt die abenteuerliche Reise von Clärenore Stinnes, die 1927 als erster Mensch die Erde mit einem Auto umrundete.
Literatur [Bearbeiten]
- Dieter Jorzick, Johann Kleine Vennekate: Adler Motorräder. Kleine Vennekate, Lemgo 2000, ISBN 3-9804987-7-8.
- Joanna Skibińska: Die letzten Zeugen. Gespräche mit Überlebenden des KZ-Außenlagers „Katzbach“ in den Adlerwerken Frankfurt am Main. CoCon-Verlag, Hanau 2005, ISBN 3-937774-11-4.
- Erwin Tragatsch: Berühmte Motorräder. Motorbuch-Verlag, Stuttgart 2000, ISBN 3-613-02038-6.
- Hugo Wilson: Das Lexikon vom Motorrad. Motorbuch-Verlag, Stuttgart 2000, ISBN 3-613-01719-9.
- Michael Kuball, Clärenore Söderström (Hrsg.): Söderströms Photo-Tagebuch 1927–1929. Die erste Autofahrt einer Frau um die Welt. Krüger, Frankfurt am Main 1981, ISBN 3-8105-1708-9.
- Kurt Grasmann: Die Adler-Werke und die Luftfahrt. In: Helmut Schubert (Red.): Anfänge der Luftfahrt im Raum Darmstadt und Frankfurt (= Blätter zur Geschichte der deutschen Luft- und Raumfahrt. Bd. 14). DGLR, Bonn 2002, ISBN 3-932182-12-X, S. 43–72.
- Hermann Schneider: Fünfundsiebzig Jahre Adler. 90 Jahre Tradition. Hoppenstedts Wirtschafts-Archiv, Darmstadt etwa 1970 (Herausgegeben anlässlich des 75-jährigen Bestehens der Adler-Werke, Vormals Heinrich Kleyer, Aktiengesellschaft Frankfurt).
- Adlerhorst. Hausmitteilungen der Adlerwerke vorm. Heinrich Kleyer AG, Frankfurt am Main. Adlerwerke, Frankfurt am Main, von 1953 bis 1967 erschienen, ZDB-ID 244447-1.
- Heinrich Schmitt: Adler-Werke, vorm. Heinrich Kleyer A.-G. Frankfurt-M. Abriss der Werks- und Fabrikationsgeschichte 1880–1926 (= Industrie-Bibliothek. Bd. 9, ZDB-ID 547707-4). M. Schröder, Berlin-Halensee 1926.
- Alexander Lang: Die Adler Fahrradwerke vorm. Heinrich Kleyer, Frankfurt a. M. 1880–1905. Rückblick in den Ursprung und Werdegang eines industriellen Grossbetriebes. Eckstein, Berlin 1905.
Weblinks [Bearbeiten]
- ADLER Real Estate AG
- TA – Triumph-Adler AG
- Gallustheater und Adler-Historie
- Adler-Modelle in Stromlinie, der 2,5-l-„Autobahnadler“ (mit ausführlicher Unternehmens- und Konstruktionsgeschichte in den 30er Jahren)
- Dokumentation zur Nachkriegszeit der Adlerwerke in Frankfurt
- Historie der Aktie der Adlerwerke, abgerufen am 10. April 2013
- ADLER-MOTOR-VETERANEN-CLUB
Einzelnachweise [Bearbeiten]
- ↑ Hubert A. Kirschner (Hrsg.): Neue Aspekte der Fahrzeugsicherheit, Books on Demand GmbH Norderstedt 2003, ISBN 3-8330-0342-1, S. 75
- ↑ Bernd Polster, Autodesign International, Köln 2010
- ↑ Automotive World Magazin
- ↑ Konzentrationslager Adlerwerke in Frankfurt am Main
- ↑ Leben und Arbeiten in Gallus und Griesheim e.V. auf den Seiten des LAGG
- ↑ Werner Oswald: Deutsche Autos 1920–1945. 10. Auflage. Motorbuch Verlag, Stuttgart 1996, ISBN 3-87943-519-7.
- ↑ Börsenzulassungsprospekt AGIV Real Estate. Prospekt anlässlich Fusion AGIV Real Estate mit der HBAG Real Estate. 1. September 2002, S. S 30ff, abgerufen am 2013-04-10 format= pdf.
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A.A.A. | ABC | Adler | AGA | Alan | Alfi | AMBAG | Amor | Apollo | Argeo | Arimofa | Atlantic | Audi | Auto-Ell | Auto Union | Badenia | Baer | B.A.W. | BEB | Beckmann | Benz | Bergmann | Bergo | B.F. | Biene | Bleichert | BMF | BMW | Bob | Böhler | Borcharding | Borgward | Bravo | Brennabor | Bufag | Bully | Butz | B.Z. | C. Benz Söhne | Certus | Club | Cockerell | Combi | Cyklon | Davidl | Dehn | DEW | Diabolo | Diana | Dinos | Dixi | DKW | Dorner | Dürkopp | Dux | D-Wagen | E.B.S. | Ego | Ehrhardt | Ehrhardt-Szawe | Eibach | Electra | Elektric | Elite | Elitewagen | Eos | Erco | Espenlaub | Eubu | Exor | Fadag | Fafag | Fafnir | Falcon | Fama | Faun | Ferbedo | Ford | Fox | Framo | Freia | Fulmina | Garbaty | Gasi | Goliath | Görke | Grade | Gridi | Gries | Gutbrod | Habag | HAG | HAG-Gastell | Hagea-Moto | Hanomag | Hansa | Hansa-Lloyd | Hascho | Hataz | HAWA | Heim | Helios | Helo | Hercules | Hero | Hildebrand | Hiller | Horch | H.T. | Imperia | Induhag | Ipe | Joswin | Juhö | Kaha | Kaiser | Kenter | Kico | Kieling | Knöllner | Kobold | Koco | Komet | Komnick | Körting | Kühn | Landgrebe | Lauer | Leichtauto | Leifa | Lesshaft | Ley | Libelle | Lindcar | Lipsia | Loeb | LuWe | LuWo | Macu | MAF | Magnet | Maja | Mannesmann | Martinette | Maurer | Mauser | Maybach | Mayrette | Mercedes | Mercedes-Benz | MFB | Mikromobil | Minimus | Möckwagen | Mölkamp | Moll | Monos | Mops | Morgan | Motobil | Motrix | Muvo | Nafa | N.A.G. | NAG-Presto | NAG-Protos | Nawa | Neander | Neiman | Nemalette | Nenndorf | Nowa | NSU | NSU-Fiat | Nufmobil | Nug | Omega | Omikron | Omnobil | Onnasch | Opel | Otto | Pawi | Pe-Ka | Peer Gynt | Pelikan | Peter-Moritz | Pfeil | Phänomen | Pilot | Pluto | Presto | Priamus | Protos | Rabag | Remag | Renfert | Rex-Simplex | Rhemag | Rikas | Rivo | Roland | Röhr | Rollfix | Rumpler | Ruppe | Rüttger | RWN | Sablatnig-Beuchelt | Sauer | S.B. | Schebera | Schönnagel | Schuricht | Schütte-Lanz | Seidel-Arop | Selve | S.H.W. | Simson | Slaby-Beringer | Slevogt | Solomobil | Sperber | Sphinx | Spinell | Staiger | Steiger | Stoewer | Stolle | Sun | Szawe | Tamag | Tamm | Tatra | Teco | Tempo | Theis | Tornax | Tourist | Traeger | Trinks | Trippel | Triumph | Turbo | Utilitas | VL | Voran | Volkswagen | Walmobil | Wanderer | Wegmann | Weise | Wesnigk | Westfalia | Winkler | Wittekind | York | Zaschka | Zetgelette | Zwerg
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