Adlerwerke

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50.1018.641Koordinaten: 50° 6′ 4″ N, 8° 38′ 28″ O

Adlerwerke: heute ein Industriedenkmal
Kühlerfigur Adler Standard 6

Die Adlerwerke vorm. H. Kleyer AG waren ein deutsches Fahrzeug- und Maschinenbauunternehmen mit Sitz in Frankfurt am Main, das Fahrräder, Autos, Motorräder und zuletzt bis 1998 Büromaschinen herstellte. Nach Einstellung der Produktion und Verkauf des historischen Firmensitzes wurde das Unternehmen an einen Investor verkauft. Es firmiert seit 1999 als Adler Real Estate und hat sich auf den Ankauf und die Bewirtschaftung von Wohnimmobilien ausgerichtet. Das Unternehmen ist unter dem neuen Namen weiterhin an der Frankfurter Wertpapierbörse notiert.

Geschichte[Bearbeiten]

Werbeanzeige der Adlerwerke von 1907
Gedenktafel für die Häftlinge des ehemaligen KZ-Außenlagers
Gebäude der Adlerwerke, gesehen von der Kleyerstraße, 2007
Gebäude der Adlerwerke, gesehen von der Weilburger Straße, 2007
Adler-Dreirad von 1888 auf einer Briefmarke von 1985

Die Adler-Fahrradwerke, die ihre Fahrräder zunächst in Frankfurt am Main, Gutleutstraße 9 (das Haus ist nicht erhalten), produzierten, wurden 1880 von Heinrich Kleyer als Heinrich Kleyer GmbH gegründet. 1889 entstand im Frankfurter Gallusviertel zwischen Höchster Straße (heutige Kleyerstraße) und Weilburger Straße auf einem Areal von 18.000 Quadratmetern eine Fabrik mit 600 Arbeitsplätzen. Dort wurden auch Dreiradwagen und Voiturette-Autos produziert, die mit Motoren von De Dion ausgerüstet waren. Ständige Betriebserweiterungen führten 1895/1896 zur Umwandlung in die Aktiengesellschaft Adlerwerke vorm. H. Kleyer AG, die ein Grundkapital von 2,5 Millionen Mark aufwies, auf das bereits 1898 eine Dividende von 20 Prozent gezahlt werden konnte. 1898 wurde auch die Produktion von Schreibmaschinen in einem siebengeschossigen Fabrikhochhaus an der Weilburger Straße begonnen.

Ab 1901 kamen auch Motorräder mit De-Dion-Motoren hinzu. 1902 unternahm der Schriftsteller Otto Julius Bierbaum mit einem 8-PS-Adlerwagen eine Italienreise, die er in dem Buch Eine empfindsame Reise im Automobil beschrieb. 1903 übernahm der Ingenieur Edmund Rumpler das Adler-Konstruktionsbüro und entwickelte die ersten eigenen Motoren, die 1904 in Produktion genommen wurden. Adler war 1905 der erste deutsche Autohersteller, der Motor und Getriebe miteinander verblockte. Von 1907 bis nach dem Zweiten Weltkrieg wurden keine Motorräder mehr hergestellt. Auf der Internationalen Luftfahrt-Ausstellung 1909 stellte das Unternehmen Prototypen von Luftschiffmotoren vor. Zwischen 1910 und 1912 wurde in drei Bauabschnitten eine monumentale Fabrikanlage in historisierenden Formen errichtet, deren zinnenbewehrte Türme auch heute noch bereits von weitem zu sehen sind.

Im Jahre 1914 stammten 20 Prozent der in Deutschland zugelassenen Personenwagen von Adler. Vier Jahre nach dem Ersten Weltkrieg beschäftigte das Unternehmen mit Zweigwerken in weiteren zehn Städten 10.000 Arbeiter und Angestellte. 1930 war die Zahl auf 3.000 gesunken, um bis zum Zweiten Weltkrieg wieder auf 7.000 zu steigen. In den 1920er Jahren hatten die Adlerwerke auch in Berlin eine Filiale in der Zimmerstraße und an der Straße Unter den Linden einen Ausstellungssalon.[1] In der ersten Hälfte der 1930er-Jahre lagen die Adlerwerke nach Opel und der Auto Union meist an dritter Stelle der Pkw-Neuzulassungen in Deutschland und wurden 1936 endgültig von Mercedes-Benz auf Rang 4 verdrängt. Der Adler Standard 6 mit Sechszylinder-Reihenmotor wurde 1926 vorgestellt. Das am Chrysler 60 orientierte Modell hatte als erster deutscher Pkw eine von ATE mit Lockheed-Lizenz gebaute hydraulische Bremsanlage.[2] Zusammen mit der komplett aus Stahlblech hergestellten Karosserie konnte der Standard 6 so den Entwicklungsvorsprung der seinerzeit in Europa sehr gefragten US-amerikanischen Fahrzeuge aufholen. Bis 1934 setzte Adler von dem Erfolgsmodell knapp 30.000 Wagen ab. Auf gleicher technischen Basis kamen 1928 der Standard 8 mit Achtzylinder-Reihenmotor und 1929 der kleinere Vierzylinder Favorit hinzu. Im Jahr 1930 wurde der ehemalige Leiter des Bauhauses Walter Gropius Berater der Firmenleitung und entwarf neben Karosserien auch das Markenzeichen neu. Eine Zusammenarbeit, die wegweisend war und die die „Kubuslimousine“ zum neuen Paradigma machte, sich aber nicht zuletzt wegen der Weltwirtschaftskrise ebenso schwierig erwies wie die zeitgleiche Liaison von Gropius-Freund Le Corbusier mit der französischen Auto-Entrepreneur Voisin.[3]

Nach dem Konkurs seines eigenen Unternehmens, der Röhr Auto AG, war Hans Gustav Röhr von 1931 bis Ende 1935 Chefkonstrukteur der Adlerwerke. Er entwickelte den 1932 vorgestellten Adler Trumpf, ein Mittelklassefahrzeug, das sich durch Einzelradaufhängung aller Räder und den damals noch ungewöhnlichen Frontantrieb auszeichnete. Mit einem Motor von einem Liter Hubraum folgte 1934 der ebenfalls frontgetriebene Kleinwagen Adler Trumpf Junior, von dem bis 1939 über 100.000 Exemplare verkauft wurden. Insgesamt stellten die Adlerwerke etwa 210.000 Automobile her. 1935 trennte sich Adler von dem Luftfahrtbetrieb Flugzeugbau Max Gerner.

Im November 1935 wurde der von Steyr Daimler Puch kommende Karl Jenschke Adler-Chefkonstrukteur und entwickelte den Adler 2,5 Liter Autobahnwagen in der damals neuartigen Stromlinienform.[4]

Bei dem Luftangriff auf Frankfurt am 22. März 1944 wurden die Adlerwerke schwer getroffen und in der Folge große Teile der Produktion ausgelagert. Die Fertigung von Fahrgestellen für Halbkettenfahrzeuge (Sd.Kfz. 10 und 11) und Motoren verblieb aber vor Ort. Arbeitskräfte fehlten, selbst Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter standen nicht mehr zur Verfügung. Daher beantragte die Unternehmensleitung vom Wirtschaftsverwaltungshauptamt die Zuweisung von KZ-Häftlingen. Dies wurde auch umgesetzt, die Häftlinge wurden auf dem Gelände im Werk I an der Weilburger Straße untergebracht. Zwischen August 1944 und dem 24. März 1945 wurden rund 1.600 Menschen in das Außenlager KZ Natzweiler-Struthof mit dem Decknamen Katzbach gebracht.[5] Etwa ein Sechstel starb im KZ-Außenlager, ein Großteil der weiteren Gefangenen wurde aber, wenn sie zu schwach zum Arbeiten wurden, zur Vernichtung in andere Lager verbracht, so dass letztlich nur ein geringer Teil der in den Adlerwerken Eingesperrten überlebt hat. Am 24. März 1945 wurden etwa 400 Häftlinge über Hanau, Schlüchtern, Fulda und Hünfeld auf einem Todesmarsch zum KZ Buchenwald getrieben (→ Endphaseverbrechen).[6]

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden die erhaltenen Anlagen der Frankfurter Automobilfertigung durch die amerikanische Besatzungsmacht beschlagnahmt und durften nicht benutzt werden. Bis 1948 hoffte man, wieder mit der Produktion von Autos beginnen zu können. Diese Hoffnung zerschlug sich, als Generaldirektor Ernst Hagemeier nach seiner Rückkehr aus der Internierung 1948 die Wiederaufnahme des Automobilbaus verhinderte.[7] Nach dem Verlust der Automobilfabrik wurde das Produktprogramm grundlegend geändert. Neben Fahrrädern und Büromaschinen sollten auch Motorräder und Werkzeugmaschinen hergestellt werden. Mit eigenen Motorrädern kam Adler 1949 auf den Markt. In den 1950er-Jahren baute Adler sehr beliebte und sportliche Motorräder. Das Topmodell war die MB 250 S (Sportversion) mit einem Zweitakt-Zweizylinder-Motor, der im Straßenbetrieb 18 PS leistete. Im Jahr 1955 kam mit dem Adler Junior auch ein 100-cm³-Motorroller ins Programm, um den nachlassenden Motorradabsatz aufzufangen.

Im Jahr 1957 kaufte Max Grundig das Aktienkapital der Triumph-Werke Nürnberg sowie eine Beteiligung an den Adlerwerken, was für Adler das Ende der Motorradfertigung bedeutete. 1958 schloss Grundig beide Firmen sowie den Diktiergeräte-Bereich (Grundig-Stenorette) seiner Grundig-Tonbandgerätewerke zur Triumph-Adler Büromaschinen-Vertriebsgesellschaft zusammen und produzierte fortan nur noch Büromaschinen. Auch die späteren Triumph-Adler-Eigentümer Litton Industries, Volkswagen und Olivetti beschränkten sich auf Büromaschinen.

Stoßstangen-Kofferschreibmaschine aus den 1930er Jahren

Im Jahr 1993 verkaufte Olivetti die weiterhin börsennotierten Adlerwerke mit dem gesamten historischen Werksgelände in Frankfurt an den Immobilieninvestor Roland Ernst und den Baukonzern Philipp Holzmann. Die noch vorhandene Schreibmaschinenproduktion wurde zunächst verlegt und 1998 schließlich ganz eingestellt und das Gelände mit den denkmalgeschützten Gebäuden separat an Töchter der Investoren verkauft. 1999 übernahm die HBAG Real Estate (vormals Kühltransit AG) von der finanziell angeschlagenen Philipp Holzmann 98,3 Prozent der Aktien der Adlerwerke.

Die Adlerwerke firmierten im Jahr 2002 in Adler Real Estate um[8] und sind seitdem in der Immobilienprojektentwicklung tätig. Das Unternehmen ist seit 2005 mehrheitlich in Hand eines US-amerikanischen Fonds.

Gebäudekomplex in Frankfurt am Main[Bearbeiten]

Ehemalige Adlerwerke von der Galluswarte aus gesehen

Von dem ursprünglichen Gebäudekomplex der Adlerwerke in Frankfurt am Main sind heute noch der westliche und östliche Teil erhalten. Der markante östliche Backsteinbau von 1907 prägt das Gesamtbild. Dazwischen wurden in den 1990er-Jahren Neubauten errichtet, die sich in den Komplex einfügen. Derzeitige Mieter sind neben Anderen das Gallus Theater, eine Eventagentur u.a. mit Oldtimertreffen, ein Restaurant (inzwischen geschlossen), die Werbeagenturen Wunderman und Young & Rubicam und mehrere Tochterunternehmen der Deutschen Bahn, darunter DB Systel, DB Station&Service, DB Fahrzeuginstandhaltung, DB Gastronomie, sowie eine Repräsentanz des Vorstandsressorts Infrastruktur der DB.

Fahrzeugmodelle[Bearbeiten]

Pkw[Bearbeiten]

Adler 24/28 PS
Briefmarke von 1982
Typ Bauzeitraum Zylinder Hubraum Motorleistung Höchstgeschwindigkeit
Vis-à-Vis 1900–1903 1 400 cm³ 2,6 kW (3,5 PS) 30 km/h
4,5 PS 1900–1903 1 510 cm³ 3,3 kW (4,5 PS) 35 km/h
8 PS 1901–1903 1 865 cm³ 5,9 kW (8 PS) 40 km/h
24/28 PS 1904–1905 4 Reihe 4.016 cm³ 20,6 kW (28 PS) 65 km/h
8/12 (8/14) PS 1904–1906 2 Reihe 2.008 cm³ 8,8–10,3 kW (12–14 PS) 50 km/h
4/8 PS 1906–1907 2 V 1.032 cm³ 5,9 kW (8 PS) 55 km/h
5/9 PS 1907–1909 2 Reihe 1.134 cm³ 6,6 kW (9 PS) 60 km/h
8/15 PS 1907–1910 4 Reihe 2.011 cm³ 11 kW (15 PS) 55 km/h
11/18 PS 1907–1910 4 Reihe 2.799 cm³ 13,2 kW (18 PS) 55 km/h
23/50 PS 1909–1912 4 Reihe 5.800 cm³ 42,6 kW (58 PS)
19/45 PS 1909–1912 4 Reihe 4.840 cm³ 35 kW (48 PS)
13/30 PS 1909–1912 4 Reihe 3.180 cm³ 25,7 kW (35 PS)
10/28 PS 1909–1912 4 Reihe 2.612 cm³ 22 kW (30 PS)
K 7/15 PS 1910–1913 4 Reihe 1.768 cm³ 11 kW (15 PS) 60 km/h
KL 7/17 PS 1910–1913 4 Reihe 1.768 cm³ 12 kW (17 PS) 60 km/h
30/70 PS 1911–1914 4 Reihe 7.853 cm³ 51 kW (70 PS) 115 km/h
35/80 PS 1911–1914 4 Reihe 9.081 cm³ 62,5 kW (85 PS)
K 5/13 PS 1911–1920 4 Reihe 1.292 cm³ 9,6–10,3 kW (13–14 PS) 55 km/h
20/50 PS 1912–1914 4 Reihe 5.229 cm³ 40 kW (55 PS) 105 km/h
15/40 PS 1913–1914 4 Reihe 3.866 cm³ 33 kW (45 PS) 90 km/h
9/24 PS 1913–1914 4 Reihe 2.313 cm³ 17,6 kW (24 PS) 70 km/h
25/55 PS 1913–1914 4 Reihe 6.457 cm³ 44 kW (60 PS)
KL 6/16 PS 1913–1920 4 Reihe 1.551 cm³ 11,8 kW (16 PS) 60 km/h
12/30 PS 1914 4 Reihe 3.115 cm³ 25,7 kW (35 PS)
9/24 (9/30) PS 1921–1924 4 Reihe 2.298 cm³ 17,6–22 kW (24–30 PS) 65–75 km/h
12/34 (12/40) PS 1921–1924 4 Reihe 3.115 cm³ 25–29 kW (34–40 PS) 85 km/h
18/60 PS 1921–1924 4 Reihe 4.712 cm³ 44 kW (60 PS) 100 km/h
6/22 PS 1922–1923 4 Reihe 1.550 cm³ 16 kW (22 PS) 75 km/h
10/50 PS 1925–1927 6 Reihe 2.580 cm³ 37 kW (50 PS) 90 km/h
18/80 PS 1925–1927 6 Reihe 4.704 cm³ 59 kW (80 PS) 100 km/h
6/25 PS 1925–1928 4 Reihe 1.550 cm³ 18 kW (25 PS) 80 km/h
Standard 6 1927–1928 6 Reihe 2.540 cm³ 33 kW (45 PS) 85–90 km/h
Standard 8 1928–1933 8 Reihe 3.887 cm³ 51–59 kW (70–80 PS) 100–105 km/h
Standard 6 A/S 1928–1934 6 Reihe 2.916 cm³ 37 kW (50 PS) 85–90 km/h
Favorit 1929–1933 4 Reihe 1.943 cm³ 25,7 kW (35 PS) 80 km/h
Primus 1,5 A 1932–1934 4 Reihe 1.504 cm³ 23,5–24,2 kW (32–33 PS) 90 km/h
Trumpf 1,5 AV 1932–1934 4 Reihe 1.504 cm³ 23,5–24,2 kW (32–33 PS) 95 km/h
Favorit 2U 1933–1934 4 Reihe 1.943 cm³ 29 kW (40 PS) 90 km/h
Standard 6 3U 1933–1934 6 Reihe 2.916 cm³ 44 kW (60 PS) 100 km/h
Achtzylinder 1933–1934 8 Reihe 3.887 cm³ 59 kW (80 PS) 105 km/h
Trumpf Sport 1933–1935 4 Reihe 1.645 cm³ 34,5 kW (47 PS) 115 km/h
Primus 1,7 A 1933–1936 4 Reihe 1.645 cm³ 28 kW (38 PS) 95 km/h
Trumpf 1,7 AV 1933–1936 4 Reihe 1.645 cm³ 28 kW (38 PS) 100 km/h
Diplomat 1934–1938 6 Reihe 2.916 cm³ 44–48 kW (60–65 PS) 100–105 km/h
Trumpf Junior 1G/E 1934–1941 4 Reihe 995 cm³ 18,4 kW (25 PS) 90 km/h
Trumpf Junior Sport 1935–1937 4 Reihe 995 cm³ 20,6 kW (28 PS) 110 km/h
Trumpf 1,7 EV 1936–1938 4 Reihe 1.645 cm³ 28 kW (38 PS) 102 km/h
Primus 1,7 E 1937–1938 4 Reihe 1.645 cm³ 28 kW (38 PS) 100 km/h
2,5 Liter 1937–1940 6 Reihe 2.494 cm³ 42,6 kW (58 PS) 125 km/h
2,5 Liter Sport 1938–1939 6 Reihe 2.494 cm³ 59 kW (80 PS) 150 km/h
2 Liter 1938–1940 4 Reihe 1.910 cm³ 33 kW (45 PS) 110 km/h

Typentafel[Bearbeiten]

Motorräder[Bearbeiten]

Adler „MB 250 RS“ von 1955 im Zweirad-Museum Neckarsulm
Typ Bauzeitraum Motor Hubraum Motorleistung Höchstgeschwindigkeit
Modell 1
Modell 2
Modell 4
1902
1903
1904–06
Dion
1 Zyl.
1 Zyl.
1,75 PS
2,0 PS
2,5 PS
Modell 8 1905–06 1 Zyl. 2,5 PS
Modell 12 1906–07 1 Zyl. 2,5 PS
Modell 9
Modell 17
1905–06
1907–08
1 Zyl. 3,0 PS
Modell 13 1906 1 Zyl. 3,0 PS
Modell 14 1906–07 2 Zyl. 3,0 PS
Modell 10
Modell 18
1905–06
1907–08
2 Zyl. 4,0 PS
Modell 15 1906 2 Zyl. 4,0 PS
M 60 1947–48 1 Zyl. 2-Takt 60 cm³ 2,2 PS
M 100 1949–54
1954–56
1 Zyl. 2-Takt 98 cm³ 3,75 PS (5200/min)
4,1 PS
70 km/h
70 km/h mit Sozius 60 km/h
M 125 1952–56 1 Zyl. 2-Takt 123 cm³ 5,6 PS / 6,8 PS (5750/min) 80 km/h / 88 km/h
M 150
MB 150
1951–53
1954–56
1 Zyl. 2-Takt 147 cm³ 6,8 PS
8,4 PS (5840/min)

95 km/h
M 2011
MB 201
1954–56 1 Zyl. 2-Takt 199 cm³ 10,5 PS (5700/min) 100 km/h
M 200
MB 200
1951–53
1954–57
2 Zyl. 2-Takt 195 cm³ 9,3 PS
11,4 PS (5450/min)
95 km/h
101 km/h
M 250
MB 250
Favorit
1952–53
1954–56
1956–57
2 Zyl. 2-Takt 247 cm³ 16 PS (5590/min) 116,5 km/h
M 250S
MB 250S
Sprinter
1952–53
1954–56
1956–57
2 Zyl. 2-Takt 247 cm³ 18 PS (6200/min) >120 km/h
  • Adler MB 250 G (Geländemaschine, 18 PS)
  • Adler MB 250 RS (Spezialausführung der MB 250 S, 26 PS, 160 km/h)

Typentafel[Bearbeiten]

Verfilmung[Bearbeiten]

Der Dokumentarspielfilm Fräulein Stinnes fährt um die Welt erzählt die abenteuerliche Reise von Clärenore Stinnes, die 1927 als erster Mensch die Erde mit einem Auto, einem Adler Standard 6, umrundete.

Literatur[Bearbeiten]

  • Dieter Jorzick, Johann Kleine Vennekate: Adler Motorräder. Kleine Vennekate, Lemgo 2000, ISBN 3-9804987-7-8.
  • Joanna Skibińska: Die letzten Zeugen. Gespräche mit Überlebenden des KZ-Außenlagers „Katzbach“ in den Adlerwerken Frankfurt am Main. CoCon-Verlag, Hanau 2005, ISBN 3-937774-11-4.
  • Erwin Tragatsch: Berühmte Motorräder. Motorbuch-Verlag, Stuttgart 2000, ISBN 3-613-02038-6.
  • Hugo Wilson: Das Lexikon vom Motorrad. Motorbuch-Verlag, Stuttgart 2000, ISBN 3-613-01719-9.
  • Michael Kuball, Clärenore Söderström (Hrsg.): Söderströms Photo-Tagebuch 1927–1929. Die erste Autofahrt einer Frau um die Welt. Krüger, Frankfurt am Main 1981, ISBN 3-8105-1708-9.
  • Kurt Grasmann: Die Adler-Werke und die Luftfahrt. In: Helmut Schubert (Red.): Anfänge der Luftfahrt im Raum Darmstadt und Frankfurt (= Blätter zur Geschichte der deutschen Luft- und Raumfahrt. Bd. 14). DGLR, Bonn 2002, ISBN 3-932182-12-X, S. 43–72.
  • Hermann Schneider: Fünfundsiebzig Jahre Adler. 90 Jahre Tradition. Hoppenstedts Wirtschafts-Archiv, Darmstadt etwa 1970 (Herausgegeben anlässlich des 75-jährigen Bestehens der Adler-Werke, Vormals Heinrich Kleyer, Aktiengesellschaft Frankfurt).
  • Adlerhorst. Hausmitteilungen der Adlerwerke vorm. Heinrich Kleyer AG, Frankfurt am Main. Adlerwerke, Frankfurt am Main, von 1953 bis 1967 erschienen, ZDB-ID 244447-1.
  • Heinrich Schmitt: Adler-Werke, vorm. Heinrich Kleyer A.-G. Frankfurt-M. Abriss der Werks- und Fabrikationsgeschichte 1880–1926 (= Industrie-Bibliothek. Bd. 9, ZDB-ID 547707-4). M. Schröder, Berlin-Halensee 1926.
  • Alexander Lang: Die Adler Fahrradwerke vorm. Heinrich Kleyer, Frankfurt a. M. 1880–1905. Rückblick in den Ursprung und Werdegang eines industriellen Grossbetriebes. Eckstein, Berlin 1905.
  • The Complete Encyclopedia of Motorcars 1885 to the Present. 3. Auflage. George Rainbird, 1982, ISBN 0-85223-234-9, S. 28/29

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Adlerwerke – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
KZ-Häftlingsgrabstelle auf dem Hauptfriedhof in Frankfurt
Inschrift-Detail

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Automobile (Kraftwagen). In: Berliner Adreßbuch, 1924, Teil 2, S. 24.
  2. Hubert A. Kirschner (Hrsg.): Neue Aspekte der Fahrzeugsicherheit, Books on Demand GmbH Norderstedt 2003, ISBN 3-8330-0342-1, S. 75
  3. Bernd Polster: Autodesign International. Köln 2010
  4. Automotive World Magazin
  5. Konzentrationslager Adlerwerke in Frankfurt am Main
  6. Leben und Arbeiten in Gallus und Griesheim e.V. auf den Seiten des LAGG
  7. Werner Oswald: Deutsche Autos 1920–1945. 10. Auflage. Motorbuch Verlag, Stuttgart 1996, ISBN 3-87943-519-7.
  8. Börsenzulassungsprospekt AGIV Real Estate. Prospekt anlässlich Fusion AGIV Real Estate mit der HBAG Real Estate. 1. September 2002, S. 30 ff, abgerufen am 10. April 2013 (pdf).