Admont

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Admont (Begriffsklärung) aufgeführt.
Admont
Wappen von Admont
Admont (Österreich)
Admont
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Steiermark
Politischer Bezirk: Liezen
Kfz-Kennzeichen: LI
Fläche: 76,01 km²
Koordinaten: 47° 34′ N, 14° 28′ O47.57305555555614.461111111111640Koordinaten: 47° 34′ 23″ N, 14° 27′ 40″ O
Höhe: 640 m ü. A.
Einwohner: 2.508 (1. Jän. 2014)
Bevölkerungsdichte: 33 Einw. pro km²
Postleitzahl: 8911
Vorwahl: 03613
Gemeindekennziffer: 6 12 01
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hauptstraße 36
8911 Admont
Website: www.admont.at
Politik
Bürgermeister: Günther Posch (ÖVP)
Gemeinderat: (2010)
(16 Mitglieder)
11
5
11 
Von 16 Sitzen entfallen auf:
Lage der Marktgemeinde Admont im Bezirk Liezen
Admont Aigen im Ennstal Altenmarkt bei Sankt Gallen Ardning Donnersbach Donnersbachwald Gaishorn am See Gams bei Hieflau Hall Irdning Johnsbach Landl Lassing Liezen Oppenberg Palfau Pürgg-Trautenfels Rottenmann Sankt Gallen Selzthal Stainach Tauplitz Treglwang Trieben Weißenbach an der Enns Weißenbach bei Liezen Weng im Gesäuse Wildalpen Wörschach Steiermark Bezirk LiezenLage der Gemeinde Admont im Bezirk Liezen (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Admont ist eine österreichische Marktgemeinde mit 2508 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2014) im Norden der Obersteiermark 20 km östlich der Bezirkshauptstadt Liezen (Gerichtsbezirk Liezen). Ab 1. Jänner 2015 ist sie Rahmen der steiermärkischen Gemeindestrukturreform mit den Gemeinden Hall, Johnsbach und Weng im Gesäuse zusammengeschlossen, die neue Gemeinde wird den Namen „Admont“ führen.[1]

Geografie[Bearbeiten]

Admont liegt in einem Talbecken an der mittleren Enns, am westlichen Eingang zum Gesäuse. Mitten in den Ennstaler Alpen wird es eingerahmt von den Haller Mauern, dem Buchstein und dem Admonter Reichenstein.

Im Süden liegt das Hochtal der Kaiserau mit seinen Skiliften im Gemeindegebiet von Admont.

Das Gemeindegebiet von Admont vom Grabnerstein im Nordosten aus gesehen

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Das Gemeindegebiet umfasst folgende drei Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand 31. Oktober 2011[2]):

  • Admont (2105)
  • Aigen (230)
  • Krumau (190)

Die Gemeinde besteht aus den Katastralgemeinden Admont, Aigen und Krumau.

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Geschichte[Bearbeiten]

Admont ist eine der ältesten Siedlungen der Steiermark. Die erste Erwähnung findet man aus dem Jahr 859 als Ademundi vallis. 1074 wurde das Stift Admont gegründet. 1292 wurde Admont und sein Stift von den Aufständischen des Landsberger Bundes zwar erobert und geplündert, wurde aber nach der Überwindung dieses Aufstandes durch Herzog Albrecht I. entschädigt. 1443, unter Kaiser Friedrich III., erhielt das Stift als damaliger Sitz des Hofgerichts das Marktrecht. Später ging die weltliche Gewalt und mit ihr das Marktrecht und vermutlich auch das Wappen vom Stift an die Gemeinde Admont über.

Am 27. April 1865 zerstörte ein Großbrand 22 Häuser des Marktes und forderte sieben Menschenleben. Ebenso betroffen war das barocke Stift Admont, von dem nur die Bibliothek erhalten blieb. Das Stift wurde in den folgenden Jahren auf den Grundmauern wieder aufgebaut – das heutige Münster ist der erste große neugotische Sakralbau Österreichs.[3][4]

Im Zweiten Weltkrieg war der Verband 802 der Spezialeinheit 800 „Brandenburg“ im Ort stationiert.

Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs gehörte Admont zur britischen Besatzungszone im besetzten Nachkriegsösterreich. Von der britischen Militärverwaltung wurde auf dem Gebiet eines ehemaligen Militärlagers ein DP-Lager für bis zu 2.000 jüdische „Displaced Persons“ eingerichtet. 1949/50 erfolgte die freiwillige Eingemeindung der damals selbständigen Gemeinden Aigen und Krumau in die Marktgemeinde Admont.

Seit dem 26. Oktober 2003 ist Admont eine der Nationalparkgemeinden des Nationalparks Gesäuse.

Historische Ansichten[Bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]

Quelle: Statistik Austria [5]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Admont
  • Stift Admont: 1074 erbaut, neogotisches Münster, Bibliothek und Museum
  • Rathaus: aus dem Jahr 1736, seit 1859 im Besitz der Gemeinde
  • Alte Pfarrkirche (Amanduskirche): um 850 erstmals urkundlich erwähnt
  • Evangelische Kirche: erbaut 1929/1930
  • Ortszentrum: einige sehenswerte, alte Häuser - Hühnerspital, Lürzerhaus, Hofrichterhaus
  • Marienpark: mit der 1712 errichteten Mariensäule
  • Schloss Röthelstein: 1655–1657 errichtet, ein frühbarockes Schloss südlich des Ortes, Sommer- und Jagdresidenz der Admonter Äbte, heute ein Jugend & Familiengästehaus JUFA.
  • Schloss Kaiserau: 1778 errichtet, von den Admonter Benediktinermönchen, beherbergt heute eine Zimmervermietung. Es werden Appartements und Gruppenzimmer (wie in Jugendherberge) angeboten. In weniger als 100 m Entfernung befindet sich ein kleines Skigebiet, welches sich in Besitz des Stifts Admont befindet.
  • Ennskatarakt Gesäuse-Eingang: Naturdenkmal

Bilder der Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten]

  • Admonter Kultursommer
  • Admonter Krampustreiben
  • Admonter Kirtag (meistens am 1. Samstag im 4. Quartal)
  • Admonter Faschingsumzug
  • ARBÖ Rallye Steiermark
  • ARBÖ Classic

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Hauptwirtschaftsfaktor in Admont ist der Fremdenverkehr, wobei sowohl im Sommer als auch im Winter Nutzungen vorhanden sind. Den wichtigsten Faktor stellt dabei das Stift Admont mit der größten Klosterbibliothek der Welt und seinem 2003 neu eröffneten Museum dar. Als Gemeinde in der Nähe vom 2002 gegründeten Nationalpark Gesäuse und dem Schloss Röthelstein sieht man sich als attraktives Tourismusziel.

Ansässige Unternehmen[Bearbeiten]

  • STIA Holzindustrie
  • Feuchter Farbtechnik GmbH
  • Forstdirektion der steiermärkischen Landesforste
  • Wagner Admont Busunternehmen
  • Moosbrugger Holzindustrie

Bildung[Bearbeiten]

  • Volksschule
  • Neue Mittelschule (bilingual)
  • Stiftsgymnasium Admont: Stiftsgymnasium im Stift Admont mit lange zurückreichender Tradition (gegründet 1644)

Politik[Bearbeiten]

Bei der Wahl zum Gemeinderat im Jahr 2010 erhielt bei einer Wahlbeteiligung von 71,09 % (2005: 72,55 %) die ÖVP 10, die SPÖ 5 Sitze. Gegenüber der Wahl im Jahr 2005 konnte die ÖVP einen Sitz hinzugewinnen, die SPÖ verlor einen.[6]

Wappen[Bearbeiten]

Das Wappen stellt einen von Silber und Rot senkrecht gespaltenen Schild dar mit zwei am Spitz stehenden Rauten in Rot bzw. Weiß. Die Herkunft des Wappens ist nicht vollständig geklärt. Vermutlich stellen die Rauten zwei Schiffchen dar, die mit der Salzwirtschaft in Verbindung gebracht werden. Die Farben Rot und Weiß stehen für die Herrschaftsfarben der Grafen von Helfenstein, die bei Ulm ansässig waren und von welchen Stiftsgründer Erzbischof Gebhard abstammt.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Ehrenbürger[Bearbeiten]

  • 1987 Hans Gross (1930–1992), Landeshauptmann-Stellvertreter

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten]

Mit Admont verbundene Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Kundmachung der Steiermärkischen Landesregierung vom 10. Oktober 2013 über die Vereinigung der Marktgemeinde Admont und der Gemeinden Hall, Johnsbach und Weng im Gesäuse, alle politischer Bezirk Liezen. Steiermärkisches Landesgesetzblatt vom 15. November 2013. Nr. 119, 32. Stück. ZDB-ID 705127-x. S. 631.
  2. Statistik Austria, Registerzählung vom 31. Oktober 2011
  3. Marktgemeinde Admont – Gemeindechronik aufgerufen am 20. Juni 2011
  4. Stift Admont – Geschichte aufgerufen am 20. Juni 2011
  5. Ein Blick auf die Gemeinde Admont
  6. Website Admont, Wahlen (PDF; 14 kB)

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Admont – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien