Adobe Flex
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| Adobe Flex | |
|---|---|
| Entwickler: | Adobe Systems |
| Aktuelle Version: | 3.4.0 (17. August 2009) |
| Betriebssystem: | Linux, Mac OS X, Microsoft Windows |
| Kategorie: | Entwicklungsframework |
| Lizenz: | MPL Open-Source-Lizenz Adobe Flex SDK license |
| Deutschsprachig: | nein |
| Offizielle Produktseite von Adobe Flex | |
Adobe Flex ist ein Entwicklungsframework zum Erstellen von Rich Internet Applications (RIAs). Das Framework besteht aus dem Software Development Kit, dem Flex Builder, dem LiveCycle Data Service und den Flex Charting-Komponenten. Schon vor der Veröffentlichung von Flex war es möglich mit Adobe Flash (früher Macromedia) RIAs zu erstellen, viele Entwickler schauten jedoch darüber hinweg, wurde Flash doch immer als Werkzeug für Webdesigner und Grafiker gesehen. Adobe versucht Flex als eine Plattform zu etablieren, die auch Softwareentwickler anspricht.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Flex-Komponenten
Das Flex-Framework besteht aus mehreren Komponenten. Eine dieser Komponenten ist die Auszeichnungssprache MXML, mit der die Entwicklung auf Flash basierender RIAs deutlich vereinfacht werden soll.
[Bearbeiten] MXML und Actionscript
Eine Flex-Anwendung wird mit Hilfe der Auszeichnungssprache MXML und der Programmiersprache ActionScript entwickelt. MXML ist eine XML-basierte, deklarative (beschreibende) Sprache. Ähnlich wie in HTML werden mit MXML sichtbare und unsichtbare Komponenten beschrieben. ActionScript ist eine imperative (befehlsorientierte) Programmiersprache. Der Flex-Compiler übersetzt in einem Zwischenschritt die MXML-Dateien in ActionScript-Quelldateien, die im weiteren zu einer Flashdatei kompiliert werden. Zum Ausführen dieser Datei ist der Flashplayer ab der Version 9 notwendig.
MXML soll die Erstellung auf Flash basierender RIAs attraktiver machen. Softwareentwicklern, die bereits Erfahrungen mit Techniken wie Java Server Faces haben, fällt die Einarbeitung in MXML meist nicht schwer.
[Bearbeiten] LiveCycle Data Services
Die LiveCycle Data Services (vormals Flex Data Services) sind die Serverkomponente aus der Flex-2-Produktfamilie. Über diesen Dienst kann die Flexanwendung andere Serveranwendungen (zum Beispiel Java-Anwendungen) ansprechen. Teile davon sind unter der Bezeichnung BlazeDS Open Source.
[Bearbeiten] Flex Builder
Der Flex Builder ist die integrierte Entwicklungsumgebung von Flex und basiert auf Eclipse. Mit ihr können per Drag und Drop grafische Oberflächen erstellt werden. Des Weiteren lassen sich aber auch vollständige und komplexe ActionScript-Projekte erstellen. Der Nutzer ist nicht gezwungen, MXML zu verwenden, um die Vorteile des Flex Builders gegenüber der Flash-Entwicklungsumgebung zu nutzen. Der Flex Builder ist kostenpflichtig und ist in einer Standard und einer Professional Version verfügbar. Die Professional Version ist für Schulen jedoch kostenlos (Adobe Flex Builder Pro for Education).
[Bearbeiten] Flex-Charting-Komponenten
Die Flex-Charting-Komponenten sind eine Erweiterung des Flex SDK. Mit diesen Komponenten können in einfacher und optisch ansprechender Weise Diagramme dargestellt werden. Die Charting-Komponenten sind nicht im Flex SDK (in der Open-Source-Version) enthalten.
[Bearbeiten] Vor- und Nachteile von Flexanwendungen
[Bearbeiten] Vorteile
- Mit Flex entwickelte Anwendungen sind plattformunabhängig, da sie in der Flash-Player-Umgebung ausgeführt werden.
- Die komplette Darstellungsschicht wird auf den Client ausgelagert.
- Es werden nur noch Businessdaten über das Netz transportiert, die Netzwerklast sinkt.
- Das Flex SDK, Version 3, gibt es als OpenSource-Version, welche unter der Mozilla Public License steht. Das gilt allerdings nur für die Version, welche unter http://opensource.adobe.com/ geladen werden kann. Die Standardlizenz beim Flex SDK ist die hauseigene Adobe Flex SDK license, welche eine Mischung aus Open-Source und Closed-Source darstellt.[1] Die IDE Flex Builder und die LifeCycle Data Services sind Closed-Source und überhaupt nicht unter einer offenen Lizenz erhältlich.[2]
[Bearbeiten] Nachteile
- Das Flash-Plugin in der Version 9 ist notwendig, um mit Flex erzeugte Flashanwendungen anzuzeigen.
- Die integrierte Entwicklungsumgebung Flex Builder ist kostenpflichtig.
- Der LiveCycle Data Service ist für mehr als eine CPU kostenpflichtig.
- Die Darstellung einiger Flex-Komponenten ist rechenintensiv (zum Beispiel DataGrid).
- Die HTML-Ausgabe wird nur unzureichend unterstützt.
[Bearbeiten] Versionshistorie
| 1.0 | März 2004 |
| 1.5 | Oktober 2004 |
| 2.0 | 28. Juni 2006 |
| 3.0 | 25. Februar 2008 |
| 4.0 | geplant für Ende 2009 |
[Bearbeiten] Neuerungen in Flex 2
Der Flex Builder 1.5 baute noch auf Dreamweaver MX 2004 auf. Seit Version 2.0 basiert der Flex Builder auf Eclipse 3.1. In dieser Version ist es nicht mehr erforderlich, die Flex-Anwendungen von einem Server kompilieren zu lassen. Die Kompilierung übernimmt nun die integrierte Entwicklungsumgebung oder der Kommandozeilen-Compiler des Flex SDK.
[Bearbeiten] Siehe auch
- Adobe Flash Catalyst
- Adobe Integrated Runtime
- OpenLaszlo
- XML User Interface Language (XUL)
- XAML
- Silverlight
- AJAX
- UltraLightClient
[Bearbeiten] Quellen
- ↑ Licenses of the various Flex SDK packages (engl.). Adobe, Abgerufen am 8. April 2009.
- ↑ Open Source SDK (engl.). Flex Open Source Google Group, Abgerufen am 9. Februar 2008.
[Bearbeiten] Weblinks
- Offizielle Produktseite von Adobe Flex
- Beispielanwendungen
- Adobe - Tour de Flex
- Flex(3)-Komponenten-Explorer
- Flex(2)-Style-Explorer
- Adobe Flex Builder Pro for Education. (kostenlos für Studenten)