Adolf Blutsch

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Adolf Blutsch (* 18. August 1940 in Wien) ist ein ehemaliger österreichischer Fußballspieler und -trainer. Als Mittelfeldspieler gewann er Meisterschaften mit FK Austria Wien und dem Linzer ASK sowie mit dem Hakoah Club in Australien. Als Trainer führte er 1993 GKS Kattowitz zum Pokalsieg in Polen.

Adolf Blutsch als Trainer des FC Blau-Weiß Linz (September 2005)

Karriere[Bearbeiten]

Adolf „Dolfi“ Blutsch trat erstmals in der Saison 1958/59 in der Nationalliga an und entwickelte sich beim FK Austria Wien rasch zum Stammspieler. 1961 und 1962 spielte er an der Seite weiterer Österreicher wie Karl Jaros und Peter Hrincir im australischen Sydney beim Hakoah Club, mit dem er in beiden Jahren die Staatsmeisterschaft von Neusüdwales gewann, was in Ermangelung eines nationalen Meisterschaftswettbewerbes das höchste erreichbare Ziel war. Blutsch war Teil einer Welle von österreichischen Fußballern die sich im Gefolge einer Australientour des FK Austria Mitte 1957 bei Vereinen dort verdingten, zumal man dort für „mehr als die Hand und ein Schnitzel“ spielte.[1]

Im Jänner 1963 kehrte Blutsch zur Austria zurück, war aber zunächst wegen seines Wechsels nach Australien, der ohne Ablösegeld erfolgte, bis Ostern gesperrt. Bis zum Saisonende, wo sich die Austria als Meister feiern konnte, kam er noch zu drei Staatsliga Einsätzen Anschließend wechselte er zum Linzer ASK, wo 1964 Dritter wurde und der Meistermannschaft 1964/65 angehörte. Es folgten jeweils einjährige Engagements beim Sportclub, Schwarz-Weiß Bregenz FC Wacker Innsbruck, mit dem er Vizemeister wurde, und erneut Bregenz. Von 1969 bis 1973 spielte er drei Saisonen beim SV Austria Salzburg, mit dem er 1971 Vizemeister wurde. Anschließend spielte er erneut ein Jahr bei Bregenz, ehe er nach dem Abstieg 1973/74 mit dem FC Vorarlberg seine Spielerlaufbahn beendete. Insgesamt trat er in 252 Spielen in der höchsten österreichischen Spielklasse an und erzielte dabei 18 Treffer.[2]

Seine erfolgreiche Trainerkarriere führte Adolf Blutsch mehrmals nach Salzburg. Beim SAK 1914 war er in der Herbstsaison 1976 als Betreuer tätig. Den USK Anif führte Blutsch in seiner Trainerära von 1977 bis 1978 auf direktem Weg aus der Salzburger Liga in die 2. Division. Beim SV Austria Salzburg folgte er 1986 auf Hannes Winklbauer. In seine Zeit in Lehen fiel die Beinahe-Fusion mit dem SAK 1914.

Blutsch war als Trainer weiters beim SW Bregenz, SV Rapid Lienz (ÖFB-Cup-Semifinale 1976 als Spielertrainer), Linzer ASK und Grazer AK. Zur Saison 1992/93 wurde er der erste westliche Trainer in Polen nach dem Fall des „eisernen Vorhangs[1] und führte den GKS Kattowitz mit dem Nationalspieler Roman Szewczyk zum Cupsieg von 1993. Des Weiteren trainierte er Wiener Sportclub, Vorwärts Steyr, LASK Amateure, BNZ Linz tätig und kam im Frühjahr 2005 zum FC Blau-Weiß Linz, den er bis zum Ende der Herbstsaison 2006 in der Regionalliga Mitte betreute.[3] Im April 2008 wurde Blutsch vom SV Gmunden engagiert, um den Verein vor dem drohenden Abstieg aus der Regionalliga Mitte zu bewahren, was ihm aber nicht gelang.[4]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b David Forster: „Die Legionäre“: Österreichische Fußballer in aller Welt, LIT Verlag, Münster, 2011, S. 131–132.
  2. Spielerstatistik Adolf Blutsch, Österreichische Fußball-Bundesliga (per 25. Juli 2012).
  3. Austria Archiv: Adolf Blutsch
  4. Bericht in den Oberösterreichischen Nachrichten am 7. April 2008