Adolf Hitler

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Hitler ist eine Weiterleitung auf diesen Artikel. Weitere Personen dieses Namens finden sich unter Hitler (Familienname).
Porträtaufnahme Hitlers (1937)

Adolf Hitler (* 20. April 1889 in Braunau am Inn, Oberösterreich; † 30. April 1945 in Berlin) war Diktator des Deutschen Reiches von 1933 bis 1945.

Als Vorsitzender der NSDAP prägte er ab 1921 die antisemitische und rassistische Ideologie des Nationalsozialismus, zum Beispiel mit seiner Programmschrift Mein Kampf. Am 30. Januar 1933 wurde er zum deutschen Reichskanzler ernannt. Dieses Amt ließ er 1934 mit dem des Reichspräsidenten vereinigen und sich fortan offiziell als „Führer und Reichskanzler“ bezeichnen. 1938 übernahm er zudem die unmittelbare Befehlsgewalt über die gesamte Wehrmacht. Ab 1939 ließ er sich nur noch als „der Führer“ bezeichnen.

Hitlers Regime beseitigte ab 1933 die pluralistische Demokratie, den Föderalismus und den Rechtsstaat durch Notverordnungen, Gleichschaltungsgesetze, Organisations- und Parteiverbote, Lagerhaft, Folter und Massenmorde an politischen Gegnern. Die deutschen Juden wurden verfolgt und systematisch entrechtet, etwa durch die Nürnberger Gesetze. Später folgten weitere Massenmorde an religiösen, ethnischen und gesellschaftlichen Gruppen. Gleichwohl gewann Hitler durch wirtschafts- und außenpolitische Erfolge enorme Popularität.

Sein Regime löste 1939 mit dem Angriff auf Polen den Zweiten Weltkrieg aus und führte ab 1941 einen als „Kampf um Lebensraum“ angelegten Vernichtungskrieg gegen die Sowjetunion. Damit begann auch der Holocaust, der systematische Völkermord an etwa sechs Millionen europäischen Juden. Hitlers Politik forderte überdies Millionen Kriegstote und zerstörte weite Teile Deutschlands und Europas.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Frühe Jahre (1889–1918)

Mahnmal vor Hitlers Geburtshaus, aufgestellt 1989. Fels aus dem KZ Mauthausen
Adolf Hitler als Kleinkind

[Bearbeiten] Familie

Hauptartikel: Hitler (Familie)
Mutter: Klara Hitler, geborene Pölzl (1860–1907)
Vater: Alois Hitler (1837–1903)

Hitlers Familie stammte aus dem niederösterreichischen Waldviertel an der Grenze zu Böhmen.[1] Seine Eltern waren der Zollbeamte Alois Hitler und dessen dritte Frau Klara Pölzl. Diese war eine Nichte zweiten Grades ihres Gatten und eine Enkelin von dessen Ziehvater Johann Nepomuk Hiedler. Alois Hitler trug als unehelicher Sohn von Anna Maria Schicklgruber 39 Jahre lang deren Familiennamen. Wer sein Vater war, ist ungewiss; sein Ziehvater bezeugte 1876 amtlich die Vaterschaft seines verstorbenen Bruders Johann Georg Hiedler, den Anna Schicklgruber sechs Jahre nach der Geburt ihres Sohnes Alois geheiratet hatte. Daraufhin wurde dessen Nachname in der Schreibweise Hitler beurkundet.[2] Johann Nepomuk Hiedler selbst gilt Historikern jedoch als wahrscheinlicher Großvater Adolf Hitlers.[3]

Dieser hatte drei ältere Geschwister, die noch vor seiner Geburt starben, zwei jüngere, von denen nur seine Schwester Paula das Schulalter erreichte, sowie zwei Halbgeschwister aus der zweiten Ehe des Vaters: Alois junior und Angela. Sie wuchsen nach dem Tod ihrer Mutter im Haushalt von Hitlers Eltern auf.[4]

Seit 1923 verschwieg Hitler in seinen Lebensläufen manche Details seiner Herkunft und erfand andere, um sich als idealer nationalsozialistischer Führer darzustellen.[5] 1930 verbot er seinem Halbbruder Alois Hitler junior und dessen Sohn William Patrick Hitler, sich als seine Verwandte vorzustellen, da seine Gegner seine Herkunft nicht kennen dürften.[6] Nach dem „Anschluss“ Österreichs 1938 ließ Hitler die Heimatdörfer seiner Eltern und Großeltern, Döllersheim und Strones, evakuieren und 1941 dort einen der größten Truppenübungsplätze in Österreich anlegen.[7] Damit wollte er Nachforschungen verhindern und so Inzest-Vorwürfen wegen der Blutsverwandtschaft seiner Eltern[8] und Zweifeln an seinem gültigen „Ariernachweis“ vorbeugen.[9] Denn innerparteiliche Gegner (ab 1921) und ausländische Zeitungsberichte (ab 1933, besonders ab 1939) behaupteten öfter, Hitler habe jüdische Vorfahren. Die von dem Nationalsozialisten Hans Frank 1945/46 aufgestellte, 1953 postum veröffentlichte „Frankenberger-These“ eines möglichen jüdischen Großvaters Hitlers[10] hat Werner Maser 1971 widerlegt.[11]

[Bearbeiten] Schulzeit

Wegen durch den Beruf des Vaters bedingten Umzügen der Familie besuchte Hitler von 1896 bis 1900 verschiedene Volksschulen in Passau und Lambach, wo er als guter Schüler galt. Nach dem Umzug nach Leonding besuchte er die Realschule in Linz, wo er als lernunwillig galt und die fünfte Klasse (Schuljahr 1900/1901) wiederholen musste. Den Religionsunterricht bei Franz Sales Schwarz verachtete er.[12] Nur den Geografie- und Geschichtsunterricht bei Leopold Pötsch hob er 1925 in Mein Kampf als positiven Einfluss auf sein Leben hervor.[13] Durch Mitschüler lernte Hitler in Linz das Denken des radikalen Antisemiten und Gründers der Alldeutschen Vereinigung Georg von Schönerer kennen.[14] Nach der siebten Klasse (Schuljahr 1903/1904) wurde er wegen schlechter Schulnoten nur wegen eines Schulwechsels in die Klasse 8 versetzt und besuchte im Schuljahr 1904/1905 die Realschule in Steyr. Eine Versetzungsprüfung für die neunte Klasse bestand er nicht, so dass er die Realschule im Herbst 1905 ohne Schulabschluss verlassen musste.

Hitlers Vater reagierte laut Zeitzeugen mit häufigen Prügelstrafen auf seine Lernunwilligkeit, die diese aber nur verstärkten.[15] In Mein Kampf stellte Hitler sein gesamtes Schulverhalten als Lernstreik gegen den Vater dar, der ihn gegen seinen Willen in eine Beamtenlaufbahn habe drängen wollen, und erfand eine Lungenkrankheit als Grund seines fehlenden Schulabschlusses.[16] Er soll dem Vater aber dankbar für die Änderung seines Nachnamens in „Hitler“ gewesen sein.[17] Die Gewalttätigkeit des Vaters wurde oft als mögliche Wurzel für Hitlers Entwicklung beschrieben.[18]

Hitler besuchte in Linz erstmals Aufführungen von Opern Richard Wagners. Den damaligen Besuch seiner Lieblingsoper Rienzi stellte er später als Schlüsselerlebnis für seinen Werdegang dar („In jener Stunde begann es“). Nach seinem Wiener Freund August Kubizek soll er unter dem Eindruck der Hauptfigur dieser Oper geäußert haben: „Ich will ein Volkstribun werden.“[19] Er strebte jedoch seit seiner Realschulzeit den Beruf des Kunstmalers an und sah sich zeitlebens als verkannter Künstler.[20] Nach Joachim Fest schwankte Hitler schon in seiner Schulzeit zwischen intensiver Beschäftigung mit verschiedenen Projekten und Untätigkeit und zeigte ein lebenslanges Unvermögen zu regelmäßiger Arbeit.[21]

[Bearbeiten] „Kunstmaler“ in Wien und München

Über die Jahre 1903 bis 1914 in Hitlers Leben gibt es nur unvollständige und spätere Angaben, überwiegend von einigen seiner damaligen Kontaktpersonen.[22] Ab 1903 bezog er eine Halbwaisenrente, ab 1905 erhielt er zudem Finanzhilfen von seiner Mutter und von seiner Tante Johanna. Anfang 1907 erkrankte seine Mutter an Brustkrebs; der jüdische Hausarzt Eduard Bloch pflegte sie. Hitler soll auf einer schmerzhaften Therapieform bestanden haben, die ihren Tod beschleunigte.[23]

Im Oktober 1907 bewarb er sich erfolglos für ein Kunststudium an der Allgemeinen Malerschule der Wiener Kunstakademie. Er blieb zunächst in Wien, kehrte aber nach Linz zurück, als er am 24. Oktober erfuhr, dass seine Mutter nur noch wenige Wochen zu leben habe. Nach Aussage Blochs und Hitlers Schwester versorgte er den elterlichen Haushalt bis zum Tod der Mutter am 21. Dezember 1907 und sorgte für ihr Begräbnis zwei Tage darauf.[24] Er bedankte sich dabei bei Bloch, schenkte ihm einige seiner Bilder und schützte ihn 1938 vor der Festnahme durch die Gestapo.[25]

Bei seiner zweiten Bewerbung an der Kunstakademie im Herbst 1908 wurde Hitler schon zum Probezeichnen nicht mehr zugelassen. Ab Januar 1909 bis 1913 erhielt er eine Waisenrente von 25 Kronen monatlich, Beihilfen seines Vormunds Josef Mayrhofer und einen großzügigen Kredit seiner Tante Johanna. Er verschwieg ihnen seine Nichtzulassung zur Kunstakademie. Sie versuchten vergeblich, ihm eine Berufsausbildung nahezubringen: Er verachtete einen „Brotberuf“.[26] Mayrhofer bat den 19-Jährigen wiederholt, zugunsten seiner minderjährigen Schwester Paula auf seinen Rentenanteil zu verzichten und eine Lehre zu beginnen. Hitler weigerte sich und brach den Kontakt ab.[27] Auch als ihm allmählich das Geld zum Lebensunterhalt ausging, bemühte er sich kaum um einen Beruf oder eine Berufsausbildung. Er ließ eine Einladung des renommierten Bühnenbildners Alfred Roller, dem man Hitler empfohlen hatte, ungenutzt.[28] Um seine Waisenrente weiter zu erhalten, gab er sich als Student der Kunstakademie, bei Wohnungswechseln als „akademischer Maler“ oder „Schriftsteller“ aus. Ihm drohte die Einziehung zum Wehrdienst in der österreichischen Armee.[29]

Nach August Kubizek, der sich mit ihm 1908 und 1909 ein Zimmer teilte, interessierte sich Hitler damals mehr für Wagneropern als für Politik. Nach seinem Auszug im Juli 1909 mietete er in kurzen Zeitabständen immer weiter von der Innenstadt entfernte Zimmer an, offenbar weil seine Geldnot wuchs. Im Herbst 1909 bezog er für drei Wochen ein Zimmer in der Sechshauser Straße 58 in Wien; danach war er drei Monate lang nicht behördlich angemeldet. Aus seiner Aussage in einer Strafanzeige schließt man, dass er ein Obdachlosenasyl in Meidling bewohnte.[30] Anfang 1910 zog Hitler in das Männerwohnheim Meldemannstraße. 1938 ließ er alle Akten über seine Aufenthaltsorte in Wien beschlagnahmen und gab ein Haus in einem gehobenen Wohnviertel als seine Studentenwohnung aus.[31]

Ab 1910 verdiente sich Hitler Geld durch nachgezeichnete oder als Aquarelle kopierte Motive von Wiener Ansichtskarten. Diese verkaufte sein Mitbewohner Reinhold Hanisch bis Juli 1910 für ihn, danach der jüdische Mitbewohner Siegfried Löffner. Dieser zeigte Hanisch im August 1910 wegen der angeblichen Unterschlagung eines Hitlerbildes bei der Wiener Polizei an. Hanisch wurde wegen einer Meldung in Wien unter falschem Namen zu sieben Tagen Gefängnis verurteilt. Der Maler Karl Leidenroth zeigte Hitler wohl in Hanischs Auftrag wegen des unberechtigten Führens des Titels eines „akademischen Malers“ anonym an und erreichte, dass die Polizei ihm diesen Titel untersagte.[32] Daraufhin ließ Hitler seine Bilder von dem Männerheimbewohner Josef Neumann sowie den Händlern Jakob Altenberg und Samuel Morgenstern verkaufen. Alle drei waren jüdischer Herkunft. Der Mitbewohner im Männerwohnheim Karl Honisch schrieb später, Hitler sei damals „schmächtig, schlecht genährt, hohlwangig mit dunklen Haaren, die ihm ins Gesicht schlugen“, und „schäbig gekleidet“ gewesen, habe jeden Tag in derselben Ecke des Schreibzimmers gesessen und Bilder gezeichnet oder gemalt.[33]

In Wien las und hörte Hitler unter anderem die Schriften, Zeitungen und Reden von radikalen Antisemiten wie dem Wiener Bürgermeister Karl Lueger, dem Reichsratsabgeordneten Karl Hermann Wolf und dem Arbeiterführer Franz Stein. Von Guido von List las er eine Schrift, die einen germanischen Heldenfürsten als Ideal präsentiert, der die Germanen vor dem Untergang retten und zur Weltherrschaft führen werde.[34] Die von Eduard Pichl verfasste Biografie Georg von Schönerers (1912) soll er tagelang bei sich getragen und gelesen haben.[35] Wahrscheinlich las er auch die Zeitschrift Ostara, die der List-Schüler Jörg Lanz von Liebenfels herausgab.[36] Er kannte vermutlich auch die 1903 gegründete und von der Alldeutschen Vereinigung beeinflusste österreichische Deutsche Arbeiterpartei (DAP), die sich 1918 in Deutsche Nationalsozialistische Arbeiterpartei (DNSAP) umbenannte und damit zum Vorbild für die NSDAP wurde. Er schloss sich in Wien aber keiner Partei oder Gruppe an; aus dieser Zeit sind auch keine antisemitische Aussagen von ihm überliefert. Historikern zufolge übernahm er von Wiener Antisemiten einige Ideen wie die einer überlegenen „arischen Herrenrasse“.[37] Jedoch sei damals sein Hass auf die Sozialdemokratie, die Habsburgermonarchie und die Tschechen vorherrschend gewesen.[38]

Im Mai 1913 erhielt Hitler das Erbe des Vaters (etwa 820 Kronen), zog nach München und mietete in der Schleißheimer Straße 34 (Maxvorstadt) ein anfangs mit Rudolf Häusler geteiltes Zimmer. Er las unter anderem die rassistischen Schriften Houston Stewart Chamberlains, malte weiterhin Bilder, meist nach Fotografien wichtiger Gebäude, und verkaufte sie an eine Münchner Kunsthandlung. Er behauptete später, er habe sich nach einer „deutschen Stadt“ gesehnt und sich zum „Architektur-Maler“ ausbilden lassen wollen. Tatsächlich wollte er dem Wehrdienst in Österreich entgehen. Nachdem die Münchner Kriminalpolizei ihn am 18. Januar 1914 aufgegriffen und beim österreichischen Konsulat vorgeführt hatte, wurde er am 5. Februar 1914 in Salzburg gemustert, aber als waffenunfähig beurteilt und vom Wehrdienst zurückgestellt.[39]

[Bearbeiten] Soldat im Ersten Weltkrieg

Hitler (ganz rechts) als Soldat im Jahr 1915

Wie viele andere begrüßte Hitler im August 1914 begeistert den Beginn des Ersten Weltkriegs. Er trat am 16. August 1914 als Kriegsfreiwilliger in die Bayerische Armee ein, wurde am 8. Oktober 1914 auf den König von Bayern und anschließend auf den Kaiser von Österreich, Franz Joseph, vereidigt und dem 16. Königlich Bayerischen Reserve-Infanterie-Regiment zugeteilt. Er nahm Ende Oktober 1914 an der verlustreichen ersten Flandernschlacht teil, wurde daraufhin zum 1. November 1914 zum Gefreiten befördert und am 2. Dezember 1914 aus unbekannten Detailgründen mit dem Eisernen Kreuz II. Klasse ausgezeichnet.[40]

Ab dem 9. November 1914 bis zum Ende des Krieges diente Hitler als Ordonnanz und Meldegänger zwischen Regimentsstab und Bataillonsstäben mit 1,5 bis 5 Kilometer Abstand zur Hauptkampflinie der Westfront.[41] Vom März 1915 bis September 1916 setzte man ihn im Sektor Aubers-Fromelles (Kanton La Bassée) und in der Schlacht von Fromelles (19./20. Juli 1916) ein.[42] In der Schlacht an der Somme wurde Hitler am 5. oder 7. Oktober 1916 von einer Granatenexplosion am linken Oberschenkel verwundet und bis zum 4. Dezember im Vereinslazarett Beelitz gesund gepflegt. Dort wollte er das Verfliegen der Kriegsbegeisterung von 1914 in Deutschland erstmals bemerkt haben; bei seinem Pflegeaufenthalt in München habe er die Stadt kaum wiedererkannt.[43]

Am 5. März 1917 kehrte Hitler zu seiner inzwischen nach Vimy verlegten alten Einheit zurück. Im Frühjahr nahm er mit dieser an der Schlacht von Arras, im Sommer an der Dritten Flandernschlacht, ab Ende März 1918 an der deutschen Frühjahrsoffensive und an der kriegsentscheidenden zweiten Schlacht an der Marne (1918) teil.[44] Im Mai 1918 erhielt er ein Regimentsdiplom für hervorragende Tapferkeit und das Verwundetenabzeichen in Schwarz. Am 4. August erhielt er das Eiserne Kreuz I. Klasse für einen Meldegang an die Front nach dem Ausfall aller Telefonleitungen. Der Regimentsadjutant Hugo Gutmann, ein Jude, hatte ihm dafür diese Auszeichnung versprochen; der Divisionskommandeur genehmigte sie erst nach zwei Wochen.[45]

Hitler verhielt sich laut Zeitzeugen unterwürfig gegenüber Offizieren. „Den Vorgesetzten achten, niemandem widersprechen, blindlings sich fügen“, gab er 1924 vor Gericht als seine Maxime an. Er klagte nie über schlechte Behandlung als Soldat und sonderte sich damit von seinen Kameraden ab. Darum beschimpften sie ihn als „weißen Raben“.[46] Nach ihren Aussagen rauchte und trank er nicht, redete nie über Freunde und Familie, war nicht an Bordellbesuchen interessiert und saß oft stundenlang lesend, nachdenkend oder malend in einer Ecke des Unterstands.[47] Spätere Aussagen von Kriegskameraden, die Hitler für Kameradschaft, Tapferkeit und Einsatz lobten, gelten als unglaubwürdig, da die NSDAP sie dafür mit Funktionärsposten und Geld belohnte.[48] Die Nationalsozialisten Fritz Wiedemann und Max Amann behaupteten nach 1933, Hitler selbst habe eine militärische Beförderung, für die er als mehrfach verwundeter Träger des Eisernen Kreuzes beider Klassen in Frage gekommen wäre, abgelehnt.[49]

Am 15. Oktober 1918 wurde Hitler bei Wervik in Flandern von Senfgas getroffen und erblindete vorübergehend. Bei seinem Lazarettaufenthalt in Pasewalk vom 21. Oktober bis zum 19. November erfuhr er am 10. November von der Novemberrevolution und den Waffenstillstandsverhandlungen von Compiègne. Er bezeichnete die Ereignisse 1925 im Sinne der Dolchstoßlegende als „größte Schandtat des Jahrhunderts“ und behauptete, damals habe er beschlossen, Politiker zu werden.[50]

Dies gilt als Legendenbildung, da Hitler damals nahezu mittel- und perspektivlos und ohne Kontakte zu Politikern war und sich vor 1923 nie zu diesem angeblichen Entschluss äußerte.[51] Seine weitere Angabe, ihm sei bei der Nachricht „um die Augen wieder schwarz“ geworden, gilt als medizinisch unbegründet.[52]

Nach Hitlers Feldpostbriefen missbilligte er den spontanen Weihnachtsfrieden 1914. Am 5. Februar 1915 schilderte er die Kampfhandlungen detailliert und äußerte zum Schluss, er hoffe auf die endgültige Abrechnung mit den Feinden im Inneren.[53] 1941 stellte er deutsche Kriegsverbrechen im besetzten Belgien wie Brandschatzung und Massenerschießungen zur Vergeltung von Sabotage als vorbildliche Herrschaftsmethode dar.[54]

Sebastian Haffner nannte Hitlers Fronterfahrung sein „einziges Bildungserlebnis“.[55] Ian Kershaw urteilte: „Der Krieg und die Folgen haben Hitler geschaffen.“[56] Da Hitler sich 1914 erstmals in seinem Leben ganz einer Sache hingegeben habe, dem Krieg, hätten sich seine schon mitgebrachten Vorurteile und Phobien in der Erbitterung über die Kriegsniederlage ab 1916 entscheidend verstärkt.[57]

[Bearbeiten] Politischer Aufstieg (1919–1933)

[Bearbeiten] Propagandaredner der Reichswehr

Am 21. November 1918 kehrte Hitler aus Pasewalk nach München in die Oberwiesenfeldkaserne des 2. bayerischen Infanterieregiments zurück. Um der allgemeinen Demobilisierung zu entgehen, blieb er bis zum 31. März 1920 in der Reichswehr. In dieser Zeit formte er sein politisches Weltbild, entdeckte und erprobte sein demagogisches Redetalent.[58]

Vom 4. Dezember 1918 bis 25. Januar 1919 bewachte Hitler mit 15 Kameraden etwa 1000 französische und russische Kriegsgefangene in einem von Soldatenräten geleiteten Lager in Traunstein. Am 12. Februar wurde er nach München in die 2. Demobilmachungskompanie versetzt und ließ sich am 15. Februar zu einem der Vertrauensmänner seines Regiments wählen. Damit oblag ihm die Zusammenarbeit mit der Propagandaabteilung der neuen bayerischen Staatsregierung unter Ministerpräsident Kurt Eisner (USPD) und die Erziehung seiner Kameraden zur Demokratie. Am Folgetag nahm er daher mit seinem Regiment an einer Demonstration des „Revolutionären Arbeiterrates“ in München teil. Vom 20. Februar bis 8. März ließ er sich zur Bahnhofswache abkommandieren, wo er Ernst Röhm kennenlernte, der damals Stabschef in der „Schwarzen Reichswehr“ unter Franz Ritter von Epp war.[59]

Am 26. Februar 1919 nahm Hitler als stiller Beobachter am Trauerzug für den fünf Tage zuvor ermordeten Kurt Eisner teil.[60] Am 15. April ließ er sich zum Ersatzbataillonsrat der Soldatenräte der Münchner Räterepublik wählen, die am 7. April ausgerufen worden war und von Sozialisten und Kommunisten, darunter einigen Juden, regiert wurde. Nach deren gewaltsamer Niederschlagung denunzierte Hitler im Mai 1919 andere Vertrauensleute aus dem Bataillonsrat vor einem Standgericht der Münchner Reichswehrverwaltung als „ärgste und radikalste Hetzer […] für die Räterepublik“, trug damit zu ihrer Verurteilung bei und erkaufte sich das Wohlwollen der neuen Machthaber. Später verschwieg er seine vorherige Zusammenarbeit mit den sozialistischen Soldatenräten.[61] Diese wird meist als Opportunismus oder als Beleg dafür gewertet, dass Hitler bis dahin kein ausgeprägter Antisemit gewesen sein kann.[62]

Vom 5. bis 12. Juni und vom 26. Juni bis 5. Juli 1919 besuchte Hitler auf Empfehlung des 2. Infanterieregiments „antibolschewistische Aufklärungskurse“ an der Universität München für „Propaganda bei der Truppe“. Damit erhielt er erstmals eine politische Schulung durch deutschnationale, alldeutsche und antisemitische Akademiker, darunter Karl Alexander von Müller, der Hitlers Redetalent entdeckte, und Gottfried Feder. Dieser soll Hitler laut Mein Kampf schon damals „zur Gründung einer neuen Partei“ angeregt haben.[63]

Ab 22. Juli sollte ein „Aufklärungskommando“ der Münchner Garnison „spartakistisch und bolschewistisch verseuchte“ heimkehrende Soldaten nationalistisch und antikommunistisch umerziehen. Dazu beauftragte der völkisch-nationalistische Offizier Karl Mayr Hitler mit Vorträgen. Am 20. August begann dieser seine Aufgabe in Lagerlechfeld, ab 25. August auch mit antisemitischen Äußerungen. Bis September 1919 wurde er ein „Starredner“ in Münchner Kasernen, der starke Emotionen wecken konnte.[64] Deshalb sollte er im Auftrag von Mayr als Spitzel neu gegründete politische Parteien und Gruppen in München beobachten.

Am 12. September 1919 nahm Hitler erstmals an einer Versammlung der Deutschen Arbeiterpartei teil. Der Parteivorsitzende Anton Drexler lud ihn wegen seiner Redegewandtheit – er widersprach vehement der von einem Diskussionsteilnehmer geforderten Trennung Bayerns vom Reich – direkt zum Parteieintritt ein.[65]

Am 16. September verfasste Hitler in Mayrs Auftrag für Adolf Gemlich, einen Teilnehmer der Lechfelder „Aufklärungskurse“, ein „Gutachten zum Antisemitismus“. Darin betonte er, das Judentum sei eine Rasse, keine Religion. „Dem Juden“ seien „Religion, Sozialismus, Demokratie […] nur Mittel zum Zweck, Geld und Herrschgier zu befriedigen. Sein Wirken wird in seinen Folgen zur Rassentuberkulose der Völker.“ Daher müsse der „Antisemitismus der Vernunft“ seine Vorrechte planmäßig und gesetzmäßig bekämpfen und beseitigen. „Sein letztes Ziel aber muss unverrückbar die Entfernung der Juden überhaupt sein. Zu beidem ist nur fähig eine Regierung nationaler Kraft […] nur durch rücksichtslosen Einsatz national gesinnter Führerpersönlichkeiten mit innerlichem Verantwortungsgefühl.“ Mayr stimmte Hitlers Ausführungen weitgehend zu.[66]

[Bearbeiten] Aufstieg zum Führer der NSDAP

Hitlers Mitgliedskarte der DAP

Hitler erbat am 4. Oktober 1919 Mayrs Erlaubnis, der DAP beizutreten, beantragte am 19. Oktober die Aufnahme[67] und wurde als 55. (nicht wie von ihm stets behauptet siebentes) Mitglied aufgenommen.[68] Ab Herbst 1919 beeinflusste der antisemitische Schriftsteller Dietrich Eckart Hitlers Denken, verschaffte ihm Kontakte zum Münchner Bürgertum sowie wichtigen Geldgebern, förderte ihn als rechtsradikalen Agitator bei sozialen Unterschichten und propagierte ihn ab März 1921 als künftigen charismatischen „Führer“ und Retter der deutschen Nation.[69] Von ihm übernahm Hitler bis 1923 die Verschwörungstheorie eines angeblichen Weltjudentums, das sowohl hinter der US-amerikanischen Hochfinanz als auch dem „Bolschewismus“ stecke.[70]

1920 wurde Hitler „Werbeobmann“ für die DAP. Am 24. Februar benannte sie sich in „Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei“ um. Hitler trug deren von ihm, Anton Drexler und Gottfried Feder gemeinsam verfasstes 25-Punkte-Programm vor.[71] Als er im März aus der Reichswehr entlassen wurde, konnte er von seinen Honoraren als Parteiredner leben und erreichte im Jahresverlauf pro Auftritt schon 1200 bis 2500 Zuhörer. So warb er erfolgreich neue Mitglieder für die NSDAP an, der andere rechtsradikale Gruppen wie der Deutschvölkische Schutz- und Trutzbund und die im April gegründete, der Thule-Gesellschaft nahestehende Deutschsozialistische Partei (DSP) damals noch starke Konkurrenz machten.[72] Er hielt Drexler von einer Fusion der NSDAP mit der DSP ab, setzte aber bei einem Treffen in Salzburg am 7./8. August ein Bündnis mit der böhmisch-österreichischen DNSAP durch, um den alldeutschen Anspruch seiner Partei zu unterstreichen.

In einer Grundsatzrede vom 13. August 1920 („Warum sind wir Antisemiten?“) erklärte Hitler erstmals ausführlicher seine Ideologie: Alle Juden seien auf Grund ihres angeblich unveränderlichen Rassencharakters unfähig zu konstruktiver Arbeit. Sie seien wesenhaft Parasiten und würden durch viele angebliche Maßnahmen wie Rassenmischung, Volksverdummung durch Kunst und Presse, Förderung des Klassenkampfes bis hin zum Mädchenhandel alles zum Erlangen ihrer Weltherrschaft tun.[73] Damit machte er den rassistischen Antisemitismus zum Hauptmerkmal der NSDAP-Programmatik.

Mit einem langen Regenmantel über dem Anzug, einem „Gangsterhut“, einem auffällig sichtbaren Revolver und einer Reitpeitsche zog Hitler die Aufmerksamkeit bei Münchner Empfängen auf sich. Anhänger beschrieben ihn als „grandiosen Volksredner“, der „äußerlich irgendwie zwischen Unteroffizier und Handlungsgehilfen, mit gezierter Unbeholfenheit und zugleich so viel Redegewalt […] vor einem Massenpublikum“ auftrat.[74]

Hitler wirkte an der Umwandlung der Sturmabteilung (SA) der NSDAP von einer „Saalschutztruppe“ in eine paramilitärisch geordnete Schläger- und Einschüchterungstruppe mit.[75] Er entwarf Hakenkreuzfahnen und Standarten für die Machtdemonstrationen der SA in Stadt und Land.[76]

Hitler wurde als Agitator für die im Reich noch kaum beachtete NSDAP unersetzlich. Als Drexler und andere ohne ihn mit der DSP verhandelten, trat er am 11. Juli 1921 demonstrativ aus der Partei aus. Für seinen Wiedereintritt verlangte er vom Parteivorstand ultimativ seine Wahl zum „ersten Vorsitzenden der Partei mit diktatorischen Vollmachten“, der allein über Zusammenschlüsse, Namens- und Programmänderungen entscheiden dürfe. Indem Drexler das akzeptierte, entmachtete er sich selbst. Hitler schloss nach seinem Wiedereintritt am 20. Juli Karl Harrer und weitere Gegner aus der Partei aus.[77]

Hitler war nun ein lokaler Parteiführer, den viele Nationalisten, Demokratiegegner und Militaristen unter Intellektuellen, in der Regierung und Verwaltung Bayerns unterstützten.[78] Um seinen Einfluss auszudehnen, hielt er seit 1920 auch einige Reden vor dem Berliner Nationalklub und in der Republik Österreich.[79] Einzelne damalige britische und US-amerikanische Presseartikel schätzten ihn als „potentiell gefährlich“[80], als Vertreter einer „Armee der Rache“[81] oder als „deutschen Mussolini“ ein.[82] Als solchen ließ Hitler sich am 3. November 1922, nur drei Tage nach Mussolinis erfolgreichem Marsch auf Rom, von seinem Parteifreund Hermann Esser in München ausrufen.[83]

[Bearbeiten] Putschversuch

Hitler, rechts neben Erich Ludendorff (Bildmitte), mit weiteren Teilnehmern des Hitler-Ludendorff-Putsches (1924)
Hauptartikel: Hitlerputsch

Nach dem gescheiterten Kapp-Putsch 1920 und dem Verbot der Freikorps 1921 bildeten deutsche Nationalisten viele bewaffnete „Einwohnerwehren“ und „vaterländische Verbände“, die die Weimarer Republik stürzen wollten und dazu auch Morde an als „Novemberverbrechern“ denunzierten Demokraten bejahten.[84] Gestützt auf solche Gruppen bildete die Regierung Bayerns unter Eugen von Knilling eine „Ordnungszelle“ gegen die Reichsregierung[85] und strebte Bayerns Trennung von der Republik und/oder eine Militärdiktatur in ganz Deutschland an.[86]

Hitler und Exgeneral Erich Ludendorff bauten 1921 die „Arbeitsgemeinschaft vaterländischer Verbände“ in Bayern auf, die auf Hitlers Initiative das im Juli 1922 erlassene Republikschutzgesetz massiv bekämpften[87] und die Landesregierung ultimativ aufforderten, Haftbefehle gegen Journalisten und Redakteure rechtsextremer Zeitungen wie den Völkischen Beobachter auszusetzen.[88] Hitler versuchte am 28. August 1922 erfolglos, den Reichswehrführer Hans von Seeckt zu einem gemeinsamen Putsch-Plan gegen die Reichsregierung zu bewegen.[89] Im Januar ließ er die SA als „Wehrverband“ der Reichswehr unterstellen. In den Folgewochen probte die „Arbeitsgemeinschaft“ den Putsch nach Mussolinis Vorbild mit Aufmärschen. Am 15. April formulierte Hitler als ihre Ziele: „1. Erringung der politischen Macht, 2. Brutale Säuberung des Vaterlands von seinen Feinden im Innern, 3. Erziehung der Nation […]“ zur Beseitigung der Weimarer Republik.[90] Sein Versuch, die traditionelle, behördlich genehmigte Demonstration der Linksparteien am Ersten Mai 1923 in München zu verhindern, misslang jedoch. Als einige Ortsverbände daraufhin seine Autorität in der NSDAP bestritten und die bayerische Landesregierung ein Strafverfahren gegen ihn plante, zog er sich bis Juli aus der Öffentlichkeit zurück.[91]

Beim „Deutschen Tag“ am 1. und 2. September 1923 in Nürnberg vereinigten Hitler, Ludendorff und ihre Anhänger das Freikorps Oberland mit dem Bund Reichskriegsflagge unter Ernst Röhm und der SA zum „Deutschen Kampfbund“ für den geplanten Putsch. Am 25. September übernahm Hitler dessen Führung und legte das Ziel einer „nationalen Revolution“ fest, bei der wegen der Erfahrung vom 1. Mai die „polizeilichen Machtmittel des Staates“ zu ergreifen seien.[92] Bei einer Redetour durch die Schweiz auf Einladung des Generals Ulrich Wille erhielt Hitler im September von Industriellen rund 30.000 Schweizer Franken an Spenden, mit denen er dann seinen Putsch finanzierte.[93]

Am 26. September ließ der neue Reichskanzler Gustav Stresemann (DVP) den passiven Widerstand gegen die belgisch-französische Ruhrbesetzung abbrechen. Daraufhin rief die Regierung Bayerns den Ausnahmezustand aus und beauftragte Gustav von Kahr zum „Generalstaatskommissar“. Kahr sollte die bayerischen Wehrgruppen von ihren Putschplänen abbringen und Bayerns Sonderrechte erweitern.[94] Dazu verbündete er sich mit Landespolizeichef Hans von Seißer, ließ ostjüdische Familien aus Bayern ausweisen und ihren Besitz konfiszieren.[95]

Hitler versuchte in Konkurrenz zu Kahr, die antidemokratischen, deutschnationalen Kräfte in Bayern für seinen Putsch zu gewinnen, um von da aus die Berliner Zentralgewalt zu stürzen.[96] Um Kahr zur Entscheidung gegen die von Seeckt gestützte Reichsregierung und für seinen Kampfbund zu zwingen, veröffentlichte Hitler am 27. September im Völkischen Beobachter einen provokativen Artikel mit dem Titel „Die Diktatoren Stresemann – Seeckt“. Daraufhin verbot Reichswehrminister Otto Geßler die Zeitung. Kahr und der ihm unterstellte Reichswehrkommandant Otto von Lossow weigerten sich jedoch, das Verbot in Bayern durchzusetzen.[97] Kahr hob am 29. September das Republikschutzgesetz in Bayern auf.

Hitler besuchte am 30. September erstmals die Villa Wahnfried. Der „Bayreuther Kreis“ um Cosima Wagner unterstützte seinen Putschplan und seinen Anspruch, der ersehnte nationale „Führer“ zu werden.[98] Hitler bekräftigte am 3. Oktober in einem Interview, ein „deutscher Mussolini“ zu sein,[99] und versuchte am 7. Oktober vergeblich, Lossow und Seißer zum Eintritt in seinen Kampfbund zu bewegen.

Mitte Oktober setzte Geßler Lossow ab. Kahr ernannte Lossow daraufhin demonstrativ zum Kommandeur der in Bayern stationierten 7. Reichswehrdivision.[100] Dieser offene Bruch mit der Reichsregierung wurde weithin als erster Schritt zum „Marsch auf Berlin“ verstanden. Reichspräsident Friedrich Ebert befahl Hans von Seeckt deshalb am 3. November, analog zur Reichsexekution gegen das von Kommunisten mitregierte Sachsen Reichswehrtruppen gegen Bayern aufmarschieren zu lassen. Seeckt weigerte sich und verurteilte zwar Lossows Illoyalität, versicherte Kahr aber am 5. November, er stimme mit dessen antidemokratischen Zielen überein. Seeckt wollte eine Spaltung der Reichswehr unbedingt verhindern, da er mit ihr eigene Putschpläne verfolgte.[101] Die Vertreter der Schwerindustrie Hugo Stinnes und Paul Reusch hatten Seeckt oder Kahr, nicht aber Hitler, für die Führung einer Militärdiktatur vorgesehen und dazu intern mit ihnen verhandelt.[102]

Nach dem 3. November warnte Kahr alle Führer „vaterländischer Verbände“ vor eigenmächtigen Aktionen und lehnte ein Treffen mit Hitler ab. Dieser fürchtete eine Einigung Kahrs mit der Reichsregierung und verabredete daher am 7. November mit den anderen Kampfbundführern den baldigen Putsch.[103] Am Abend des 8. November ließ er eine Versammlung von etwa 3000 Anhängern Kahrs im Münchner Bürgerbräukeller von seinem Kampfbund umstellen, verschaffte sich mit Waffengewalt Zutritt, rief die „nationale Revolution“ aus und zwang Kahr, Seißer und Lossow mit vorgehaltener Pistole, einer „provisorischen deutschen Nationalregierung“ unter seiner Führung zuzustimmen. Er ließ alle anwesenden Mitglieder der Landesregierung Bayerns festsetzen und ernannte Ludendorff zum Oberbefehlshaber der Reichswehr. Dieser ließ das Triumvirat frei, das die erpresste Zustimmung einige Stunden später widerrief und die Niederschlagung des Putsches vorzubereiten begann.[104] SA und Bund Oberland nahmen zahlreiche wirkliche oder vermeintliche Münchner Juden, deren Namen und Adressen man aus Telefonbüchern entnommen hatte, als Geiseln fest.[105] Obwohl der Münchner Kompaniechef Eduard Dietl, frühes DAP-Mitglied und Ausbilder der SA, und der Offiziersnachwuchs Befehle verweigerten, gegen die Putschisten vorzugehen,[106] konnten die von Ernst Röhm geführten Kampfbundverbände in der Nacht zum 9. November die meisten Münchner Kasernen, den Bahnhof und wichtige Regierungsgebäude nicht besetzen.[107] Daraufhin versuchten Hitler und Ludendorff mit einem Marsch von bis zu 4000 teilweise bewaffneten NSDAP-Anhängern, doch noch den Umsturz in München zu erzwingen. Die Landespolizei unter Seißer stoppte diesen Marsch nahe der Feldherrnhalle. In einem kurzen Feuergefecht zwischen Putschisten und Polizei wurde der unmittelbar neben Hitler marschierende Max Erwin von Scheubner-Richter erschossen. Außerdem kamen fünfzehn weitere Putschisten und vier Polizisten ums leben. Hitler selbst erlitt bei einem Sturz eine Schulterluxation und floh im Auto eines SA-Arztes an den Staffelsee ins Haus seines Freundes Ernst Hanfstaengl. Dort wurde er am 11. November verhaftet.[108] Damit war sein dilettantisch inszenierter Versuch, mit einem Putsch die Macht zu ergreifen, gescheitert. In den Jahren von Hitlers Herrschaft wurde der Putschversuch gleichwohl zu einem Triumph umgedeutet und in jährlichen Feiern als heroische Tat verherrlicht, bei denen der „Blutzeugen der Bewegung“ gedacht wurde.[109]

Ebert hatte Seeckt trotz dessen Befehlsverweigerung noch am 8. November 1923 den Oberbefehl über die Reichswehr übertragen, damit dieser die bayerische Reichswehr zum Vorgehen gegen die Putschisten bewegen konnte. So bewirkte der Alleingang Hitlers und Ludendorffs den Zusammenhalt der 7. Division mit der übrigen Reichswehr, durchkreuzte und diskreditierte die Putschpläne von Kahr und Seeckt. Hitler lernte laut Heinrich August Winkler daraus, dass die angestrebte Macht „nicht in totaler Konfrontation mit dem Staatsapparat, sondern nur im kalkulierten Zusammenspiel mit ihm zu erreichen“ sei und er dazu den „Schein der Legalität“ wahren musste.[110]

[Bearbeiten] Prozess und Festungshaft

Hauptartikel: Hitler-Prozess

Der Prozess gegen Hitler und neun weitere Putschteilnehmer begann am 26. Februar 1924 vor dem bayerischen Volksgericht, statt wie in solchen Fällen üblich vor dem Reichsgericht in Leipzig. Ludendorff, der den Putsch monatelang aktiv mit vorbereitet hatte, wurde durch ein Verhörsprotokoll entlastet, wonach er nichts vom Putschplan gewusst habe.[111] Hitler nutzte den Prozess als Bühne zur Selbstdarstellung und stellte sich schon am ersten Tag der Hauptverhandlung als treibende Kraft des Putschplans dar. Er bestritt den Vorwurf des Hochverrats und behauptete stattdessen, die „Novemberverbrecher“ von 1918 seien die eigentlichen Verräter. Dieses scheinbar mutige Auftreten fiel ihm umso leichter, da der Vorsitzende Richter Georg Neithardt mit ihm sympathisierte und ihm schon im Vorfeld ein mildes Urteil in Aussicht gestellt hatte, falls er die als Zeugen geladenen Kahr, Lossow und Seißer nicht mit Aussagen über deren eigene Pläne belaste. Die Tötung der vier Polizisten wurden nicht in die Anklageschrift aufgenommen. Diese „Justizkomödie“[112] endete mit einem Freispruch für Ludendorff und milden Strafen gegen fünf Angeklagte wegen Beihilfe zum Hochverrat. Hitler erhielt nur die Mindeststrafe von fünf Jahren Festungshaft und musste eine Geldbuße von 200 Goldmark zahlen.[113]

Obwohl das Republikschutzgesetz vorsah, straffällig gewordene Ausländer auszuweisen, lehnte das Gericht dies ab, weil Hitler eine „ehrenhafte Gesinnung“ habe, deutsch denke und fühle, viereinhalb Jahre freiwillig im deutschen Heer Soldat gewesen und dabei verwundet worden sei.[114] Staatsanwalt Ludwig Stenglein führte gegen Hitlers vorzeitige Entlassung etwa an, „daß die Verurteilten sich während der Zeit der Strafvollstreckung nicht so aufgeführt haben, daß die Erwartung gerechtfertigt wäre, sie würden sich auch ohne die ganze Vollstreckung künftig wohlverhalten“: Damit kritisierte er nach außen geschmuggelte Briefe, das Abfassen des Buches Mein Kampf und anderes.[115] Dennoch wurde Hitler wegen angeblich guter Führung schon am 20. Dezember 1924 entlassen, so dass er weniger als neun Monate in der Festung Landsberg absitzen musste.

Durch die Berichte über den Prozess war Hitler nun auch im Norden Deutschlands als der radikalste aller „völkischen“ Politiker bekannt geworden. Bis dahin hatte er sich eher als „Trommler“ der Völkischen Bewegung gesehen, der den Weg für einen anderen „Retter Deutschlands“ wie vielleicht Ludendorff frei machen sollte. Seine Anhänger verehrten ihn als Helden und Märtyrer für die nationale Sache. Das stärkte seine Stellung in der NSDAP und sein Ansehen bei anderen Nationalisten. Diese Zustimmung, der Propagandaerfolg seiner Verteidigung, seine Selbstreflexion beim Abfassen von Mein Kampf und der Zerfall der NSDAP während seiner Haft führten dazu, dass Hitler sich nun selbst in der Rolle des großen, von vielen erhofften Führers und Retters Deutschlands sah. Er wollte diese Führungsrolle nach seiner Entlassung zum Neuaufbau der NSDAP als straff organisierter, von anderen Parteien unabhängiger Führerpartei nutzen.[116]

[Bearbeiten] Ideologie

Hauptartikel: Mein Kampf
Einladung zu einer NSDAP-Veranstaltung in München, April 1923: „Es wird sprechen unser Führer Pg. Adolf Hitler“

Hitler schrieb in seiner Haftzeit 1923/24 weitgehend ohne fremde Hilfe den ersten Teil seiner Programmschrift Mein Kampf. Er beschrieb darin seine persönliche „Weltanschauung“, um den Deutschen einen geschlossenen Gegenentwurf zum Marxismus zu präsentieren,[117] seinen Werdegang zu stilisieren, seinen Anspruch auf die Führung der NSDAP zu untermauern, mit „Verrätern“ des gescheiterten Putsches „abzurechnen“ und alle Nationalisten auf das Judentum als gemeinsamen Feind einzuschwören; aber auch, um Geld für seine Anwaltskosten zu verdienen. Eine Autobiografie war nicht beabsichtigt.[118] Hitler bekräftigte darin die Geltung des 25-Punkte-Programms, um dieses nicht in innerparteiliche Konflikte zu verwickeln, und bescheinigte der völkischen Bewegung völlige Erfolglosigkeit, um seine NSDAP als moderne, unverbrauchte und zielbewusste Sammelbewegung des nationalistischen, antidemokratischen Lagers der Weimarer Republik darzustellen.[119]

Hitler entfaltete hier seinen Rasse-Antisemitismus mit dem politischen Ziel einer „Entfernung der Juden überhaupt“, den er seit Sommer 1919 in Reden und Vorträgen oft vertreten hatte. Als schriftliche Vorarbeiten für Mein Kampf gelten das „Judengutachten“ vom 16. September 1919, das Grundsatzreferat vom 13. August 1920 und eine Verteidigungs-„Denkschrift“ für seinen Prozess 1923. Sie flossen in das später auch als Einzelschrift herausgegebene Kapitel Volk und Rasse und dessen Abschnitt „Werdegang des Judentums“ ein.[120] Zentralidee war ein angeblicher Rassenkampf, der die Geschichte der Menschheit bestimme und in dem sich zwangsläufig das „Recht des Stärkeren“ durchsetze.[121] Er verstand die „arische Rasse“ der weißen Nordeuropäer, vor allem der Deutschen, als die stärkste, zur Weltherrschaft bestimmte Rasse. Als ihren welthistorischen Todfeind sah er die Juden: Diese strebten ebenfalls die Weltherrschaft an, so dass es zu einem apokalyptischen Endkampf mit ihnen kommen müsse.[122] Denn da sie keine eigene Kraft und Nation besäßen, trachteten sie alle anderen Rassen als „Parasit im Körper anderer Völker“ zu vernichten.[123] Da ihr Herrschafts- und Vernichtungsstreben in ihrer Rasse angelegt sei, könnten die Arier ihre Rasse nur durch die Vernichtung der Juden bewahren. Hitler bezeichnete diese als Willen Gottes und sich selbst als dessen Vollstrecker: „So glaube ich heute im Sinne des allmächtigen Schöpfers zu handeln: Indem ich mich des Juden erwehre, kämpfe ich für das Werk des Herrn.“ Er vertrat damit einen radikalen „Erlösungsantisemitismus“, den er bis zu seinem Suizid unverändert beibehielt und immer wieder als Kern seines Denkens hervorhob.[124] In einer Randbemerkung äußerte Hitler über deutsche Juden im Ersten Weltkrieg:

„Hätte man zu Kriegsbeginn und während des Krieges einmal zwölf- oder fünfzehntausend dieser hebräischen Volksverderber so unter Giftgas gehalten, wie Hunderttausende unserer allerbesten deutschen Arbeiter aus allen Schichten und Berufen es im Felde erdulden mußten, dann wäre das Millionenopfer der Front nicht vergeblich gewesen. Im Gegenteil: Zwölftausend Schurken zur rechten Zeit beseitigt, hätten vielleicht einer Million ordentlicher, für die Zukunft wertvoller Deutschen das Leben gerettet.“[125]

Obwohl man aus dieser oft zitierten Aussage keinen frühen Vernichtungsplan erschließen kann, zeigt sie Hitlers Bereitschaft zum Völkermord.[126] Sein Konzept der kriegerischen Eroberung von Lebensraum im Osten zielte auf die „Vernichtung des ‚jüdischen Bolschewismus‘“ – so nannte er das System der Sowjetunion[127] – und die „rücksichtslose Germanisierung“ osteuropäischer Gebiete. Darunter verstand er keine kulturell-sprachliche Assimilation, die er als „Bastardisierung“ und letztlich Selbstvernichtung der eigenen Rasse strikt ablehnte,[128] sondern die Ansiedlung von Deutschen in eroberten Gebieten durch Vertreibung („Aussiedlung“) oder Vernichtung der dortigen Bevölkerung.[129] Damit hatte, so Ian Kershaw, „Hitler eine feste gedankliche Brücke zwischen der ‚Judenvernichtung‘ und einem auf den Erwerb von ‚Lebensraum‘ gerichteten Krieg gegen Rußland hergestellt“.[130] Auf dieser ideologischen Basis sollte Osteuropa bis zum Ural „als Ergänzungs- und Siedlungsraum“ für das nationalsozialistische Deutsche Reich gewaltsam erschlossen werden.[131] Hitlers Lebensraum-Idee knüpfte an von Karl Haushofer formulierte Theorien zur Geopolitik an. Er überbot aber alle früheren, auf Expansion, Eroberung von Kolonien und Revision des Versailler Vertrages gerichteten Ziele deutscher Nationalisten, indem er die Eroberung Osteuropas zum primären außenpolitischen Kriegsziel der NSDAP und zugleich zum Mittel für dauerhafte ökonomische Autarkie und Hegemonie Deutschlands in einem gründlich neugeordneten Europa erhob.[132]

Aus Hitlers Rassismus ergab sich konsequent die Abwertung alles „Schwachen“ als minderwertiges Leben ohne Lebensrecht: „Der Stärkere hat zu herrschen und sich nicht mit dem Schwächeren zu verschmelzen, um so die eigene Größe zu opfern.“[133] Nach außen folgte daraus die Abwertung der Slawen (Russen, Polen, andere Osteuropäer) als „Untermenschen“. Nach innen folgte daraus etwa Hitlers Forderung nach Zwangssterilisierung von zeugungsfähigen Erbkranken, Menschenzucht und Euthanasie.[134] So sagte er zum Beispiel auf dem Nürnberger Parteitag der NSDAP 1929: „Würde Deutschland jährlich eine Million Kinder bekommen und 700.000 bis 800.000 der Schwächsten beseitigt, dann würde am Ende das Ergebnis vielleicht sogar eine Kräftesteigerung sein.“[135] Diese Gedanken werden auf Vertreter der deutschsprachigen Rassenhygiene wie Alfred Ploetz und Wilhelm Schallmayer zurückgeführt.[136] Sie betrafen vor allem Menschen mit Behinderungen. Hitlers Vorstellung des „Artfremden“, „Asozialen“ oder „Entarteten“ betraf aber auch in Mein Kampf ungenannte Gruppen: etwa die „Zigeuner“ (gemeint: Roma und Jenische),[137] die Homosexuellen[138] und christliche Pazifisten wie die Bibelforscher, die Hitler als idealistisch verirrte und darum politisch gefährliche Verweigerer des notwendigen Überlebenskampfs abwertete.[139] Alle diese Gruppen waren unter seiner späteren Herrschaft von Massenmorden betroffen.

Gegen Demokratie, Gewaltenteilung, Parlamentarismus und Pluralismus setzte Hitler ein unbeschränktes Führerprinzip: Alle Autorität in Partei und Staat sollte von einem nicht gewählten, nur per Akklamation bestätigten „Führer des Volkes“ ausgehen. Dieser sollte die ihm untergeordnete Führerebene ernennen, diese wiederum die nächsttiefere Ebene. Auf allen Ebenen sollte die „Gefolgschaft“ ihrem jeweiligen „Führer“ blinden Gehorsam und bedingungslose Treue entgegenbringen. Diese Führeridee war mit dem modernen Nationalismus seit 1800 entstanden und als Sehnsucht nach einem „Volkskaiser“ oder einem autoritären, kriegerischen Reichskanzler wie Otto von Bismarck im demokratiefeindlichen Lager seit 1900 Allgemeingut geworden. Sie entsprach der paramilitärischen Organisation der NSDAP. Hitler hatte sie wohl schon in Linz als Kult um Georg von Schönerer kennengelernt. In Wien hatte er die Massenwirkung der antisemitischen Volksreden Karl Luegers erlebt, den er als Vorbild eines „Volkstribuns“ mit Redegewalt hervorhob.[140] Er reklamierte die Rolle des nationalen Führers ab November 1922 nach Mussolinis erfolgreichem Marsch auf Rom für sich und übernahm dann auch den damit verbundenen „Führerkult“ (heute: „Hitler-Mythos“) und ein voluntaristisches Politikverständnis aus dem italienischen Faschismus.[141]

Gemäß seinem Führungsanspruch behauptete Hitler, er habe seine Ideologie in Wien bis 1913 durch intensives Selbststudium erworben und dieses „granitene Fundament“ seines Handelns seither kaum verändert.[142] Schönerer und Lueger hätten ihm zwar die Augen für die „Judenfrage“ geöffnet und ihn gelehrt, die Juden in allen Varianten als fremdes Volk zu betrachten; aber durch eigenes Forschen habe er die Identität von Marxismus und Judentum erkannt und so seinen instinktiven Hass bis 1909 zu einer „Weltanschauung“ verdichtet.[143] Er kritisierte Schönerers Kampf gegen die Kirche als taktisch falsche Missachtung der Volkspsyche und Luegers Judenmission, statt eine Lösung für die „Lebensfrage der Menschheit“ anzustreben.[144] Als Einfluss nach 1918 lobte er nur Gottfried Feder.[145]

Tatsächlich übernahm Hitler fast alle seine Ideen aus dem neuzeitlichen Antisemitismus, dem Sozialdarwinismus und pseudowissenschaftlichen Biologismus. Fritz Fischer urteilte:

„Doch mit der Judenfeindschaft und dem Krieg um ‚Lebensraum‘ erweist sich Hitler nicht als originell und als Kind einer breiten Strömung in der deutschen wie der österreichischen Gesellschaft vor dem Ersten Weltkrieg […]. Er gehört, gemessen an den Voraussetzungen, die sein Wirken und sein Auftreten ermöglichten, wie an seiner Gedankenwelt, tief in die Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts hinein.“[146]

So war die Gleichsetzung von Sozialdemokraten, Marxisten und Juden in Österreich-Ungarn ein bei Christsozialen, Deutschnationalen und böhmischen nationalen Sozialisten seit den 1870er Jahren übliches Klischee.[147] Viele Einzelmotive seiner frühen Vorträge wie das angebliche Nomadentum der Juden und ihre angebliche Unfähigkeit zu Kunst, Kultur und Staatenbildung entnahm Hitler aus vielfach neu aufgelegten Schriften deutscher Antisemiten, die er 1919/20 vom Münchner Nationalsozialisten Friedrich Krohn ausgeliehen haben kann. Darunter waren H. Naudh (Die Juden und der deutsche Staat, 12. Auflage 1891), Karl Eugen Dühring (Die Judenfrage als Frage des Racencharakters, 5. Auflage 1901), Theodor Fritsch (Handbuch zur Judenfrage, 27. Auflage 1910), Houston Howard Chamberlain (Die Grundlagen des 19. Jahrhunderts, 1912), Ludwig Wilser (Die Germanen, 1913), Adolf Wahrmund (Das Gesetz des Nomadentums und die heutige Judenherrschaft, München 1919) und die deutsche Übersetzung der Protokolle der Weisen von Zion, die Ludwig Müller von Hausen 1919 veröffentlicht hatte.[148] Hitler benutzte die „Protokolle“ wie vor ihm Gottfried Feder[149] als Beweis für die angebliche „jüdische Weltverschwörung“.[150]

Der erste Band von Mein Kampf erschien 1925 in München mit dem Untertitel „Eine Abrechnung“. Er wurde bis 1932 etwa 300.000 Mal verkauft und durch viele Rezensionen in öffentlichen Konflikten allgemein bekannt.[151] Das Buch wurde jedoch fast nur wegen Hitlers außen- und parteipolitischen Zielen rezipiert, nicht wegen seiner Rassentheorien.[152] Der zweite Band Die nationalsozialistische Bewegung erschien 1926 und wurde noch weniger beachtet. Darin führte Hitler seine Vorstellungen zur Außenpolitik und zur Aufgabe und Struktur der NSDAP genauer aus. Hitlers Zweites Buch von 1928 führte seinen Antisemitismus, Rassismus und seine bevölkerungspolitischen Pläne näher aus, blieb jedoch aufgrund damaliger Umstände unveröffentlicht.

Um die Nationalsozialisten als unglaubwürdige Heuchler zu entlarven, betonten politische Gegner den Widerspruch von Hitlers Rassenideal zu seinem Aussehen. So zitierte Fritz Gerlich in der katholischen Zeitung Der gerade Weg 1932 ein „Gutachten“ des „Rassenhygienikers“ Max von Gruber von 1923 („Gesicht und Kopf schlechte Rasse, Mischling …“) und kam anhand der Rasse-Kriterien von Hans F. K. Günther zu dem Ergebnis, Hitler gehöre einer „ostisch-mongolischen Rassemischung“ an.[153] Gerlich wurde vor allem wegen dieser Kritik 1934 ermordet. Die Kritik an Hitlerkult und NS-Ideologie lebte nach 1933 als lebensgefährlicher Flüsterwitz fort: „Blond wie Hitler, groß wie Goebbels, schlank wie Göring und keusch wie Röhm.“[154]

[Bearbeiten] Neugründung und erste Erfolge der NSDAP

Einladung zu einer Versammlung im Münchner Bürgerbräukeller am 27. Februar 1925, einen Tag nach der Neugründung der NSDAP

Nach seiner Haftentlassung am 20. Dezember 1924 versprach Hitler Bayerns Ministerpräsidenten Heinrich Held am 4. Januar 1925, er wolle künftig nur noch auf legale Weise Politik machen und der Regierung im Kampf gegen den Kommunismus helfen. Er erreichte die Aufhebung des NSDAP-Verbots zum 16. Februar 1925. Mit einem Leitartikel in der Parteizeitung Völkischer Beobachter rief Hitler am 26. Februar die Neugründung der NSDAP unter seiner Führung aus. Dazu mussten alle bisherigen Mitglieder einen neuen Mitgliedsausweis beantragen, so dass Hitlers Parteizentrale die Aufnahme kontrollieren konnte. Zugleich appellierte er an die Einigkeit der völkischen Bewegung im Kampf gegen Judentum und Marxismus, nicht aber gegen den in Bayern starken Katholizismus. Damit grenzte er sich gegen seinen Mitstreiter Ludendorff ab, der den Vorsitz der Nationalsozialistischen Freiheitsbewegung am 12. Februar niedergelegt und so deren Auflösung eingeleitet hatte. Hitler erreichte, dass die während des NSDAP-Verbots entstandenen konkurrierenden Splittergruppen wieder oder neu in die NSDAP eintraten: darunter die Großdeutsche Volksgemeinschaft, die Deutsche Partei, der „Völkisch-Soziale Block“ und die Deutsch-Völkische Freiheitspartei. Die SA ließ er nur noch als Hilfstruppe der NSDAP, nicht mehr als eigenständige paramilitärische Organisation zu, so dass Ernst Röhm ihre Führung abgab.[155]

Hitler verfügte nun über einen von Jakob Werlin geliehenen schwarzen Mercedes, einen eigenen Chauffeur und eine Leibgarde, mit der er zu seinen Auftritten fuhr. Er inszenierte diese fortan bis in jedes Detail hinein, indem er etwa den Zeitpunkt seiner Ankunft, sein Betreten des Veranstaltungsraums, der Rednerbühne, seine Kleidung für die jeweils beabsichtigte Wirkung auswählte und seine Rhetorik und Mimik einstudierte. Auf Parteiversammlungen trug er eine hellbraune Uniform mit einer Hakenkreuzbinde, einen Gürtel, einen Lederriemen über der rechten Schulter und kniehohe Lederstiefel. Vor anderem Publikum dagegen trug er einen schwarzen Anzug mit weißem Hemd und Krawatte, um „einen weniger martialischen, respektableren Hitler vorzuführen“.[156] Mit seinem oft getragenen blauen Anzug, Lederhosen, Regenmantel, Filzhut und Reitpeitsche wirkte er wie ein „exzentrischer Gangster“. In der Freizeit trug er jedoch am liebsten bayerische Lederhosen. Er vermied es auch im Hochsommer, in Badehose gesehen zu werden, um sich nicht der Lächerlichkeit preiszugeben.[157]

Hitler betrieb nun erfolgreich zunächst die reichsweite Ausdehnung der NSDAP durch Gründung neuer Orts- und Regionalgruppen, für die er „Gauleiter“ ernannte. Regionale Redeverbote behinderten diese Arbeit kaum. Er beauftragte Gregor Strasser im März 1925 mit dem Aufbau der nord- und westdeutschen NSDAP. Strasser bildete dort bis September 1925 einen eigenen Parteiflügel, der gegenüber Hitlers Münchner Parteizentrale stärker sozialistische Ziele, einen sozialrevolutionären Kurs sowie eine außenpolitische Zusammenarbeit mit der Sowjetunion befürwortete. Strassers Entwurf eines neuen Parteiprogramms verlangte eine Beteiligung der NSDAP am Volksbegehren zur Fürstenenteignung, eine Bodenreform und die Enteignung von Aktiengesellschaften. Hitler ließ ihn zunächst gewähren, gewann aber Strassers Anhänger Joseph Goebbels als Unterstützer seines Kurses und seiner Führerrolle. Im Februar 1926 setzte er gegen Strassers Flügel sein erstes selbstverfasstes Parteiprogramm durch, das die Fürstenenteignung als Form einer „jüdischen Ausbeutung“ ablehnte.[158] Im Sommer 1926 führte die NSDAP den Hitlergruß ein und machte so den Hitlerkult zu ihrem zentralen Merkmal.[159] Hitler beherrschte die Partei damals ähnlich wie ab 1933, indem er Streit und Rivalitäten zunächst zuließ und dann die Entscheidung an sich zog. So wurde die persönliche Bindung an den „Führer“ entscheidend für den Einfluss, den ein Funktionär in der Partei hatte. So wurde Hitlers Stellung in der NSDAP fast unangreifbar.[160]

Seit seinem Legalitätsversprechen wollte Hitler die Demokratie mit ihren eigenen Waffen schlagen und untergraben. Die NSDAP sollte in die Parlamente einziehen, ohne dort konstruktiv mitzuarbeiten. Zudem sollte die SA mit spektakulären Aufmärschen, Straßenschlachten und Krawallen öffentliche Beachtung der Partei und ihres Führers erzeugen und zugleich die Schwäche des demokratischen Systems offenbaren. Dazu bediente sich die NSDAP der damals völlig neuen Methoden der Werbung und Massenbeeinflussung (→ NS-Propaganda). Grundlegend für deren Erfolg war Hitlers massenwirksame Rhetorik. Er griff tagespolitische Themen auf, um dann regelmäßig und gezielt von der „Schuld der Novemberverbrecher von 1918“, ihrem „Dolchstoß“, der „bolschewistischen Gefahr“, der „Schmach von Versailles“, dem „parlamentarischen Wahnsinn“ und der Wurzel allen Übels zu reden: „den Juden“. Mit seiner Ruhrkampagne und der Broschüre Der Weg zum Wiederaufstieg versuchte er, die Unterstützung der Ruhrindustrie zu gewinnen. Bei der Reichstagswahl 1928 blieb die NSDAP mit 2,6 % der Stimmen jedoch „eine unbedeutende, wenn auch lautstarke Splitterpartei“.[161] Die stabilisierten wirtschaftlichen Verhältnisse und der anhaltende Wirtschaftsaufschwung („Goldene Zwanziger“) boten radikalen Parteien bis 1929 kaum Ansätze für ihre Agitation.

Der 1929 von NSDAP und DNVP gemeinsam initiierte Volksentscheid gegen den Young-Plan, der die offenen Reparationsfragen zwischen Deutschland und seinen ehemaligen Kriegsgegnern regeln sollte, scheiterte zwar. Aber Hitler und seine Partei erhielten bei den Landtagswahlen in Thüringen im Herbst 1929 erstmals erhebliche Zustimmung im nationalistisch-konservativen Bürgertum. Auch das Presseimperium des DNVP-Vorsitzenden Alfred Hugenberg unterstützte Hitler fortan, weil er in ihm und der NSDAP lenkbare Mittel sah, den deutschnationalen Kräften zu einer Massenbasis zu verhelfen.

Infolge der 1929 einsetzenden Weltwirtschaftskrise zerbrach in Deutschland am 27. März 1930 die Weimarer Koalition. Dem Reichskanzler Hermann Müller (SPD), der noch eine demokratisch gesinnte Reichstagsmehrheit hatte, und dem ersten Präsidialkabinett von Heinrich Brüning (Zentrumspartei) folgte die Reichstagswahl 1930: Dabei steigerte die NSDAP ihren Stimmenanteil auf 18,3 Prozent und ihre Reichstagssitze von 12 auf 107 Abgeordnete. Damit war sie als zweitstärkste Partei ein relevanter Machtfaktor in der deutschen Politik geworden.

Im Ulmer Reichswehrprozess schwor Hitler sein Legalitätsversprechen als Zeuge der Verteidigung am 25. September 1930, er werde seine „ideellen Ziele unter keinen Umständen mit ungesetzlichen Mitteln erstreben“ und Parteigenossen, die sich nicht an diese Vorgabe hielten, ausschließen. Dann drohte er: „Wenn unsere Bewegung in ihrem legalen Kampf siegt, wird ein deutscher Staatsgerichtshof kommen; und der November 1918 wird seine Sühne finden, und es werden Köpfe rollen.“[162] Dennoch versuchte Kanzler Brüning daraufhin, Hitler zu einer Zusammenarbeit zu bewegen, und bot ihm an, ihn an der Regierung zu beteiligen, sobald er, Brüning, die Reparationsfrage gelöst habe. Hitler lehnte ab, so dass Brüning sein Minderheitskabinett von der SPD tolerieren lassen musste.[163]

[Bearbeiten] Weg zur Kanzlerschaft

Seit 1931 wurde Reichspräsident Paul von Hindenburg „geradezu überschwemmt“ von Unterschriftenlisten und Eingaben für Hitlers Reichskanzlerschaft.[164] Hindenburg lud Hitler und Hermann Göring zu einem ersten Gespräch am 10. Oktober 1931 ein, einen Tag vor dem Treffen der „Harzburger Front“. Laut Hitlerbiograf Heiden hielt Hitler dabei Monologe, statt Hindenburgs Fragen zu beantworten. Dieser soll daraufhin gesagt haben, man könne diesen „böhmischen Gefreiten“ (Hindenburg verwechselte das österreichische Braunau mit der böhmischen Stadt Broumov) „höchstens [zum] Postminister“ ernennen.[165] Laut Hindenburgbiograf Wolfram Pyta machte Hitler auf Hindenburg „sichtlich Eindruck“, ohne ihn zu überzeugen, dass man den in Staatsämtern völlig unerfahrenen Parteipolitiker zum Kanzler ernennen könne.[166]

Im Krisenjahr 1932 wirkten die konservativen Politiker Franz von Papen, Kurt von Schleicher, Alfred Hugenberg und Oskar von Hindenburg mit verschiedenen persönlichen Zielen teils mit-, teils gegeneinander auf den Reichspräsidenten ein. Sie alle wollten die Weimarer Demokratie durch eine autoritäre Staatsform ersetzen, lehnten Hitler und seine Partei aber zunächst als „plebejisch“ ab. Weil sie aber kaum Rückhalt in der Bevölkerung erhielten, betrachteten und förderten sie die NSDAP oder einen ihrer Flügel zunehmend als die für ihre Vorhaben benötigte Massenbasis und setzten sich immer mehr bei Hindenburg für eine Machtbeteiligung der Nationalsozialisten ein.

Zur Reichspräsidentenwahl 1932 stellte sich der 84-jährige Hindenburg zur Wiederwahl. Hitler wollte gegen ihn antreten und brauchte als seit 1925 staatenloser Österreicher[167] dazu nach der Weimarer Verfassung die Einbürgerung als deutscher Staatsbürger. Da jeder deutsche Bundesstaat nach dem geltenden Reichs- und Staatsangehörigkeitsgesetz von 1913 Bedenken gegen als staats- oder landesgefährdend angesehene Einbürgerungen erheben konnte, strebte Hitler eine „Anstellung im unmittelbaren oder mittelbaren Staatsdienst“ eines Bundesstaats an, die „für einen Ausländer als Einbürgerung […]“ galt.[168] Diese erhielt er nach mehrfachen erfolglosen Anläufen erst am 25. Februar 1932, drei Tage nach Bekanntgabe seiner Kandidatur: Der Innenminister im Freistaat Braunschweig Dietrich Klagges (NSDAP) berief ihn auf Drängen von Joseph Goebbels zum Braunschweiger Regierungsrat. Hitler trat seinen vorgesehenen Dienst bei der braunschweigischen Gesandtschaft in Berlin aber nicht an, sondern erhielt sofort Urlaub für den Reichspräsidentschaftswahlkampf und beantragte später unbefristeten Urlaub für seine künftigen „politischen Kämpfe“. Er wurde erst als Reichskanzler am 16. Februar 1933 aus dem braunschweigischen Staatsdienst entlassen.[169]

2. Wahlgang zum Reichspräsidenten

Hindenburg gewann die Reichspräsidentenwahl 1932 im zweiten Wahlgang mit 53 zu 36,8 Prozent der abgegebenen Stimmen gegen Hitler nur, weil auch SPD-Wähler für ihn stimmten, um keine Neuwahlen und weitere NSDAP-Zuwächse zu riskieren. Er ernannte dennoch Franz von Papen zum neuen Reichskanzler und löste den Reichstag auf.

Hitler am 21. Juni 1932 (Mitte vorn) in der Diskussion mit Hermann Göring und Ernst Hanfstaengl

Die NSDAP nutzte sämtliche für 1932 vorgesehenen Landes- und Reichswahlen zu permanenter Agitation. Hitler engagierte den Opernsänger Paul Devrient als Stimmtrainer und Wahlkampfbegleiter[170] und ließ sich zwischen April und November 1932 mit einem Flugzeug zu insgesamt 148 Großkundgebungen einfliegen, die von durchschnittlich 20.000 bis 30.000 Menschen besucht wurden. Die NS-Propaganda inszenierte ihn bei diesen „Deutschlandflügen“ als über den sozialen Klassen stehenden Heilsbringer („Hitler über Deutschland“). Er erreichte einen größeren Bekanntheitsgrad in der Bevölkerung als jeder andere Kandidat vor ihm. Bei provozierenden NSDAP-Aufmärschen wurden in diesem Wahlkampf Dutzende Menschen gewaltsam getötet. Der „Altonaer Blutsonntag“ (17. Juli) etwa bot der konservativen Reichsregierung unter von Papen den Anlass zum Preußenschlag (20. Juli), bei dem die verfassungsgemäß gewählte Landesregierung Preußens durch eine Notverordnung abgesetzt wurde.[171]

Bei der Reichstagswahl Juli 1932 wurde die NSDAP mit 37,3 Prozent stärkste Partei. Hitler beanspruchte die Kanzlerschaft. Schon bei der zweiten Reichstagssitzung am 12. September löste Hindenburg den Reichstag infolge von Tumulten um seine Notverordnungen erneut auf. Bei der folgenden Reichstagswahl November 1932 wurde die NSDAP trotz Stimmenverlusten mit 33,1 Prozent erneut stärkste Partei; auch die KPD gewann Sitze hinzu, so dass die demokratischen Parteien keine parlamentarische Mehrheit mehr stellen konnten. Daraufhin trat von Papen zurück und schlug Hindenburg vor, ihn per Notverordnung zum Diktator zu ernennen. Viele Eingaben an Hindenburg forderten jedoch, Hitler zum Kanzler zu ernennen.

Da die Stimmenverluste der NSDAP und die allmähliche Konjunkturverbesserung dessen Chancen verschlechtert hatten, unterzeichneten viele nationalkonservative Unternehmer die von Hjalmar Schacht organisierte Industrielleneingabe, in der sie „das bisherige parlamentarische Parteiregime“ ablehnten und die „Übertragung der verantwortlichen Leitung eines mit den besten sachlichen und persönlichen Kräften ausgestatteten Präsidialkabinetts an den Führer der größten nationalen Gruppe“ – also an Hitler – forderten.[172] Diese „nationalkonservativen Kräfte in Wirtschaft, Militär und Bürokratie“ strebten die „autoritäre (monarchistische) Umgestaltung des Staates“, die „dauerhafte Ausschaltung von KPD, SPD und Gewerkschaften“, den „Abbau der steuerlichen und sozialstaatlichen Belastungen der Wirtschaft“, die „schnelle Überwindung des Versailler Vertrages“ und die „Aufrüstung“ an. Sie glaubten, ihre Ziele nur gestützt auf die nationalsozialistische Massenbewegung erreichen zu können. Die ihnen unerwünschten Elemente von Hitlers Programm – Führerdiktatur statt Monarchie und Berücksichtigung der sozialpolitischen Interessen von Arbeitern – wollten diese Eliten durch die „Einrahmung“ Hitlers und die „Zähmung“ seiner Politik abschwächen. Dazu erschien ihnen Franz von Papen als geeigneter Bündnispartner, da er „nach wie vor das volle Vertrauen Hindenburgs besaß und als Einziger in der Lage war, dessen Misstrauen gegenüber Hitler zu zerstreuen“.[173] Ihre Initiative vom 19. November hatte zunächst keinen Erfolg.

Hitler hatte antikapitalistische Tendenzen in der NSDAP früh dem Antisemitismus untergeordnet, wonach allein die Juden für die Misere der Wirtschaft verantwortlich seien. In Hitlers Rede vor dem Industrie-Club Düsseldorf hatte er Anfang 1932 die Rolle der Wirtschaftseliten gelobt und gegen die Wähler der Linksparteien betont: Das deutsche Volk könne nicht überleben, solange es zur Hälfte „Eigentum als Diebstahl“ betrachte. Jedoch finanzierte sich die NSDAP großenteils durch Mitgliedsbeiträge und Eintrittsgelder bei Redeveranstaltungen, wie der Historiker Henry A. Turner nachwies. Der Einfluss der Großindustrie auf den Aufstieg der NSDAP machte sich an anderen Punkten bemerkbar:[174] Bis Ende 1932 gewann Hitler gute Beziehungen zu Unternehmerkreisen und räumte deren Bedenken gegen das NS-Wirtschaftsprogramm weitgehend aus. In der Arbeitsstelle Schacht oder der Wirtschaftspolitischen Abteilung der NSDAP bemühten sich vor allem „Wirtschaftsvertreter aus dem zweiten und dritten Glied der Eisen- und Stahlindustrie“[175] und spätere Arisierungsgewinnler, aber auch Bankiers und Großagrarier, eine künftige nationalsozialistische Wirtschaftspolitik „mit dem Gedeihen privater Wirtschaft in Einklang zu bringen“, damit „Industrie und Handel mitmachen können“.[176]

Die Nationalsozialisten Hitler, Göring und dahinter Frick, „eingerahmt“ von konservativen Ministern in der Reichskanzlei, 30. Januar 1933

Um das Risiko eines Bürgerkriegs und einer möglichen Niederlage der Reichswehr gegen die paramilitärischen Kräfte von SA und KPD zu vermeiden, ernannte Hindenburg am 3. Dezember Kurt von Schleicher zum Reichskanzler. Dieser war unter von Papen Reichswehrminister geworden und stand für einen vermeintlich arbeiterfreundlicheren Kurs.[177] Schleicher versuchte nun die NSDAP durch eine Querfront-Strategie zu spalten:[178] Gregor Strasser war bereit, auf Schleichers Vorschlag einer Regierungsbeteiligung einzugehen und selbst Vizekanzler zu werden, womit Hitler „übergangen“ worden wäre. Doch Hitler setzte seine Führungsrolle in der Partei und seinen Anspruch auf die Reichskanzlerschaft im Dezember 1932 unter Tränen und Selbstmorddrohungen durch.[179] Am Jahresende hatten sich die konservativen Berater Hindenburgs in eine Sackgasse manövriert: Sie wollten die NSDAP an der Regierung beteiligen, ohne Hitler die Kanzlerschaft zuzugestehen, was dieser strikt ablehnte.

Beim Treffen Papens mit Hitler im Haus des Bankiers Schröder am 4. Januar 1933 bot Hitler von Papen die Vizekanzlerschaft, die Besetzung der klassischen Ministerien mit Deutschnationalen sowie das Recht an, bei allen Vorträgen des Kanzlers beim Reichspräsidenten zugegen zu sein. So erreichte er von Papens Zustimmung für seine Reichskanzlerschaft. Dies gilt als „Geburtsstunde des Dritten Reiches“[180], die „eine unmittelbare kausale Geschehensfolge bis zum 30. Januar“ einleitete.[181] Von Papen und Hugenberg glaubten weiterhin, Hitler auch als Kanzler in einer von konservativen Ministern dominierten Regierung „einrahmen“ und „zähmen“ zu können.[182] Ihr Bündnis mit Hitler isolierte Schleichers Regierung, die der nationalsozialistisch geführte Reichslandbund im Schutzzollkonflikt zwischen Landwirtschaft und Exportindustrie zusätzlich unter Druck setzte.[183]

Die NSDAP wurde bei der Landtagswahl in Lippe vom 15. Januar 1933 mit 39,5 Prozent der Stimmen (bei 100.000 Wahlberechtigten) stärkste Kraft und sah sich dadurch in ihrem Führungsanspruch bestärkt.[184] Als der Missbrauch von Agrarsubventionen im Osthilfeskandal auch Hindenburgs Ruf bedrohte, setzte sich dessen Freund Elard von Oldenburg-Januschau persönlich für Hitlers Kanzlerschaft ein, von dessen Kabinett man die Vertuschung des Skandals erwartete. Zudem gewann Hitler am 22. Januar Oskar von Hindenburg mit Drohungen und Angeboten als Unterstützer. Dies beseitigte letzte Vorbehalte dessen Vaters gegen seine Kanzlerschaft.[185] Als auch General Werner von Blomberg, der neuer Reichswehrminister werden sollte, für eine Regierung Hitlers gewonnen wurde, verlor Schleicher auch noch die geschlossene Unterstützung der Reichswehr und war nun völlig isoliert und handlungsunfähig.[186] Als Hindenburg seine Bitte um Neuwahlen ablehnte, trat er am 28. Januar 1933 zurück. Hitler, von Papen und Hugenberg hatten sich inzwischen auf ein Kabinett geeinigt. Das ermöglichte Hitlers Ernennung zum Reichskanzler.[187]

[Bearbeiten] Diktatur bis zum Krieg (1933–1939)

Adolf Hitler 1933

[Bearbeiten] Errichtung der Diktatur

Hauptartikel: Machtergreifung und Gleichschaltung

Gedrängt durch Putschgerüchte der NSDAP in Berlin,[188] ernannte Hindenburg am 30. Januar 1933 zunächst Blomberg verfassungswidrig zum neuen Reichswehrminister, vereidigte dann auch Hitler und seine übrigen Minister[173] und erlaubte Hitler die von ihm verlangte Auflösung des Reichstags für Neuwahlen. Hindenburg wollte damit eine politische Einigung der Rechtsparteien in einer von Deutschnationalen dominierten Koalitionsregierung erreichen. Demgemäß enthielt das Kabinett Hitler nur zwei NSDAP-Minister, die übrigen gehörten zur DNVP.

Doch Hitler war entschlossen, die Demokratie bis zu den Neuwahlen durch Notverordnungen und dann durch verfassungsändernde Gesetze zu beseitigen. Er soll schon beim Einzug in die Alte Reichskanzlei in der Wilhelmstraße gesagt haben: „Keine Macht der Welt wird mich jemals wieder lebend hier herausbringen.“[189] Er initiierte die von Innenminister Wilhelm Frick am 4. Februar verfasste „Verordnung des Reichspräsidenten zum Schutze des Deutschen Volkes“ und die „Verordnung des Reichspräsidenten zum Schutz von Volk und Staat“, die zusammen am 28. Februar in Kraft traten. Alle Minister beschlossen diese Maßnahmen, Hindenburg unterzeichnete sie. Sie hoben wesentliche Bürgerrechte wie Versammlungsfreiheit, Pressefreiheit, Briefgeheimnis auf und erlaubten willkürliche Verhaftungen für die gesamte NS-Zeit. Willkommener Vorwand dafür war der Reichstagsbrand vom 27. Februar, der als internationale Verschwörung der Kommunisten ausgegeben wurde.

Trotz Verhaftungen und politischen Morden während des Wahlkampfs, vor allem an Kommunisten, verfehlten NSDAP und DNVP bei der Reichstagswahl März 1933 eine für Verfassungsänderungen notwendige Zweidrittelmehrheit. Beim Tag von Potsdam am 21. März feierte Hitler propagandistisch seine Einigung mit den deutschnationalen Kräften und ihrer Galionsfigur Hindenburg. Am 23. März beschloss der Reichstag gegen die Stimmen der anwesenden SPD-Abgeordneten das „Gesetz zur Behebung der Not von Volk und Reich“. Es erlaubte der Regierung für zunächst vier Jahre, Gesetze künftig direkt zu erlassen. Nur mit massivem Straßenterror, dem illegalen Ausschluss aller KPD- und einiger SPD-Abgeordneter von der Parlamentssitzung und nachträglicher Annullierung der KPD-Mandate erreichte die NSDAP eine Zweidrittelmehrheit für das Gesetz. Der Reichstag verzichtete damit auf seine Rolle als Gesetzgeber, hob die Gewaltenteilung zwischen Legislative und Exekutive auf und entmachtete den Reichspräsidenten. Damit etablierte er Hitlers Diktatur und ermöglichte die folgende Gleichschaltung von Staat und Gesellschaft.[190]

Wahlwerbung zur Volksabstimmung über die Vereinigung der Ämter des Reichspräsidenten und des Reichskanzlers am 19. August 1934. Amtliches Endergebnis im Reich: 89,9 Prozent Zustimmung.

Das NS-Regime schaltete am 2. Mai 1933 die freien Gewerkschaften aus, verbot am 22. Juni die SPD und erzwang bis 5. Juli die freiwillige Selbstauflösung der übrigen Parteien DNVP, DDP, DVP und Zentrum. Am 1. Dezember erhob das Gesetz zur Sicherung der Einheit von Partei und Staat die NSDAP zur einzigen Staatspartei. Bei diesem Prozess wirkten „Druck von ‚unten’“ und Hitlers „persönliche Initiative“ zusammen.[191]

Am 30. Juni 1934 befahl Hitler, angestachelt durch Heinrich Himmler, Hermann Göring und Reinhard Heydrich, unter dem Vorwand eines angeblichen „Röhm-Putsches“ die Ermordung des SA-Führers Ernst Röhm und weiterer möglicher Konkurrenten in der NSDAP und früheren DNVP um die politische Macht. Die SA wurde aufgelöst und verboten. Die Mordserie wurde nachträglich als angebliche „Staatsnotwehr“ legalisiert. In einer Reichstagsrede am 13. Juli 1934 erneuerte Hitler seine Zusage an die Reichswehr, die einzige Waffenträgerin des Staates zu bleiben. Nach Hindenburgs Tod am 2. August 1934 ging der Oberbefehl über die Reichswehr ohne Widerstand auf Hitler über. Dieser ließ die Ämter des Reichspräsidenten und des Reichskanzlers vereinigen. Reichswehrminister Blomberg änderte am selben Tag den Wortlaut des Soldateneides: Fortan mussten Offiziere, Soldaten, Beamte und Reichsminister dem „Führer des Deutschen Reichs und Volkes, Adolf Hitler“ „vor Gott“ Treue und Gehorsam schwören. Hitler ließ die Vereinigung der Ämter auf ihn mit einer Volksabstimmung am 19. August bestätigen und sich nun offiziell nur noch „Führer und Reichskanzler“ nennen.[192]

Hitler bei einer Parade anlässlich des Reichsparteitags im November 1935 auf dem Hauptmarkt (Nürnberg)

Kabinettssitzungen verloren zunehmend an Bedeutung. 1935 kamen die Minister zwölfmal, 1937 sechsmal, am 5. Februar 1938 letztmals zusammen.[193] Bis 1935 hielt sich Hitler an einen einigermaßen geordneten Tagesablauf in der Reichskanzlei: vormittags, ab 10 Uhr, Besprechungen mit Hans Heinrich Lammers, Meissner, Walther Funk und verschiedenen Ministern, Mittagessen um 13 oder 14 Uhr, nachmittags Besprechungen mit militärischen oder außenpolitischen Beratern oder bevorzugt mit Speer über Baupläne. Allmählich wich Hitler von diesem festen Tagesablauf ab und pflegte wieder seinen früheren Bohème-Lebensstil. So erschwerte er seinen Adjutanten, von ihm als Staatsoberhaupt Entscheidungen zu erhalten. Die Minister (außer Goebbels und Albert Speer) erhielten keinen Zugang mehr zu Hitler, falls sie keinen guten Kontakt zu dessen Adjutanten besaßen, die so große informelle Macht erlangten.[194]

[Bearbeiten] Private Gewohnheiten, Bildung, Religion

Hitler war seit seiner Frühzeit Nichtraucher und trank keinen Alkohol, in seiner Spätzeit auch keinen Kaffee und Schwarztee. Zudem wurde er 1932 aus Furcht vor einer Magenkrebs-Erkrankung gemäßigter Vegetarier.[195] Diese Ernährungsgewohnheiten behielt er als Reichskanzler bei und thematisierte sie in Monologen vor dem engsten Anhängerkreis auch als Mittel für die nationalsozialistische Gesundheitspolitik.[196] Manche Historiker erklären Hitlers Vegetarismus als psychische Reaktion auf den Suizid seiner Nichte Geli Raubal,[197] andere aus seiner Verehrung für Richard Wagner, der rassistisch motivierte vegetarische Ideen vertrat,[198] wieder andere aus seiner zunehmenden Hypochondrie.[199] Der Deutsche Vegetarierbund profitierte nicht von Hitlers Haltung und löste sich 1935 angesichts seiner drohenden Gleichschaltung auf.

Seit dem Ersten Weltkrieg mochte und hielt Hitler Hunde.[200] Seit 1933 ließ er sich oft mit seiner Schäferhündin Blondi vor idyllischen Landschaften abbilden, um so seine private angebliche Tierliebe und Naturverbundenheit vorzuführen, den Deutschen Identifikation zu ermöglichen und eine verbreitete Sehnsucht nach Harmonie zwischen Führer und Geführten zu bedienen.[201]

Hitler eignete sich Detailwissen autodidaktisch an, zumal er Hochschulen, Professoren („Profaxe“) und etablierte Wissenschaft lebenslang ablehnte. Er konnte sich gelesene Informationen, auch Details, dauerhaft merken und flocht sie bei Bedarf ohne Herkunftsangaben in Reden, Gespräche oder Monologe ein, um sie als eigene Ideen erscheinen zu lassen.[202] Er besaß 16.000 auf drei Privatbibliotheken in München, Berlin und Berchtesgaden verteilte Bücher, von denen noch rund 1200 erhalten sind. Etwa die Hälfte davon gehören zu militärischer Gebrauchsliteratur, über zehn Prozent machen Rechte Esoterik und Okkultismus, deutschnationale und antisemitische Schriftsteller aus. Nur wenige Werke sind Schöne Literatur. Die Dramen von William Shakespeare, etwa Julius Caesar und Hamlet und ein Band mit Schriften Johann Gottlieb Fichtes sind erhalten. Werke von Immanuel Kant, Arthur Schopenhauer und Friedrich Nietzsche, die Hitler angeblich in seiner Haftzeit las, fehlen. Hitlers Leseverhalten zeigen Anstreichungen und Randnotizen.[203] Er beherrschte keine Fremdsprache außer etwas Französisch seit seiner Linzer Realschulzeit.[204] Auslandspresseberichte musste er sich von seinem Chefdolmetscher Paul-Otto Schmidt übersetzen lassen.

Hitler war römisch-katholisch getauft und blieb zeitlebens Mitglied dieser Kirche. Über diese äußerte er sich Albert Speer zufolge je nach Zuhörerkreis widersprüchlich: Mal lehnte er sie ab, mal lobte er sie als ein notwendiges, „starkes und erhaltendes Element“ für das Volk. Er wünschte sich, dass ein „bedeutender Kirchenmann“ eine vereinigte Kirche als Staatskirche führt. Die SS-Mystik, die Himmler zu etablieren versuchte, lehnte er eher ab.[205] Die Rolle des Reichsbischofs versuchte Ludwig Müller in der DEK 1933 zu spielen, scheiterte aber im Kirchenkampf ab November 1933 am Zerfall der Deutschen Christen, die Hitler bei Kirchenwahlen im Juni 1933 unterstützt hatte.

Schon ab 1935 entstand im Garten ein Luftschutzkeller, der in einer zweiten Bauphase zum sogenannten Führerbunker ausgebaut wurde.[206] Angeblich mit Geldern aus den Tantiemen für sein Buch Mein Kampf kaufte er den von ihm so benannten Berghof im Berchtesgadener Ortsteil Obersalzberg, das Haus hatte er zuvor schon seit 1928 gemietet. Mit dem Bau der „Kleinen Reichskanzlei“ 1937 entwickelte sich hier de facto ein zweiter Regierungssitz neben Berlin.[207] Eine dritte Wohnung unterhielt Hitler am Prinzregentenplatz in München.

Hitlers PseudonymWolf“ soll schon um 1921 in Anlehnung an die Etymologie seines Vornamens Adolf entstanden sein,[208] durfte von engen Freunden Hitlers verwendet werden[209] und diente später zur Benennung einiger Führerhauptquartiere.

[Bearbeiten] Ausweitung des Hitlerkults

1933 wurde der Hitlerkult zum Massenphänomen, bei dem Erwartungen der Bevölkerung und NS-Propaganda zusammenwirkten.[210] Hitlers Herrschaft war von Beginn an „extrem personalisiert“: Er hatte kein Politbüro wie Josef Stalin, keinen Kriegsrat und keinen Großrat wie Mussolini.[211] Er ließ auch keinen Länderrat oder Parteisenat als Gegengewicht zu und ersetzte das Kabinett nicht, nachdem es nicht mehr zusammentrat. Der Hitlergruß wurde 1933 auch für Beamte zur Pflicht gemacht und von großen Bevölkerungsteilen freiwillig übernommen.

Alle außenpolitischen Erfolge schrieb die NS-Propaganda Hitler allein zu, um so den Führerkult vom Parteimerkmal zum nationalen Kult auszudehnen und Hitlers Position gegenüber den konservativen Eliten und dem Ausland zu stärken. Mit drei weiteren Volksabstimmungen ließ sich Hitler wichtige politische Weichenstellungen bestätigen: den Austritt aus dem Völkerbund 1933, den Einmarsch in das entmilitarisierte Rheinland 1936 und den Anschluss Österreichs 1938. Die große Zustimmung dazu nutzte er zum weiteren Ausbau des schrankenlosen Führerstaates. Dieser wurde 1939 vollendet, indem Hitler seinen Titel auf „der Führer“ reduzieren und den Führereid in der Beamtenschaft und Wehrmacht einführen ließ. Die NS-Rechtslehre legitimierte dies, indem sie Verfassungsrecht mit dem an keiner Rechtsidee messbaren Führerwillen gleichsetzte.[212]

Der Hitlerkult wurde im deutschen Alltag allgegenwärtig, etwa durch Umbenennung vieler Straßen und Plätze nach Hitler,[213] einen Adolf-Hitler-Koog als Musterbeispiel für die staatliche Blut-und-Boden-Ideologie,[214] dörfliche „Hitlereichen“ und „Hitlerlinden“, kommerziell vermarktete Hitlerbilder, ab 1937 auch staatliche Hitler-Briefmarken-Serien und Pilger-Andrang in Obersalzberg. Diese Verehrung überstieg den Kult um Bismarck bei weitem und isolierte die Bevölkerungsteile, die sich dem Hitlerkult zu entziehen suchten.[215] Hitler zeichnete selbst andere mit seinem Namen aus, etwa ab 1937 durch die Vergabe des Titels Adolf-Hitler-Schule an NS-Ausleseschulen.[216]

Dem kamen weite Gesellschaftsbereiche freiwillig entgegen: So förderte die deutsche Industrie mit der Adolf-Hitler-Spende der deutschen Wirtschaft ab 1. Juni 1933 den „nationalen Wiederaufbau“ bis 1945 mit rund 700 Millionen Reichsmark für die NSDAP, über deren Verwendung Hitler frei entscheiden konnte. Dafür stiftete er 1937 den „Adolf-Hitler-Dank“, eine jährliche Spende von einer halben Million Reichsmark „für besonders verdiente, notleidende Parteigenossen“.[217] Hitler wurde Ehrenbürger vieler deutscher Städte, von denen einige ihm die Ehrenbürgerschaft nach seinem Tod wieder entzogen bzw. für beendet erklärten.

Der Hitlerkult gilt Historikern als Beispiel einer „charismatischen Herrschaft“, die bürokratische Instanzen nicht ersetzte, sondern überwölbte und so vielfach Kompetenzstreit zwischen Parteihierarchie und Staatsapparat erzeugte. Rivalitäten von NS-Behörden, die in Wettläufe um das vorauseilende Erfassen des „Führerwillens“ eintraten, erforderten wiederum immer mehr autoritative tagespolitische Entscheidungen Hitlers. Dieser ließ jedoch viele Konflikte unentschieden, um seinen Ruf als über den Alltagskonflikten stehender, unfehlbarer genialer Alleinherrscher nicht zu beschädigen, und trug so zur Aushöhlung einer funktionierenden Staatsverwaltung bei.[218] Diesen systemischen Missstand spiegelte etwa der bis 1938 verbreitete Ausspruch der Hitler-Anhänger „Wenn das der Führer wüßte“, der ihn vorab von jeglicher Verantwortung freisprach.[219] Mit dem Wachsen des Hitler-Mythos sank zugleich das Ansehen der NSDAP.[220]

[Bearbeiten] Verfolgungen

Hitlers Machtantritt war zugleich der Beginn einer Welle von Gewalt und Verfolgung politischer Gegner der NSDAP unter dem Schlagwort der „nationalen Revolution“. So ließ die SA ab Januar 1933 Konzentrationslager einrichten. Die staatlichen Internierungen, Misshandlungen und Morde trafen seit der „Reichstagsbrandverordnung“ vom 28. Februar 1933 Kommunisten, Sozialdemokraten, Pazifisten, Zeugen Jehovas, konservative NS-Gegner und andere Deutsche, die Kritik äußerten oder sich widersetzten (→ Mitglieder des Widerstandes); vor allem aber Juden.

Hitler hatte keinen „Meisterplan“ für die staatliche „Judenpolitik“[221], sondern reagierte oft kurzfristig auf den Druck von NSDAP-Mitgliedern[222] mit Gesetzesinitiativen. Deren erkennbares Ziel war die im NSDAP-Programm festgeschriebene Ausgrenzung und Vertreibung der deutschen Juden. Hitler bereitete den „Judenboykott“ vom 1. April 1933 direkt mit vor, trat aber nach außen nicht als dessen Initiator und Organisator auf. Er beriet das am 7. April erlassene „Gesetz zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums“ (zum Ausschluss „nichtarischer“ Beamter) mit und entschied sich aus Rücksicht auf die politischen Bedingungen für eine gemäßigtere Fassung.[223] Daraufhin schlossen auch viele Berufsverbände Juden aus. Dem folgten zahlreiche weitere, auch nichtstaatliche Ausgrenzungsschritte. Hitler schwebte schon 1933 eine konsequente Ghettoisierung der Juden und ihre räumliche Ausgrenzung vor: Sie müssten „heraus aus allen Berufen […], eingesperrt in ein Territorium, wo sie sich ergehen können […], während das deutsche Volk zusieht, wie man wilde Tiere sich ansieht“.[221]

Auch die Nürnberger Gesetze von 1935, die den deutschen Juden die staatsbürgerlichen Rechte entzogen und „Mischehen“ sowie sexuelle Beziehungen zwischen Juden und Nichtjuden als „Rassenschande“ mit Gefängnis oder Zuchthaus bedrohten, wurden durch Terror aus der Parteibasis angebahnt und sollten diese zufriedenstellen. Hitler bereitete sie monatelang mit vor, so dass er sich beim Nürnberger Reichsparteitag im August anderen Themen zuwenden konnte. Er strich die Begrenzung auf „Volljuden“ im Entwurf für das „Gesetz zum Schutze des deutschen Blutes und der deutschen Ehre“ noch unmittelbar vor dessen Bekanntgabe am 15. September.[224]

Die Judenverfolgung trat zwar 1936 und 1937 in den Hintergrund. Doch sofort nachdem Hitler am 9. November 1938 vom Tod des angeschossenen Botschafters Ernst Eduard vom Rath erfahren hatte, beriet er sich mit Goebbels und autorisierte diesen, das Attentat als Vorwand für die bereits geplanten reichsweiten Novemberpogrome auszunutzen. Dabei wurden Hunderte Juden ermordet, zehntausende in KZs interniert und enteignet und tausende Synagogen und jüdische Friedhöfe zerstört.[225] Zudem übertrug Hitler die weitere „Judenpolitik“ nun Hermann Göring, Heinrich Himmler und Reinhard Heydrich. Diese unterbanden den „spontanen“, unkontrollierten Straßenterror endgültig, indem sie die Juden gesetzlich wie Kriminelle behandelten und etwa mit der „Judenbuße“ für die Schäden der Novemberpogrome aufkommen ließen.

Hitler sagte in einer für das Ausland bestimmten Reichstagsrede beim sechsten Jahrestag seines Amtsantritts am 30. Januar 1939:

„Ich will heute wieder ein Prophet sein: Wenn es dem internationalen Finanzjudentum in und außerhalb Europas gelingen sollte, die Völker noch einmal in einen Weltkrieg zu stürzen, dann wird das Ergebnis nicht die Bolschewisierung der Erde und damit der Sieg des Judentums sein, sondern die Vernichtung der jüdischen Rasse in Europa.“[226]

[Bearbeiten] Aufrüstungs-, Expansions- und Kriegskurs

Hitler mit Benito Mussolini auf der Münchner Ludwigstraße

Wie demokratische Regierungen der Weimarer Republik erstrebte Hitler außenpolitisch zunächst die Revision des Versailler Vertrags. Anders als diese beschränkte er sich dabei nicht auf diplomatische Vorstöße und Verträge, sondern nahm militärische Konflikte in Kauf. Sein Ziel kriegerischer Eroberungen von „Lebensraum im Osten“ erläuterte er am 3. Februar 1933 vor der Reichswehrführung; dabei nahm er bereits Polen als „Feindstaat“ ins Visier (siehe Liebmann-Aufzeichnung). In der Öffentlichkeit betonte er dagegen bis 1939 immer wieder seinen Friedenswillen; faktisch bereitete er seit 1933 erst die deutsche Aufrüstung und Kriegsfähigkeit, spätestens seit 1937 einen Angriffskrieg vor.

Im Oktober 1933 brach das NS-Regime Abrüstungsverhandlungen mit Großbritannien und Frankreich ab und trat aus dem Völkerbund aus. Nach Hindenburgs Tod 1934 teilte Hitler der Generalität mit, dass Deutschland in fünf Jahren kriegsbereit sein solle. Er unterstützte einen nationalsozialistischen Putschversuch in Wien, bei dem der österreichische Bundeskanzler Engelbert Dollfuß ermordet wurde. Im März 1934 brach Hitler den Versailler Friedensvertrag von 1919 mit einer Erhöhung des Wehretats über die vertraglichen Grenzen hinaus. Im September 1934 schloss er mit Polens Regierung überraschend einen zehnjährigen Nichtangriffspakt. 1935 vereinbarte er mit Großbritannien das deutsch-britische Flottenabkommen und führte die Allgemeine Wehrpflicht wieder ein.

1936 kündigte er den Vierjahresplan an.[227] Die über die sogenannten Mefo-Wechsel finanzierte Aufrüstung der Wehrmacht trug zu einem Wirtschaftsaufschwung in Deutschland bei. Sie und die Rheinlandbesetzung im März 1936 brachen ebenfalls den Versailler Vertrag, wurden aber von den Vertragspartnern hingenommen. Das NS-Regime trug mit dem Einsatz der deutschen Legion Condor und völkerrechtswidrigen Bombenangriffen auf Städte wie Guernica entscheidend zum Sieg Francisco Francos im Spanischen Bürgerkrieg seit 1936 bei.

Am 5. November 1937 informierte Hitler die Wehrmachtsgeneräle über seinen Beschluss, bei nächster Gelegenheit gegen die Tschechoslowakei und Österreich loszuschlagen (siehe Hoßbach-Niederschrift). Im Dezember 1937 kündigte der von ihm genehmigte 1. Nachtrag zur Weisung für die einheitliche Kriegsvorbereitung für die Wehrmacht vom 24. Juni 1937 einen Angriffskrieg gegen die Tschechoslowakei auch bei Eingreifen einer Großmacht an.[228]

Im Januar 1938 trat Werner von Blomberg wegen seiner als nicht standesgemäß betrachteten Heirat mit einer ehemaligen Berliner Prostituierten vom Amt des Reichskriegsministers zurück. Im selben Monat entzog Hitler Werner von Fritsch unter dem Vorwand angeblicher homosexueller Neigungen die Oberste Heeresleitung und übernahm selbst per Führererlass vom 4. Februar 1938 das neugeschaffene Oberkommando der Wehrmacht (→ Blomberg-Fritsch-Krise).[229] Dieser Schritt entsprach Hitlers Selbstverständnis, er verkörpere das Ideal des „Feldherrn“, der „mit Kopf, Willen und Herzen den totalen Krieg für die Lebenserhaltung des Volkes“ (Ludendorff 1935) zu führen habe und dies wie sein Idol Friedrich „der Große“, aber anders als Wilhelm II. im Ersten Weltkrieg, nicht den Militärs überlassen dürfe. Es entsprach auch seiner Ideologie, wonach der im „Kampf ums Dasein“ notwendige, kommende Vernichtungskrieg vom „‚Führer‘ des deutschen Volkes“ die Bündelung aller gesellschaftlichen Kräfte verlange und er nicht nur allgemeine „weltanschauliche“ und politische Ziele, sondern auch die Strategien der einzelnen Feldzüge vorgeben müsse.[230]

1938: Wagenkolonne Hitlers in Wien, vom Praterstern in die Praterstraße einfahrend

Mit militärischen Drohungen erreichte Hitler im März 1938 den „Anschluss“ Österreichs an das nun so genannte Großdeutsche Reich („Unternehmen Otto“). In Wien verkündete er am 15. März vor einer begeisterten Menschenmenge die „Vollzugsmeldung meines Lebens“: den „Eintritt meiner Heimat in das Deutsche Reich“.[231] Im September 1938 verlangte Hitler von der mit Frankreich und Großbritannien verbündeten Tschechoslowakei, das Sudetenland an Deutschland abzutreten, und drohte andernfalls mit dem Einmarsch deutscher Truppen. Bei zwei Treffen in dieser Sudetenkrise machte der britische Premier Arthur Neville Chamberlain ihm weitgehende Zugeständnisse, um den angedrohten Krieg zu verhindern. Dies empfand Hitler jedoch als Niederlage, auf die er laut Zeitzeugen wie dem US-Journalisten William L. Shirer mit heftigen Wutausbrüchen reagierte. Er erhielt daher in westlichen Presseberichten fortan den Spitznamen „Teppichbeißer“.[232] Im Münchner Abkommen vom Oktober 1938 erlaubten Chamberlain und der französische Ministerpräsident Édouard Daladier Hitler die Eingliederung des Sudetenlandes, während er im Gegenzug den Bestand der „Rest-Tschechei“ zusicherte. Doch schon im März 1939 vollzog er die Annexion Tschechiens, das als Protektorat Böhmen und Mähren dem Deutschen Reich einverleibt wurde. Die Erste Slowakische Republik war nun faktisch als Satellitenstaat von Deutschland abhängig. In der folgenden Reichstagsrede versicherte Hitler, Deutschlands letzte Gebietsforderungen seien damit erfüllt.

Sein Vertragsbruch erzwang Frankreichs und Großbritanniens Abkehr von ihrer bisherigen Appeasement-Politik. Beide Staaten schlossen mit Polen bis zum 13. April 1939 militärische Beistandsverträge. Schon am 11. April befahl Hitler der Wehrmachtsführung, bis zum Herbst den Überfall auf Polen vorzubereiten.[233] Am 28. April kündigte er den deutsch-polnischen Nichtangriffsvertrag und das deutsch-britische Flottenabkommen und verlangte Danzig. Am 23. Mai erklärte er den Wehrmachtsgenerälen, diese Forderung sei nur ein Vorwand zur Eroberung von „Lebensraum“ für eine autarke Ernährung der Deutschen (siehe Schmundt-Protokoll).

Den folgenden Wettlauf mit den Westmächten um einen Nichtangriffsvertrag mit der Sowjetunion gewann Hitler, da Josef Stalin von Polen eine für dessen Regierung unannehmbare Durchzugsgarantie für die Rote Armee verlangte. Stalin wollte nach dem Großen Terror, in dem er große Teile des sowjetischen Offizierskorps hatte ermorden lassen, Zeit zur Reorganisation der Roten Armee gewinnen. Daher vereinbarte er mit Hitler bis zum 24. August den Deutsch-sowjetischen Nichtangriffspakt. Im geheimen Zusatzprotokoll dazu vereinbarten beide Regimes die Aufteilung Polens und des Baltikums. In der Ansprache Hitlers vor den Oberbefehlshabern am 22. August 1939 gab er die „Vernichtung Polens = Beseitigung seiner lebendigen Kraft“ als sein Kriegsziel bekannt[234] und erklärte: „Wir werden den Westen halten, bis wir Polen erobert haben.“[235]

Das TIME Magazine wählte Hitler 1939 zur „Person des Jahres“ 1938, weil er zur größten Bedrohung der demokratischen, freiheitsliebenden Welt geworden sei.[236]

[Bearbeiten] Zweiter Weltkrieg (1939–1945)

[Bearbeiten] Polenfeldzug

Hauptartikel: Polenfeldzug

Kurz nach Abschluss des Pakts mit Stalin forderte Hitler von Polen, den Polnischen Korridor und die polnischen Rechte in der Freien Stadt Danzig an das Deutsch Reich abzutreten. Die NS-Propaganda behauptete verstärkt angebliche Gräueltaten und Massaker von Polen an sogenannten Volksdeutschen und forderte ein Einschreiten dagegen. In der Nacht vom 31. August auf den 1. September 1939 inszenierten in polnische Uniformen gekleidete SS-Männer einen Überfall auf den Sender Gleiwitz in Schlesien. Ab 4:45 Uhr beschoss das deutsche Linienschiff Schleswig-Holstein auf Hitlers Angriffsbefehl vom 30. August die polnischen Stellungen auf der Danziger Westerplatte: Damit begann Deutschland den geplanten Überfall auf Polen, der den Zweiten Weltkrieg auslöste.

Am 1. September behauptete Hitler wahrheitswidrig im Radio und dann vor dem Reichstag, Polen habe Deutschland angegriffen und seit 5:45 Uhr werde „zurückgeschossen“. Frankreich und Großbritannien erklärten Deutschland gemäß ihren Bündnisverträgen mit Polen den Krieg, jedoch ohne eigene Kampfhandlungen gegen Deutschland zu eröffnen. In einem Blitzkrieg besiegte die deutsche Wehrmacht die polnischen Truppen bis zum 18. September. Hitler reiste den voranstürmenden deutschen Truppen in seinem Sonderzug „Amerika“ hinterher,[237] beobachtete die Bombardierung Warschaus mit dem Scherenfernrohr[238] und nahm am 5. Oktober 1939 dort eine pompöse Siegesparade ab.

Parade am 5. Oktober 1939 in Warschau

Im Verlauf des deutschen Polenkriegs starben etwa 66.000 polnische und 17.000 deutsche Soldaten.[239] Speziell aufgestellte Einsatzgruppen der Sicherheitspolizei und des SD, Wehrmachtssoldaten und Einheiten von Volksdeutschen ermordeten im Polenfeldzug rund 16.400, bis zum Jahresende rund 60.000 Polen, darunter etwa 7000 Juden. Damit wollten sie möglichst viele der zwei Millionen polnischen Juden in das sowjetisch besetzte Ostpolen vertreiben. Erste Deportationen von Juden in unwirtliche Gebiete des besetzten Polens folgten ab Oktober 1939. Sie wurden zwar im März 1940 nach örtlichen Protesten eingestellt, dienten aber als erprobtes Muster für umfassende Abschiebepläne der Folgejahre wie den (nach dem Westfeldzug unausführbaren) Madagaskarplan, deren erwünschte Folge die Vernichtung der europäischen Juden sein sollte.[240]

Erschießungen von polnischen Zivilisten durch ein deutsches Einsatzkommando im Oktober 1939

Am 17. September 1939 marschierte die Rote Armee gemäß dem geheimen Zusatzprotokoll zum Hitler-Stalin-Pakt in Ostpolen ein. Nach dem Zusammentreffen von deutschen und sowjetischen Truppen in Brest-Litowsk am 22. September 1939 erfuhr Hitler, wie schlecht die sowjetischen Panzer seien. Die Niederlagen der Roten Armee im Winterkrieg der Sowjetunion gegen Finnland 1939/1940 bestärkten Hitler in seiner Annahme, die Rote Armee sei ein leicht zu besiegender Gegner.

[Bearbeiten] Euthanasie

Führererlass zur Ermordung behinderter Menschen, umschrieben mit „unheilbar Kranken“

Im Oktober 1939 ordnete Hitler mit einem Führererlass, der auf den 1. September 1939 zurückdatiert wurde, die Ermordung von Psychiatriepatienten und behinderten Menschen an und befahl die Vorbereitung der später so genannten Aktion T4.[241] Dieser staatliche Krankenmord wurde als „Gnadentod“ verschleiert und als „Vernichtung lebensunwerten Lebens“ ideologisch legitimiert.[242] Die bis 1945 anhaltende NS-Euthanasie umfasste auch die als „Aktion 14f13“ bekannte Ermordung kranker, alter oder „nicht mehr arbeitsfähiger“ KZ-Insassen, die „Kinder-Euthanasie“ und ab 1943 den als „Aktion Brandt“ getarnten Patientenmord.

Der von Hitler mit der Organisation beauftragte Reichsleiter und Chef der Kanzlei des Führers Philipp Bouhler ließ Nervenheilanstalten, Krankenhäuser und Heilanstalten in Vernichtungsstätten umfunktionieren. Wegen verschiedener „Pannen“ bei der Durchführung erfuhren Vertreter beider Konfessionen in Deutschland – beispielsweise der Bischof von Münster, Clemens August Graf von Galen – bald von dieser „Geheimen Reichssache“ und wandten sich nach einiger Bedenkzeit vereinzelt öffentlich dagegen. Daraufhin ließ Hitler die „Aktion T4“ im August 1941 offiziell einstellen. Die Morde wurden dezentral als „wilde Euthanasie“ weitergeführt, statt mit Gas nun vor allem mit Medikamenten und Nahrungsentzug. Bei Kriegsende war ungefähr die Hälfte aller Anstaltsinsassen getötet worden. Die Ermordung der Behinderten diente den SS-Einsatzkommandos als Experimentierfeld für die späteren Massenmorde an Juden.[242] Allein im damaligen Reichsgebiet wurden fast 190.000 geistig und körperlich behinderte Menschen vergast, vergiftet, erschossen oder dem Hungertod überlassen; viele weitere Opfer gab es in den besetzten Gebieten.

[Bearbeiten] Westfeldzug

Hauptartikel: Westfeldzug

In seiner Ansprache vor den Oberbefehlshabern am 23. November 1939 kündigte Hitler an, „zum günstigsten und schnellsten Zeitpunkt“ Westeuropa anzugreifen.[243] Im „Unternehmen Weserübung“ besetzte die Wehrmacht vom 9. April bis 10. Juni 1940 zunächst das neutrale Dänemark und eroberte Norwegen. Vom 10. Mai bis 25. Juni okkupierte sie im Westfeldzug Luxemburg, Belgien, die Niederlande und zwang das mit Großbritannien verbündete Frankreich nach wenigen Wochen zur Kapitulation.

Am 17. und 24. Mai 1940 griff Hitler mit einem Haltebefehl an die deutschen Panzerdivisionen in die operative Kriegführung ein. Deswegen konnten bei der „Operation Dynamo“ über 250.000 britische und 120.000 französische Soldaten aus dem eingeschlossenen Dünkirchen auf die britische Insel evakuiert werden. Historiker führen Hitlers Zögern eher auf seinen Führungsanspruch über die Generäle als auf militärische Kenntnisse zurück.[244]

Hitler, Hermann Göring, Raeder, v. Ribbentrop, Heß, Himmler sowie Offiziere der Waffen-SS vor dem Wagen von Compiègne

Am 22. Juni 1940 wurde im symbolträchtigen Wagen von Compiègne der Waffenstillstand mit dem besiegten Frankreich geschlossen. Damit erreichte Hitler den Gipfel seines Ruhmes bei den Deutschen. Generaloberst Wilhelm Keitel und ihm folgend die NS-Propaganda stilisierten Hitler fortan zum „größten Feldherrn aller Zeiten“[245], dessen Genie die nun so genannte „Blitzkriegstrategie“ erfunden und die raschen Siege bewirkt habe. Das entmachtete die Generalstäbe weiter, besonders das Oberkommando des Heeres,[246] und bestärkte Hitler darin, sein eigentliches Kriegsziel, die Vernichtung der Sowjetunion, in Angriff zu nehmen. Einen weiteren Blitzkrieg gegen die Rote Armee betrachtete er nach Aussagen von Zeitzeugen im Juni 1940 als „Sandkastenspiel“.[247]

Sein Ziel, Großbritannien zur Anerkennung seiner Alleinherrschaft auf dem europäischen Festland und Duldung weiterer Eroberungen im Osten zu zwingen, verfehlte Hitler jedoch. Am 10. Mai 1940 war Winston Churchill, seit 1933 ein strikter Gegner der Appeasementpolitik, neuer britischer Premierminister geworden. Am 19. Juli 1940 lehnte er Hitlers öffentliches Waffenstillstandsangebot über die BBC umgehend und endgültig ab.[248]

Die Luftschlacht um England (10. Juli bis 31. Oktober 1940) endete als militärisches Patt, war aber eine politische und strategische Niederlage für Hitler, dem es zum ersten Mal misslang, einem Land seinen Willen aufzuzwingen.[249] Daraufhin ließ Hitler bis zum Frühjahr 1941 die Planungen für das „Unternehmen Seelöwe“, die Invasion Englands, einstellen.

Am 31. Juli 1940 teilte Hitler dem OKW seinen Beschluss mit, die Sowjetunion bis zum Ural zu erobern, um danach auch Großbritannien zu schlagen und dessen Bündnis mit den Vereinigten Staaten zuvorzukommen. Damit begründete er nun den Zweifrontenkrieg, den er in Mein Kampf strikt abgelehnt hatte. Er befahl, diesen weiteren Angriffskrieg bis zum Frühjahr 1941 vorzubereiten.[250] Mit dem am 27. September in Berlin geschlossenen Dreimächtepakt zwischen Deutschland, Italien und Japan wollte Hitler vergeblich eine Kriegsbeteiligung der Vereinigten Staaten verhindern und Großbritannien zu Friedensverhandlungen veranlassen.

[Bearbeiten] Vernichtungskrieg gegen die Sowjetunion

Hitler war 1940 informiert worden, dass die im Hitler-Stalin-Pakt vereinbarten sowjetischen Rohstofflieferungen, die Deutschland bereits kaum begleichen konnte,[251] ihm keinen dauerhaften und siegreichen Krieg gegen Großbritannien und die Vereinigten Staaten erlaubten. Er wollte daher zuerst die Sowjetunion zerstören, um Deutschland durch die Aneignung sowjetischer Getreide-, Erz- und Ölvorkommen von Importen unabhängig zu machen, dann Großbritannien schlagen[252] und danach „ein blockadefestes Großimperium“ bis zum Ural und über den Kaukasus hinaus errichten.[253]

Am 18. Dezember 1940 befahl er der Wehrmachtsführung, den Angriff auf die Sowjetunion („Fall Barbarossa“) bis Mai 1940 streng geheim vorzubereiten. In den Folgemonaten erließ er den Kommissarbefehl und weitere Befehle, die sowjetischen Führungseliten im Gefolge der Front zu ermorden und Partisanen durch Vergeltungsakte an Zivilisten zu bekämpfen. Er erklärte dem Offizierskorps am 30. März 1941, der bevorstehende Krieg sei ein ideologischer Weltanschauungskampf, in dem das Völkerrecht außer Kraft zu setzen sei. Die Wehrmachtsführung teilte diese Sicht und setzte sie in operative Befehle um. Zudem sah die Blitzkriegsplanung vor, große Teile der sowjetischen Bevölkerung verhungern zu lassen. Nur die für das Liefern der von Deutschen in den zu besetzenden Gebiete benötigten Rohstoffe und Nahrungsmittel notwendigen Sowjetbürger sollten überleben. Die übrigen galten als unnütze Esser, die die deutsche Ernährungsbilanz belasteten (→ Hungerplan).

Die Wehrmacht überfiel die Sowjetunion mit einmonatiger Verzögerung durch den Balkanfeldzug am 22. Juni 1941 auf Hitlers Befehl ohne offizielle Kriegserklärung. Das stattdessen in Moskau übergebene „Memorandum“ behauptete ebenso wie die folgende NS-Propaganda eine akute Angriffsabsicht der Roten Armee, die Hitler rechtzeitig vorhergesehen habe und der er nun vorbeuge.[254] Sie gab Hitler als Retter des Abendlandes vor „asiatischer Barbarei“ und kulturzerstörendem „jüdischen Bolschewismus“ aus. An dieser Präventivkriegsthese hielten viele Wehrmachtsgeneräle weit über 1945 hinaus fest. Dagegen betonen Historiker Hitlers 1927 im zweiten Band von Mein Kampf dargelegte und seit 1933 wiederholt bekräftigte Absicht, die Sowjetunion und das fiktive, dort angeblich herrschende Weltjudentum vollständig zu vernichten und ihr Gebiet zur „Erweiterung des Lebensraumes bzw. der Rohstoff- und Ernährungsbasis“ der Deutschen zu erobern,[255] die Bevölkerung der eroberten Gebiete entweder als Sklavenarbeiter auszubeuten oder ebenfalls zu vernichten.

Nach einigen siegreichen Kesselschlachten geriet der deutsche Vormarsch ab Oktober 1941 ins Stocken. Die Sowjetunion konnte einen Großteil ihrer Rüstungsproduktion hinter dem Ural fortsetzen oder wiederaufnehmen und neue Divisionen an ihre Westfront führen. Bei einer Konferenz in Berlin am 29. November 1941 berichtete Walter Rohland Hitler und dem OKW von der Überlegenheit der sowjetischen Panzerproduktion. Nach seinen Angaben sagte Rüstungsminister Fritz Todt dabei im kleinen Kreis: „Dieser Krieg ist militärisch nicht mehr zu gewinnen!“ Hitler habe gefragt, wie er ihn dann beenden solle, und eine politische Lösung als kaum möglich ausgeschlossen.[256]

Lagebesprechung im Hauptquartier der Heeresgruppe Süd in Poltawa, 1. Juni 1942

In der laufenden Schlacht um Moskau gab Hitler am 18. Dezember 1941 gegen den Rat von Walther von Brauchitsch, dem Oberbefehlshaber des Heeres, einen Haltebefehl, der alle Soldaten zum fanatischen Widerstand „ohne Rücksicht auf durchgebrochenen Feind in Flanke und Rücken“ verpflichtete. Dies kostete zehntausenden deutschen Soldaten das Leben.[257] Hitler übernahm selbst den Oberbefehl über das Heer,[258] machte aber Brauchitsch für die deutschen Verluste verantwortlich[259] und entließ den bislang erfolgreichen Panzergeneral Heinz Guderian, nachdem dieser ihn vor unverhältnismäßigen Verlusten gewarnt hatte.[260]

Der deutsch-sowjetische Krieg, der bisher verlustreichste Krieg der Menschheitsgeschichte, wird oft als „Hitlers Krieg“ bezeichnet.[261] Er kostete bis Kriegsende geschätzte 27 Millionen Sowjetbürger das Leben, darunter 15 Millionen Zivilisten[262] und mindestens 4,2 Millionen Hungertote, unter ihnen 2,5 Millionen[263] der 3,3 Millionen sowjetischen Kriegsgefangenen, die im deutschen Gewahrsam an Unterernährung, Krankheiten oder Misshandlungen starben oder direkt erschossen wurden.[264]

[Bearbeiten] Der Holocaust

Hauptartikel: Holocaust und Holocaustforschung
Hitler-Porträt im KZ Mauthausen

Der Vernichtungskrieg und die Eskalation zum Holocaust gingen Hand in Hand. Ab dem 23. Juni 1941 verübten die im Mai eigens dazu aufgestellten und ausgebildeten deutschen Einsatzgruppen Massenmorde an männlichen Juden in ganzen Regionen hinter der Ostfront, ausgegeben als „politische Säuberung“ und Beseitigung der „jüdischen Intelligenz“. Damit vollzogen sie Hitlers Befehle zur Vernichtung der sowjetischen Eliten, die sie wie er mit Juden gleichsetzten.[265] Heydrichs Befehl vom 2. Juli zur Ausführung von Hitlers Kommissarbefehl nannte ausdrücklich „Juden in Partei- und Staatsstellungen“ und erlaubte den Tätern mit „… usw.“ die Ausweitung der Opfergruppen.[266]

Himmler ließ in den 1940 begonnenen Generalplan Ost ab 24. Juni 1941 die sowjetischen Gebiete einbeziehen. Vorgesehen war, bis zu 31 Millionen „Slawen“ zu deportieren, dabei und danach große Anteile der Deportierten umkommen zu lassen. Der Entwurf nannte die sowjetischen Juden nicht, da ihr Verschwinden vorausgesetzt wurde.[267]

Am 16. Juli 1941 begrüßte Hitler gegenüber hohen NS-Vertretern den sowjetischen Partisanenkrieg: „[…] er gibt uns die Möglichkeit, auszurotten, was sich gegen uns stellt.“[268] Er übertrug Himmler für diese Mordaufgabe die Führung über SS, Polizei und SD auch im Osten.[269] Himmler verstärkte sofort die Einsatzgruppen von 3000 auf 33.000 Mann. Sie erschossen ab August auch Frauen und Kinder, ab Oktober, mancherorts auch früher, alle auffindbaren sowjetischen und serbischen Juden.[270] Hitler ließ sich ab 1. August laufend über ihre Ergebnisse berichten.[271] Bis Jahresende 1941 ermordeten sie rund eine halbe Million Menschen.[272]

Am 19. August erlaubte Hitler den Vorstoß von Goebbels, nach den polnischen auch die deutschen Juden zum Tragen des Judensterns zu zwingen. Etwa am 17. September 1941 erlaubte er auf Drängen vieler NS-Gauleiter, die Deportation der deutschen Juden nach Osten einzuleiten, die er bislang erst nach dem Sieg über die Sowjetunion vollziehen wollte. Damit reagierte er auf Alfred Rosenbergs Vorschlag, sich so an Stalins Deportation der Wolgadeutschen zu rächen.[273] Im Oktober fielen die wichtigsten Entscheidungen für systematische Judenmorde, darunter Himmlers europaweites Ausreiseverbot für Juden, der Einsatz von Gaswagen im Raum Lodz und der Baubeginn der ersten Vernichtungslager. Im selben Monat äußerte Hitler vor Vertrauten: „Es ist gut, wenn uns der Schrecken vorangeht, daß wir das Judentum ausrotten.“[274] Himmler ließ deutsche deportierte Juden bis Ende November 1941 von den Massenerschießungen ausnehmen und verbot nicht autorisierte Massaker an ihnen, offenbar um ein abgestuftes, zentral gelenktes Vorgehen durchzusetzen.[275]

Am 12. Dezember, dem Tag nach seiner Kriegserklärung an die Vereinigten Staaten, sagte Hitler nach Goebbels’ Notizen zu den in die Reichskanzlei geladenen NSDAP-Gau- und Reichsleitern: „Der Weltkrieg ist da, die Vernichtung des Judentums muss die notwendige Folge sein.“ Die Juden müssten die Opfer unter deutschen Soldaten im „Ostfeldzug“ mit ihrem Leben bezahlen. Damit erinnerte er an seine Ankündigung vom 30. Januar 1939.[276] Die Anwesenden, darunter Hans Frank, verstanden seine Aussage als Aufforderung, die europäischen Juden nicht mehr abzuschieben, sondern im besetzten Polen zu ermorden und nach geeigneten Methoden dafür zu suchen.[277] Am 18. Dezember 1941 notierte Himmler in seinen Dienstkalender, Hitler habe auf sein Nachfragen das bisherige Vorgehen der Einsatzgruppen bestätigt und befohlen: „Judenfrage / als Partisanen auszurotten“.[278]

Hitler hatte Görings Auftrag an Heydrich vom 31. Juli 1941 zur „Gesamtlösung der Judenfrage“ autorisiert und ordnete auch die Wannseekonferenz vom 20. Januar 1942 an, auf der Heydrich seinen Auftrag erläuterte: 11 Millionen europäischen Juden sollten nach Osten deportiert werden, angestrebt sei ihre „natürliche Verminderung“ durch Sklavenarbeit sowie „entsprechende Behandlung“ der Überlebenden. Damit umschrieb er die Ausrottungsabsicht in der Tarnsprache des NS-Regimes.[279] Für die „Räumung“ von bereits überfüllten Judenghettos für nachfolgende Deportierte wurden ab März 1942 im besetzten Polen Vernichtungslager wie Belzec, Sobibor, Treblinka und Auschwitz-Birkenau in Betrieb genommen. Damit begann auch die Ermordung der Deportierten sofort bei ihrer Ankunft und durch Gaskammern. Davon waren neben Juden auch die Roma betroffen.[280]

Ankunft von Juden aus Ungarn im KZ Auschwitz, Mai 1944

Ein einzelner schriftlicher Holocaustbefehl Hitlers existiert nicht. Seine Aussage vom 12. Dezember 1941 deuten manche Historiker als Entscheidung, die Judenmorde auf ganz Europa auszuweiten; mindestens als wichtigen Eskalationsschritt des Holocaust, den Hitler jedoch nicht allein eingeleitet und nicht an einem einzigen Datum befohlen habe.[281] Aussagen von Zeitzeugen belegen mündliche Befehle Hitlers zur Durchführung von Judenmorden, etwa der Aktion Reinhardt. So berief sich Staatssekretär Wilhelm Stuckart Ende Dezember 1941, als er wegen Anordnungen zu Judenmorden entlassen werden sollte, erfolgreich auf einen Führerbefehl. Heinrich Himmler sprach in Briefen und Reden an Untergebene, etwa in den Posener Reden 1943, öfter von Hitlers ihm auferlegten Befehl zur „Endlösung“, und hielt besondere Anweisungen Hitlers dazu in seinen Privatnotizen fest. Hitler selbst erklärte ab Januar 1942 öffentlich mehrfach, dass sich seine „Prophezeiung“ vom Januar 1939 nun „erfülle“. Er ließ sich am 7. Oktober 1942 persönlich von Odilo Globocnik über die Judenmorde in vier Vernichtungslagern unterrichten und im März 1943 den Korherr-Bericht über die Ermordung (umschrieben als „Evakuierung“ und „Sonderbehandlung“) von bis dahin 2,5 (tatsächlich über drei) Millionen Juden vorlegen. Auch die Tarnsprache ordnete Hitler an. NS-Täter wie Rudolf Höß und Adolf Eichmann haben nach Kriegsende einen Befehl Hitlers vom Sommer und Herbst 1941 zur Ausrottung der Juden bezeugt.[282] Himmlers Leibarzt Felix Kersten bezeugte eine Aussage Himmlers für einen solchen „Führerbefehl“ vom Frühjahr 1941.[283]

[Bearbeiten] Weiterer Kriegsverlauf

Reichstagsrede Hitlers zur Kriegserklärung an die Vereinigten Staaten, Krolloper Berlin, 11. Dezember 1941 (oben links Göring)

Am 7. Dezember griff das mit Deutschland verbündete Kaiserreich Japan den US-Flottenstützpunkt Pearl Harbor auf Hawaii an und zog damit die USA in den Zweiten Weltkrieg. Hitler, dem Japans Angriffsplan nicht bekannt gewesen war, begrüßte den Angriff euphorisch: Nun könne Deutschland den Krieg nicht mehr verlieren.[284] Obwohl der Dreimächtepakt ihn nicht dazu verpflichtete, verkündete er am 11. Dezember 1941 im Reichstag die deutsche Kriegserklärung an die Vereinigten Staaten, ohne vorher seine Generäle zu konsultieren und ohne die deutschen Siegesaussichten sowie die militärstrategischen und wirtschaftlichen Folgen für die eigene Kriegführung kalkulieren zu lassen.[285] Historiker nehmen verschiedene Gründe dafür an: Hitler habe für 1942 ohnehin mit dem Eingreifen der USA gerechnet und ihre seit dem Leih- und Pachtgesetz begonnenen Rüstungslieferungen an Großbritannien und die Sowjetunion als Kriegseintritt gewertet. Er habe ihre Kriegserklärung nicht abwarten wollen, um ein Zeichen der Stärke zu setzen. Er habe immer noch mit dem baldigen Sieg über die Sowjetunion gerechnet und dann einen „Weltblitzkrieg“ mit dem Ziel deutscher Weltherrschaft führen wollen. Er habe Einzelsiege der USA gegen die Achsenmächte und etwaige bilaterale Friedensverhandlungen von vornherein ausschließen wollen. Er habe sich die Möglichkeit eines U-Boot-Krieges im Atlantik eröffnen wollen. Er habe im Wissen um die unvermeidbare Niederlage Deutschlands Untergang herbeiführen wollen.[286]

Im Krieg wurde Hitler zu einem besessenen „Workaholic“, der sich ständig und ausschließlich mit militärischen Details befasste, ohne sich erholen zu können, umgeben von der immer gleichen Schar Begleiter. Nächte mit wenig Schlaf und tägliche, lange und anstrengende Besprechungen mit führenden Militärs folgten aufeinander. Sein selbstzerstörerischer Arbeitsstil war Folge der extrem personalisierten Herrschaft und seiner Unfähigkeit, Autorität zu delegieren. Hitlers egomanische Überzeugung, er allein könne den Sieg gewährleisten, verstärkten sein Misstrauen gegen seine Generäle und vermehrten cholerische Wutausbrüche. Dies zerstörte ab 1940 die formalen und regelhaften Strukturen der Regierung und des militärischen Kommandos. Deutlich wurde dies, als er in der Winterkrise 1941 selbst die Heeresführung übernahm. In Angelegenheiten, die mit der Heimatfront zu tun hatten, gab er zwar, was seine Autorität anging, keinen Zentimeter nach, war aber dennoch unfähig, mehr zu tun als sporadisch und unsystematisch zu intervenieren oder Untätigkeit zu verschleiern.[287]

Anfang 1943 verlor die Wehrmacht mit ihren bislang höchsten Verlusten die Schlacht von Stalingrad. Diese Niederlage gilt als Wendepunkt des Zweiten Weltkriegs. Hitler war dafür verantwortlich, da er dem Befehlshaber der 6. Armee den Rückzug aus Stalingrad verboten hatte, solange dies noch operativ möglich gewesen war, ohne die Heeresgruppe A, die bis zum Kaukasus vorgestoßen war, zu gefährden. Hitler selbst äußerte danach, dass der Krieg nicht mehr zu gewinnen sei.[288]

Das Deutsche Afrikakorps (DAK) verlor die Zweite Schlacht von El Alamein, und Rommel befahl am 4. November 1942 gegen Hitlers Befehl wegen erdrückender Übermacht der Briten den Rückzug. In Tunesien wurde das DAK von britischen und inzwischen eingetroffenen US-Truppen in die Zange genommen („Operation Torch“). Rommels Bitte vom März 1943, Tunesien räumen und seine Truppen nach Sizilien zurückziehen zu dürfen, lehnte Hitler strikt ab: Tunesien solle bis zum letzten Mann und zur letzten Patrone gehalten werden. Rommel wurde aus Nordafrika abberufen. Am 12. Mai 1943 kapitulierten 150.000 deutsche und 100.000 italienische Soldaten auf der Halbinsel Kap Bon. Diese Niederlage deuteten viele Deutsche als „zweites Stalingrad“ oder „Tunisgrad“.[289]

Anfang April 1943 traf Hitler Mussolini in Schloss Kleßheim bei Salzburg und lehnte dessen Eintreten für einen Kompromissfrieden im Osten kategorisch ab. Mit langen Monologen über die preußische Geschichte versuchte er, Mussolini zur Fortsetzung des Krieges zu bewegen.[290] Auch die verbündeten Machthaber von Rumänien, Ungarn, Norwegen, der Slowakei, Vichy-Frankreich, Kroatien und Bulgarien traf er bis Ende April in Kleßheim, um ihren Widerstandswillen durch Schmeichelei, gutes Zureden und kaum verhüllte Drohungen zu stärken.[291] Mit gefälschten Karten des OKW, auf denen der tatsächliche Frontverlauf im Osten nicht exakt eingetragen war, beschönigte er die Lage an der Ostfront.[292]

1943 erlangten die alliierten Bomberverbände im Luftkrieg die militärische Lufthoheit über Deutschland und zerstörten allmählich viele große und mittlere deutsche Städte durch Flächenbombardements. Hitler ließ jedoch weiterhin schwere Bomber bauen statt leichter Jagdflugzeuge, mit denen man die alliierten Angriffe besser hätte abwehren oder mindern können. Nach der „Operation Gomorrha“ im Juli gegen Hamburg, bei der über 30.000 Menschen in einem Feuersturm umkamen, weigerte er sich, die zu mehr als 50 Prozent zerstörte Stadt zu besuchen, empfing auch keine Delegation der Rettungsdienste und hielt keine Rundfunkrede.[293] Nach drei Großangriffen auf Berlin im August und September notierte Goebbels in sein Tagebuch, dass man „vor allem beklagt, daß bezüglich des Luftkriegs von seiten des Führers kein erklärendes Wort gesprochen wird“.[294]

Hitlers strategische Fehlentscheidungen begünstigten die „Operation Overlord“ vom 6. Juni 1944, mit der die Westalliierten eine zweite Front im Westen eröffneten. So hatte er zwar zunächst die Normandie als Invasionsgebiet angenommen, sich jedoch von seinem Stab wieder davon abbringen lassen und glaubte noch am 13. Juni an ein Täuschungsmanöver. Er verbot, Truppen von anderen Küstenabschnitten abzuziehen,[295] da die Alliierten ihm vorspiegelten, die eigentliche Invasion („Operation Fortitude“) stehe weiter nördlich, am Pas-de-Calais, noch bevor. Wochenlang traf die Wehrmachtführung, von Kompetenzchaos gelähmt, kaum Gegenmaßnahmen und entsandte keine Reserveeinheiten in die Normandie.[296] Als alliierte Truppen im August 1944 auf Paris vorrückten, befahl Hitler, die Stadt bis zum letzten Mann zu verteidigen, und nahm damit ihre Zerstörung in Kauf. Nach anfänglichem Widerstand ignorierte der deutsche Stadtkommandant Dietrich von Choltitz Hitlers Befehl und übergab Paris kampflos und nahezu unversehrt am 25. August 1944 den gegnerischen Franzosen.

Weil Hitler merkte, dass er das Vertrauen der Deutschen verloren hatte und ihnen keine Triumphe mehr verkünden konnte, redete er 1944 nicht mehr öffentlich und nur dreimal (am 30. Januar, 21. Juli und 31. Dezember)[297] im Rundfunk.[298] Sein Gesundheitszustand verschlechterte sich rasch. Wahrscheinlich litt er an der Parkinson-Krankheit, die aber seine politisch-militärische Entscheidungsfähigkeit kaum beeinflusste.[299] Trotz fortwährender Niederlagen, immenser Opfer, gewaltiger Zerstörungen und dem Wissen um die unvermeidbare deutsche Niederlage ließ Hitler den Krieg fortsetzen. Seine Eingriffe in die Kriegführung, etwa das Verbot, gefährdete Truppenteile frühzeitig zurückzuziehen (→ Fester Platz), bewirkte massive Verluste auf Seiten der Wehrmacht.

Am 19. März 1945 gab Hitler den Nerobefehl zur Zerstörung der Infrastruktur im Deutschen Reich beim Rückzug der Wehrmachtsverbände, um den Feinden gemäß seinem Denken in der Alternative „Sieg oder Vernichtung“ nur „verbrannte Erde“ zu hinterlassen. Laut Rüstungsminister Albert Speer antwortete Hitler auf seine Bitte um Rücknahme des Befehls: Rücksicht auf die Lebensgrundlagen der Deutschen sei nicht notwendig, da die „Guten“ ohnehin gefallen seien und nur die „Minderwertigen“ übrigblieben. Das „Ostvolk“ habe sich als stärker erwiesen, ihm allein gehöre die Zukunft.[300] Da Hitler jedoch Speer mit der Durchführung der Zerstörungen beauftragte, konnte dieser die Umsetzung des Befehls – nach seiner Aussage mit Wissen Hitlers – weitgehend vermeiden.[301]

[Bearbeiten] Widerstand und Attentate gegen Hitler

Zwischen 1933 und 1945 übten Einzelpersonen, Gruppen und Organisationen aus verschiedenen Gründen Widerstand gegen den Nationalsozialismus. Nur wenige lehnten von vornherein Hitlers Diktatur ab. Viele betrachteten ihn erst als Gefahr, als sein Kriegskurs unübersehbar geworden war. Die verfolgten Kommunisten und Sozialdemokraten betonten schon vor 1933: „Hitler bedeutet Krieg!“[302] Die Exil-SPD Sopade versuchte, die Deutschen vom Ausland aus mit eigenen Berichten über die Lage im Reich und die NS-Verbrechen zu beeinflussen.

Die 1934 gegründete Bekennende Kirche widersprach zwar staatlichen Übergriffen auf die Kirchenorganisation, kaum aber staatlichem Terror. Die meisten Protestanten waren loyal zu Hitler, viele waren Wähler der NSDAP und billigten die Aufhebung der Demokratie und die gesetzliche Judenverfolgung.[303] Eine Ausnahme war zum Beispiel Dietrich Bonhoeffer, der sich infolge der Novemberpogrome 1938 an Plänen für ein Attentat auf Hitler beteiligte.

1933 ab Februar gab es mehrmals monatlich anonyme Attentatsdrohungen gegen Hitler. Mindestens 19 Attentate wurden auf ihn verübt, die meisten ab 1938. Hinzu kamen über 20 weitere geplante, aber unausgeführte oder vereitelte Attentatsversuche. Einzeltäter waren der von der nationalsozialistischen Oppositionsgruppe „Schwarze Front“ beauftragte Helle Hirsch im Dezember 1936, der Schweizer Theologiestudent Maurice Bavaud im November 1938 und der Handwerker Georg Elser.[304] Sein selbstgebastelter Sprengsatz explodierte am 8. November 1939 im Münchner Bürgerbräukeller nur Minuten, nachdem Hitler seine dortige Rede beendet hatte. Elser wurde als „Sonderhäftling des Führers“ im KZ Dachau am 9. April 1945 auf Hitlers persönlichen Befehl ermordet.[305]

1938 bildeten sich auch konservative und innermilitärische Widerstandsgruppen wie der Goerdeler-Kreis und der Kreisauer Kreis.[306] Sie erwogen und planten Umsturzversuche, bei denen sie auf Teile der Wehrmacht setzten. Für deren Erfolg war Hitlers Tötung die notwendige Voraussetzung. Nur Personen mit Zugang zum Führungszirkel des NS-Regimes, die Hitler unbedingte Treue geschworen hatten, kamen als Ausführende in Betracht. Schwere Gewissenskonflikte waren also unvermeidbar.[307] Bei der Septemberverschwörung während der Sudetenkrise planten einige hohe Militärs und Beamte im Auswärtigen Amt, dass Hauptmann Friedrich Wilhelm Heinz am 28. September 1938 mit einem Stoßtrupp in die Reichskanzlei eindringen und Hitler in einem Handgemenge erschießen sollte.[308] Als dieser überraschend einem Kompromiss für das Münchner Abkommen zustimmte, erschien es aussichtslos, seinen Sturz mit „militärischem Abenteurertum“ zu rechtfertigen.[309] Daraufhin unterblieb das Attentat, das von Brauchitsch und Franz Halder nur halbherzig unterstützt hatten.[310] Die an der Verschwörung beteiligten Militärs im OKH und in der Amtsgruppe Abwehr des OKW hielten Hitlers Vorhaben, Frankreich schon 1939 anzugreifen, für undurchführbar und wollten diesen Angriff mit einem weiteren Putschversuch verhindern. Nach Elsers Attentat wurden die Vorkehrungen zu Hitlers Schutz jedoch verschärft. Brauchitsch fürchtete nach einem Wutausbruch Hitlers am 5. November 1939, dieser wisse über den bevorstehenden Putschversuch Bescheid. Daraufhin erschien Hans Oster eine für den 11. November 1939 geplante Sprengstoffübergabe an Erich Kordt zu riskant. Somit unterblieb dieses Attentat. Halder wandte sich nun von allen weiteren Putschplänen ab, soll aber nach Zeitzeugen erwogen haben, Hitler eigenhändig zu erschießen.[311]

Die als Weiße Rose bekannte Gruppe in München versuchte bis zur Verhaftung der Geschwister Scholl am 18. Februar 1943, die Deutschen, besonders die Jugend, mit Flugblättern zum Widerstand zu bewegen. Dabei waren die NS-Verbrechen, auch der Holocaust, von dem man über Auslandssender wusste, ein bestimmendes Widerstandsmotiv. Die festgenommenen Mitglieder wurden am 22. Februar 1943 hingerichtet.

Erst nach der Niederlage in Stalingrad versuchten einige Offiziere der Heeresgruppe Mitte erneut, Hitler zu töten. Die Bombe, die Henning von Tresckow am 13. März 1943 in Hitlers Flugzeug schmuggelte, zündete nicht.[312] Am 21. März 1943 wollte sich Rudolf-Christoph Freiherr von Gersdorff bei einer Ausstellung im Berliner Zeughaus mit Hitler zusammen in die Luft sprengen; doch Hitler verließ die Ausstellung schon nach wenigen Minuten. Beim Attentat vom 20. Juli 1944 im Führerhauptquartier Wolfsschanze blieb Hitler fast unverletzt, während vier andere Anwesende ihren schweren Verletzungen erlagen. Claus Schenk Graf von Stauffenberg, der die Bombe abgelegt und einen Staatsstreich zur Beendigung des Krieges vorbereitet hatte, und drei seiner Mitstreiter wurden noch am selben Tag in Berlin ohne Prozess und ohne Hitlers Einverständnis von einem Erschießungskommando erschossen.[313]

Hitler-Attentäter Georg Elser auf einer deutschen Briefmarke, 2003
Führerhauptquartier „Wolfsschanze“ nach dem Attentat vom 20. Juli 1944
Hitler-Attentäter Claus Schenk Graf von Stauffenberg auf einer bundesdeutschen Briefmarke, 1964

Hitler äußerte direkt nach dem Attentat: Die Vorsehung (sein Wort für „Gott“) habe ihn gerettet, damit er seinen „Auftrag“ zu Ende führen könne. In seiner Rundfunkrede an die Deutschen kurz nach Mitternacht erklärte er: „Eine ganz kleine Clique ehrgeiziger, gewissenloser und zugleich verbrecherischer, dummer Offiziere hat ein Komplott geschmiedet, um mich zu beseitigen und zugleich mit mir praktisch den Stab der Wehrmachtsführung auszurotten.“ Anders als beim Dolchstoß 1918 würden diesmal die Verbrecher „unbarmherzig ausgerottet werden“. So nutzte er das gescheiterte Attentat, um Widerstände gegen seine Kriegführung in den Wehrmachtsstäben endgültig auszuschalten und skeptischen Generälen die Schuld an den Kriegsniederlagen zu geben. Am Folgetag befahl er, ein militärisches Ehrengericht einzurichten, dass die Attentäter als Verräter aus der Wehrmacht verstoßen solle. Dann erst sollte der Volksgerichtshof „diese gemeinsten Kreaturen, die jemals den Soldatenrock getragen haben“, als gewöhnliche Kriminelle zum Tod verurteilen und nicht erschießen, sondern innerhalb von zwei Stunden hängen lassen. Sie sollten keine Zeit zu „langen Reden“, also zur Erklärung ihrer Motive und Ziele, erhalten. Roland Freisler, der sogar in der NSDAP als „Blutrichter“ galt, war sofort bereit, „so zu urteilen, wie der Führer den Fall selbst beurteilen würde“. Hitler und Goebbels verglichen seine Rolle mit der des Anklägers Andrei Januarjewitsch Wyschinski in sowjetischen Schauprozessen der 1930er Jahre.[314]

Die Gestapo deckte mit einer 400 Mitarbeiter starken Sonderkommission ein weit verzweigtes Verschwörernetz auf. Am 22. September 1944 fand sie in Zossen Akten, die auf Absprachen für frühere Putschversuche hinwiesen. Nun erkannte Hitler, dass schon vor dem Krieg eine ernsthafte militärische Opposition gegen ihn bestanden hatte. Er verbot dem Volksgerichtshof, diese Dokumente in den laufenden Prozessen zu verwenden: Die Deutschen sollten nicht erfahren, dass dieses Attentat Vorläufer hatte und nicht nur von einer „ganz kleinen Clique“ geplant worden war.[315] Ab August 1944 fällte der Volksgerichtshof in mehr als 50 Prozessen über 110 Todesurteile gegen Personen des 20. Juli 1944. Im Gefängnis Berlin-Plötzensee wurden bis zum 30. April 1945 89 Beteiligte „aufgehängt wie Schlachtvieh“.[316] Insgesamt wurden etwa 200 der in das Attentat verwickelten Personen hingerichtet.[317]

[Bearbeiten] Das Ende im Bunker

Als US-Präsident Franklin D. Roosevelt am 12. April 1945 starb, hoffte Hitler kurzzeitig auf einen Zerfall der Anti-Hitler-Koalition und drängte die Wehrmachtssoldaten mit der Androhung sowjetischer Gräueltaten am 16. April nochmals zum bedingungslosen Weiterkämpfen. Am 20. April 1945 empfing er im Führerbunker letztmals Gäste zu seinem Geburtstag. Am 22. April erlitt er einen Nervenzusammenbruch, als er erfuhr, dass SS-Obergruppenführer Felix Steiner den befohlenen Entsatzangriff seiner Armeegruppe in der Schlacht um Berlin als undurchführbar verweigert hatte. Hitler klagte, nun sei alles verloren, auch die SS habe ihn verraten und entließ Teile seines Stabes. Er beschloss, in Berlin zu bleiben, und beauftragte seinen Chefadjutanten, SS-Obergruppenführer Julius Schaub, alle Papiere und Dokumente aus seinen Privattresoren in Berlin, München und auf dem Berghof zu verbrennen.[318] Am 25. April erfuhr Hitler von der Siegesfeier von US-Soldaten mit Rotarmisten in Torgau und von der Einkesselung ganz Berlins durch die Rote Armee. Er ließ sich laufend über deren Vorrücken in das Stadtzentrum unterrichten. Am 27. April soll sein Suizidbeschluss festgestanden haben, um den Rotarmisten nicht lebend in die Hände zu fallen und einer Strafe für seine Verbrechen zu entgehen. Am 28. April erfuhr Hitler von Himmlers seit Monaten laufenden Geheimverhandlungen mit den Alliierten über einen Separatfrieden und seinem „Angebot“, dafür den laufenden Holocaust an den ungarischen Juden einzustellen. Aus Rache an Himmler ließ er dessen Kontaktmann Hermann Fegelein festnehmen und erschießen.

Am 29. April gegen 0:00 Uhr heiratete er seine Lebensgefährtin Eva Braun. Gegen 4:00 Uhr diktierte er seiner Sekretärin Traudl Junge ein neues privates[319] sowie ein politisches Testament. In letzterem ernannte er Karl Dönitz zu seinem Nachfolger als Staatspräsident und Oberbefehlshaber der Wehrmacht, Goebbels zum neuen Reichskanzler, schloss Göring und Himmler aus der NSDAP aus und rief die Deutschen zur unbedingten Fortsetzung des Krieges, Einhaltung der Nürnberger Gesetze und weiteren Judenvernichtung auf.[320] Am Abend erfuhr er von Mussolinis Erschießung am Vortag und eventuell von der Misshandlung seiner Leiche. Dies bestärkte seinen Suizidentschluss.[321] Am 30. April verteilte er Giftampullen mit Zyankali oder Blausäure an seine Begleiter und erlaubte ihnen private Ausbruchsversuche. Er ließ die Wirkung des Gifts an seinem Schäferhund erproben, ohne dabei anwesend zu sein.

Gegen 15:30 Uhr begingen Adolf und Eva Hitler den Suizid. Sie vergifteten sich, er schoss sich zusätzlich in die rechte Schläfe. Ihre Leichen wurden von Martin Bormann, Heinz Linge, Otto Günsche und einigen Leibwächtern aus dem Führerbegleitkommando im Garten der Neuen Reichskanzlei wie befohlen verbrannt und die verkohlten Überreste in einem Granattrichter beigesetzt. Der deutsche Wehrmachtbericht vom 2. Mai 1945 meldete: „An der Spitze der heldenmütigen Verteidiger der Reichshauptstadt ist der Führer gefallen. Von dem Willen beseelt, sein Volk und Europa vor der Vernichtung durch den Bolschewismus zu erretten, hat er sein Leben geopfert.“[322]

Schlagzeile in der US-Army-Zeitung Stars and Stripes nach Hitlers Tod

Die Überreste ihrer Leichname wurden in den ersten Maitagen von sowjetischen Beauftragten ausgegraben und anhand von Röntgenbildern und Zahnschemata identifiziert.[323] Die UdSSR hielt die Leichenfunde aus politischen Gründen jahrzehntelang geheim. Den Kenntnisstand im Westen repräsentierte daher lange Zeit der britische Historiker Hugh Trevor-Roper.[324] Der ungeklärte Verbleib der Überreste Hitlers war Anlass für diverse Verschwörungstheorien. Nach 1990 wurde berichtet, dass Hitlers und Eva Brauns Überreste auf dem Gelände einer sowjetischen Kaserne bei Magdeburg vergraben und erst 1970 auf Anweisung von KGB-Chef Juri Wladimirowitsch Andropow vollständig verbrannt und als Asche in einen Fluss gestreut worden seien.[323] Im Russischen Staatsarchiv in Moskau werden Hitler zugeschriebene Schädelteile aufbewahrt, obwohl neue Untersuchungen auf einen Frauenschädel hinweisen.[325]

Nachdem Dönitz gemäß Hitlers letztem Willen zunächst weiterkämpfen ließ und eine Gesamtkapitulation ablehnte, erfolgte am 8. Mai 1945 die Bedingungslose Kapitulation der Wehrmacht. Sie beendete den Zweiten Weltkrieg in Europa, in dem geschätzt zwischen 36 und 52 Millionen Menschen ihr Leben verloren[326] und weitere Millionen verletzt (viele dauerhaft), obdachlos, vertrieben, deportiert oder inhaftiert wurden. Große Teile Europas waren verwüstet. Als weitere Folgen von Hitlers Politik wurde das Deutsche Reich in vier Besatzungszonen aufgeteilt und seine Ostgebiete teils unter polnische, teils sowjetische Verwaltungshoheit gestellt. Später folgten die jahrzehntelange Teilung Europas und die deutsche Teilung.

[Bearbeiten] Historische Einordnungen

Hitlerbiografien haben stets versucht, die Kluft zwischen der ersten und zweiten Lebenshälfte Hitlers zu erklären: Wie konnte ein Mann ohne Schulabschluss, Berufsausbildung und bleibende soziale Bindungen trotz offensichtlicher Mängel an Charakter, Bildung und Erfahrung in wenigen Jahren zur politischen Lokalgröße, zum Kanzler des Deutschen Reiches und schließlich zum diktatorischen Herrscher über weite Teile Europas aufsteigen?[327] Die Antworten verteilen sich auf psychohistorische oder politik- und sozialhistorische Ansätze und haben somit Anteil am Streit der NS-Forschung, ob eher individuelle Charaktermerkmale und Absichten oder kollektive Entwicklungen und anonyme Machtstrukturen die NS-Zeit bestimmten.

In der Nachkriegszeit neigten westdeutsche Historiker der älteren Generation dazu, Hitler zu dämonisieren und ihm allein die Schuld an den NS-Verbrechen zuzuweisen. Friedrich Meinecke etwa stellte Hitler als „undeutsch“, fremdartig und nicht zur eigenen „Rasse“ gehörig dar, um „alles oder fast alles Hitler und eben nicht ‚den Deutschen‘ zur Last“ zu legen.[328]

Alan Bullock stellte Hitler 1952 basierend auf den Akten der Nürnberger Prozesse und noch ohne Kenntnis des NSDAP-Parteiarchivs im Kern als prinzipienlosen Opportunisten dar, der nur durch Propaganda und elitäre Intrigen zur Macht gelangt sei. Dagegen betonte Hugh Trevor-Roper Hitlers Weltjudentums- und Lebensraum-Ideen als bestimmende Motive seiner Kriegspolitik.[329] Bullock korrigierte seine These später; sein Werk blieb jahrzehntelang anerkannt. Hitlerbiografien von Zeitzeugen wie Helmut Heiber (1960), Hans Bernd Gisevius (1963) und Ernst Deuerlein (1969) stießen dagegen unter Fachhistorikern weithin auf Ablehnung.[330]

Waldemar Besson erklärte 1961: „Die größte, wichtigste […] und noch unerfüllte Aufgabe einer Geschichte des Nationalsozialismus ist die Biographie Hitlers, weil hier mehr als anderswo ein Mann das Wesen einer ganzen politischen Bewegung zugleich repräsentierte und prägte.“[331] An dieser „Geschichtsmächtigkeit“ scheiterten laut Klaus Hildebrand Faschismustheorien, die Hitler als austauschbare Figur sahen und seine individuellen Absichten und Handlungen vernachlässigten.[332] So brachte die Historiografie der DDR keine Hitlerbiografie hervor.[333]

Im Westen dagegen veröffentlichten Geschichtsrevisionisten wie Erich Kern und David Irving, Zeitzeugen wie Robert Payne und Nichthistoriker wie Wolfgang Hammer oder Historiker wie Werner Maser in den 1970er Jahren viele kommerziell erfolgreiche Hitlerbücher. Zudem veröffentlichten Autoren wie Walter C. Langer, Rudolph Binion und Helm Stierlin Bücher zur Psychopathographie Adolf Hitlers, die seine Vernichtungspolitik aus psychischen Krankheitsbildern zu erklären suchten. Diese „Hitler-Welle“ trug wenig zur Hitlerforschung bei;[334] diese beachtete psychohistorische Erklärungen kaum.[335]

Die Hitlerbiografie von Joachim Fest von 1973 beruht wesentlich auf seinen Gesprächen mit Albert Speer und erklärt Hitlers Vernichtungspolitik aus einem Zug zur Selbstzerstörung, der Charakter, Ideologie und politische Entscheidungen Hitlers verbunden habe. Fests Biografie fand ein geteiltes Echo. Auf die Einzelperson Hitler konzentrierte Erklärungsversuche des Nationalsozialismus wurden als „Hitlerismus“ kritisiert.[336] Martin Broszat etwa lehnte jede Erklärung von Hitlers späteren politischen Erfolgen aus seiner frühen Biografie als unzulässigen Rückschluss von historischen Wirkungen auf persönliche Ursachen ab.[337]

Gerhard Schreiber stellte 1983 als westlichen Forschungskonsens heraus: Hitler sei für den Nationalsozialismus unersetzlich und die NS-Zeit ohne ihn undenkbar gewesen. Zu ihrer Erklärung hätten auf Hitlers „Persönlichkeit“ fokussierte Biografien aber wenig beigetragen. Sie müssten auch die historischen Bedingungen darstellen, die seinen Werdegang ermöglichten.[338] Diesem Anspruch versuchte der Brite Ian Kershaw mit seiner zweiteiligen Hitlerbiografie (1998; 2000) zu genügen. Sie erklärt Hitlers Aufstieg mit Max Webers Modell der „charismatischen Herrschaft“ wesentlich aus dem „Führermythos“, der Hitlers Popularität aufgrund der sozialen Bedingungen nach dem Ersten Weltkrieg und seiner späteren Anfangserfolge begründet habe. Hitlers Macht habe darauf beruht, dass seine Anhänger und große Teile der deutschen Gesellschaft bereit waren und sich verpflichteten, auch ohne direkte Befehle „im Sinne des Führers ihm entgegenzuarbeiten“, wie es der NSDAP-Beamte Werner Willikens 1934 ausdrückte.[339]

Die NS-Forschung diskutiert seit den 1960er Jahren über Hitlers Anteil an den NS-Verbrechen, besonders über seine konkrete Rolle im Holocaust. Dafür machten „Intentionalisten“ wie Andreas Hillgruber[340] und Eberhard Jäckel[341] Hitlers „rassenideologisches Programm“ verantwortlich. Seine konsequent verfolgte Vernichtungsabsicht sei der entscheidende Faktor zur Radikalisierung der Judenpolitik gewesen, auch wenn er nicht jede einzelne Eskalationsstufe initiiert habe.[342] „Funktionalisten“ wie Hans Mommsen und Martin Broszat dagegen erklären den Holocaust aus einer kumulierenden Eigendynamik, die Hitlers antisemitische Rhetorik im komplexen Bedingungsgeflecht von vorauseilendem Gehorsam, innenpolitischer Funktionalisierung und selbstgeschaffenen Sachzwängen nur ausgelöst habe.[222][343] Der Streit wurde auch in die Frage gekleidet, ob Hitler eher ein „starker“, die Geschichte eigenwillig bestimmender oder eher ein „schwacher“, auf Zeitumstände und Sachzwänge reagierender Diktator gewesen sei.[344]

Einander ausschließende Deutungen des „differenzierten Räderwerkes der Vernichtung“ gelten heute als überholt.[345] Peter Longerich hat mündliche Holocaustbefehle Hitlers und seine treibende Kraft bei der Durchführung des Holocaust im Prozess (1995–2000) gegen den Holocaustleugner David Irving nochmals bewiesen.[346] Auch Raul Hilberg, dessen bahnbrechende Arbeit Die Vernichtung der europäischen Juden von 1961 den Holocaust aus dem Zusammenspiel der verschiedenen Machtgruppen und Behörden im NS-System erklärte, betonte 2002: Dass Hitler seinen Antisemitismus „zum Regierungsprogramm machte, führte zum Mord an den europäischen Juden“.[347] Kershaw fasste zusammen:[348]

„Hitlers Rolle war entscheidend und unverzichtbar auf dem Weg zur Endlösung. […] ohne Hitler und das einzigartige Regime, an dessen Spitze er stand, wäre die Schaffung eines Programms zur Verwirklichung der physischen Ausrottung der Juden Europas undenkbar gewesen.“

[Bearbeiten] Weiterführende Informationen

[Bearbeiten] Filme

[Bearbeiten] Literatur

Bibliografien

  • John Lukacs: Hitler. Geschichte und Geschichtsschreibung. Ullstein, Berlin 1999, ISBN 3-548-26560-X. 
  • Paul Madden: Adolf Hitler and the Nazi Epoch: An annotated Bibliography of English-Language Works on the Origins, Nature and Structure of the Nazi State. Scarecrow Press Incorporated, Lanham, Md. 1998, ISBN 0-810-83558-4.

Originaldokumente

  • Adolf Hitler: Mein Kampf. Eine Abrechnung. F. Eher Nachfolger, München.
    Band 1: 1925; 2. Auflage 1926; 1932: Eine Abrechnung.
    Band 2: 1927; 2. Auflage 1932: Die nationalsozialistische Bewegung.
  • Adolf Hitler: Der Weg zum Wiederaufstieg. Bruckmann, München 1927.
  • Institut für Zeitgeschichte (Hrsg.): Hitlers Zweites Buch. Ein Dokument aus dem Jahr 1928. Eingeleitet und kommentiert von Gerhard L. Weinberg, mit einem Geleitwort von Hans Rothfels. Deutsche Verlags-Anstalt, Stuttgart 1961.
  • Josef Becker, Ruth Becker (Hrsg.): Hitlers Machtergreifung. Dokumente vom Machtantritt Hitlers 30. Januar 1933 bis zur Besiegelung des Einparteienstaates 14. Juli 1933. Dtv, Neuauflage 1996, ISBN 3-423-02938-2.
  • Robert Eikmeyer (Hrsg.): Adolf Hitler: Reden zur Kunst und Kulturpolitik. 1933–1939. Mit einer Einführung von Boris Groys. Revolver, Archiv für Aktuelle Kunst, Frankfurt am Main 2004, ISBN 3-86588-000-2.
  • Werner Jochmann (Hrsg.): Monologe im Führerhauptquartier 1941–1944. Aufgezeichnet von Heinrich Heim. (1980) Sonderauflage, München 2000, ISBN 3-572-01156-6.

Zeitzeugen

  • August Kubizek: Adolf Hitler – mein Jugendfreund. Stocker, Graz/Göttingen 1953; Neuauflage 2002, ISBN 3-7020-0971-X.
  • Rochus Misch: Der letzte Zeuge. „Ich war Hitlers Telefonist, Kurier und Leibwächter“. Mit einem Vorwort von Ralph Giordano. Pendo Verlag, München 2008, ISBN 3-866-12194-6.
  • Henry Picker: Hitlers Tischgespräche im Führerhauptquartier. Entstehung, Struktur, Folgen des Nationalsozialismus. (1951) Propyläen Verlag, 2003, ISBN 3-549-07185-X.
  • Henrik Eberle, Matthias Uhl (Hrsg.): Das Buch Hitler. Geheimdossier des NKWD für Josef W. Stalin, zusammengestellt aufgrund der Verhörprotokolle des Persönlichen Adjutanten Hitlers, Otto Günsche, und des Kammerdieners Heinz Linge, Moskau 1948/49. Lübbe, Bergisch Gladbach 2005, ISBN 3-785-72226-5.

Biografien

Psychohistorische Untersuchungen

  • Manfred Koch-Hillebrecht: Homo Hitler. Psychogramm des deutschen Diktators. Goldmann, München 1999, ISBN 3-442-75603-0.
  • Paul Matussek, Peter Matussek, Jan Marbach: Hitler – Karriere eines Wahns. Herbig Verlag, München 2000, ISBN 3-7766-2184-2.
  • Gerhard Vinnai: Hitler. Scheitern und Vernichtungswut. Zur Genese des faschistischen Täters. Psychosozial-Verlag, Gießen 2004, ISBN 3-89806-341-0.
  • Helm Stierlin: Adolf Hitler. Familienperspektiven. (1975) Suhrkamp, 6. Auflage, Frankfurt am Main 2002, ISBN 3-518-38861-4.

Frühzeit

  • Brigitte Hamann: Hitlers Wien. Lehrjahre eines Diktators. Piper Verlag, München/Zürich 1996, ISBN 3-492-03598-1.
  • Thomas Weber: Hitlers erster Krieg. Der Gefreite Hitler im Weltkrieg – Mythos und Wahrheit. Propyläen, Berlin 2011, ISBN 978-3-549-07405-3.
  • David Clay Large: Hitlers München. Aufstieg und Fall der Hauptstadt der Bewegung. C.H. Beck, München 2006, ISBN 978-3-406-44195-0.

Antisemitismus

  • Ralf Georg Reuth: Hitlers Judenhass. Klischee und Wirklichkeit. Piper Verlag, München 2009, ISBN 3-49205-177-4.
  • Béla Grunberger, Pierre Dessuant: Der Antisemitismus Hitlers. In: Béla Grunberger, Pierre Dessuant: Narzißmus, Christentum, Antisemitismus. Eine psychoanalytische Untersuchung. Klett-Cotta, Stuttgart 2000, ISBN 3-608-91832-9, S. 409–480.

Politischer Aufstieg

Diktatur 1933–1939

Zweiter Weltkrieg

Hitler-Rezeption

[Bearbeiten] Weblinks

 Commons: Adolf Hitler – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Wolfgang Zdral: Die Hitlers. Die unbekannte Familie des Führers. Lübbe Verlag, Bergisch Gladbach 2008, S. 65.
  2. Brigitte Hamann: Hitlers Wien. Lehrjahre eines Diktators. 1998, S. 15–17 und 64–68.
  3. Wolfgang Zdral: Die Hitlers: Die unbekannte Familie des Führers. Campus Verlag 2005, ISBN 3-593-37457-9, S. 20.
  4. Joachim Fest: Hitler. Eine Biographie. 2. Auflage 1999, S. 34.
  5. Björn Dumont: Gewebe oder Flickenteppich? Textmuster in Adolf Hitlers „Mein Kampf“. Frank & Timme, 2010, ISBN 3-865-96317-X, S. 68; Othmar Plöckinger: Frühe biografische Texte zu Hitler. Zur Bewertung der autobiografischen Teile in „Mein Kampf“. In: Vierteljahrshefte für Zeitgeschichte 58, 2010, Heft 1, S. 93–114, doi:10.1524/vfzg.2010.0004.
  6. Brigitte Hamann: Hitlers Wien. Lehrjahre eines Diktators. München 1996, S. 76.
  7. Johannes Müllner: Döllersheim … und die Rückkehr wäre möglich gewesen. Auf: doellersheim.at, abgerufen am 15. Dezember 2011.
  8. Anna Maria Sigmund: Diktator, Dämon, Demagoge: Fragen und Antworten zu Adolf Hitler. Deutscher Taschenbuch Verlag, 2006, ISBN 3-423-24523-9, S. 110.
  9. Wolfgang Zdral: Die Hitlers. Die unbekannte Familie des Führers. Lübbe Verlag, Bergisch Gladbach 2008, S. 20.
  10. Hans Frank: Im Angesicht des Galgens. Deutung Hitlers und seiner Zeit auf Grund eigener Erlebnisse und Erkenntnisse. Geschrieben im Nürnberger Justizgefängnis. (1953) Neuhaus bei Schliersee, 2. Auflage 1955, S. 330 f.
  11. Werner Maser: Adolf Hitler. Legende, Mythos, Wirklichkeit. (1971) 12. Ausgabe 1989, S. 14–30; rezipiert von Brigitte Hamann: Hitlers Wien. Piper Verlag, München 1997, S. 68–77; Ian Kershaw: Hitler. 1889–1936. Stuttgart 1998, S. 35 f.
  12. Gustav Keller: Der Schüler Adolf Hitler: Die Geschichte eines lebenslangen Amoklaufs. Lit Verlag, 2010, ISBN 3-643-10948-2, S. 37 f.
  13. Gustav Keller: Der Schüler Adolf Hitler: Die Geschichte eines lebenslangen Amoklaufs. 2010, S. 32. Pötsch lehnte diese Verehrung später ab: Peter G. J. Pulzer: Die Entstehung des politischen Antisemitismus in Deutschland und Österreich 1867–1914. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 2004, S. 229, Fn 64.
  14. Brigitte Hamann: Hitlers Wien: Lehrjahre eines Diktators. 1997, S. 337 und 347; Ian Kershaw: Hitler. 1889–1936. Stuttgart 1998, S. 49 und 67.
  15. Wolfgang Zdral: Die Hitlers: Die unbekannte Familie des Führers. Campus Verlag, 2005, S. 39.
  16. Brigitte Hamann: Hitlers Wien: Lehrjahre eines Diktators. 1997, S. 22 und 33.
  17. August Kubizek: Adolf Hitler – mein Jugendfreund. Stocker, Graz/Stuttgart 2002, S. 50.
  18. Vera Schwers: Kindheit im Nationalsozialismus aus biographischer Sicht. Lit Verlag, 2002, ISBN 3-825-86051-5, S. 40–42.
  19. Saul Friedländer, Jörn Rüsen: Richard Wagner im Dritten Reich: Ein Schloss Elmau-Symposion. C.H. Beck, München 2000, S. 173 f.; Brigitte Hamann: Hitlers Wien. Lehrjahre eines Diktators. München 1996, S. 40. Hitlers Wagner-Verehrung enthielt jedoch keinen Bezug auf Wagners antisemitische Schriften: Beatrix Vogel: Der Mensch – sein eigenes Experiment: Kolloquium des Nietzsche-Forums München. Vorträge aus den Jahren 2003–2005. Mit Nietzsche denken. Band 4. Buch & Media, 2008, ISBN 3-865-20317-5, S. 413, Fn 67.
  20. Birgit Schwarz: Geniewahn: Hitler und die Kunst. Böhlau, Wien 2009, ISBN 3-205-78307-7, S. 11 ff.
  21. Joachim Fest: Hitler. Eine Biographie. 1998, S. 251 f.
  22. Brigitte Hamann: Hitlers Wien. Lehrjahre eines Diktators. München 1998.
  23. Arno Gruen: Der Fremde in uns. Klett-Cotta, 2002, S. 67 f.
  24. Ian Kershaw: Hitler. 1889–1945. 1998, S. 36.
  25. Brigitte Hamann: Hitlers Edeljude: Das Leben des Armenarztes Eduard Bloch. Piper, München 2008, ISBN 3-492-05164-2, S. 297 ff.
  26. Joachim Fest: Hitler. Eine Biographie. 1998, S. 40.
  27. Brigitte Hamann: Hitlers Wien. Lehrjahre eines Diktators. München 2001, S. 62 und 195.
  28. Brigitte Hamann: Hitlers Wien: Lehrjahre eines Diktators. München 1997, S. 59 f.
  29. Joachim Fest: Hitler. Eine Biographie. 1998, S. 69 f.
  30. Brigitte Hamann: Hitlers Wien. Lehrjahre eines Diktators. S. 206 und 247.
  31. Brigitte Hamann: Hitler’s Vienna. The Truth about his formative years. In: Gerhard A. Ritter, Anthony J. Nicholls, Hans Mommsen (Hrsg.): The Third Reich Between Vision and Reality: New Perspectives on German History 1918–1945. Berg Publishing, 2003, ISBN 1-859-73627-0, S. 24.
  32. Brigitte Hamann: Hitlers Wien. Lehrjahre eines Diktators. 1998, S. 248.
  33. Ian Kershaw: Hitler. 1889–1945. 2. Auflage 2009, S. 55.
  34. Brigitte Hamann: Hitlers Wien. Lehrjahre eines Diktators. München 1996, S. 303 f.
  35. Brigitte Hamann: Hitlers Wien: Lehrjahre eines Diktators. Piper, München 1997, S. 338.
  36. Rainer Kipper: Der Germanenmythos im Deutschen Kaiserreich. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 2002, S. 348, Fn 137.
  37. Brigitte Hamann: Hitlers Wien. 1996, S. 496.
  38. Hans Mommsen: Foreword. In: Gerhard A. Ritter, Anthony J. Nicholls, Hans Mommsen (Hrsg.): The Third Reich Between Vision and Reality: New Perspectives on German History 1918–1945. 2003, S. VII f.; Ian Kershaw: Hitler. 1889–1945. S. 60.
  39. Ian Kershaw: Hitler. 1889–1936. Stuttgart 1998, S. 105 f., S. 120–124; David Clay Large: Hitlers München. Aufstieg und Fall der Hauptstadt der Bewegung. München 2006, S. 72–74.
  40. Gerhard Hirschfeld, Gerd Krumeich, Irina Renz: Enzyklopädie Erster Weltkrieg. Ferdinand Schöningh, Paderborn 2009, ISBN 978-3-8252-8396-4, S. 560.
  41. Ian Kershaw: Hitler. 1889–1936. Stuttgart 1998, S. 130 f.
  42. John Frank Williams: Corporal Hitler and the Great War 1914–1918: the List Regiment, MPG Books Abingdon/New York 2005, ISBN 0-415-35855-8, S. 134–146; Ian Kershaw: Hitler. 1889–1936. Stuttgart 1998, S. 134.
  43. Ian Kershaw: Hitler. 1889–1936. Stuttgart 1998, S. 134 f.; David Clay Large: Hitlers München. Aufstieg und Fall der Hauptstadt der Bewegung. München 2006, S. 104–106.
  44. Gerhard Hirschfeld, Gerd Krumeich, Irina Renz: Enzyklopädie Erster Weltkrieg. Paderborn 2009, S. 560.
  45. Ian Kershaw: Hitler. 1889–1936. 2. Auflage, Stuttgart 1998, S. 136.
  46. Konrad Heiden: Adolf Hitler: das Zeitalter der Verantwortungslosigkeit; eine Biographie. Europaverlag, 1936, S. 57.
  47. Ian Kershaw: Hitler. 1889–1936. 1998, S. 131 f.
  48. Ian Kershaw: Hitler. 1889–1936. 2. Auflage, Stuttgart 1998, S. 131 f.
  49. Anton Joachimsthaler: Hitlers Weg begann in München 1913–1923. Herbig, 2000, ISBN 3-776-62155-9, S. 158.
  50. Adolf Hitler: Mein Kampf. München 1940, S. 223; zitiert bei Ian Kershaw: Hitler. 1889–1945. S. 80.
  51. Ian Kershaw: Hitler. 1889–1936. Stuttgart 1998, S. 85 und 145.
  52. Jan Armbruster: Die Behandlung Adolf Hitlers im Lazarett Pasewalk 1918: Historische Mythenbildung durch einseitige bzw. spekulative Pathographie. In: Journal für Neurologie, Neurochirurgie und Psychiatrie 10, 2009, Heft 4, S. 18–22.
  53. Brief dokumentiert bei Ian Kershaw: Hitler. 1889–1945. 2000, S. 76 f.
  54. John Horne, Alan Kramer: Deutsche Kriegsgreuel 1914. Die umstrittene Wahrheit. Hamburg 2004, S. 600; Werner Jochmann (Hrsg.): Monologe im Führerhauptquartier 1941–1944. Aufgezeichnet von Heinrich Heim. München 2000, S. 59.
  55. Sebastian Haffner: Anmerkungen zu Hitler. Düsseldorf 1980, S. 11.
  56. Ian Kershaw: Hitler. 1889–1936. Stuttgart 1998, S. 126.
  57. Ian Kershaw: Hitler. 1889–1945. 2000, S. 82.
  58. Ian Kershaw: Hitler. 1889–1945. S. 85.
  59. Paul Bruppacher: Adolf Hitler und die Geschichte der NSDAP Teil 1: 1889 bis 1937. Books on Demand, 2009, ISBN 3-833-48660-0, S. 46–49.
  60. Gruppe russischer Kriegsgefangener im Trauerzug am Ostfriedhof, Foto mit Pfeil auf Hitler (Historisches Lexikon Bayerns, abgerufen am 17. Juni 2008).
  61. Ian Kershaw: Hitler. 1889–1936. Stuttgart 1998, S. 164; David Clay Large: Hitlers München – Aufstieg und Fall der Hauptstadt der Bewegung, München 2001, S. 159.
  62. Ralf Georg Reuth: Hitlers Judenhass. Klischee und Wirklichkeit. Piper Verlag, München 2009, ISBN 3-49205-177-4, S. 93–95; Sven Felix Kellerhoff: Adolf Hitler wurde spät zum Antisemiten (Die Welt, 3. März 2009)
  63. Martin H. Geyer: Verkehrte Welt. Revolution, Inflation und Moderne: München 1914–1924. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 1998, S. 105 und S. 300.
  64. Ian Kershaw: Hitler. 1889–1936. Stuttgart 1998, S. 168.
  65. Albrecht Tyrell: Vom ‘Trommler’ zum ‘Führer’: Der Wandel von Hitlers Selbstverständnis zwischen 1919 und 1924 und die Entwicklung der NSDAP. Wilhelm Fink Verlag, ISBN 3-770-51221-9, S. 27 u. Anm. 99.
  66. Kurt-Bauer-Gesellschaft: Brief Adolf Hitlers über das „Judenproblem“ (16. September 1919) (PDF).
  67. Eberhard Jäckel, Axel Kuhn (Hrsg.; Institut für Zeitgeschichte): Adolf Hitler: Sämtliche Aufzeichnungen. Deutsche Verlags-Anstalt, 1980, ISBN 3-421-01997-5, S. 90 f.
  68. Ian Kershaw: Hitler. 1889–1936. Stuttgart 1998, S. 171.
  69. Artikel Eckart, Dietrich. In: Hermann Weiß (Hrsg.): Biographisches Lexikon zum Dritten Reich. 2. Auflage, Fischer, Frankfurt am Main 1998, ISBN 3-10-091052-4. Vgl. Ernst Nolte: Eine frühe Quelle zu Hitlers Antisemitismus. In: HZ 192, 1961, S. 584–606.
  70. Ernst Nolte: Eine frühe Quelle für Hitlers Antisemitismus. In: Historische Zeitschrift 192 (1961), S. 584–606. Die Authentizität der Schrift bezweifelt Saul Esh: Eine neue literarische Quelle Hitlers? Eine methodologische Überlegung. In: Geschichte in Wissenschaft und Unterricht 15 (1964), S. 487–492.
  71. Ian Kershaw: Hitler. 1889–1936. Stuttgart 1998, S. 190.
  72. Michael Wladika: Hitlers Vätergeneration: Die Ursprünge des Nationalsozialismus in der k.u.k. Monarchie. Böhlau, Wien 2005, ISBN 3-205-77337-3, S. 612.
  73. Reginald H. Phelps: Dokumentation: Hitlers „grundlegende“ Rede über den Antisemitismus. Institut für Zeitgeschichte, VfZ, 16. Jg., 1968, Heft 4, Deutsche Verlags-Anstalt, Stuttgart 1968, S. 390–393.
  74. Ian Kershaw: Hitler. 1889–1945. 2. Auflage 2009, S. 109, Zitat S. 135 f.
  75. Sebastian Haffner: Anmerkungen zu Hitler, Fischer Verlag, 24. Auflage 2003, S. 32.
  76. Christian Zentner: Adolf Hitler. Texte, Bilder, Dokumente. Delphin Verlag, München 1979, ISBN 3-773-54015-9, S. 33.
  77. Paul Bruppacher: Adolf Hitler und die Geschichte der NSDAP Teil 1: 1889 bis 1937. 2009, S. 77 f.
  78. Walter Ziegler (Historisches Lexikon Bayerns): Hitlerputsch#Hitlers Aufstieg und Bündnispolitik
  79. Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes: Der Weg zum „Anschluss“: Österreich 1918–1938
  80. Cyril Brown (The New York Times, 21. November 1922): New Popular Idol Rises in Bavaria
  81. The Times, 15. Januar 1923: An Army of Revenge; Angabe bei Andrew Brian Henson (Clemson University, Mai 2007): Before the Seizure of Power: American and British Press Coverage of National Socialism, 1922 to 1933 (PDF, S. 15 Fn 28).
  82. Manchester Guardian Weekly, 9. Februar 1923: Bavarian Fascists: The German Mussolini; Angabe bei Andrew Brian Henson (Clemson University, Mai 2007): Before the Seizure of Power: American and British Press Coverage of National Socialism, 1922 to 1933 (PDF, S. 13 Fn 24).
  83. Wolfgang Horn: Führerideologie und Parteiorganisation in der NSDAP 1919–1933. Droste Verlag, Düsseldorf 1972, ISBN 3-770-00280-6, S. 79.
  84. Eberhard Kolb: Die Weimarer Republik. München 2002, S. 49.
  85. Eberhard Kolb: Die Weimarer Republik. Oldenbourg Wissenschaftsverlag, München 2002, ISBN 3-486-49796-0, S. 42.
  86. Ulrich Kluge: Die Weimarer Republik. Uni-Taschenbuch-Verlag, 2006, ISBN 3-825-22805-3, S. 77 f.
  87. Paul Bruppacher: Adolf Hitler und die Geschichte der NSDAP Teil 1: 1889 bis 1937. 2009, S. 91.
  88. Alois Schmid, Katharina Weigand: Schauplätze der Geschichte in Bayern. C.H. Beck, München 2003, ISBN 3-406-50957-6, S. 380.
  89. Paul Bruppacher: Adolf Hitler und die Geschichte der NSDAP Teil 1: 1889 bis 1937. 2009, S. 91 f.
  90. Paul Bruppacher: Adolf Hitler und die Geschichte der NSDAP Teil 1: 1889 bis 1937. 2009, S. 105.
  91. Othmar Plöckinger: Geschichte eines Buches: Adolf Hitlers „Mein Kampf“: 1922–1945. Eine Veröffentlichung des Instituts für Zeitgeschichte. Oldenbourg Wissenschaftsverlag, München 2011, ISBN 3-486-70533-4, S. 16, Fn 29, 30.
  92. Martin H. Geyer: Verkehrte Welt. Revolution, Inflation und Moderne: München 1914–1924. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 1998, S. 332.
  93. Willi Gautschi (NZZ, 19. Dezember 1978): Hitlers Besuch in Zürich 1923. Referiert bei Thomas Huonker: Fahrendes Volk – verfolgt und verfemt. Jenische Lebensläufe. Limmat Verlag, 1987, ISBN 3-857-91135-2, S. 103.
  94. Heinrich August Winkler: Weimar 1918–1933: Die Geschichte der ersten deutschen Demokratie. C.H. Beck, München 2005, ISBN 3-406-43884-9, S. 210.
  95. Baruch Z. Ophir, Falk Wiesemann: Geschichte und Zerstörung der jüdischen Gemeinde in München. In: Hans Lamm (Hrsg.): Vergangene Tage. Jüdische Kultur in München. Langen-Mueller Verlag, München 1983, ISBN 3-784-41867-8, S. 464 f.
  96. Ulrich Kluge: Die Weimarer Republik. Uni-Taschenbuch-Verlag, 2006, ISBN 3-825-22805-3, S. 79 f.
  97. Burkhard Asmuss: Republik ohne Chance? Walther de Gruyter, Berlin 1994, ISBN 3-110-14197-3, S. 457 f., Fn 24.
  98. Abraham J. Peck, Gottfried Wagner: Unsere Stunde Null: Deutsche und Juden nach 1945: Familiengeschichte, Holocaust und Neubeginn. Böhlau, Wien 2006, ISBN 3-205-77335-7, S. 40; Leonid Luks: Zwei Gesichter des Totalitarismus: Bolschewismus und Nationalsozialismus im Vergleich. 16 Skizzen. Böhlau, Wien 2007, ISBN 3-412-20007-7, S. 66; Tobias Ronge: Das Bild des Herrschers in Malerei und Grafik des Nationalsozialismus: Eine Untersuchung zur Ikonografie von Führer- und Funktionärsbildern im Dritten Reich. 2011, S. 58.
  99. Paul Bruppacher: Adolf Hitler und die Geschichte der NSDAP Teil 1: 1889 bis 1937. 2009, S. 114.
  100. Burkhard Asmuss: Republik ohne Chance? Walther de Gruyter, Berlin 1994, S. 458.
  101. Hans Kempe, Reinhard Welz, Sonja Steiner-Welz: Der Vertrag von Versailles und seine Folgen. Vermittlerverlag, Mannheim 2005, ISBN 3-938-62216-4, S. 185 f.
  102. Petra Weber: Gescheiterte Sozialpartnerschaft – Gefährdete Republik? Industrielle Beziehungen, Arbeitskämpfe und der Sozialstaat. Deutschland und Frankreich im Vergleich (1918–1933/39). Oldenbourg Wissenschaftsverlag, München 2010, ISBN 3-486-59214-9, S. 594.
  103. Klaus Mües-Baron: Heinrich Himmler – Aufstieg des Reichsführers SS (1900–1933). V&R Unipress, 2011, ISBN 3-899-71800-3, S. 193 f.
  104. Heinrich August Winkler: Weimar 1918–1933: Die Geschichte der ersten deutschen Demokratie. München 2005, S. 234.
  105. David Clay Large: Hitlers München. Aufstieg und Fall der Hauptstadt der Bewegung. C.H. Beck, München 2006, ISBN 3-406-44195-5, S. 230.
  106. Johannes Hürter: Hitlers Heerführer – Die deutschen Oberbefehlshaber im Krieg gegen die Sowjetunion 1941/42. Oldenbourg Wissenschaftsverlag, München 2007, S. 100.
  107. Jürgen Wilke: Unter Druck gesetzt. Böhlau, Wien 2002, ISBN 3-412-17001-1, S. 173 f.
  108. Hans-Ulrich Thamer: Verführung und Gewalt. Deutschland 1933–1945. Siedler Verlag, Berlin 1994, S. 107 f.
  109. Wolfram Selig: Hitlerputsch. In: Hermann Weiß, Wolfgang Benz und Hermann Graml (Hrsg.): Enzyklopädie des Nationalsozialismus. Klett-Cotta, Stuttgart 1997, S. 515.
  110. Heinrich August Winkler: Weimar 1918–1933: Die Geschichte der ersten deutschen Demokratie. München 2005, S. 235.
  111. Ian Kershaw: Hitler. 1889–1945. 2009, S. 155.
  112. Konrad Heiden: Hitler. Das Zeitalter der Verantwortungslosigkeit. Eine Biographie. Zürich 1936, S. 181.
  113. Otto Gritschneder: Der Hitler-Prozeß und sein Richter Georg Neithardt: Eine Rechtsbeugung von 1924 mit Folgen. C.H. Beck, München 2001, ISBN 3-406-48292-9, S. 43; Urteilstext online.
  114. Otto Gritschneder: Der Hitler-Prozeß und sein Richter Georg Neithardt: Eine Rechtsbeugung von 1924 mit Folgen. München 2001, S. 40; Walter Ziegler (Historisches Lexikon Bayerns): Ausweisung Adolf Hitlers aus Bayern
  115. Andreas Stenglein: Der Hitler-Prozess 1924.
  116. Ian Kershaw: Führer und Hitlerkult. In: Hermann Weiß, Wolfgang Benz, Hermann Graml (Hrsg.): Enzyklopädie des Nationalsozialismus. 2007, S. 25.
  117. Barbara Zehnpfennig: Hitlers Mein Kampf: Eine Interpretation. Wilhelm Fink Verlag, 2006, ISBN 3-770-53533-2, S. 34.
  118. Othmar Plöckinger: Geschichte eines Buches: Adolf Hitlers „Mein Kampf“: 1922–1945. München 2011, S. 34, S. 49 und S. 70.
  119. Othmar Plöckinger: Geschichte eines Buches: Adolf Hitlers „Mein Kampf“: 1922–1945. München 2011, S. 80 f.
  120. Othmar Plöckinger: Geschichte eines Buches: Adolf Hitlers „Mein Kampf“: 1922–1945. München 2011, S. 13 u. Fn 10–12.
  121. Barbara Zehnpfennig: Hitlers Mein Kampf: eine Interpretation. 2000, S. 266.
  122. Hans-Ulrich Wehler: Der Nationalsozialismus: Bewegung, Führerherrschaft, Verbrechen 1919–1945. C.H. Beck, München 2009, ISBN 3-406-58486-1, S. 49.
  123. Wolfgang Benz: Geschichte des Dritten Reiches. C.H. Beck, München 2000, ISBN 3-406-46765-2, S. 130.
  124. Saul Friedländer: Das Dritte Reich und die Juden. C.H. Beck, München 2007, ISBN 3-406-56681-2, S. 87–128; Zitat S. 113.
  125. Adolf Hitler: Mein Kampf, Band 1, München 1933, S. 772 f.; zitiert nach Wolfgang Benz: Vorurteil und Genozid. Ideologische Prämissen des Völkermords. Böhlau, Wien 2010, S. 92.
  126. Alexander Meschnig: Der Wille zur Bewegung: Militärischer Traum und totalitäres Programm. Eine Mentalitätsgeschichte vom Ersten Weltkrieg zum Nationalsozialismus. Transcript, 2008, ISBN 3-899-42955-9, S. 166, Fn 14.
  127. Ian Kershaw: Hitler. 1889–1936. Stuttgart 1998, S. 299.
  128. Adolf Hitler: Mein Kampf, 5. Auflage 1940, S. 428; referiert bei Anja Stukenbrock: Sprachnationalismus: Sprachreflexion als Medium kollektiver Identitätsstiftung in Deutschland (1617–1945). Walther de Gruyter, Berlin/New York 2005, ISBN 3-110-18278-5, S. 429.
  129. Jan Křen, Václav Kural, Detlef Brandes: Integration oder Ausgrenzung. Schriftenreihe Forschungen zu Osteuropa. Donat & Temmen, 1986, ISBN 3-924-44411-0, S. 74.
  130. Ian Kershaw: Hitler. 1889–1936. Stuttgart 1998, S. 325.
  131. Rolf-Dieter Müller: Der Zweite Weltkrieg. Klett-Cotta, Stuttgart 2004, ISBN 3-608-60021-3, S. 109.
  132. Birgit Kletzin: Europa aus Rasse und Raum. Lit Verlag, 2000, ISBN 3-825-84993-7, S. 40 und S. 24.
  133. Adolf Hitler: Mein Kampf. Eine Abrechnung. 1925, S. 312; zitiert bei Jasmin Waibl-Stockner: „Die Juden sind unser Unglück“: Antisemitische Verschwörungstheorien und ihre Verankerung in Politik und Gesellschaft. Lit Verlag, 2009, ISBN 3-643-50019-X, S. 133.
  134. Horst Möller, Udo Wengst: Einführung in die Zeitgeschichte. C.H. Beck, München 2003, ISBN 3-406-50246-6, S. 142.
  135. Hans-Walter Schmuhl: Rassenhygiene, Nationalsozialismus, Euthanasie. Von der Verhütung zur Vernichtung „lebensunwerten Lebens“, 1890–1945. Vandenhoeck & Ruprecht, 2. Auflage, Göttingen 1992, ISBN 3-525-35737-0, S. 152.
  136. Leopold Pammer: Hitler und seine Vorbilder. Tredition, ISBN 978-3-86850-002-8, S. 127.
  137. Wolfgang Wippermann: Auserwählte Opfer? Shoah und Porrajmos im Vergleich. Eine Kontroverse. Frank & Timme, 2005, ISBN 3-865-96003-0, S. 26 ff.
  138. Till Bastian: Homosexuelle im Dritten Reich. C.H. Beck, München 2000, ISBN 3-406-45917-X, S. 25.
  139. Ernst Willi Hansen, Gerhard Schreiber, Bernd Wegner: Politischer Wandel, organisierte Gewalt und nationale Sicherheit: Beiträge zur neueren Geschichte Deutschlands und Frankreichs. Festschrift für Claus-Jürgen Müller. Oldenbourg Wissenschaftsverlag, München 1995, ISBN 3-486-56063-8, S. 212.
  140. Adolf Hitler: Mein Kampf, 1925, S. 107, 116 und 197 f.; referiert bei Brigitte Hamann: Hitlers Wien. Lehrjahre eines Diktators. München 1996, S. 409 f.
  141. Kurt Bauer: Nationalsozialismus: Ursprünge, Anfänge, Aufstieg und Fall. Uni Taschenbuch Verlag, 2008, ISBN 3-825-23076-7, S. 117.
  142. Adolf Hitler: Mein Kampf, 1925, S. 21; zitiert nach Barbara Zehnpfennig: Hitlers Mein Kampf: eine Interpretation. 2000, S. 46.
  143. Ian Kershaw: Hitler. 1889 bis 1945. 1998, S. 58 f.
  144. Adolf Hitler: Mein Kampf, 1925, S. 127 und 131–133; dazu Brigitte Hamann: Hitlers Wien. Lehrjahre eines Diktators. München 1996, S. 357 und 418.
  145. Elisabeth Kraus: Die Universität München im Dritten Reich: Aufsätze Teil II Utz, 2008, ISBN 3-831-60726-5, S. 43.
  146. Fritz Fischer: Hitler war kein Betriebsunfall. 4. Auflage, München 1998, S. 174 und 181.
  147. Brigitte Hamann: Hitler’s Vienna. The Truth about his formative years. In: Gerhard A. Ritter, Anthony J. Nicholls, Hans Mommsen (Hrsg.): The Third Reich Between Vision and Reality: New Perspectives on German History 1918–1945. 2003, S. 179 ff.
  148. Reginald H. Phelps (Hrsg.): Hitlers „grundlegende“ Rede über den Antisemitismus. In: Vierteljahrshefte für Zeitgeschichte 16 (1968), Heft 4, S. 397–399, Fn 21–34.
  149. Othmar Plöckinger: Geschichte eines Buches: Adolf Hitlers „Mein Kampf“: 1922–1945. München 2011, S. 18.
  150. Wolfgang Wippermann: Rassenwahn und Teufelsglaube. Frank & Timme, 2005, ISBN 3-865-96007-3, S. 138.
  151. Othmar Plöckinger: Geschichte eines Buches: Adolf Hitlers „Mein Kampf“: 1922–1945. Oldenbourg Wissenschaftsverlag, München 2011, S. 4–6 und S. 240.
  152. Othmar Plöckinger: Geschichte eines Buches: Adolf Hitlers „Mein Kampf“: 1922–1945. München 2011, S. 543.
  153. Zitiert nach Tobias Ronge: Das Bild des Herrschers in Malerei und Grafik des Nationalsozialismus: Eine Untersuchung zur Ikonografie von Führer- und Funktionärsbildern im Dritten Reich. Lit Verlag, 2011, S. 243.
  154. Zitiert nach Tobias Ronge: Das Bild des Herrschers in Malerei und Grafik des Nationalsozialismus: Eine Untersuchung zur Ikonografie von Führer- und Funktionärsbildern im Dritten Reich. 2011, S. 242.
  155. Ian Kershaw: Hitler. 1889–1945. 2. Auflage 2009, S. 182 f.
  156. Ian Kershaw: Hitler. 1889–1945. 2. Auflage 2009, S. 196.
  157. Ian Kershaw: Hitler. 1889–1945. 2. Auflage 2009, S. 197.
  158. Paul Bruppacher: Adolf Hitler und die Geschichte der NSDAP Teil 1: 1889 bis 1937. 2009, S. 134–149.
  159. Ian Kershaw: Führer und Hitlerkult. In: Hermann Weiß, Wolfgang Benz, Hermann Graml (Hrsg.): Enzyklopädie des Nationalsozialismus. 2007, S. 27.
  160. Ian Kershaw: Hitler. 1889–1936. Stuttgart 1998, S. 379 f.
  161. Hagen Schulze: Weimar. Deutschland 1917–1933. Btb, Berlin 1982, S. 334.
  162. Gerhard Schulz: Aufstieg des Nationalsozialismus. Krise und Revolution in Deutschland. Propyläen, Frankfurt am Main, Berlin, Wien 1975, S. 596 f.
  163. Philipp Heyde: Das Ende der Reparationen. Deutschland, Frankreich und der Youngplan 1929–1932. Schöningh, Paderborn 1998, S. 109–111.
  164. Gerhard Schulz: Zwischen Demokratie und Diktatur. Verfassungspolitik und Reichsreform in der Weimarer Republik. Band 3: Von Brüning zu Hitler. Walther de Gruyter, Berlin 1992, ISBN 3-11-013525-6, S. 1018.
  165. Konrad Heiden: Adolf Hitler. Das Zeitalter der Verantwortungslosigkeit. Eine Biographie. Europa Verlag, Zürich 1936, S. 288.
  166. Wolfram Pyta: Hindenburg. Herrschaft zwischen Hohenzollern und Hitler, Siedler, München 2009, S. 636 f.
  167. Joachim Fest: Adolf Hitler. Eine Biographie. 1998, S. 264.
  168. § 14 Absatz 1 des Reichs- und Staatsangehörigkeitsgesetzes vom 22. Juli 1913. In: documentArchiv.de, 3. März 2004, abgerufen am 27. September 2010. Vgl. dazu Ingo von Münch: Die deutsche Staatsangehörigkeit. Vergangenheit – Gegenwart – Zukunft. De Gruyter Recht, Berlin 2007, ISBN 978-3-89949-433-4, S. 43 ff.
  169. Rudolf Morsey: Hitler als Braunschweigischer Regierungsrat. In: Vierteljahrshefte für Zeitgeschichte 8, 1960, Heft 4, S. 419–448.
  170. Werner Maser (Hrsg.): Paul Devrient. Mein Schüler Adolf Hitler. Das Tagebuch seines Lehrers. Universitas Verlag, Tübingen 2003, ISBN 3-8004-1450-3.
  171. Michael Wildt: Geschichte des Nationalsozialismus. UTB, Stuttgart 2007, ISBN 3-825-22914-9, S. 57.
  172. Eingabe von Industriellen, Bankiers und Großagrariern an Reichspräsident von Hindenburg vom November 1932. Zitiert nach: Axel Schildt: Das Kabinett Kurt von Schleicher. In: Everhard Holtmann (Hrsg.): Die Weimarer Republik. Bd. 3: Das Ende der Demokratie. 1929–1933. Bayerische Landeszentrale für Politische Bildungsarbeit, München 1995, S. 391–443, hier S. 425 f. (online, PDF; 1,07 MB).
  173. a b Reinhard Sturm: Zerstörung der Demokratie 1930–1933. In: Informationen zur politischen Bildung 261: Weimarer Republik. Bonn 2003.
  174. Dirk Stegmann: Zum Verhältnis von Großindustrie und Nationalsozialismus 1930–1933. Ein Beitrag zur Geschichte der sog. Machtergreifung. In: Archiv für Sozialgeschichte 13, 1973, S. 399–482 (PDF; 20,4 MB). Stegemann beklagte, die Sozialgeschichte habe sich „fast ausschließlich“ auf die Parteifinanzierung der NSDAP durch Großunternehmer konzentriert.
  175. Hans-Ulrich Thamer: Verführung und Gewalt. Deutschland 1933–1945. Siedler, Berlin 1994, ISBN 978-3-442-75528-8, S. 211.
  176. Schreiben Hjalmar Schachts an Hitler vom 12. April 1932 und an Paul Reusch vom 18. März 1932; beide zitiert nach: Dirk Stegmann: Zum Verhältnis von Großindustrie und Nationalsozialismus 1930–1933. Ein Beitrag zur Geschichte der sog. Machtergreifung. In: Archiv für Sozialgeschichte 13, 1973, S. 399–482 (PDF; 20,4 MB), hier S. 449–451.
  177. Gerhard Schulz: Von Brüning zu Hitler. Der Wandel des politischen Systems in Deutschland 1930–1933. De Gruyter, Berlin 1992, ISBN 3-11-013525-6, S. 1028 f.
  178. Axel Schildt: Das Kabinett Kurt von Schleicher. In: Everhard Holtmann (Hrsg.): Die Weimarer Republik. Bd. 3: Das Ende der Demokratie. 1929–1933. Bayerische Landeszentrale für Politische Bildungsarbeit, München 1995, S. 391–443, hier S. 403–413 (online, PDF; 1,07 MB).
  179. Joachim Fest: Adolf Hitler. Eine Biographie. 1998, S. 256.
  180. Karl Dietrich Bracher, Gerhard Schulz, Wolfgang Sauer: Die nationalsozialistische Machtergreifung: Studien zur Errichtung des totalitären Herrschaftssystems in Deutschland 1933/34. Westdeutscher Verlag, 2. Auflage, Berlin 1962, S. 408.
  181. Joachim Fest: Hitler. Eine Biographie. 6. Auflage, Frankfurt am Main 1996, S. 497.
  182. Günther Schulz: Geschäft mit Wort und Meinung: Medienunternehmer seit dem 18. Jahrhundert. Büdinger Forschungen zur Sozialgeschichte 1996 und 1997. Oldenbourg Wissenschaftsverlag, 1999, ISBN 3-486-56370-X, S. 122.
  183. Axel Schildt: Das Kabinett Kurt von Schleicher. In: Everhard Holtmann (Hrsg.): Die Weimarer Republik. Bd. 3: Das Ende der Demokratie. 1929–1933. Bayerische Landeszentrale für Politische Bildungsarbeit, München 1995, S. 391–443, hier S. 415 (online, PDF; 1,07 MB).
  184. Axel Schildt: Das Kabinett Kurt von Schleicher. In: Everhard Holtmann (Hrsg.): Die Weimarer Republik. Band 3: Das Ende der Demokratie. 1929–1933. Bayerische Landeszentrale für Politische Bildungsarbeit, München 1995, S. 416 (PDF).
  185. Karl-Dietrich Bracher: Die Auflösung der Weimarer Republik. Eine Studie zum Problem des Machtverfalls in der Demokratie. Athenäum/Droste, Königstein/Düsseldorf 1978, ISBN 3-7610-7216-3, S. 619.
  186. Axel Schildt: Das Kabinett Kurt von Schleicher. In: Everhard Holtmann (Hrsg.): Die Weimarer Republik. Bd. 3: Das Ende der Demokratie. 1929–1933. Bayerische Landeszentrale für Politische Bildungsarbeit, München 1995, S. 391–443, hier S. 417 (online, PDF; 1,07 MB).
  187. Wolfram Pyta: Die Weimarer Republik. Verlag für Sozialwissenschaften, 2004, ISBN 3-810-04173-4, S. 154.
  188. Axel Schildt: Das Kabinett Kurt von Schleicher. In: Everhard Holtmann (Hrsg.): Die Weimarer Republik. Bd. 3: Das Ende der Demokratie. 1929–1933. Bayerische Landeszentrale für Politische Bildungsarbeit, München 1995, S. 391–443, hier S. 418 (online, PDF; 1,07 MB).
  189. Wolfgang Niess: Machtergreifung 33. Poller, 1982, ISBN 3-879-59185-7, S. 68.
  190. Geschichtsverein Koengen: Deutschland im Jahre 1933.
  191. Ian Kershaw: Hitler. 1889–1936. Stuttgart 1998, S. 593 f.
  192. Alan Bullock: Hitler und Stalin. Parallele Leben. Siedler, Berlin 1991, ISBN 3-88680-370-8, S. 459.
  193. Ian Kershaw: Hitler. 1889–1936. Stuttgart 1998, S. 670.
  194. Ian Kershaw: Hitler. 1889–1936. Stuttgart 1998, S. 671.
  195. Ian Kershaw: Hitler. 1889–1945. S. 235 und 410.
  196. Ian Kershaw: Hitler. 1936–1945. Stuttgart 2000, S. 671; Wilhelm von Sternburg, Silke Reimers: Die Geschichte der Deutschen. Campus Verlag, 2005, ISBN 3-593-37100-6, S. 224.
  197. Hans-Jürgen Eitner: „Der Führer“: Hitlers Persönlichkeit und Charakter. Langen Müller, 1981, ISBN 3-784-41907-0, S. 302–304.
  198. Jost Hermand: Glanz und Elend der deutschen Oper. Böhlau, Wien 2008, ISBN 3-412-20098-0, S. 148 f.; Detlef Briesen: Das gesunde Leben: Ernährung und Gesundheit seit dem 18. Jahrhundert. Campus Verlag, 2010, ISBN 3-593-39154-6, S. 105 f.
  199. Theophil Veritas: Katholik Hitler: Über eine der Wurzeln von Adolf Hitlers Wahnsystem. Tredition, 2008, S. 55.
  200. Ian Kershaw: Hitler. 1889–1945. S. 76 und 164.
  201. Saul Friedländer: Kitsch und Tod: Der Widerschein des Nazismus. (1986) Fischer Taschenbuch, Frankfurt am Main 2007, ISBN 3-596-17968-8, S. 118.
  202. Brigitte Hamann: Hitlers Wien. Lehrjahre eines Diktators. Piper Verlag, München 1996, S. 333 f.
  203. Timothy W. Ryback: Hitler’s Private Library. The Books that Shaped his Life. Alfred A. Knopf, New York 2008, ISBN 978-1-400-04204-3.
  204. Ian Kershaw: Hitler. 1889–1936. Stuttgart 1998, S. 50.
  205. Albert Speer: Erinnerungen, 3. Auflage, Ullstein, 3. Auflage, Berlin 2007, S. 108 f.
  206. Maik Kopleck: Berlin 1933–1945. Berlin 2010, ISBN 978-3-861-53326-9, S. 8 f.
  207. Institut für Zeitgeschichte München-Berlin: Der Obersalzberg als Ort der Zeitgeschichte.
  208. James H. McRandle: The Track of the Wolf: Essays on National Socialism and its Leader, Adolf Hitler. Northwestern University Press, Evanston 1965 (erste Deutung des Pseudonyms als Symbol).
  209. Jonathan Carr: Der Wagner-Clan. Fischer Taschenbuch, Frankfurt am Main 2010, S. 200, 223 u.ö.
  210. Ian Kershaw: Der Hitler-Mythos. Volksmeinung und Propaganda im Dritten Reich. Deutsche Verlags-Anstalt, Stuttgart 1980, ISBN 3-421-01985-1, S. 16 und 22.
  211. Ian Kershaw: Das Ende. Kampf bis in den Untergang NS-Deutschlands 1944/45. DVA, München 2011, S. 33.
  212. Ian Kershaw: Führer und Hitlerkult. In: Hermann Weiß, Wolfgang Benz, Hermann Graml (Hrsg.): Enzyklopädie des Nationalsozialismus. 2007, S. 28 f.
  213. Ehemaliges Straßenschild „Adolf-Hitler-Straße“: Emailleschild aus dem Jahre 1933. Objektbeschreibung II/2002. StadtMuseum Bonn, 2002, archiviert vom Original am 27. April 2011, abgerufen am 27. April 2011.
  214. Lars Amenda: Die Einweihung des „Adolf-Hitler-Koogs“ am 29. August 1935 – Landgewinnung und Propaganda im Nationalsozialismus. In: Dithmarscher Landeszeitung. 29. August 2005, archiviert vom Original am 27. April 2011, abgerufen am 7. März 2010.
  215. Ian Kershaw: Hitler. 1889–1936. Stuttgart 1998, S. 611 f.
  216. Barbara Feller, Wolfgang Feller: Die Adolf-Hitler-Schulen. Pädagogische Provinz versus ideologische Zuchtanstalt. Weinheim/München 2001, ISBN 3-779-91413-1.
  217. Zitiert nach Cornelia Schmitz-Berning: Vokabular des Nationalsozialismus. De Gruyter, Berlin/New York 1998, ISBN 3-11-013379-2, S. 13 (Adolf-Hitler-Schulen (AHS))
  218. Ian Kershaw: Führer und Hitlerkult. In: Hermann Weiß, Wolfgang Benz, Hermann Graml (Hrsg.): Enzyklopädie des Nationalsozialismus. 2007, S. 23 und 28 f.
  219. Jens Hacke: Rezension zu: Kershaw, Ian: Der Hitler-Mythos. Führerkult und Volksmeinung. Stuttgart 1999. In: H-Soz-u-Kult, 30. November 2000, abgerufen am 6. März 2011.
  220. Martin Broszat: Zur Einführung: Probleme der Hitler-Forschung. In: Ian Kershaw: Der Hitler-Mythos. Volksmeinung und Propaganda im Dritten Reich. Deutsche Verlags-Anstalt, Stuttgart 1980, ISBN 3-421-01985-1, S. 13.
  221. a b Hans-Ulrich Wehler: Deutsche Gesellschaftsgeschichte. Bd. 4: Vom Beginn des ersten Weltkrieges bis zur Gründung der beiden deutschen Staaten 1914–1949. C.H. Beck, München 2003, S. 658.
  222. a b Martin Broszat: Soziale Motivation und Führer-Bindung des Nationalsozialismus. In: Vierteljahrshefte für Zeitgeschichte 18, 1970, S. 392–409 (PDF; 917 kB).
  223. Saul Friedländer: Nachdenken über den Holocaust. C.H. Beck, München 2007, ISBN 3-406-54824-5, S. 33 f.
  224. Saul Friedländer: Nachdenken über den Holocaust. München 2007, S. 35.
  225. Hans-Jürgen Döscher: „Reichskristallnacht“. Die Novemberpogrome 1938. Ullstein, Berlin 1988, S. 77 ff.
  226. Max Domarus (Hrsg.): Hitler. Reden und Proklamationen 1932–1945. Kommentiert von einem deutschen Zeitgenossen. Neuauflage, Band 4, Bolchazy-Carducci, Mundelein, Illinois 1988, S. 1663.
  227. Wilhelm Treue: Dokumentation: Hitlers Denkschrift zum Vierjahresplan. In: Vierteljahrshefte für Zeitgeschichte. 3. Jg., 1955, Heft 2, S. 184–210 (PDF); Rolf-Dieter Müller: Der Zweite Weltkrieg. Klett-Cotta, Stuttgart 2004, ISBN 3-608-60021-3, S. 55, 109 f.
  228. Klaus Jürgen Müller: Generaloberst Ludwig Beck: eine Biographie. Ferdinand Schöningh, 2008, ISBN 3-506-72874-1, S. 259.
  229. Rudolf Absolon: Die Wehrmacht im Dritten Reich, Band IV: 5. Februar 1938 bis 31. August 1939. Boldt im Oldenbourg Verlag, 2. Auflage, München 1998, ISBN 3-486-41739-8, S. 156–158.
  230. Jürgen Förster: Die Wehrmacht im NS-Staat. Eine strukturgeschichtliche Analyse. Oldenbourg Wissenschaftsverlag, München 2009, ISBN 3-486-59171-1, S. 152–154, 178.
  231. Joachim Fest: Hitler. Eine Biographie. Ullstein, 7. Auflage, Berlin 2004, S. 753–755.
  232. Ian Kershaw: Hitler. 1936–1945. DVA, Stuttgart 2000, S. 169.
  233. Horst Rohde: Hitlers erster „Blitzkrieg“ und seine Auswirkungen auf Nordosteuropa. In: Klaus A. Maier u. a. (Hrsg.: Militärgeschichtliches Forschungsamt): Das Deutsche Reich und der Zweite Weltkrieg. Band 2: Die Errichtung der Hegemonie auf dem europäischen Kontinent. DVA, Stuttgart 1979, S. 82.
  234. Winfried Baumgart: Zur Ansprache Hitlers vor den Führern der Wehrmacht am 22. August 1939. Eine quellenkritische Untersuchung. Vierteljahrshefte für Zeitgeschichte 2/1968, S. 133.
  235. Zitiert nach Hans-Adolf Jacobsen: Der Weg zur Teilung der Welt. Politik und Strategie 1939–1945. Koblenz/Bonn 1977, ISBN 3-8033-0258-7, S. 23–26.
  236. Joan Levinstein: Notorious Leaders. Adolf Hilter: 1938. In: Time.com, zuletzt abgerufen am 19. Dezember 2010.
  237. wp611c08d1_02.jpg. In: hitlerpages.com. September 1939, archiviert vom Original am 31. März 2011, abgerufen am 31. März 2011 (JPEG, Hitler und von Ribbentrop vor dem Zug sitzend.).
  238. wp7f322d21.jpg. In: hitlerpages.com. 22. September 1939, archiviert vom Original am 31. März 2011, abgerufen am 31. März 2011 (JPEG, Hitler beobachtet durch Scherenfernrohr den Beschuss von Warschau.).
  239. Alexander Lüdeke: Der Zweite Weltkrieg. Ursachen, Ausbruch, Verlauf, Folgen. Berlin 2007, ISBN 978-1-4054-8585-2, S. 25 und 27.
  240. Dieter Pohl: Verfolgung und Massenmord in der NS-Zeit 1933–1945. Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 2003, ISBN 3-534-15158-5, S. 64–67.
  241. Order to Bouhler and Dr. Karl Brandt to increase the authority of physicians to perform euthanasia. Harvard Law School Library Item No. 2493. Faksimile in der Bibliothek der Harvard Law School.
  242. a b Ino Arndt, Wolfgang Scheffler: Organisierter Massenmord an Juden in nationalsozialistischen Vernichtungslagern. Ein Beitrag zur Richtigstellung apologetischer Literatur. In: Vierteljahrshefte für Zeitgeschichte 24, 1976, Heft 2, S. 105–135, hier S. 112–114.
  243. Zitiert nach Hans-Adolf Jacobsen: Der Weg zur Teilung der Welt. Politik und Strategie 1939–1945. Koblenz/Bonn 1977, ISBN 3-8033-0258-7, S. 56 f.
  244. Karl-Heinz Frieser: Blitzkrieg-Legende – Der Westfeldzug 1940. München 2005, ISBN 3-486-57824-3, S. 382–394.
  245. Ab März 1943 verwendeten deutsche Soldaten und Zivilisten die Abkürzung „Gröfaz“ im Flüsterwitz als ironische Anspielung auf Hitlers militärische Niederlagen und auf die Abkürzungsmanie der Nationalsozialisten. Dazu Cornelia Berning: Die Sprache des Nationalsozialismus. In: Zeitschrift für Deutsche Wortforschung 17 (1961), S. 83.
  246. Karl-Heinz Frieser: Blitzkrieg-Legende – Der Westfeldzug 1940. München 2005, S. 393 und S. 409 ff.
  247. Uwe Bitzel: Die Konzeption des Blitzkrieges bei der deutschen Wehrmacht. Peter Lang, 1991, ISBN 3-631-42853-7, S. 181.
  248. Ian Kershaw: Hitler. 1936–1945. Stuttgart 2000, S. 411.
  249. Alexander Lüdeke: Der Zweite Weltkrieg. Ursachen, Ausbruch, Verlauf, Folgen. Berlin 2007, ISBN 978-1-4054-8585-2, S. 69.
  250. Gerhard L. Weinberg: Der deutsche Entschluß zum Angriff auf die Sowjetunion. In: VfZ 1, 1953, S. 301–318.
  251. Uwe Klußmann: Drang zum Zuschlagen. In: Spiegel Geschichte Nr. 3/2010, S. 24.
  252. Ian Kershaw: Wendepunkte. Schlüsselentscheidungen im Zweiten Weltkrieg 1940/41. 2. Auflage, DVA, München 2008, ISBN 978-3-421-05806-5, S. 95 f.
  253. Rolf-Dieter Müller: Hitler war kein Bismarck. In: Spiegel Geschichte Nr. 3, 2010, S. 66.
  254. Erich F. Sommer: Das Memorandum. Wie der Sowjetunion der Krieg erklärt wurde. Herbig, München/Berlin 1991, ISBN 3-776-61158-8, S. 353.
  255. Karl Lange: Der Terminus „Lebensraum“ in Hitlers „Mein Kampf“. In: Vierteljahrshefte für Zeitgeschichte 13, 1965, Heft 4, S. 427.
  256. Walther Rohland: Bewegte Zeiten. Erinnerungen eines Eisenhüttenmannes. Stuttgart 1978, S. 78; zitiert nach Ian Kershaw: Hitler. 1936–1945. Stuttgart 2000, S. 593.
  257. Guido Knopp: Die Wehrmacht. Eine Bilanz. München, 3. Aufl. 2007, S. 118.
  258. H.Gr.Kdo. Mitte, KTB Ia, 16.12.1941, in: BA-MA, RH 19 II/122, Bl. 129–131.
  259. Ian Kershaw: Hitler. 1936–1945. Stuttgart 2000, S. 607, Anm. 372.
  260. Guido Knopp: Die Wehrmacht. Eine Bilanz. München 2007, S. 119.
  261. Beispiel: Ian Kershaw: Hitler. 1936–1945. Stuttgart 2000, S. 512.
  262. Christian Hartmann: Unternehmen Barbarossa. Der deutsche Krieg im Osten 1941–1945. C.H. Beck, München 2011, S. 115 f.
  263. Timothy Snyder: Bloodlands: Europa zwischen Hitler und Stalin. C.H. Beck, München 2011, S. 419 und 196.
  264. Christian Streit: Keine Kameraden: Die Wehrmacht und die sowjetischen Kriegsgefangenen 1941–1945. Bonn 1997, ISBN 978-3-801-25023-2, S. 10 und S. 244 ff.
  265. Dieter Pohl: Verfolgung und Massenmord in der NS-Zeit 1933–1945. Darmstadt 2003, S. 70 f.
  266. Peter Klein (Hrsg.): Die Einsatzgruppen in der besetzten Sowjetunion 1941/42. Die Tätigkeits- und Lageberichte des Chefs der Sicherheitspolizei und des SD. Edition Hentrich, 1997, ISBN 3-894-68200-0, S. 323–328.
  267. Dieter Pohl: Nationalsozialistische Judenverfolgung in Ostgalizien 1941–1944. Oldenbourg Wissenschaftsverlag, München 1996, ISBN 3-486-56233-9, S. 97.
  268. „Beherrschen, Verwalten, Ausbeuten“ – Protokoll einer Führerbesprechung. In: Der II. Weltkrieg, Band 3: Tief im Feindesland. Pawlak-Verlag, 1989, S. 372.
  269. Ian Kershaw: Wendepunkte. Schlüsselentscheidungen im Zweiten Weltkrieg. 2. Auflage, München 2008, S. 570.
  270. Dieter Pohl: Verfolgung und Massenmord in der NS-Zeit 1933–1945. Darmstadt 2003, S. 75–79.
  271. Ian Kershaw: Hitler. 1936–1945. 2000, S. 621.
  272. Christian Zentner: Illustrierte Geschichte des Dritten Reiches. Bechtermünz, 1990, S. 331.
  273. Michael Wildt: Geschichte des Nationalsozialismus. Stuttgart 2007, S. 168.
  274. Werner Jochmann (Hrsg.): Monologe im Führerhauptquartier 1941–1944. München 2000, S. 106; zitiert bei Saul Friedländer: Das Dritte Reich und die Juden. Band 2: Die Jahre der Vernichtung 1939–1945. München 2006, S. 301.
  275. Barbara Schwindt: Das Konzentrations- und Vernichtungslager Majdanek: Funktionswandel im Kontext der „Endlösung“. Königshausen & Neumann, 2005, ISBN 3-826-03123-7, S. 32 f.
  276. Joseph Goebbels: Die Tagebücher. Teil 2, Bd. 2, S. 498 (Eintrag vom 13. Januar 1942). Zitiert etwa bei Heiko Heinisch: Hitlers Geiseln: Hegemonialpläne und der Holocaust. Passagen, 2005, ISBN 3-851-65662-8, S. 190.
  277. Heinrich August Winkler: Der lange Weg nach Westen. Band 2: Deutsche Geschichte vom 'Dritten Reich' bis zur Wiedervereinigung. C.H. Beck, München 2010, ISBN 3-406-46002-X, S. 93; Barbara Schwindt: Das Konzentrations- und Vernichtungslager Majdanek: Funktionswandel im Kontext der „Endlösung“. 2005, S. 46.
  278. Peter Witte und andere (Hrsg.): Der Dienstkalender Heinrich Himmlers 1941/42. Hans Christians Verlag, Hamburg 1999, S. 3.
  279. Raimond Reiter: Hitlers Geheimpolitik. Peter Lang, 2008, ISBN 3-631-58146-7, S. 81 f.
  280. Hans Mommsen: Der Wendepunkt zur „Endlösung“. Die Eskalation des nationalsozialistischen Judenverfolgung. In: Jürgen Matthäus, Klaus-Michael Mallmann (Hrsg.): Deutsche, Juden, Völkermord. Der Holocaust als Geschichte und Gegenwart. Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 2006, S. 63–66.
  281. Christian Gerlach: Die Wannsee-Konferenz, das Schicksal der deutschen Juden und Hitlers politische Grundsatzentscheidung, alle Juden Europas zu ermorden. In: Christian Gerlach: Krieg, Ernährung, Völkermord. Deutsche Vernichtungspolitik im Zweiten Weltkrieg. Pendo, Zürich & München 2001, ISBN 3-85842-404-8, S. 160 f.; Dieter Pohl: Holocaust. Die Ursachen, das Geschehen, die Folgen. Herder, 2. Auflage, Freiburg 2000, ISBN 3-451-04835-3, S. 60; Peter Longerich: Der ungeschriebene Befehl. Hitler und der Weg zur „Endlösung“. München 2001, S. 140 f.; Ian Kershaw: Hitler. 1889–1945. S. 640.
  282. Saul Friedländer: Nachdenken über den Holocaust. München 2007, S. 41–44.
  283. Felix Kersten: The Kersten Memoirs, 1940–1945. Time Life Education, 1992, ISBN 0-809-48737-3.
  284. Ian Kershaw: Hitler. 1936–1945. S. 442.
  285. Henrik Eberle, Matthias Uhl (Hrsg.): Das Buch Hitler. Geheimdossier des NKWD für Josef W. Stalin, zusammengestellt von Otto Günsche und Heinz Linge, Moskau 1948/49. Lübbe, Bergisch Gladbach 2005, S. 157, Anm. 151.
  286. Überblick bei Ian Kershaw: Der NS-Staat. Geschichtsinterpretationen und Kontroversen im Überblick. Rowohlt, 4. Auflage 1999, ISBN 3-499-60796-4, S. 237–245.
  287. Ian Kershaw: Hitler. 1936–1945. Stuttgart 2000, S. 793–796.
  288. Dieter Salewski: Die Abwehr der Invasion als Schlüssel zum „Endsieg“? In: Rolf-Dieter Müller, Hans-Erich Volkmann (Hrsg.): Die Wehrmacht. Mythos und Realität. Oldenbourg, München 1999, ISBN 3-486-56383-1, S. 211.
  289. Alexander Lüdeke: Der Zweite Weltkrieg. Ursachen, Ausbruch, Verlauf, Folgen. Berlin 2007, ISBN 978-1-4054-8585-2, S. 105.
  290. Ian Kershaw: Hitler. 1936–1945. Stuttgart 2000, S. 756 f.
  291. Ian Kershaw: Hitler. 1936–1945. Stuttgart 2000, S. 757.
  292. Henrik Eberle, Matthias Uhl (Hrsg.): Das Buch Hitler. Geheimdossier des NKWD für Josef W. Stalin, zusammengestellt von Otto Günsche und Heinz Linge, Moskau 1948/49. Lübbe, Bergisch Gladbach 2005, S. 211.
  293. Ian Kershaw: Hitler. 1936–1945. Stuttgart 2000, S. 777 f.
  294. Eintragung vom 1. September 1943, zitiert nach Peter Longerich: Goebbels. Biographie. Siedler, München 2010, S. 593.
  295. Alexander Lüdeke: Der Zweite Weltkrieg. Ursachen, Ausbruch, Verlauf, Folgen. Berlin 2007, S. 199.
  296. Alexander Lüdeke: Der Zweite Weltkrieg. Ursachen. Ausbruch. Verlauf. Folgen. Berlin 2007, S. 199.
  297. Silvesteransprache Adolf Hitlers am 31. Dezember 1944
  298. Ian Kershaw: Hitler. 1936–1945. Stuttgart 2000, S. 797.
  299. Ellen Gibbels: Hitlers Parkinson-Krankheit: zur Frage eines hirnorganischen Psychosyndroms. Springer, 1990, ISBN 3-540-52399-5, S. 93.
  300. Kurt Bauer: Nationalsozialismus: Ursprünge, Anfänge, Aufstieg und Fall. UTB, 2008, ISBN 3-825-2307-6, S. 536.
  301. Ian Kershaw: Hitler. 1936–1945. Stuttgart 2000, S. 1014.
  302. Gerd R. Ueberschär: Für ein anderes Deutschland. Die Zeit des Nationalsozialismus. Fischer, 2006, ISBN 3-596-13934-1, S. 13–20.
  303. Günther van Norden: Widersetzlichkeit von Kirchen und Christen. In: Wolfgang Benz/Walter H. Pehle (Hrsg.): Lexikon des deutschen Widerstandes. S. Fischer, Frankfurt am Main 1994, ISBN 3-10-005702-3, S. 68–82.
  304. Will Berthold: Die 42 Attentate auf Adolf Hitler. Blanvalet, München 1981.
  305. Wolfram Selig: Bürgerbräu-Attentat. In: Wolfgang Benz/Walter H. Pehle (Hrsg.): Lexikon des deutschen Widerstandes. S. Fischer, Frankfurt am Main 1994, ISBN 3-10-005702-3, S. 185–188.
  306. Hans Mommsen: Bürgerlicher (nationalkonservativer) Widerstand. In: Wolfgang Benz/Walter H. Pehle (Hrsg.): Lexikon des deutschen Widerstandes. S. Fischer, Frankfurt am Main 1994, ISBN 3-10-005702-3, S. 55–67; Hermann Graml: Militärischer Widerstand. Ebda., S. 83–97.
  307. Ian Kershaw: Hitler. 1889–1945. 2000, S. 887.
  308. Joachim Fest: Staatsstreich. Der lange Weg zum 20. Juli. Berlin 1994, ISBN 3-88680-539-5, S. 76 ff.
  309. Ian Kershaw: Hitler. 1936–1945. Stuttgart 2000, S. 181.
  310. Peter Hoffmann: Oberst i.G. Henning von Tresckow und die Staatsstreichspläne im Jahr 1943. In: VfZ 55, 2007, Heft 2, S. 331–364 (doi:10.1524/VfZg.2007.55.2.331), hier S. 332.
  311. Karl-Heinz Frieser: Blitzkrieg-Legende. Der Westfeldzug 1940. 3. Auflage, München 2005, S. 66–69; Peter Hoffmann: Widerstand, Staatsstreich, Attentat. Der Kampf der Opposition gegen Hitler. 4. Auflage, München/Zürich 1985, S. 208–214.
  312. Christian Graf von Krockow: Eine Frage der Ehre. Stauffenberg und das Hitler-Attentat vom 20. Juli 1944. Rowohlt, Reinbek bei Hamburg 2004, ISBN 3-499-61494-4, S. 101.
  313. Hermann Graml: Militärischer Widerstand. In: Wolfgang Benz/Walter H. Pehle (Hrsg.): Lexikon des deutschen Widerstandes. S. Fischer, Frankfurt am Main 1994, ISBN 3-10-005702-3, S. 83–97.
  314. Ian Kershaw: Hitler. 1889–1945. 2000, S. 913–916.
  315. Joachim Fest: Staatsstreich. Der lange Weg zum 20. Juli. Siedler, Berlin 1994, S. 310 f.
  316. Kurt Bauer: Nationalsozialismus. Ursprünge, Anfänge, Aufstieg und Fall. Böhlau, Wien 2008, ISBN 978-3-8252-3076-0, S. 504 f.
  317. Ian Kershaw: Hitler. 1936–1945. Stuttgart 2000, S. 906.
  318. Ian Kershaw: Hitler. 1936–1945. Stuttgart 2000, S. 1036.
  319. Adolf Hitler: Mein privates Testament (1945)
  320. Mein politisches Testament (1945)
  321. Ian Kershaw: Hitler. 1936–1945. Stuttgart 2000, S. 1061.
  322. Zitiert nach Günter Wegmann (Hrsg.): „Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt …“ Der deutsche Wehrmachtbericht. Bd. 3, 1944–1945 und Register. Biblio Verlag, Osnabrück 1982, ISBN 3-7648-1282-6, S. 563.
  323. a b Alisa Argunova: Die acht Bestattungen Hitlers. Aus dem Russischen übersetzt und kommentiert von Wolf Oschlies. Auf: Shoa.de, zuletzt abgerufen am 18. Dezember 2008.
  324. Hugh Redwald Trevor-Roper: The Last Days of Hitler. 1. Auflage, Macmillan, London/New York 1947. Deutsch zuletzt: Hugh R. Trevor-Roper: Hitlers letzte Tage. Übersetzt von Joseph Kalmer und Gisela Breiting-Wolfsholz. Ullstein, Frankfurt am Main 1995, ISBN 3-548-33192-0.
  325. Angelika Franz: DNA-Analyse: Angeblicher Hitler-Schädel stammt von einer Frau. In: Spiegel Online. 1. Oktober 2009, abgerufen am 26. Januar 2010.
  326. Friedemann Bedürftig: Chronik des Zweiten Weltkriegs. Chronik Verlag, 2004, ISBN 3-577-14367-3, S. 518.
  327. Sebastian Haffner: Anmerkungen zu Hitler. München 1978, S. 8; Ian Kershaw: Hitler. 1889–1936. Stuttgart 1998, S. 21.
  328. Wolfgang Wippermann: „Deutsche Katastrophe“. Meinecke, Ritter und der erste Historikerstreit. In: Gisela Bock, Daniel Schönpflug (Hrsg.): Friedrich Meinecke in seiner Zeit. Steiner, Stuttgart 2006, ISBN 3-515-08962-4, S. 177–191, hier S. 180.
  329. Hugh Trevor-Roper: Hitlers Kriegsziele. In: Wolfgang Michalka (Hrsg.): Nationalsozialistische Außenpolitik. Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 1978, ISBN 3-534-07245-6, S. 24–45.
  330. Klaus Hildebrand: Das Dritte Reich. München 2009, S. 186.
  331. Zitiert nach Deutsches Historisches Institut (Hrsg.): Francia. Forschungen zur Westeuropaischen Geschichte, Band 8. Wilhelm Fink Verlag, 1981, S. 611.
  332. Klaus Hildebrand: Das Dritte Reich. Oldenbourg Wissenschaftsverlag, München 2009, S. 185.
  333. Pia Nordblum: Alles nur Faschismus-Ideologie? Der Beitrag der DDR-Historiographie zu einer Hitler-Biographie. In: Heiner Timmermann (Hrsg.): Vergangenheitsbewältigung in Europa im 20. Jahrhundert. Band 1. Lit Verlag, 2010, ISBN 3-643-10862-1, S. 43.
  334. Matthias N. Lorenz: Hitler-Welle. In: Torben Fischer, Matthias N. Lorenz (Hrsg.): Lexikon der Vergangenheitsbewältigung in Deutschland. Debatten- und Diskursgeschichte des Nationalsozialismus nach 1945. Transcript, 2009, ISBN 3-899-42773-4, S. 220 f.
  335. Klaus Hildebrand: Das Dritte Reich. Oldenbourg Wissenschaftsverlag, München 2009, S. 189 f.
  336. Joachim Rohlfes: Der Nationalsozialismus – ein Hitlerismus? In: Geschichte in Wissenschaft und Unterricht 48, 1997, Heft 3, S. 135–150.
  337. Martin Broszat: Zur Einführung. In: Ian Kershaw: Der Hitler-Mythos. Führerkult und Volksmeinung. 2. Auflage, Deutsche Verlags-Anstalt, 1999, ISBN 3-421-05285-9, S. 9 und 13 f.
  338. Gerhard Schreiber: Hitler-Interpretationen 1923–1983. Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 1984, ISBN 3-534-07081-X, S. 303 f.
  339. Ian Kershaw: Hitler. 1889–1936. Stuttgart 1998, S. 663.
  340. Andreas Hillgruber: Hitlers Strategie. Politik und Kriegführung 1940–1941. (1962) Bernard & Graefe, 3. Auflage 1993, ISBN 3-763-75923-9.
  341. Eberhard Jäckel: Hitlers Weltanschauung. Entwurf einer Herrschaft. (1969) Deutsche Verlags-Anstalt, 4. Auflage 1991, ISBN 3-421-06083-5; Hitlers Herrschaft. Vollzug einer Weltanschauung. (1986) Deutsche Verlags-Anstalt, 4. Auflage 1999, ISBN 3-421-06254-4.
  342. Andreas Hillgruber: Die Endlösung und das deutsche Ostimperium als Kernstück des rassenideologischen Programms des Nationalsozialismus. In: Wolfgang Wippermann (Hrsg.): Kontroversen um Hitler. Suhrkamp, Frankfurt am Main 1986, S. 219–247.
  343. Hans Mommsen: Der Wendepunkt zur „Endlösung“. Die Eskalation des nationalsozialistischen Judenverfolgung. In: Jürgen Matthäus, Klaus-Michael Mallmann (Hrsg.): Deutsche, Juden, Völkermord. Der Holocaust als Geschichte und Gegenwart. Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 2006, S. 57–72.
  344. Manfred Funke: Starker oder schwacher Diktator? Hitlers Herrschaft und die Deutschen, ein Essay. Droste, Düsseldorf 1989, ISBN 3-770-00777-8.
  345. Andreas Wirsching: „Man kann nur Boden germanisieren“. Eine neue Quelle zu Hitlers Rede vor den Spitzen der Reichswehr am 3. Februar 1933. In: Vierteljahrshefte für Zeitgeschichte 49, 2001, Heft 3, S. 517–550 (PDF; 1,45 MB), hier S. 536, vgl. S. 519.
  346. Peter Longerich: Der ungeschriebene Befehl: Hitler und der Weg zur »Endlösung«. Piper, München 2001, ISBN 3-492-04295-3.
  347. Götz Aly: Geschichte reicht in die Gegenwart. Ein Gespräch mit dem Historiker Raul Hilberg. In: Neue Zürcher Zeitung, 10. Dezember 2002, abgerufen am 7. Februar 2012.
  348. Ian Kershaw: Hitler. 1889–1945. S. 759.

Referenzfehler: Das in <references> definierte <ref>-Tag mit dem Namen „Wei.C3.9FAttentate“ wird im vorausgehenden Text nicht verwendet.

Zum Beginn der Einzelnachweise

Dies ist ein als lesenswert ausgezeichneter Artikel.
Dieser Artikel wurde am 8. Juli 2005 in dieser Version in die Liste der lesenswerten Artikel aufgenommen.
Dieser Artikel befindet sich derzeit im Review-Prozess
QSicon in Arbeit.svg Dieser Artikel befindet sich derzeit im Review-Prozess. Sag dort deine Meinung zum Artikel und hilf mit, ihn zu verbessern!
Meine Werkzeuge
Namensräume
Varianten
Aktionen
Navigation
Mitmachen
Drucken/exportieren
Werkzeuge
In anderen Sprachen