Adolf II. (Waldeck)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Adolf II. von Waldeck (* um 1258; † 12. Dezember 1302 in Lüttich) war Graf von Waldeck und später gewählter Bischof von Lüttich. Als solcher führte er den Titel Adolf I.

[Bearbeiten] Leben

Er war der älteste Sohn von Heinrich III. von Waldeck. Seine Mutter war Mechthild von Cuyk-Arnsberg, eine Tochter von Graf Gottfried III. von Arnsberg.

Zunächst war er Nachfolger seines Großvaters Adolf I. als Graf von Waldeck. Ein Vertrag mit seinen Brüdern bestimmte, dass nur derjenige der eigentliche Erbe der Grafschaft sein solle, der Sophie von Hessen heiraten würde. In seine Regierungszeit fällt ein Bannspruch des Erzbischofs von Mainz gegen ihn und seine Mutter, weil sie den Landgrafen von Hessen gegen Mainz beigestanden hätten.

Da Adolf die Heirat nicht gelang, verzichtete er auf seinen Herrschaftsanspruch. Otto I. von Schwalenberg-Waldeck wurde Herrscher in Waldeck. Der andere Bruder Gottfried wurde Bischof von Minden.

Wie dieser trat Adolf in den geistlichen Stand ein. Er wurde Domherr in Lüttich und Dompropst in Trier und Utrecht. Im Jahr 1301 wurde er vom Papst zum Bischof von Lüttich ernannt. Er zog mit großem Gefolge in Lüttich ein. In der Stadt herrschten Konflikte zwischen Klerus und Bürgerschaft. Adolf gelang es die Einigkeit wieder herzustellen. Ein Jahr später belagerte und eroberte er mit starken Truppen das Schloss Myrwar und besetzte das Gebiet rund herum. Gegen Wucherer ging er vor indem er ihre Häuser zerstören ließ. Es gab Gerüchte, dass er von diesen vergiftet worden ist. Begraben wurde er vor dem Altar des Domes von Lüttich.

[Bearbeiten] Literatur

  • Joh. Adolph Theodor Ludwig Varnhagen: Grundlage der Waldeckischen Landes- und Regentengeschichte. Göttingen, 1825 331f.

[Bearbeiten] Weblinks


Vorgänger Amt Nachfolger
Hugo von Chalon Bischof von Lüttich
1301–1302
Theobald von Bar


Meine Werkzeuge
Namensräume

Varianten
Aktionen
Navigation
Mitmachen
Drucken/exportieren
Werkzeuge
In anderen Sprachen