Adolf Ignaz Mautner von Markhof

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Adolf Ignaz Mautner, Ritter von Markhof (1801 - 1889)

Adolf Ignaz Mautner, 1872 nobilitiert zu Mautner Ritter von Markhof (* 26. Oktober 1801 in Smirschitz, Böhmen; † 24. Dezember 1889 in Wien) war ein österreichischer Industrieller.

Leben[Bearbeiten]

Adolf Ignaz Mautner, Urgroßvater von Manfred Mautner Markhof und Georg Mautner Markhof, trat ab 1840 als Pächter des Brauhauses St. Marx auf, das er 1857 kaufte. 1843 stellte der technisch innovative Brauereifachmann erstmals untergäriges Bier her und lagerte es mit Hilfe neuer Kühlvorrichtungen („Abzugbier“). Mit seinem Schwiegersohn Johann Peter Reininghaus produzierte er 1847 erstmals Presshefe, wofür er einen von der Wiener Bäckerinnung ausgesetzten Preis gewann.[1] Die Unternehmerdynastie Mautner Markhof und die Mautner Markhof AG gehen auf ihn zurück. Der dem Judentum entstammende Ignaz Mautner blieb der Religion seiner Väter verpflichtet, seine Söhne jedoch wurden getauft.

In Wien, Baden, Bořitz, Smiřice und Göding war Ignaz Adolf Mautner Ehrenbürger; weitere Auszeichnungen, die ihm zuteilwurden, waren der Orden der Eisernen Krone III. Klasse, das Ritterkreuz des Franz-Joseph-Ordens, die Große Salvatormedaille sowie 1872 die Erhebung in den österreichischen Ritterstand (Adolf Ignaz Mautner, Ritter von Markhof).

Nach der Übergabe der Geschäftsführung an seinen Sohn Karl Ferdinand Mautner von Markhof kümmerte er sich um wohltätige Einrichtungen.

So stiftete er gemeinsam mit seiner Frau Julie Marcelline das Kronprinz Rudolf-Kinderspital in Wien-Landstraße, sein Geburtshaus in Smiřice wandelte er in ein Versorgungshaus für alte mittellose Bürger und einen Kindergarten um und in Baden errichtete er einen Kindergarten mit einer Ausspeisung für arme Schulkinder. Außerdem finanzierte er einige Waisenstiftplätze in Wien und Baden.

Beigesetzt wurde Adolf Ignaz Mautner, Ritter von Markhof in einer von Carl Kundmann gestalteten Arkadengruft auf dem Wiener Zentralfriedhof.[2] Im Jahr 1890 wurde in Wien Landstraße (3. Bezirk) die Markhofgasse nach ihm benannt.

Fußnoten[Bearbeiten]

  1. http://wwwapp.bmbwk.gv.at/cgi-bin/info.cgi?1226
  2. http://www.viennatouristguide.at/Friedhoefe/Zentralfriedhof/Index_Arkaden_Bild/ark_35_mautner.htm

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]