Adolf Köster

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Adolf Köster (* 8. März 1883 in Verden; † 18. Februar 1930 in Belgrad) war ein deutscher Politiker (SPD) und Diplomat.

In Kappeln aufgewachsen; seit seiner Jugend Mitglied der SPD; lehrte bis 1912 an der TH München; war anschließend für den Vorwärts tätig, zunächst als freier Journalist, in den Kriegsjahren als Berichterstatter.

Nach der Novemberrevolution 1918 zunächst in der Preußischen Staatskanzlei, seit Jahresbeginn 1919 in der Reichskanzlei, ab Mai 1919 als Staats-, später auch als Preußischer Staatskommissar der Provinz Schleswig-Holstein im schleswigschen Abstimmungsgebiet tätig,

Er war vom 10. April bis 8. Juni 1920 Außenminister des Deutschen Reichs im ersten Kabinett des Reichskanzlers Hermann Müller, der eine Regierungskoalition aus SPD, Zentrum und DDP führte. Im zweiten Kabinett von Wirth (Zentrum, SPD, DDP) vom 26. Oktober 1921 bis zum 14. November 1922 bekleidete er das Amt des Reichsinnenministers. Im Jahre 1928 war er als Gesandter in Belgrad tätig.

Der deutsche Diplomat Kajus Köster war sein Sohn.

[Bearbeiten] Werke

  • Fort mit der Dolchstoßlegende! Warum wir 1918 nicht weiterkämpfen konnten. Berlin: Verlag für Politik und Wissenschaft, 1922.
  • Mit den Bulgaren. Kriegsberichte aus Serbien und Mazedonien. [Verlag] Albert Langen, München, 1916. 148 S.
  • Wandernde Erde. Kriegsberichte aus dem Westen. Verlag Albert Langen, München, 1917. 133 S.

[Bearbeiten] Literatur

  • John Hiden: Adolf Köster und Paul Schiemann in Riga. Deutsche Ostpolitik nach dem Ersten Weltkrieg. in: Norbert Angermann et al.: Ostseeprovinzen, Baltische Staaten und das Nationale. LIT Verlag, Münster 2005, ISBN 3-8258-9086-4

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