Adolf Oberländer

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Dieser Artikel behandelt den Maler und Zeichner Adolf Oberländer. Für den gleichnamigen Architekten siehe Adolf Oberländer (Architekt).
Adolf Oberländer, Radierung von Johann Lindner
Schlafende Riese mit Zwergen

Adolf Oberländer (* 1. Oktober 1845 in Regensburg; † 29. Mai 1923 in München) war ein bayerischer Maler und Zeichner und Schüler von Ferdinand von Piloty. Er war verheiratet mit Anna Elisabetha Johanna Helene Sophie Scheurlin (* 12. August 1844), der jüngsten Tochter des Dichters Georg Scheurlin.

Wilhelm Busch beeinflusste seine Illustrationen, die zum Großteil im Verlag Braun & Schneider erschienen. Bekannt waren vor allem seine humorvoll-satirischen Darstellungen menschlichen Verhaltens. Diese wurden oft als anthropomorphisiserende Tierzeichnungen ausgeführt. Oberländer zeichnete vor allem für die Fliegenden Blätter, ein illustriertes, humoristisches Wochenblatt. Später arbeitete er auch für den Münchner Bilderbogen.

Weitere Illustrationen schuf er für Franz Bonns „Lustige Naturgeschichte oder Zoologica comica“ (1877), „Jedes Thierchen hat sein Pläsierchen“ (1888) von Edwin Bormann und „O diese Kinder“ (1894) von Georg Bötticher.

Zu seinen berühmtesten Werken zählt die Bildserie Randzeichnungen aus dem Schreibheft des kleinen Moritz, die von 1880 bis 1900 veröffentlicht wurden. Das Oberländer-Album erschien ab 1879.

Er entwarf im Auftrag des Kölner Schokoladeproduzenten Ludwig Stollwerck Sammelbilder für Stollwerck-Sammelalben, u.a. die Serie „Abenteuer eines Frosches“ für das Stollwerck-Sammelalbum No. 4 von 1899. [1]

Literatur[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Lorenz, Detlef: Reklamekunst um 1900. Künstlerlexikon für Sammelbilder, Reimer-Verlag, 2000.

Weblinks[Bearbeiten]

 Wikisource: Adolf Oberländer – Quellen und Volltexte
 Commons: Adolf Oberländer – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien