Adolf Rading

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Adolf Peter Rading (* 2. Februar 1888 in Berlin; † 4. April 1957 in London) war ein deutscher Architekt des Neuen Bauens, der auch auf dem Gebiet des Völkerbundsmandat für Palästina und Großbritannien tätig war.

A. Rading: Mohrenapotheke in Breslau (Bild rechts), jetzt Redaktionssitz der Gazeta Wyborcza
A. Rading: Freimaurerloge Odd Fellows, jetzt Kino Lwów in Breslau

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Leben

Nach dem 1911 abgeschlossenen Architekturstudium war er 1919 kurz bei Peter Behrens tätig. In gleichen Jahr zog er nach Breslau, wo er zunächst als Assistent von August Endell, ab 1923 als Professor für Architektur an der Staatlichen Akademie für Kunst und Kunstgewerbe Breslau unterrichtete. Ab 1926 führte Rading ein gemeinsames Büro mit Hans Scharoun in Berlin. Adolf Rading war Mitglied des Deutschen Werkbunds und nahm an dessen Ausstellungen in Stuttgart-Weißenhof und in Breslau teil; ebenso war er Mitglied der Architektenvereinigung Der Ring. Nachdem die Nazis 1933 an die Macht gekommen waren, emigrierte Rading, dessen Frau aus jüdischer Familie kam, nach Frankreich und dann nach Palästina, ins heutige Israel. Rading war ab 1943 Stadtarchitekt in Haifa, 1950 ließ er sich in Großbritannien nieder.

[Bearbeiten] Werke

  • 1921: Eigenheim des Architekten an der Stifterstraße in Breslau
  • 1922: Entwurf für eine Hochgarage in Breslau
  • 1925: Wettbewerbsentwurf für die Umgestaltung des Elisabethkirchplatzes in Breslau
  • 1925–1927: Freimaurerloge Odd Fellows in Breslau
  • 1927: Einfamilienhaus in Stuttgart-Weißenhof (1956 abgebrochen)
  • 1925–1928: zweimaliger Umbau der Mohrenapotheke am Blücherplatz in Breslau (jetzt Redaktion der Gazeta Wyborcza), mit Hans Leistikow
  • 1927: Kriebelhaus in der Siedlung Leerbeuthel (Lipińskiego-Straße 1) in Breslau
  • 1927: Bahnhof in Schönberg (jetzt Sulików, Polen). Gut erhaltenes und nur geringfügig verändertes Bahnhofsgebäude. Es war der erste unrepräsentative, seiner technischen Zweckbestimmung gemäß gestaltete Durchgangsbahnhof einer kleinen Station.[1]
  • 1928: Haus Haffner in Berlin-Pichelsdorf
  • 1929: Mehrfamilienhaus in der WuWa-Ausstellung in Breslau, ursprünglich als Hochhaus geplant (jetzt Studentenwohnheim Panzerschiff),
  • 1929: Haus Ernst Rading in Berlin-Zehlendorf
  • 1929–1930: Einfamilienhaus für Dr. Rabe in Zwenkau mit Oskar Schlemmer
  • 1930–1933: Wohnbebauung in Berlin-Lichtenberg, Zeppelinstraße
  • 1936–1950: Städtebauliche Planungen für Haifa
  • 1939: Haus Maurice Gerzon in Haifa
  • 1944: Parfümfabrik für Maurice Gerzon in Haifa

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Architektur der Zwanziger Jahre in Deutschland - Ein Vermächtnis in Gefahr, Verlag Langewiesche, Königstein 2009, Bild 289

[Bearbeiten] Literatur

  • Jerzy Ilkosz, Beate Störtkuhl (Hrsg.): Wieżowce Wrocławia 1919–1932. Wystawa zorganizowana przez Archiwum Budowlane Miasta Wrocławia we współpracy z Technische Universität Braunschweig. Archiwum Budowlane miasta Wrocławia, Wrocław 1997, ISBN 83-908067-0-3, S. 209–210.
  • Peter Pfankuch (Hrsg.): Adolf Rading. Bauten, Entwürfe und Erläuterungen (= Schriftenreihe der Akademie der Künste. Bd. 3, ISSN 0587-4610), Berlin 1970.

[Bearbeiten] Weblinks

 Commons: Adolf Rading – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
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