Adolf von Auersperg

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Fürst Adolf Carl Daniel von Auersperg, Lithographie von Adolf Dauthage

Fürst Adolf Carl Daniel von Auersperg (* 21. Juli 1821 auf Schloss Vlašim in Vlašim, Böhmen; † 5. Jänner 1885 auf Schloss Goldegg in Neidling, Niederösterreich) war vom 25. November 1871 bis zum 15. Februar 1879 österreichischer Ministerpräsident von „Cisleithanien“, wie die österreichische Reichshälfte von Österreich-Ungarn informell genannt wurde.

Fürst Auersperg war der Sohn des Oberstleutnants Wilhelm von Auersperg. Sein Urgroßvater mütterlicherseits war der General Levin August von Bennigsen. Adolfs Bruder Karl Wilhelm Philipp von Auersperg war in den Jahren 1867/68 ebenfalls Ministerpräsident.

Auersperg studierte Jus und diente danach 14 Jahre lang als Offizier der Kavallerie. 1867 wurde er zum Oberstlandmarschall von Böhmen ernannt, 1870 als Landespräsident nach Salzburg berufen. 1871 wurde er Ehrenbürger von Salzburg. Von 1871 bis 1879 war er dann österreichischer Ministerpräsident.

Unter seiner Regierung wurde im Jahre 1873 eine Wahlrechtsreform durchgeführt, die es allen männlichen Bürgern ab 24 erlaubte zu wählen, solange sie einen Mindessteuersatz von 10 Gulden zahlten. Dies berechtigte nur etwa 6 % der Bevölkerung zur Wahl.

In den Jahren 1879 bis 1885 war er der Präsident des Obersten Rechnungshofes von „Cisleithanien“.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]