Adolfo Celi

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Adolfo Celi (* 27. Juli 1922 in Messina, Sizilien; † 19. Februar 1986 in Rom) war ein italienischer Filmschauspieler und Regisseur.

Leben[Bearbeiten]

Celi trat in fast 100 Filmen, speziell in Rollen als internationaler Bösewicht, auf. Seine bekannteste Rolle war die des Emilio Largo im 1965 gedrehten James Bond 007 – Feuerball. Er trat auch als Protagonist in einigen italienischen Komödien auf, so etwa in Brancaleone auf Kreuzzug ins Heilige Land.

Celi sprach mehrere Sprachen fließend, wurde wegen seines starken sizilianischen Akzents in englischsprachigen Filmen aber zumeist synchronisiert. In Feuerball und in Abenteuer in Rio wurde seine Textpassagen von Robert Rietti nachgesprochen. In der 1981 gedrehten BBC-Serie Die Borgias, in der er Rodrigo Borgia darstellte, wurde er nicht synchronisiert, sodass er durch seinen starken Akzent schwer verständlich war, wofür er von Kritikern und Zuschauern sehr verspottet wurde.

Celi studierte an der Accademia d'Arte Drammatica in Rom. Er war auch als Bühnendarsteller erfolgreich und lebte und arbeitete von 1946 bis 1962 in Argentinien und Brasilien. Bei drei Filmen führte er in Südamerika Regie.

Celi war dreimal verheiratet. Er starb 1986 in Rom an einem Herzinfarkt.[1]

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten]

  • 1971: Wettlauf gegen den Tod (Hanno cambiato faccia)
  • 1972: Bruder Sonne, Schwester Mond (Fratello sole, sorella luna)
  • 1972: The Child – Die Stadt wird zum Alptraum (Chi l’ha vista morire?)
  • 1972: Gefährlicher Partner (Le Mataf)
  • 1972: Hitler – Die letzten zehn Tage (Hitler: The last ten days)
  • 1972: Der lange Arm des Paten (La mano lunga del padrino)
  • 1972: Der Mafia-Boß – Sie töten wie Schakale (La mala ordine)
  • 1972: Mord exklusiv (Terza ipotesi su un caso di perfetto strategia criminale)
  • 1973: 1931 – Es geschah in Amerika (Piazza pulita)
  • 1973: Die Sommerfrische (La villeggiatura)
  • 1973: Verbannt (Il sorriso del grande tentatore)
  • 1974: Ein Unbekannter rechnet ab (And Then There Were None)
  • 1974: Das Gespenst der Freiheit (Le Fantôme de la liberté)
  • 1975: Ein irres Klassentreffen (Amici miei)
  • 1975: Libera, Amore mio (Libera, amore mio!)
  • 1976: Eiskalte Typen auf heißen Öfen (Uomini si nasce poliziotti si muore)
  • 1976: Der große Angeber (Le grand escogriffe)
  • 1976: Horse Fever (Febbre di cavallo)
  • 1976: Das Hotel der heißen Teens (L'affitacamere)
  • 1976: Öl (The Next Man)
  • 1976: Ramba Zamba bei der Mafia (Come una rosa al naso)
  • 1976: Sandokan – Der Tiger von Malaysia (Sandokan)
  • 1976: Der Schatten, der uns verfolgte (L'Homme qui nous suit)
  • 1977: Abendessen mit anschließendem Frühstück (Pane, burro e marmellata)
  • 1978: Eine mörderische Karriere (Indagine su un delitto perfetto)
  • 1980: Café Express (Café Express)
  • 1980: Cinderella ’80 (Cenerentola '80)
  • 1980: Car-napping – bestellt – geklaut – geliefert
  • 1981: Gib dem Affen Zucker (Innamorato pazzo)
  • 1982: Monsignor (Monsignor)
  • 1982: Meine Freunde (Amici miei atto II)
  • 1985: Amici miei atto III

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Roberto Poppi: Dizionario del cinema italiano, I registi, Gremese 2002, S. 104