Adolph Erdmannsdörffer

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Adolph Erdmannsdörffer, letztes Opfer der Stoßmensur in Jena, 23. Juli 1845

Adolph Erdmannsdörffer (* in Nordhausen; † 23. Juli 1845 in Jena, begraben in Wöllnitz) gilt als das letzte Opfer einer Stoßmensur, welches diese aber nach folgenden Angaben ausgepaukt haben müsste. [1][2] Es gab 1847 noch einen weiteren derartigen Todesfall in München.

Erdmannsdörffer war Jurastudent und Fürstenkelleraner, also Mitglied der Burschenschaft auf dem Fürstenkeller, der heutigen Jenaischen Burschenschaft Germania. Sein Gegner war Gustav Köhler, ein ehemaliger Burgkelleraner. Erdmannsdörffer fing sich bei der Persönlichen Contrahage einen sogenannten Lungenfuchser ein, also einen Stich in die Lunge, der seinen frühen Tod zur Folge hatte. Bedeutung erlangte dieser Vorfall insofern, dass in Jena die Stoßmensur auf Pariser Stoßdegen durch Säbel- oder Schlägerhiebmensur ersetzt wurde und der an der Jenenser Universität lehrende Fechtmeister Friedrich August Wilhelm Ludwig Roux, welcher diese einführte, Lehrbücher für das Stoß- und Hiebfechten geschrieben hatte.

Der Grabstein Erdmannsdörffers auf dem Friedhof in Wöllnitz ist noch heute erhalten.

[Bearbeiten] Weblinks

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Die kleine studentische Fechtfibel S. 29.
  2. http://www.fechtfibel.de/Sonstiges/1,000000184390,8,1;focus=DUMMY_de_dtag_hosting_hpcreator_widget_Download_a4736b27&path=download.action&frame=DUMMY_de_dtag_hosting_hpcreator_widget_Download_a4736b27&raw=1?id=5979
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