Adriaen Pietersz. van de Venne

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Adrienne van Venne. Portrait von Wenceslas Hollar.

Adriaen Pietersz. van de Venne (* 1589 in Delft; † 12. November 1662 in Den Haag) war ein niederländischer Maler und Dichter

Inhaltsverzeichnis

Leben[Bearbeiten]

Van de Venne ging zuerst bei dem Goldschmied S. Valck in Leiden, später bei dem Grisaillemaler H. van Diest in Den Haag in Lehre. Er wurde 1625 Mitglied der Malergilde in Den Haag, deren Dekan er 1638-1640 war. Er arbeitete hier am Hof des Fürsten Maurits von Oranien und bei Friedrich Heinrich von Oranien. Er malte höfische Porträts und dokumentierte das aristokratische Leben. Er starb dort am 12. November 1662.

Werk[Bearbeiten]

Nach dem Vorbild von Jan Brueghel dem Älteren und unter dem Einfluss des Esaias van de Velde malte er Landschaften mit Figuren in glänzender Färbung (zum Beispiel: der Sommer und Winter, im Museum zu Berlin, die Kirmes, im Reichsmuseum zu Amsterdam das Waffenstillstandsfest, im Louvre zu Paris; das Fest vor einem Schloss, in der Galerie zu Kassel), aber auch Grisaillen mit Jagdszenen, Reiterzügen und andere. Er schuf Illustrationen zu den Werken von Jacob Cats und Jan de Brune, die sein älterer Bruder Jan herausgab. Sein Hauptwerk ist die Seelenfischerei katholischer und protestantischer Geistlicher, im Reichsmuseum zu Amsterdam. Sein Gedicht „De Zeensche Mey-clacht“ (1623), das den alten Konflikt zwischen Malerei und Dichtkunst thematisiert, spiegelt sein humanistisches und didaktisches Bildverständnis.

Literatur[Bearbeiten]

  • Hermann Arthur Lier: Venne, Adrian Pietersz van der. In: Allgemeine Deutsche Biographie (ADB). Band 39, Duncker & Humblot, Leipzig 1895, S. 605 f.
  • Adrian Pietersz van de Venne, Tafereel van de belacchende Werelt. Graven-Hage, 1635, Kl8°, XII,280 S, 12 Kupferstiche von P. de Jode und V van Bremden.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Adriaen Pietersz. van de Venne – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien
Meyers Dieser Artikel basiert auf einem gemeinfreien Text aus Meyers Konversations-Lexikon, 4. Auflage von 1888–1890.
Bitte entferne diesen Hinweis nur, wenn du den Artikel so weit überarbeitet hast, dass der Text den aktuellen Wissensstand zu diesem Thema widerspiegelt, dies belegt ist und er den heutigen sprachlichen Anforderungen genügt.

Um danach auf den Meyers-Artikel zu verweisen, kannst du {{Meyers Online|Band|Seite}} benutzen.