Adrie van der Poel

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Adrie van der Poel

Adrianus Aloysius Jacobus „Adrie“ van der Poel (* 17. Juni 1959 in Hoogerheide) ist ein ehemaliger niederländischer Radrennfahrer. Er begann seine Profikarriere 1981 und trat 2000 zurück.

Karriere[Bearbeiten]

Zu Beginn seiner Karriere war van der Poel Straßenradfahrer und gewann zahlreiche wichtige Rennen. Unter anderem siegte er bei der Flandern-Rundfahrt, bei Paris–Tours, bei der Clásica San Sebastián und der Meisterschaft von Zürich. 1983 wurde er Vizeweltmeister im Straßenrennen. Daneben gewann er zwei Tour-de-France-Etappen und trug während eines Tages das Gelbe Trikot.

Nicht nur bei Straßenrennen war er erfolgreich, sondern in zunehmendem Maße auch bei Cyclocross-Rennen. Bald etablierte er sich an der Weltspitze und fuhr ab Beginn der 1990er nur noch in dieser Disziplin. 1996 wurde er Weltmeister und entschied 1997 die Weltcup-Gesamtwertung für sich; außerdem erreichte er bei Weltmeisterschaften fünf Mal den zweiten Platz (1985, 1988–91) und zweimal den dritten Platz (1992, 1999).

Im niederländischen Hoogerheide wird seit 1988 jährlich ein Cyclocrossrennen ausgetragen, das seit 2003 den Namen "GP Adrie van der Poel" trägt. Van der Poel hatte 1999 dieses Rennen gewonnen.

Van der Poel ist der Schwiegersohn des französischen Radrennfahrers Raymond Poulidor.

Doping[Bearbeiten]

1984 wurde Adri van der Poel bei der Sizilianischen Woche wegen Dopings mit Ephedrin drei Monate gesperrt, zusätzlich musste er eine Geldstrafe bezahlen. Später erhielt er wegen Wiederholung eine erneute Strafe, welche zur Bewährung ausgesetzt wurde.[1]

Erfolge[Bearbeiten]

Teams[Bearbeiten]

  • 1981–1982: DAF Trucks
  • 1983: Aernoudt-Rossin
  • 1984–1986: Kwantum Hallen-Decosol-Yoko
  • 1987–1988: PDM-Concorde
  • 1989: Domex-Weinmann
  • 1990: Weinmann
  • 1991–1992: Tulip Computers
  • 1993: Mercatone Uno-Zucchini
  • 1994: Collstrop-Willy Naessens
  • 1995: Collstrop-Lystex
  • 1996–2000: Rabobank

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Ralf Meutgens: Doping im Radsport, Bielefeld 2007, S. 261. ISBN 978-3-7688-5245-6

Weblinks[Bearbeiten]