Adventure (1979)

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Adventure für die Spielkonsole Atari 2600 ist ein Videospiel, das 1979 von Atari veröffentlicht wurde. Es war das erste Action-Adventure, und gilt auch als das erste Spiel welches ein Easter Egg enthielt. Zudem ist es eines der ersten Spiele für dieses System und wurde über 1 Million Mal verkauft.[1]

Spielbeschreibung[Bearbeiten]

Ziel des Grafik-Spiels ist es, einen verzauberten Kelch in einem Labyrinth zu finden und ihn zum goldenen Palast zurückzubringen. Das Spiel findet aus der Draufsicht statt; die Charaktere sind jedoch im Profil dargestellt, die Spielfigur ist lediglich ein quadratischer großer Pixel. Die Grafik besteht aus einfacher, typischer Atari-Grafik. Labyrinthbegrenzungen bzw. Räume sind lediglich farbige Balken mit Unterbrechungen an manchen Stellen oder Seiten des Bildschirmrandes.

Als Gegner gibt es drei verschiedene Drachen:

  • Yorgle, der gelbe Drache: Er hat Angst vor dem goldenen Schlüssel und läuft davor weg. Er bewacht den Kelch, wenn er ihn findet; sonst wandert er herum oder hilft den anderen Drachen beim Schutz ihrer Gegenstände.
  • Grundle, der grüne Drache: Er bewacht den Magneten, die Brücke, den schwarzen Schlüssel und den Kelch.
  • Rhindle, der rote Drache: Er ist der schnellste der drei Drachen und der aggressivste. Er bewacht den weißen Schlüssel und den Kelch.

Die Drachen können "getötet" werden, indem man sie mit dem Schwert berührt. Wenn der Schalter für den Schwierigkeitslevel an der Konsole auf "A" eingestellt ist, rennen die Drachen weg, wenn sie das Schwert sehen.

Neben den Drachen gibt es außerdem eine umherfliegende Fledermaus, die ihrerseits wie der Spieler Objekte mitnehmen kann. Trägt diese nun gerade ein Objekt, welches der Spieler benötigt, kann er auch die Fledermaus einfangen, um so das Objekt der Fledermaus indirekt zu tragen. Als Waffe steht ein Schwert zur Verfügung, das jedoch erst gefunden werden muss. Der Spieler verbringt viel Zeit damit, verschiedene, weiträumig verteilte Schlüssel zu finden, um Türen öffnen und weiter fortschreiten zu können. Zudem gibt es eine Brücke, die es ermöglicht, durch eine Wand zu laufen, und einen Magneten, Gegenstände im Raum, in dem er sich befindet, an sich zieht. Ein wichtiges Element des Spiels ist es, dass der Spieler nur jeweils ein Objekt tragen kann. Will er ein weiteres aufnehmen, legt er das aktuell getragene an Ort und Stelle ab.

Es gibt drei verschiedene Schwierigkeitsgrade:

  1. enthält eine reduzierte Spielwelt mit weniger Räumen. Ebenso fehlt die Fledermaus.
  2. enthält die "normale" Spielwelt, bei der auch das Easter Egg möglich ist.
  3. enthält dieselbe Spielwelt wie 2., nur dass dort die Objekte zufällig verteilt sind.

Easter Egg[Bearbeiten]

Der Spieler kann im Labyrinth, welches den Kelch enthält, einen kaum sichtbaren Pixel finden. Bringt er diesen in einen bestimmten Raum und befindet sich in diesem Raum ein weiterer Gegenstand, verschwindet die rechte Wand des Raums, und gibt so den Zugang zu einem weiteren Raum frei. In diesem Raum befindet sich dann eine senkrechte Schriftreihe mit dem Namen des Entwicklers Warren Robinett.

Die ROM-Größe beträgt vier Kilobyte, 5 % davon wurden für die Grafik und Spiellogik des Easter Egg benötigt.[2]

Portierungen und Wiederveröffentlichungen[Bearbeiten]

Trivia[Bearbeiten]

  • Der Magnet im Spiel ist ein Bugfix für das Problem, dass die Fledermaus Objekte an Stellen ablegt, die der Spieler nicht erreichen kann.
  • The Legend of Zelda übernahm das Spielprinzip und die Idee des Easter-Eggs.

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur und Einzelnachweise[Bearbeiten]

  • Adventure. In: Nick Montfort, Ian Bogost: Racing the Beam. MIT Press, Cambridge, Massachusetts 2009, ISBN 978-0-262-01257-7, S. 43-63.
  1. http://www.warrenrobinett.com/adventure/
  2. Interview mit Warren Robinett (englisch)

Weblinks[Bearbeiten]