Adventure Game Studio

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Adventure Game Studio
Maintainer Chris Jones
Erscheinungsjahr 1997
Aktuelle Version 3.3.0
(16. Februar 2014)
Aktuelle Vorabversion 3.3.0 RC
(27. Januar 2014)
Betriebssystem Windows; Portierung der Engine auf Linux, Mac OS X, iOS, Android, PSP in Arbeit
Programmier­sprache C++ (Engine)
C# (Editor)
Kategorie Spiel-Engine, Integrierte Entwicklungsumgebung
Lizenz Artistic License
http://adventuregamestudio.co.uk/

Adventure Game Studio (AGS) ist eine quelloffene Spiel-Engine[1] und Entwicklungsumgebung unter Artistic License 2.0-Lizenz[2], mit der Adventures im Stile von Monkey Island, Maniac Mansion oder Space Quest entworfen und hergestellt werden können.[3] Die neuste Version ist 3.3.0.

Entwickelt wurde das Programm von Chris Jones. Als Logo dient eine große blaue Tasse, die oft als Insider-Witz in den Spielen verwendet wird. Die Engine wurde in C++ programmiert und hat einen sehr großen Funktionsumfang. Seit Version 3.0 basiert der Editor auf dem Microsoft .NET-Framework in Version 2.0.

Der zur Herstellung von meist Point-and-Click-Adventures zur Verfügung gestellte Editor besteht aus einer integrierten Entwicklungsumgebung, mit der wesentliche Elemente eines Spieles ohne Programmierkenntnisse eingestellt werden können, sowie aus einer an C angelehnten Skriptsprache, die zur Steuerung von Spielabläufen dient. Der Editor läuft unter Microsoft Windows, die Spiel-Engine wurde in Version 2.72 auch nach Linux portiert. Für Mac OS X liegt eine Beta-Version der Engine in Version 2.71 vor.

Geschichte[Bearbeiten]

Das Adventure Game Studio wurde 1997 erstmals herausgegeben, damals noch unter dem Namen Adventure Creator. Chris Jones überarbeitete das Programm und gab die neue Version im September 1999 unter dem heutigen Namen heraus. AGS wird ständig weiterentwickelt und liegt seit August 2006 in Version 2.72 vor.

Am 26. Januar 2008 erschien AGS 3.0. Mit dieser Version änderten sich große Teile von AGS, etwa das Aussehen des Editors selbst, aber auch grundlegende Funktionen.

Am 26. Oktober 2010 hat Chris Jones den Quelltext des Editors unter der Artistic License 2.0 herausgegeben.

Am 27. April 2011 wurde ebenfalls der Engine-Quellcode unter der Artistic License veröffentlicht.[2]

Zu den zahlreichen Spielen, die seitdem mit AGS erstellt wurden, zählen unter anderem Remakes bekannter Spiele wie Maniac Mansion, aber auch komplett neue Adventures wie 5 Days a Stranger, Ben Jordan, Apprentice oder A Second Face. Eine große Auswahl von AGS-Spielen findet man auf der offiziellen Website.

Community[Bearbeiten]

Durch die wachsende Community rund um AGS entstanden im Laufe der Zeit auch einige Wettbewerbe wie die Monthly AGS Competition (MAGS), bei der ein Spiel innerhalb eines Monats erstellt wird, oder die noch relativ neue AGS Team Challenge (ATC), bei der Teams von fünf Personen ein Spiel in einem vorgegebenen Zeitraum entwickeln. Seit 2002 gibt es auch den AGS-AWARD, der eine Art Oscar für AGS-Spiele ist und einmal im Jahr vergeben wird. In ihm werden Auszeichnungen für die beste Grafik, Musik, Gameplay etc. vergeben.

Durch die Community-Mitglieder werden auch Plug-ins für AGS erstellt, mit denen sich die Engine um zusätzliche Funktionalitäten erweitern lässt.

Obwohl die meisten mit AGS entwickelten Spiele Adventures sind, gibt es auch Spiele anderer Genres wie Actionspiele und Rollenspiele, ebenso wie Brettspiele.

Systemanforderungen[Bearbeiten]

  • Microsoft Windows 2000, XP, Vista oder 7 für den Editor. Die Spiele laufen auch unter MS-DOS, Linux, FreeBSD und Mac OS X (wenn bei der Entwicklung keine Plug-ins verwendet wurden).
  • Pentium 100 MHz oder schneller mit mindestens 32 MByte Arbeitsspeicher.
  • Eine Maus ist sehr empfohlen.
  • Soundkarten-Unterstützung: AdLib, Sound Blaster und kompatible für die DOS-Engine, alle DirectX-kompatiblen Soundkarten für die Windows Engine.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Free Gamer – Open Source Games: AGS: Adventure Game Studio open sourced
  2. a b Initial AGS Engine Source Code release (Version vom 4. Mai 2011 im Internet Archive)
  3. AGS – Adventure Game (Version vom 1. Februar 2012 im Internet Archive)