Adverbiale Bestimmung

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Die adverbiale Bestimmung bzw. das Adverbial (Pl.: die Adverbiale) — auch: das Adverbiale (Pl.: die Adverbialien), oder deutsch die Umstandsbestimmung, Umstandsangabe — ist ein Begriff aus der Grammatik und bezeichnet Satzglieder, die weder Subjekt, Objekt noch Prädikativum sind.[1] Adverbiale können durch beliebige Formklassen von Ausdrücken repräsentiert werden: durch Substantive bzw. Nominalphrasen, Adjektive, Adverbien, Präpositionalphrasen oder durch Nebensätze. Ihre Bestimmung als einheitliche Klasse erfolgt daher meistens über die Bedeutungstypen, die sie markieren können. Diese Bedeutungstypen teilen sich hauptsächlich in Satzadverbiale, die die Gültigkeit der Aussage modifizieren oder eine Bewertung der Aussage ausdrücken, und Situationsadverbiale, die Eigenschaften der dargestellten Situation modifizieren wie Ort, Zeit, Art und Weise oder Kausalbeziehungen und Verwandtes.[2] Viele, aber nicht alle Adverbialtypen können auch durch spezielle Fragewörter erfragt werden.

Abgrenzungen[Bearbeiten]

Adverbial und Adverb[Bearbeiten]

Hauptartikel: Adverb

Mit Adverbial wird eine grammatische Funktion bezeichnet, die von Funktionen wie z.B. Subjekt oder Objekt abzugrenzen ist; mit Adverb wird eine Wortart bezeichnet, die von anderen Wortarten wie z.B. Adjektiv oder Präposition abzugrenzen ist. Das Adverb ist somit eine Wortart, die in der Funktion eines Adverbials verwendet werden kann – oder auch anders. Das Adverbial ist eine grammatische Funktion, die als Adverb realisiert sein kann – oder auch anders.

Adverbial und Attribut[Bearbeiten]

Wenn das Adverbial als Satzglied definiert ist, sind die Vorkommen gleichartiger Einheiten im Inneren von Satzgliedern, also Attribute zu Substantiven, in einem strengen Sinn keine Adverbiale:

a. Er geht im Wald spazieren.  (im Wald als Adverbial, da vom Verb abhängig)
b. ein Spaziergang im Wald    (im Wald als Attribut, da vom Substantiv abhängig)

Um die Verwandtschaft der beiden Verwendungen anzudeuten, ist vereinzelt der Kompromiss vorgeschlagen worden, den Fall b. als „adverbielles Attribut“ zu bezeichnen.[3]

Adverbial und Objekt[Bearbeiten]

Verben fordern manchmal eine Ergänzung, die von einer bestimmten Präposition eingeleitet wird, d.h. ein sogenanntes Präpositionalobjekt. Daher können sich Fälle ergeben, wo Adverbiale und Objekte sehr ähnlich aussehen, da es für Adverbiale typisch ist, gleichfalls durch Präpositionen ausgedrückt zu werden:

a. Ich warte auf dem Bahnsteig.  (Ortsangabe, Adverbial)
b. Ich warte auf den Zug.        (Präpositionalobjekt)

Dass die beiden Verwendungen von „auf“ verschiedene Funktion haben, zeigt sich unter anderem daran, dass sie sich kombinieren lassen:[4]

c. Ich warte auf dem Bahnsteig auf den Zug.

Beim Erfragen eines Präpositionalobjekts kann die Präposition nicht wegfallen, sie muss im Fragewort weiter enthalten sein, hingegen können Adverbiale auch komplett durch ein Frageadverb ersetzt werden:

d. Ich warte auf den Zug.  — Worauf warte ich? (Präpositionalobjekt)
e. Ich warte auf dem Bahnsteig. —  Wo warte ich? (Adverbial)

Die Unterscheidung zwischen Objekten und Adverbialen zeigt sich ferner sehr wesentlich darin, dass beim Präpositionalobjekt die Präposition nicht frei wählbar ist und auch ihre wörtliche Bedeutung nicht aktiv zu sein scheint; das Adverbial kann dagegen beliebige Formen annehmen, solange wie eben die gewünschte Bedeutung vermittelt wird:[5]

a.’ Ich warte auf dem Bahnsteig / in der Halle / drinnen / ...
b.’ Ich warte auf den Zug / ??in den Zug / ??für den Zug ...

Somit zeichnen sich Adverbiale generell dadurch aus, dass sie zwar vom Verb abhängen können, aber dass das Verb bei ihnen keine bestimmte Formeigenschaft verlangt (d.h. keinen Kasus und keine bestimmte Präposition regiert).[6]

Adverbial, Angabe und Ergänzung[Bearbeiten]

Die Unterscheidung zwischen Angabe und Ergänzung beruht wesentlich auf der Obligatorik von Satzteilen: Angaben sind Satzteile, die immer weglassbar sind, Ergänzungen können obligatorisch sein. Damit verbunden sind die semantischen Funktionen, Modifikator oder Argument zu sein. Der Begriff des Adverbials läuft quer zu dieser Einteilung. Die meisten Adverbiale sind zwar Angaben und Modifikatoren, also weglassbare Beschreibungen von „näheren Umständen“, aber ebenso kann es Adverbiale geben, die von einem Verb zwingend verlangt werden, die also Ergänzungen bzw. Argumente des Verbs sind (es wird nur eben keine bestimmte Formeigenschaft von ihnen verlangt):[7]

a. Er benimmt sich wie ein Idiot  / idiotisch.  / # Er benimmt sich.   (# andere Bedeutung)
b. Sie wohnt in München / sehr ruhig / dort.  /   ? Sie wohnt.

Da schon Adverbial und Angabe zu unterscheiden sind, ist der Begriff des Adverbials ebenso wenig deckungsgleich mit dem Begriff des Adjunktes. Dieser Unterschied zeigt sich am meisten bei Richtungsadverbialen (z. B. „vom Spielfeld / in die Kabine humpeln“), die keine Adjunkte sind,[8] aber wegen der freien Wahl der Präposition auch keine Präpositionalobjekte sind, also als Adverbiale bezeichnet werden (vgl. weiter unten unter Lokaladverbial).

Bedeutungsklassen[Bearbeiten]

Adverbiale Bestimmungen werden gemäß ihrer Bedeutung traditionell in verschiedene Klassen unterteilt, denen oft auch verschiedene Frageformen bzw. andere Ersetzungen entsprechen. Die Auflistungen in der Literatur unterscheiden sich und sind vielleicht nicht erschöpfend.

Untergruppe: Situationsadverbiale[Bearbeiten]

Situationsadverbiale[9] oder Ereignisadverbiale[10] liefern nähere Angaben zu Eigenschaften des vom Verb bezeichneten Ereignisses oder Zustands, einschließlich deren Einordnung in größere Zusammenhänge (z.B. Kausalketten). Ereignisse und Zustände können als eine besondere Art von Gegenstand aufgefasst werden, der genauso hinsichtlich seiner Eigenschaften beschrieben werden kann wie die von Substantiven bezeichneten Gegenstände.[11] Einige Haupttypen solcher Adverbiale sind:

Lokaladverbiale (= Adverbiale Bestimmung des Ortes oder der Richtung)

  • Ort: „Der Wolf lauerte tief im Wald. Der Wolf lauerte dort.“
  • Weg / Richtung: „Die Wölfe liefen in den Wald. Die Wölfe kamen aus dem Wald.“
Richtungsangaben haben offenbar in der Regel den Status von Argumenten[12] (was der Einstufung als Adverbial aber nicht entgegensteht, siehe oben). Obwohl sie meistens unter den Adverbialen geführt werden, wird manchmal aber auch die Position vertreten, dass es sich eher um Bestandteile eines zusammengesetzten Prädikats handeln könnte.[13]
Fragen: Wo? Wohin? Woher?

Temporaladverbial (= Adverbiale Bestimmung der Zeit)

  • Zeitliche Lage: „Ich wasche mich jeden Morgen. Ich wasche mich dann.“
  • Dauer: „Er duschte eine halbe Stunde lang.“
  • Zeitliche Begrenzung: „Er duscht seit einer halben Stunde. Er las bis ihm die Augen zufielen“
Fragen: Wann? Seit wann? Bis wann? Wie oft? Wie lange?

Modaladverbiale (= Adverbiale Bestimmung der Art und Weise, sowie Verwandtes)

  • Art und Weise: „Ich erreichte das Ziel mit letzter Kraft. So erreichte ich das Ziel.“
  • Instrument: „Mithilfe einer Schere schneidet Stefan das Bild aus. Stefan schneidet das Bild damit aus.“
  • Subjekthaltung (Bestimmung einer Einstellung, die das Subjekt zu seiner im selben Satz geschilderten Handlung hat): „Er zahlt widerwillig / gerne seine Steuern.“
(Für weitere Beispiele siehe auch Modaladverb)
Frage meist: Wie?

Kausalbestimmung, sowie Verwandtes

  • Grund (kausales Adverbial): „Aufgrund der schlechten Sichtverhältnisse hatte ich das Schild übersehen. Ich hatte das Schild deshalb übersehen.“
  • Zweck (finales Adverbial): „Zwecks besserer Sicht setzte ich eine Sonnenbrille auf. Deshalb setzte ich eine Sonnenbrille auf.“
  • Bedingung (konditionales Adverbial): „Bei schönem Wetter fahren wir morgen ins Freibad. Dann fahren wir morgen ins Freibad.“
  • Einräumung, Zugeständnis (konzessives Adverbial): „Trotz aller Schwierigkeiten erreichte ich das Ziel. Trotzdem erreichte ich das Ziel.“
Fragen: Warum? Weshalb? Wieso? Wozu?

Untergruppe: Satzadverbiale[Bearbeiten]

Satzadverbiale oder auch Kommentaradverbiale[14] modifizieren nicht die Beschreibung, wie das Ereignis beschaffen ist, sondern zielen in verschiedener Weise auf die Tatsache bzw. Möglichkeit, dass es sich ereignet, oder aber auf Eigenschaften der Äußerung, mit der ein Sprecher diesen Sachverhalt mitteilt. Sie haben mit anderen Worten also propositionalen oder pragmatischen Bezug. Adverbiale dieser Gruppe[15] sind meistens nicht erfragbar.

Epistemische Adverbiale (= Bestimmung des Sicherheitsgrades oder der Herkunft einer Aussage)

Beispiel: „Vielleicht / Angeblich fällt die Veranstaltung aus.“

Evaluative Adverbiale (= Bewertung eines Sachverhaltes, meist aus Sicht des Sprechers)

Beispiel: „Glücklicherweise wurde niemand verletzt.“

Subjektorientierte (agentive) Adverbiale (= Bewertung der Handlungsweise des Subjekts im Zusammenhang des geschilderten Sachverhalts)

Beispiel: „Unverschämterweise weigerte er sich die Rechnung zu zahlen.“

Bereichsadverbiale (= Einschränkung der Aussage auf einen Gültigkeitsbereich)

Beispiel: „Streng wissenschaftlich (gesehen) ist die Erdbeere keine Beere.“

Textadverbiale[16] (= Verdeutlichung von Textzusammenhängen, in die die Aussage eingebettet ist)

Beispiel: „Zum einen ist das Projekt zu teuer und zum anderen hat es kaum Nutzen.“

Sprechaktadverbiale[17]

Beispiel: „Ehrlich gesagt, traue ich Wladimir nicht.“

Formklassen und die Markierung von Adverbialen[Bearbeiten]

Präpositionen und Adverbien[Bearbeiten]

Präpositionen und vor allem Adverbien sind die typischen Mittel zum Ausdruck adverbieller Funktionen und benötigen hierfür keine zusätzlichen grammatischen Markierungen. Die genaue Abgrenzung zwischen Präpositionen und Adverbien ist nicht immer klar,[18] und es gibt auch Vorschläge, wonach zumindest manche Adverbien nichts anderes seien als intransitive Präpositionen. Für Einzelhelten siehe die Artikel Adverb, Präpositionaladverb und Präposition, sowie zur Abgrenzung weiter oben das Thema Präpositionalobjekt.

Adjektive[Bearbeiten]

Im Deutschen können Adjektive meistens ohne weitere Markierung adverbiell gebraucht werden. Nur für bestimmte Bedeutungsklassen von Adverbialen erscheinen spezielle Endungen an Adjektiven (wie die obigen Beispiele glücklicherweise, unverschämterweise). In vielen anderen Sprachen existieren Endungen, die Adjektive für adverbiellen Gebrauch markieren, z.B. das englische -ly wie in (sing) beautifully.

Verben[Bearbeiten]

Adverbiale, die auf Verben basieren, sind im Deutschen mithilfe einer Partizip-Form möglich, z.B.:[19]

Sie trat lachend ein.

Dieses Vorkommen des Partizips lässt sich als adjektivische Ableitung eines Verbs einordnen und stellt damit einfach einen weiteren Fall der adverbiellen Verwendung von Adjektiven dar. Manche Sprachen besitzen jedoch gesonderte Verbformen, die für adverbiellen Gebrauch dienen und sich von normalen adjektivischen Partizipien unterscheiden; man bezeichnet solche Formen je nach Tradition als Adverbialpartizipien (v.a. in der Grammatik slawischer und baltischer Sprachen) oder als Konverben (v.a. in der Grammatik ural-altaischer Sprachen).

Substantive[Bearbeiten]

Im Deutschen, wie auch in verwandten Sprachen, können Substantive bzw. Substantivgruppen (Nominalphrasen) bestimmte adverbielle Funktionen markieren, indem sie in einen bestimmten Kasus gesetzt werden. So können z.B. im Deutschen Adverbiale der Zeitdauer durch Akkusativ markiert werden (a.) und Adverbiale des Zeitpunktes durch Genitiv (b.); man spricht in diesem Fall von Akkusativ bzw. Genitiv als einem Adverbialkasus:

a. Sie hat den ganzen Tag gearbeitet.
b. Eines Tages stand ein schwarzer Kater vor unserer Tür.

Der Akkusativ in a. unterscheidet sich von einem Akkusativobjekt unter anderem dadurch, dass er im Passiv nicht zu einem Nominativ werden kann: Man erhält also nicht *Der ganze Tag wurde gearbeitet. Adverbialkasus ist kein vom Verb regierter Kasus, sondern erscheint ebenso frei wie eine Präposition, ausgelöst nur durch die jeweilige Adverbial-Bedeutung, die ausgedrückt werden soll.[20] Weitere Beispiele für solche Adverbialkasus sind der Akkusativ an Richtungsangaben im Lateinischen sowie viele Verwendungen des Instrumentalkasus im Russischen. Obwohl das Englische keine Kasusformen an Substantiven bildet, erlaubt es ebenfalls Nominalphrasen in adverbieller Funktion:[21]

c. I saw John that day     (= „an jenem Tag“)
d. John pronounced my name every way imaginable     (= „auf jede nur vorstellbare Weise“)

In manchen Sprachen übernehmen Kasusformen in großem Maßstab die Funktionen, die im Deutschen Präpositionen haben: Für das Ungarische werden beispielsweise neben Nominativ und Akkusativ noch 19 weitere Kasusformen beschrieben,[22] dies liegt jedoch daran, dass im Ungarischen adverbielle Funktionen wie Ortsangabe, verschiedene Richtungsangaben, Kausalbestimmung etc. von Endungen am Substantiv übernommen werden statt von Präpositionen (bzw. Postpositionen).

Nebensätze[Bearbeiten]

Hauptartikel: Adverbialsatz

Auch ganze Nebensätze können für den Hauptsatz die Funktion eines Adverbials haben. Der jeweilige Bedeutungstyp wird dann häufig durch spezielle (unterordnende) Konjunktionen angezeigt, z.B. weil für einen kausalen Adverbialsatz, obwohl für einen konzessiven Adverbialsatz, während für einen temporalen Adverbialsatz, etc. Da ein uneingeleiteter Nebensatz mit vorangestelltem Verb (Verb-Erst-Satz) auch Funktionen wie z.B. ein Konditional haben kann, also analog zu einem wenn-Satz, zählen diese Fälle ebenfalls zu den Adverbialsätzen. Daneben kann ein Adverbialsatz auch noch als freier Relativsatz gebildet werden, der von einem Relativadverb eingeleitet wird, zum Beispiel:

Wir treffen uns (dort) wo wir letztes mal gestanden haben


Einzelnachweise[Bearbeiten]

(Für die in Kurzform zitierten Werke siehe die Literaturliste weiter unten)

  1. Duden. Die Grammatik. 8. Aufl. 2009, S. 796; Pittner (1999), S. 46
  2. Duden. Die Grammatik. 8. Aufl. 2009, S. 782 ff. — In nicht wenigen Kurzdarstellungen zu Adverbialen bleiben Satzadverbiale unerwähnt (sogar auch in dem Lehrbuch von Pittner/Berman 2010, S. 38), ihre Zugehörigkeit zur Klasse der Adverbiale ist aber nicht strittig (siehe die ausführlichen Darstellungen in der Dudengrammatik oder in Pittner 1999).
  3. Pittner (1999), S. 48, von wo auch das obige Beispiel stammt.
  4. Vgl. das analoge Beispiel auf S.64 in: Christian Hinz; Klaus-Michael Köpcke: Präpositionalobjekt und Präpositionaladverbial. Vom Nutzen der Prototypentheorie für den Grammatikunterricht. S. 60–83
  5. vgl. Pittner & Berman (2010), S. 37f.
  6. Gallmann & Sitta (1992), S. 24f.; Pittner (1999), S. 49
  7. Siehe z.B. Dudengrammatik (2009), S. 1048 (Abschnitt 1690); Pittner & Berman (2010), S. 47, von wo die folgenden Beispiele stammen
  8. Pittner (1999), S. 68-74
  9. Dies ist die z.B. in der Dudengrammatik (2009) verwendete Bezeichnung
  10. u.a. von Pittner (1999) und Frey (2003) verwendete Bezeichnung
  11. vgl. den Artikel Ereignissemantik
  12. Hierzu z.B.: Pittner (1999), S. 68-74; Duden. Die Grammatik (2009), S. 781f.
  13. Pittner & Berman (2010), S. 91 zitieren Altmann & Hahnemann 2007 für diese Ansicht im Rahmen des Feldermodells. Siehe auch Haider (2010), S. 191-192 für einen grammatischen Kontrast zwischen adverbiellen PPs und Richtungs-PPs.
  14. so die Dudengrammatik (2009), S. 782
  15. Die hier gegebene Einteilung folgt überwiegend Pittner (1999).
  16. Nach: Dudengrammatik (2009), S. 783
  17. Pittner (1999, Kapitel 5) weist darauf hin, dass dieser Bedeutungstyp oft keine eigenständige Markierung hat, sondern dass Kausalsätze, Finalsätze etc. jeweils in einem Gebrauch mit Sprechaktbezug möglich sind.
  18. Siehe z.B. Gisa Rauh: Adverb oder Präposition? Von der Notwendigkeit einer Abgrenzung von Wortarten und grammatischen Kategorien und der Gefahr einer terminologischen Falle. In: Eckhard Eggers et al. (Hrsg.): Florilegium Linguisticum. Festschrift für Wolfgang Schmid zum 70. Geburtstag. Peter Lang, Frankfurt a.M. 1999, S. 367-392.
  19. Dudengrammatik (2009), S. 563 (Abschnitt 829). Die Abgrenzung zu einem Prädikativum gilt jedoch als notorisch schwierig.
  20. Haider (2010), S. 263.
  21. Beispiele aus: Richard Larson: Bare NP Adverbs. In: Linguistic Inquiry 4, 1985, S. 595-621. Larsons Analyse besteht darin, im Englischen eine unsichtbare Präposition anzusetzen, die der Nominalphrase einen Kasus zuweist. Haider (2010, S. 263f.) argumentiert, dass sich diese Idee nicht auf das Deutsche übertragen lässt.
  22. WALS Online - Chapter Number of Cases

Literatur[Bearbeiten]

  • DUDEN. Die Grammatik. 8. Auflage. Dudenverlag, Mannheim 2009.
  • Frey, Werner: Syntactic Conditions on Adjunct Classes. In: Ewald Lang, Cathrine Fabricius-Hansen & Claudia Maienborn (Hrsg.): Modifying Adjuncts. Mouton de Gruyter, Berlin 2003, S. 163-209.
  • Gallmann, Peter & Horst Sitta: Satzglieder in der wissenschaftlichen Diskussion und in Resultatsgrammatiken. In: Zeitschrift für germanistische Linguistik 20-2, 1992, S. 137–181.
  • Haider, Hubert: The Syntax of German. (= Cambridge Syntax Guides). Cambridge University Press, Cambridge (UK) 2010.
  • Pittner, Karin: Adverbiale im Deutschen. (= Studien zur deutschen Grammatik, 60). Stauffenburg Verlag, Tübingen 1999
  • Pittner, Karin & Judith Berman: Deutsche Syntax. Ein Arbeitsbuch. 4. Auflage. Narr Verlag, Tübingen, 2010

Weblinks[Bearbeiten]

 Wiktionary: adverbiale Bestimmung – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen