Aelia Flaccilla

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Münze der Aelia Flaccilla

Aelia Flavia Flaccilla[1] († 386 in Skotumis, Thrakien) war eine römische Kaiserin.

Flaccilla stammte aus Hispanien.[2] Sie heiratete um 376 Theodosius, einen angesehenen Militär, der ebenfalls aus Spanien stammte und sich zu dieser Zeit dort aufhielt. Um 377 wurde der erste Sohn Arcadius geboren, einige Zeit später die Tochter Aelia Pulcheria. 378 wurde Theodosius nach der für die Römer katastrophalen Schlacht bei Adrianopel zum Kaiser des Ostens erhoben, Flaccilla wurde nun Kaiserin. Ihr Mann ehrte sie 379 mit dem Titel Augusta, womit er sie nominell sich selbst als Augustus gleichstellte. 384 wurde der zweite Sohn Honorius geboren. Pulcheria starb schon als Kind. Flaccilla, die selbst eine Anhängerin des nicaenischen Christentums war, galt als sehr fromm und mildtätig und setzte sich gegen den Arianismus ein. Noch zu Lebzeiten wurde ein Palast in Konstantinopel, der Palatium Flaccillianum, nach ihr benannt.[3] Auch ließ Theodosius Statuen aufstellen, die Flaccilla darstellten. Im Gebäude des Senats und in Antiochia wurden solche aufgestellt.[4] Gregor von Nyssa hielt ihre Leichenrede.

Literatur[Bearbeiten]

Anmerkungen[Bearbeiten]

  1. Der ganze Name findet sich auf einer Inschrift aus Aphrodisias in Karien: Hermann Dessau, Inscriptiones Latinae Selectae 9466. In einer weiteren Inschrift aus Ephesos wird sie Aelia Flaccilla genannt, in allen weiteren Quellen nur Flaccilla, teilweise in der Schreibung Placcilla.
  2. Claudian, Laus Serenae 63–69.
  3. Chronicon Paschale sub anno 385; Notitia urbis Constantinopolitanae 12,8.
  4. Themistios, Reden 19,228b.