Aero Lloyd

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Aero Lloyd
Logo der Aero Lloyd AG
Betrieb eingestellt: 2003
IATA-Code: YP
ICAO-Code: AEF
Rufzeichen: Aero Lloyd
Gründung: 1979
Sitz: Oberursel (Taunus), Deutschland
Heimatflughafen: Flughafen Frankfurt am Main
Flottenstärke: 22
Ziele: international
Aero Lloyd hat den Betrieb 2003 eingestellt. Die kursiv gesetzten Angaben beziehen sich auf den letzten Stand vor Einstellung des Betriebes.

Aero Lloyd war eine deutsche Fluggesellschaft aus Oberursel (Taunus).

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geschichte

Bereits im Jahr 1923 tauchte eine Fluggesellschaft unter dem Namen Deutscher AERO LLOYD AG auf, die jedoch 1926 zur Deutschen Lufthansa fusionierte.

Die heutige Airline wurde 1979 als Charterfluggesellschaft durch drei Investoren, darunter Christian Baron von Kaltenborn-Stachau, mit einem Anfangskapital von offiziell 300.000 DM, inoffiziell 2,2 Millionen DM, und einem Sitz in Frankfurt am Main gegründet. Aero Lloyd bekam aber bereits im Juni 1980 die Genehmigung, auch Linienflüge durchführen zu dürfen. Doch bereits im November desselben Jahres hatte sich die Fluglinie fast in die Zahlungsunfähigkeit manövriert, die Mitarbeiter initiierten daraufhin selbstständig eine Interessengemeinschaft, um den Flugbetrieb am 1. Februar 1981 wiederaufnehmen zu können. Der Betrieb stand jedoch unter keinem guten Stern, nachdem am 15. November der Hauptgesellschafter bei Weyern ermordet aufgefunden worden war, stellte die Fluggesellschaft ihren Flugbetrieb am 2. Dezember 1980 ein.

Bereits am 20. Dezember trat die Gesellschaft, jetzt und bis 1982 unter der Führung von Christian Baron von Kaltenborn-Stachau, mit der neuen Firma ’’Aero Lloyd Flugreisen GmbH & Co. Luftverkehrs KG’’, wieder in den Markt ein. Bis 1990 war die Firma in Frankfurt am Main beheimatet. Im Sommer 1990 wurde der Sitz nach Oberursel im Taunus verlegt. Teil der Flotte waren anfangs drei Sud Aviation Caravelle 10R, deren relativ geringe Größe mit 99 Passagieren ideal für die kleine Fluggesellschaft war. Im ersten Quartal 1982 erweiterte man die Flotte mit drei geringfügig größeren Douglas DC-9-32 mit 119 Sitzen. Ab April 1986 kamen McDonnell Douglas MD-83 mit 167 Sitzen und ab März 1988 insgesamt vier MD-87 mit 137 Sitzen zum Einsatz. Aus diesem Typ bestand in den in den nächsten Jahren der Großteil der Aero-Lloyd-Flotte.

Am 25. Juli 1988 teilte Aero Lloyd mit, dass man „die Genehmigung für innerdeutsche Linienflüge erhalten“ hatte. Diese wurden dann am 31. Oktober desselben Jahres tatsächlich aufgenommen [1]. 1991 wagte man den Einstieg ins Langstreckengeschäft. Aero Lloyd bestellte fest zwei McDonnell Douglas MD-11 und zeichnete Optionen für zwei weitere Exemplare. Die Flugzeuge wurden jedoch nie übernommen, da Aero Lloyd sich 1996 zu einem radikalen Flottenwechsel entschied. Man wurde mit einer Bestellung von 16 Flugzeugen der A320-Familie Kunde von Airbus, nachdem der US-amerikanische Flugzeughersteller McDonnell Douglas, dessen Stammkunde man gewesen war, durch den Konkurrenten Boeing übernommen worden war.

Am 16. Oktober 2003 meldete Aero Lloyd beim zuständigen Amtsgericht Bad Homburg v. d. Höhe Insolvenz an und stellte den Flugbetrieb mit sofortiger Wirkung ein. Die Einleitung des Insolvenzverfahrens war nötig geworden, nachdem die Bayerische Landesbank als Mehrheitsgesellschafter das vorgelegte Sanierungskonzept abgelehnt hatte. Etwa 300 Mitarbeiter wurden in die neugegründete Nachfolgegesellschaft Aero Flight übernommen.

Im Rahmen der Insolvenz der Aero Lloyd übernahm Niki Lauda die Mehrheitsanteile an der Aero Lloyd Austria GmbH und gründet Ende November 2003 mit Niki Luftfahrt GmbH eine neue Billigfluggesellschaft.

[Bearbeiten] Ziele

Obwohl die Fluggesellschaft ab 1980 auch Linienflüge durchführen durfte, lag ein besonderes Augenmerk auf den Bedarfsflügen. Dabei flog Aero Lloyd in erster Linie in die klassischen Urlaubsregionen am Mittelmeer, besonders nach Griechenland, Spanien, Ägypten und in die Türkei.

[Bearbeiten] Flotte

(Stand: 16. Oktober 2003)

[Bearbeiten] Quellen

  1. Aero Lloyd - Kampf mit dem Kranich (Manager Magazin 9/1988)

[Bearbeiten] Siehe auch

[Bearbeiten] Weblinks

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