Aerocar

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AEROCAR Incorporated
Logo der Aerocar Co.
Rechtsform Corporation
Gründung 1949
Sitz Longview, Washington, Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Vereinigte Staaten
Branche Entwicklung (früher Produktion) von Flugautos
Website www.aerocar.com

Aerocar ist ein 1948 von dem Ingenieur Moulton Taylor gegründetes Unternehmen, das sich mit der Entwicklung, und einst auch mit der Produktion, von Flugautos beschäftigt.

Geschichte[Bearbeiten]

Im Februar 1948 gründete der Ingenieur Moulton Taylor sein Unternehmen unter dem Namen Aerocar Incorporated in Longview, Washington auf dem örtlichen Flughafen Kelso-Longview Regional Airport (heute: Southwest Washington Regional Airport; ICAO-Code: KKLS). Der Flughafen ist auch unter dem Namen Molt Taylor Field bekannt.

Bereits 1949 hatte das Modell „Aerocar Model I“ seinen Erstflug und wurde ausgiebig getestet, jedoch lediglich sechs Exemplare konnten fertiggestellt werden. Die Entwicklung des „Model II Aero-Plane“ wurde abgebrochen und es begannen die Arbeiten am „Aerocar III“. Dieses Modell sollte in Serie gehen, jedoch wurden kurz vorher die Zulassungsbestimmungen in den siebziger Jahren in den USA verschärft. Danach widmete sich Taylor vorerst den Wasserflugzeugen, wie den als Bausatz erhältlichen Aerocar COOT. Im 21. Jahrhundert wurde mit dem „Aerocar 2000“ (Auf Basis eines Lotus Elise) dort weitergemacht, wo Taylor aufgehört hatte.

Modelle[Bearbeiten]

Model I[Bearbeiten]

Der Prototyp des „Model I“ wurde bereits im Oktober 1949 fertiggestellt und führte kurz danach seinen Erstflug aus. Eine verbesserte Vorserienversion erhielt 1956 die FAA-Zulassung, wonach noch weitere vier „Model I“ gebaut wurden. Diese sechs Maschinen flogen zusammen 5.000 Flugstunden und legten 320.000 Kilometer auf der Straße zurück. Noch heute sind zwei dieser Modelle aktiv und gelegentlich in der Luft. Ein Modell mit dem Luftfahrzeugkennzeichen N102D Seriennummer 2 wurde im Jahr 2008 beim Internetauktionshaus Ebay für US-Dollar 3,5 Mio. zum Kauf angeboten.[1]

Das „Model I“ wurde, wenn es auf der Straße gefahren wurde, auseinander gebaut und die Tragflächen, sowie der Heckbereich als Anhänger hinter dem eigentlichen Auto hergezogen. Die Zelle war aus Aluminium hergestellt und die Karosserie bestand aus Fiberglas. Es verfügte sogar über ein Sicherheitssystem, welches den Motor (einen Lycoming O-320) blockierte, solange Tragflächen und Heckbereich nicht fest angebracht waren. Die FAA-Zulassung erfolgte am 20. Februar 1962 unter der Nummer 4A16.[2]

Taylor Aerocar Model1 SNr.2 Registrierung: N102D in Kissimmee
Als Flugzeug Als Auto
Geschwindigkeit 125 mph (201 km/h) 70 mph (113 km/h)
Reichweite 500 mls (805 km) 300 mls (483 km)
Länge 23 ft 0 in (7,01 m) 26 ft 6 in (8,08 m)
Höhe 7 ft 0 in (2,13 m) 8 ft 0 in (2,44 m)
Spannweite 34 ft 0 in (10,36 m) -
Flughöhe 12.000 ft (3.660 m) -

Model II[Bearbeiten]

Das „Model II“ auch als „Aero-Plane“ bezeichnet, war eine Version bei der auf die Straßenfahrfähigkeit zugunsten verbesserter Flugleistungen verzichtet wurde. Die klappbaren Tragflächen und der Antrieb des Model I wurden beibehalten, durch Wegfall der Straßenfahrkomponenten konnten zwei zusätzliche Passagiere befördert werden. Der Erstflug fand im Februar 1960 statt, eine Serienfertigung kam jedoch auch bei diesem Modell nicht zustande.[3]

Model III[Bearbeiten]

Aerocar III

Das „Model III“ flog im Juni 1968 zum ersten Mal und erwies sich als nutzerfreundliches und einfaches Gefährt für 2 Personen. Es galt als sicher und wurde als serienreif angesehen. Wie bei den vorhergehenden Modellen kam eine Serienfertigung jedoch nicht zustande. Das endgültige Aus für die Aerocar-Fertigung kam dann durch eine Verschärfung der Zulassungsbestimmungen Anfang der 1970er-Jahre in den USA.

Als Flugzeug
Geschwindigkeit 137 mph (220 km/h)
Reichweite 497 miles (800 km)
Länge 22 ft 12 in (7,00 m)
Höhe 6 ft 11 in (2,10 m)
Spannweite 34 ft 1 in (10,40 m)
Flughöhe 12.000 ft (3.660 m)

Aerocar COOT[Bearbeiten]

Aerocar COOT

Der „Aerocar COOT“ war ein Wasserflugzeug, welches nicht auf Schwimmkörpern, sondern auf dem Bauch landete. Es konnte sich wie ein Boot auf dem Wasser bewegen und in der Luft fliegen. Somit kann es auch als Amphibienfahrzeug gehandelt werden. Das erste Mal flog es 1971. Verkauft wurde es oft im Bausatz.

Als Flugzeug
Geschwindigkeit 99 - 118 mph (160 - 190 km/h)
Reichweite 435 miles (700 km)
Länge 20 ft 0 in - 21 ft 12 i (6,1 - 6,7 m)
Höhe 8 ft 2 in (2,50 m)
Spannweite 36 ft 1 in (11,00 m)
Flughöhe 12.000 ft (3.660 m)

Aerocar 2000[Bearbeiten]

Lotus Elise

Der „Aerocar 2000“ ist ein auf dem Lotus Elise basierender, fliegender Prototyp. Zum Flug wird dem Lotus ein neues "Verdeck" aufgesetzt, in welchem die Tragflächen sowie auch der Motor (von Lotus Esprit) eingearbeitet sind.

Als Flugzeug Als Auto
Geschwindigkeit 168 mph (270 km/h) 200 km/h
Reichweite 300 miles (480 km) 800 km
Länge k. A. 3,72 m
Höhe k. A. 1,20 m
Spannweite 36 ft 0 in (10,97 m) -
Flughöhe k. A. -

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Meldung bei Avweb.com vom 1. Dezember 2008
  2. Die Zulassung auf der Webseite der FAA (PDF; 13 kB)
  3. World Aircraft Information Files, File 889, Seite 15