Aeromantie

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Als Aeromantie (von altgriechisch ἀήρ aer, Luft und μαντεία manteia, Weissagung) bezeichnet man eine mantische Kunst, die auf der Beobachtung von Himmelsphänomenen beruht. Dazu zählen Windstärke und -richtung, Wolkenformen am Himmel, Farbspiegelungen in der Atmosphäre (z.B. Regenbogen), aber auch Blitz und Donner, Vogelschau und Meteoritbeobachtungen.

Die Aeromantie ist durch ihre Vielschichtigkeit die am weitesten verbreitete mantische Kunst und sozusagen die Urwissenschaft der ersten sesshaften Menschen. Ihr entstammt die Meteorologie und ein wichtiger Grundpfeiler der Ornithologie.

Unterteilung[Bearbeiten]

Die Aeromantie ist ein weitgefächertes Gebiet, das sich in fünf verschiedene Varianten einteilen lässt:

  1. Austraumantie (vom lateinischen auster, Südwind, abgeleitet)
    Diese Art der Deutung beschäftigt sich mit dem Studium des Windes und der Windrichtung.
  2. Keraunoskopie
    Deutungsart, welche auf der Beobachtung von Donner und Blitzschlag/bzw. -verlauf beruht.
  3. Choamantie
    Beobachtung von Wolkenformen und -bewegungen, Regenbögen, aber auch physikalischen Elementen in Anlehnung an die Chaostheorie.
  4. Meteoromantie
    Beobachtung von Meteoriten und die Deutung der Zeichen, die sie darstellen.
  5. Ornithomantie
    Hierbei handelt es sich um die Beobachtung von Vogelschwärmen, dem Flug- und Zugverhalten dieser, aber auch um die Beobachtung einzelner Raubvögel, deren Jagdverhaltens und um die Deutung deren symbolischer Bedeutung. Siehe dazu: römische Auspizien.

Literatur[Bearbeiten]

  • Wilhelm Traugott Krug: Allgemeines handworterbuch der philosophischen wissenschaften. Band 5. Brodheim, Leipzig, 1838. (Faksimilisiert bei Google Books)