Aesch BL
| BL ist das Kürzel für den Kanton Basel-Landschaft in der Schweiz und wird verwendet, um Verwechslungen mit anderen Einträgen des Namens Aesch zu vermeiden. |
| Aesch | |
|---|---|
| Basisdaten | |
| Staat: | Schweiz |
| Kanton: | Basel-Landschaft (BL) |
| Bezirk: | Arlesheim |
| BFS-Nr.: | 2761 |
| Postleitzahl: | 4147 |
| UN/LOCODE: | CH AES |
| Koordinaten: | 611728 / 25764247.4694477.594184315Koordinaten: 47° 28′ 10″ N, 7° 35′ 39″ O; CH1903: 611728 / 257642 |
| Höhe: | 315 m ü. M. |
| Fläche: | 7,39 km² |
| Einwohner: | 10'316 (30. September 2012)[1] |
| Einwohnerdichte: | 1396 Einw. pro km² |
| Website: | www.aesch.bl.ch |
| Karte | |
Aesch (Baseldeutsch: Ääsch) ist eine Einwohnergemeinde im Bezirk Arlesheim des Kantons Basel-Landschaft in der Schweiz.
Inhaltsverzeichnis |
Wappen [Bearbeiten]
- Auf silbernem Grund ein schwarzes Speereisen und rechts oben ein roter, sechsstrahliger Stern.
Es ist das Wappen des ausgestorbenen Basler Adelsgeschlechts Marcerel, das im 14. Jahrhundert die ältere Aeschburg als Lehen besass.
Geographie [Bearbeiten]
Aesch liegt an der Birs auf 315 m ü. M. zwischen Faltenjura (Blauen) und Tafeljura (Gempen). Es grenzt an die Gemeinden Duggingen, Pfeffingen, Ettingen, Therwil, Reinach (alle BL) und die solothurnische Gemeinde Dornach. Aesch gehört zur Agglomeration Basel.
Die Fläche beträgt 7,39 km², davon sind 48 % Landwirtschaft (mit Rebbau), 15 % Wald, 36 % Siedlungen und 1 % unproduktive Fläche.
Geschichte [Bearbeiten]
Der jungsteinzeitliche Dolmen, der Überreste von 47 Personen enthielt, weist auf eine frühe Besiedlung hin. Als der Durchgang durch die Schlucht der Birs beim Chessiloch in Grellingen für grössere Strassentransporte noch nicht möglich war, befand sich das Dorf an der alten Römerstrasse über den Plattenpass, welche hinüber ins Laufental führte. Das Geschlecht „Aesch“ baute an dieser Strasse drei Burgen vom Südosten kommend: Münchsberg, Schalberg mit seinem „Vorgänger“ Ruine Engenstein und Burgruine Frohburg, auch Tschöppeli genannt, und als es im 13. Jahrhundert ausstarb, ging das Lehen an den Bischof von Basel über. 1356, beim grossen Basler Erdbeben, zerfielen die drei Burgen. 1793 gehörte Aesch für kurze Zeit sogar zum „Departement du Mont-Terrible“ (Schreckensberg), und seine Einwohner waren Bürger von Frankreich. 1815, nach dem Wiener Kongress, kam Aesch zur Schweizerischen Eidgenossenschaft.
Bevölkerung [Bearbeiten]
42 % der Bevölkerung sind römisch-katholisch und 25 % sind evangelisch-reformiert. Der Ausländeranteil beträgt 22,2 %.
Politik [Bearbeiten]
Die Gemeindepräsidentin ist Marianne Hollinger (FDP, Stand 2012). Der Gemeinderat (Exekutive) setzt sich aus drei Vertretern der FDP, zwei der SP und je einem Vertreter der SVP und der CVP zusammen (Stand 2012). Die Gemeindeversammlung übernimmt die Legislative. Die Gemeindekommission (beratendes Gremium der Gemeindeversammlung) wird im Proporz gewählt und folgende Parteien sind darin vertreten.
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Verkehr [Bearbeiten]
Aesch ist durch den öffentlichen Nahverkehr sehr gut erschlossen. So besitzt die Gemeinde einen Bahnhof an der Jurabahn und wird halbstündlich durch die S-Bahn-Linie 3 bedient, welche zwischen Basel und Laufen verkehrt. Daneben ist das Dorf Wendestation der BLT-Tramlinie 11, welche über Reinach, Münchenstein und dem Bahnhof Basel SBB nach St. Louis Grenze verkehrt.
Die Buslinie 65 stellt zudem eine Verbindung mit dem Bahnhof Dornach-Arlesheim und dem am Blauenhang liegenden Pfeffingen her. Zudem fährt ein Postauto der Linie 68 von Hofstetten über Ettingen an den Aescher Bahnhof.
Mittels der Ausfahrt Aesch an der H18 ist das Dorf auch an das schweizerische Schnellstrassennetz (A2) angeschlossen. Diese Hochleistungsstrasse endet zur Zeit am Dorfrand im Bereich von Angenstein und sollte zu einem späteren Zeitpunkt weiter Richtung Duggingen führen.
Sehenswürdigkeiten [Bearbeiten]
- Schloss Aesch, welches 1606 erbaut wurde und heute die Gemeindsverwaltung enthält.
- Katholische Kirche, um 1820 erbaut, mit Glasfenster von Jacques Düblin und Fresken von Hans Stocker.
- Schloss Angenstein.
- Münchsberg, Ruine Engenstein, Schalberg, und Burgruine Frohburg, auch Tschöpperli genannt in der Klus.
Partnergemeinde [Bearbeiten]
Die Partnergemeinde von Aesch ist Porrentruy.
Weblinks [Bearbeiten]
Einzelnachweise [Bearbeiten]
- ↑ Wohnbevölkerung nach Nationalität und Konfession per 30. September 2012. Statistisches Amt Basel-Landschaft. Abgerufen am 9. Dezember 2012.
- ↑ [1]
