Aesch ZH
| ZH ist das Kürzel für den Kanton Zürich in der Schweiz und wird verwendet, um Verwechslungen mit anderen Einträgen des Namens Aesch zu vermeiden. |
| Aesch | |
|---|---|
| Basisdaten | |
| Staat: | Schweiz |
| Kanton: | Zürich |
| Bezirk: | Dietikon |
| BFS-Nr.: | 0241 |
| Postleitzahl: | 8904 |
| Koordinaten: | 675554 / 24341047.3372198.438329540Koordinaten: 47° 20′ 14″ N, 8° 26′ 18″ O; CH1903: 675554 / 243410 |
| Höhe: | 540 m ü. M. |
| Fläche: | 5.24 km² |
| Einwohner: | 1034 (31. Dezember 2010)[1] |
| Website: | www.aesch-zh.ch |
| Karte | |
Aesch (bis 2001 offiziell Aesch bei Birmensdorf genannt) ist eine politische Gemeinde im Bezirk Dietikon des Kantons Zürich in der Schweiz.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Wappen
- In Silber pfahlweise drei schwebende, gestürzte rote Sparren
Auf einer Gemeindescheibe aus dem Jahr 1587 befindet sich die älteste Darstellung des Gemeindewappens.
[Bearbeiten] Geographie
Aesch liegt leicht erhöht in einer Geländemulde südlich von Birmensdorf gegen den Islisberg.
Nachbargemeinden sind auf Aargauer Seite Arni, Islisberg, Oberwil-Lieli und auf Zürcher Seite Birmensdorf, Wettswil und Bonstetten. Wettswil und Bonstetten grenzen jedoch nur an einem Punkt an Aesch.
Ein Drittel des Gemeindegebietes ist bewaldet und mehr als die Hälfte dient der Landwirtschaft.
[Bearbeiten] Bevölkerung
| Bevölkerungsentwicklung | |
|---|---|
| Jahr | Einwohner |
| 1950 | 323 |
| 1968 | 436 |
| 1978 | 720 |
| 1988 | 961 |
| 1998 | 978 |
| 2008 | 987 |
Nach einem gewissen Aufschwung als Agglomerationsgemeinde von Zürich zwischen 1960 und 1990 ist die Aescher Bevölkerungszahl stark gewachsen und hat seit 1993 zwischenzeitlich bis zu 3,6% abgenommen. Leicht verzögert zu noch anhaltend reger Bautätigkeit wurde 2009 die Tausender-Schwelle überschritten.
Aesch führt Kindergarten und Primarschule in der Gemeinde. Die Sekundarschule wird auf Basis einer Kreisgemeinde mit und in Birmensdorf geführt. Die nächstgelegenen Gymnasien befinden sich in Urdorf und in Zürich.
[Bearbeiten] Verkehr
Aesch weist zu allen Nachbargemeinden ausser Wettswil und Bonstetten Strassenverbindungen auf.
Durch das Dorf führt eine stark befahrenen Strasse, auf welcher der Berufsverkehr aus dem Aargau via Birmensdorf nach Zürich oder auf die Autobahn (A3/A4) rollt. Die im April 2009 eröffnete Westumfahrung Zürichs unterquert Aesch in einem Tunnel.
Aesch liegt an zwei in den Zürcher Verkehrsverbund integrierten Postautolinien (215 und 245), die das Dorf mit Zürich-Wiedikon verbinden. In den Stosszeiten verkehren die Busse in einem 10- bis 15-Minutentakt. Der Zürcher Hauptbahnhof lässt sich – mit Umsteigen in Birmensdorf auf die S-Bahnlinie S9 – in 28 Minuten erreichen.
[Bearbeiten] Wirtschaft
Die Landwirtschaft und einiges Kleingewerbe sind die Haupterwerbszweige. Im Zuge der Eröffnung des Westrings ist nach längerer Stagnation wieder einige Bautätigkeit zu verzeichnen. Etwa 75% der Arbeitnehmer arbeiten ausserhalb der Gemeinde.
[Bearbeiten] Politik
Als typische kleine Zürcher Landgemeinde ist Aesch bürgerlich (mitte-rechts) dominiert. Die Wähleranteile der sechs grössten Parteien bei den Nationalratswahlen von 2003 zeigen dies deutlich:
- Rechtsparteien 60.9%: SVP (43.8 %), FDP (17.1%)
- Mitteparteien 7.7%: CVP (6.3%), EVP (1.4%)
- Linksparteien 19.1%: SP (14.6%), GP (4.5%)
Auf lokaler Ebene ist ein politisch orientierter Verein unter dem Namen "Forum Aesch" aktiv. [2] Gemeindepräsident ist Johann Jahn, Forum Aesch (Stand 2010).
[Bearbeiten] Geschichte
Siedlungsspuren römischen Ursprungs sind östlich der heutigen Dorfes gefunden worden.
Die Gemeinde ist im Jahr 1124 zum ersten Mal erwähnt worden. Damals war das Kloster Engelberg Grundbesitzerin in Aesch. Mit der Eroberung des Aargaus kam Aesch 1415 unter die Zürcher Herrschaft wo es bis zur Helvetik verblieb. Zwischen 1798 und 1803 war es dem Bezirk Mettmenstetten angegliedert.
Bis zum 2. Weltkrieg war Aesch eine reine Bauerngemeinde. Von 1942 bis 1946 befand sich in Aesch ein Arbeitslager mit Internierten und Emigranten, von welchen Rodungsarbeiten im Reuetal und Stierenwald durchgeführt wurden.
Ab 1963 begannen die Überbauung der Quartierplangebiete Brunn- und Grossacher, wodurch der Wandel zur Agglomerationsgemeinde eingeleitet wurde.
[Bearbeiten] Literatur
- K. Egloff: 850 Jahre Aesch, 1124–1974. 1974
[Bearbeiten] Weblinks
- Offizielle Website der Gemeinde Aesch ZH
- Statistische Daten Gemeinde Aesch bei Birmensdorf
- Aesch bei Birmensdorf im Historischen Lexikon der Schweiz
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ Statistisches Amt des Kantons Zürich – Bevölkerung in den Gemeinden und Regionen des Kantons Zürich, 2010
- ↑ forumaesch.ch: Forum Home, Zugriff am 14. September 2011
