Affalterbach

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Affalterbach (Begriffsklärung) aufgeführt.
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Affalterbach
Affalterbach
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Affalterbach hervorgehoben
48.9219444444449.3216666666667317Koordinaten: 48° 55′ N, 9° 19′ O
Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Stuttgart
Landkreis: Ludwigsburg
Höhe: 317 m ü. NHN
Fläche: 10,15 km²
Einwohner: 4439 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 437 Einwohner je km²
Postleitzahlen: 71563,
71364 (Birkachhof, Steinächle)Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/PLZ enthält Text
Vorwahl: 07144
Kfz-Kennzeichen: LB, VAI
Gemeindeschlüssel: 08 1 18 001
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Marbacher Straße 17
71563 Affalterbach
Webpräsenz: www.affalterbach.de
Bürgermeister: Steffen Döttinger
Lage der Gemeinde Affalterbach im Landkreis Ludwigsburg
Erdmannhausen Erdmannhausen Remseck am Neckar Schwieberdingen Marbach am Neckar Marbach am Neckar Marbach am Neckar Marbach am Neckar Oberstenfeld Oberstenfeld Mundelsheim Mundelsheim Affalterbach Asperg Benningen am Neckar Besigheim Besigheim Bönnigheim Erligheim Freudental Gemmrigheim Großbottwar Großbottwar Hessigheim Löchgau Murr (Gemeinde) Murr (Gemeinde) Pleidelsheim Pleidelsheim Steinheim an der Murr Tamm Walheim Ingersheim Freiberg am Neckar Bietigheim-Bissingen Bietigheim-Bissingen Ditzingen Eberdingen Kornwestheim Möglingen Oberriexingen Sersheim Vaihingen an der Enz Sachsenheim Korntal-Münchingen Ludwigsburg Markgröningen Hemmingen Gerlingen Kirchheim am NeckarKarte
Über dieses Bild

Affalterbach ist eine Gemeinde im Landkreis Ludwigsburg in Baden-Württemberg.

Geographie: Lage und Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Affalterbach liegt unterhalb des Lembergs etwa vier Kilometer südöstlich von Marbach am Neckar. Neben dem Hauptort Affalterbach mit seiner etwas weiter östlich gelegenen Gartensiedlung Birkhau gehören zur Gemeinde noch der Teilort Wolfsölden, der Weiler Steinächle und der jenseits des Buchenbachs gelegene Birkachhof.[2]

Geschichte[Bearbeiten]

Erstmals urkundlich erwähnt wurde der Ort im Jahre 972. Funde zeigen jedoch, dass diese Gegend schon vor 6000 Jahren besiedelt wurde. Wenige Kilometer entfernt wurde in Steinheim an der Murr der Schädel des Homo steinheimensis entdeckt. Aus kulturhistorischer Sicht liegt Affalterbach an der Grenze zwischen den Herrschaftsgebieten der Franken und der Alemannen. Bis 1938 gehörte der Ort zum Oberamt Marbach und wurde dann dem Landkreis Backnang zugeteilt. Mit der baden-württembergischen Kreisreform 1973 wurde dieser allerdings aufgelöst und Affalterbach in den Landkreis Ludwigsburg eingegliedert.

Religionen[Bearbeiten]

Evangelische Kirche

In Affalterbach gibt es sowohl eine evangelische als auch eine römisch-katholische Kirchengemeinde.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

  • 1525: 0270
  • 1703: 0344
  • 1802: 1033
  • 1864: 1532
  • 1939: 1034
  • 2005: 4625
  • 2010: 4453

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten]

Der Gemeinderat in Affalterbach hat 14 Mitglieder. Die Kommunalwahl am 25. Mai 2014 führte zu folgendem vorläufigen Ergebnis[3]. Das amtliche Endergebnis wird vom Statistischen Landesamt gegen Ende des Jahres bekannt gegeben. Der Gemeinderat besteht aus den gewählten ehrenamtlichen Gemeinderäten und dem Bürgermeister als Vorsitzendem. Der Bürgermeister ist im Gemeinderat stimmberechtigt.

Parteien und Wählergemeinschaften %
2014
Sitze
2014
%
2009
Sitze
2009
Kommunalwahl 2014
 %
40
30
20
10
0
37,24 %
29,11 %
22,28 %
11,37 %
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2009
 %p
 12
 10
   8
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
-1,36 %p
-5,19 %p
-4,92 %p
+11,37 %p
CDU Christlich Demokratische Union Deutschlands 37,24 5 38,6 5
FWV Freie Wählervereinigung Affalterbach 29,11 4 34,3 5
SPD Sozialdemokratische Partei Deutschlands 22,82 3 27,2 4
ULA Unabhängige Liste Affalterbach 11,37 2
gesamt 100,0 14 100,0 14
Wahlbeteiligung 54,94 % 57,1 %

Wappen und Flagge[Bearbeiten]

Die Blasonierung des Wappens von Affalterbach lautet: In Silber über blauem Wellenschildfuß ein bewurzelter grüner Apfelbaum mit roten Äpfeln.

Die Gemeindeflagge ist grün-weiß. Wappen und Flagge wurden am 24. Mai 1965 verliehen.

Gemeindepartnerschaften[Bearbeiten]

Affalterbach pflegt Partnerschaften mit Neuhausen/Erzgeb. in Sachsen und Téglás in Ungarn.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Winterlicher Blick vom Lemberg

Am Rand von Affalterbach befindet sich der 365 Meter hohe Lemberg. Bei schönem Wetter ist der Lemberg oberhalb der Weinberge ein beliebter regionaler Ausflugspunkt.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten]

Affalterbach ist ausschließlich über Buslinien an die S-Bahn in Marbach am Neckar und somit weiter nach Stuttgart angeschlossen. Des Weiteren verkehren zu Stoßzeiten, am frühen Morgen und am Nachmittag Busse nach Winnenden. Der nächste Bahnhof ist Kirchberg (Murr) an der Bahnstrecke Backnang–Ludwigsburg.

Luftverkehr[Bearbeiten]

Affalterbach ist Standort des Drehfunkfeuers Luburg (LBU), das auf 109,2 MHz sendet [4]

Funkfeuer Luburg

Ansässige Unternehmen[Bearbeiten]

Öffentliche Einrichtungen[Bearbeiten]

Es gibt ein Alten- und Pflegeheim der kreiseigenen Kleeblatt Pflegeheime.

Seit September 2003 gibt es ein Heimatmuseum im ehemaligen Wohnhaus des Affalterbacher Bürgermeister Friedrich Kurz.[5] Im Erdgeschoss dieses Gebäudes befindet sich das Gemeindearchiv.

Bildung[Bearbeiten]

Mit der Apfelbachschule verfügt Affalterbach über eine eigene Grundschule. Weiterführende Schulen können in Marbach am Neckar besucht werden. Im Ort gibt es drei Kindergärten.

Ver- und Entsorgung[Bearbeiten]

Das Strom- und Gasnetz in der Gemeinde wird von der Syna GmbH betrieben, einem Tochterunternehmen der Süwag Energie AG. Das Trinkwasser wird von der Landeswasserversorgung bezogen. Die Abfallentsorgung wird von der Abfallverwertungsgesellschaft des Landkreises Ludwigsburg mbH (AVL) übernommen, einer 100 %-igen Tochtergesellschaft des Landkreises Ludwigsburg. Die AVL ist beauftragt, die Aufgaben zur Vermeidung, Verwertung und Beseitigung von Abfällen im Auftrag des Landkreises Ludwigsburg zu erfüllen.

Partnergemeinden[Bearbeiten]

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten]

  • Ludwig Hercules Daser (1705–1784), lutherischer Theologe
  • Maria Margaretha Aichholz, 1816 von Wolfsölden nach Georgien ausgewandert, Großmutter von Stalins zweiter Ehefrau Nadeschda Allilujewa
  • Paul Sauer (1931–2010), geboren im Ortsteil Wolfsölden, Historiker und Archivar

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Affalterbach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland mit Bevölkerung am 31.12.2012 (XLS-Datei; 4,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Das Land Baden-Württemberg. Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden. Band III: Regierungsbezirk Stuttgart, Regionalverband Mittlerer Neckar. Kohlhammer, Stuttgart 1978, ISBN 3-17-004758-2. S. 431–433
  3. Wahlinformationen des Kommunalen Rechenzentrums Stuttgart
  4. http://www.ourairports.com/navaids/LBU/Luburg_VOR-DME_DE/#lat=48.9129981994629,lon=9.340229988098145,zoom=10,type=Satellite
  5. http://www.fair-hotels.de/Museen-Kultur/Museum-Suche/Heimatmuseum-Affalterbach.690.html