Affinität (Marktforschung)

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Unter Affinität versteht man in der Marktforschung das Maß dafür, wie groß der Anteil einer Zielgruppe an allen Nutzern eines Medium ist. Sie lässt sich als Prozentzahl oder als Indexwert angeben.

Sie ist auch das Maß für die Eignung eines Werbeträgers (Magazin, Zeitung, TV-Sender, Radiostation, Internet-Angebot, etc.) zur Ansprache einer bestimmten Zielgruppe, gemessen als Anteil der Nutzer in der Zielgruppe an allen Nutzern des Werbeträgers oder als Index, durch das Verhältnis der Reichweite in der Zielgruppe zur Gesamt-Leserschaft und/oder -Besucherzahl eines Mediums.

Ist der Affinitätsindex 100, so bedeutet dies einen durchschnittlichen Anteil der Zielgruppe an allen Nutzern.

Wichtig ist hier das Verhältnis der Reichweite in der Zielgruppe zur Gesamtleserschaft eines Titels (Zielgruppenverwandtschaft).

Berechnet wird dies folgendermaßen:

Affinitätsindex:

 \frac{Reichweite\, in\, der\, Zielgruppe}{Reichweite\, in\, der\, Grundgesamtheit} \cdot 100 \%

Man beachte hierbei: Affinität 100 = durchschnittlich. Affinität über 100 = überdurchschnittlich.

Literatur[Bearbeiten]

  • Wolfgang J.Koschnick (Hrsg.): Focus Lexikon Werbeplanung Mediaplanung Marktforschung Kommunikationsforschung Mediaforschung. S 78ff. 3. Auflage. Focus Magazin Verlag, München 2003, ISBN 3-9808574-0-9, (Band 1 von 3).