Afrika-Eurasien

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Afrika-Eurasien

Ägypten Tunesien Libyen Algerien Marokko Mauretanien Senegal Gambia Guinea-Bissau Guinea Sierra Leone Liberia Elfenbeinküste Ghana Togo Benin Nigeria Äquatorialguinea Kamerun Gabun Republik Kongo Angola Demokratische Republik Kongo Namibia Südafrika Lesotho Swasiland Mosambik Tansania Kenia Somalia Dschibuti Eritrea Sudan Ruanda Uganda Burundi Sambia Malawi Simbabwe Botswana Äthiopien Südsudan Zentralafrikanische Republik Tschad Niger Mali Burkina Faso Jemen Oman Vereinigte Arabische Emirate Saudi-Arabien Irak Iran Kuwait Katar Bahrain Israel Syrien Libanon Jordanien Zypern Türkei Afghanistan Turkmenistan Pakistan Griechenland Italien Malta Frankreich Portugal Spanien Kanaren Kap Verde Mauritius Réunion Mayotte Komoren Seychellen Madagaskar São Tomé und Príncipe Sri Lanka Indien Indonesien Bangladesch Volksrepublik China Nepal Bhutan Myanmar Kanada Dänemark (Grönland) Island Mongolei Norwegen Schweden Finnland Irland Vereinigtes Königreich Niederlande Belgien Dänemark Schweiz Österreich Deutschland Slowenien Kroatien Tschechische Republik Slowakei Ungarn Polen Russland Litauen Lettland Estland Weißrussland Moldawien Ukraine Mazedonien Albanien Montenegro Bosnien und Herzegowina Serbien Bulgarien Rumänien Georgien Aserbaidschan Armenien Kasachstan Usbekistan Tadschikistan Kirgistan Russland Vereinigte Staaten Malediven Japan Nordkorea Südkorea Republik China Singapur Australien Malaysia Brunei Philippinen Thailand Vietnam Laos Kambodscha IndienLage Afrika-Eurasiens auf einer Weltkarte
Über dieses Bild
Fläche 84.980.532 km²
Bevölkerung 6.000.000.000
Bevölkerungsdichte 70,6 Einwohner/km²
Länder 147
Zeitzonen UTC−1 (Kap Verde) bis UTC+12 (Russland)

Der Superkontinent Afrika-Eurasien, selten auch Eurafrasien oder Europafrikasien genannt, stellt die größte zusammenhängende Landmasse der Erde dar. Der Begriff Alte Welt wird teilweise synonym für Afrika-Eurasien verwendet, betont jedoch eher den geschichtlich-kulturellen gegenüber dem geographischen Aspekt.
Afrika-Eurasien ist nicht identisch mit der Ostfeste; diese schließt Australien ein.

Allgemeines[Bearbeiten]

Afrika-Eurasien setzt sich, dem Namen entsprechend, aus den Kontinenten Afrika und Eurasien (Europa und Asien) zusammen. Bei streng geografischer Definition werden die umliegenden Inseln, wie Großbritannien, Honshū (Japan) oder Madagaskar nicht hinzu gerechnet. Mit einer Fläche von etwa 85 Millionen Quadratkilometern bedeckt Afrika-Eurasien ein Sechstel der Erdoberfläche und umfasst deutlich über die Hälfte allen Festlandes der Erde. Mit einer Einwohnerzahl von 6,1 Milliarden Menschen (Stand 2013)[1] ist der Superkontinent Heimat von rund 87 % der Weltbevölkerung.

Unterteilung[Bearbeiten]

Wie im Fall von Eurasien argumentieren auch bei Afrika-Eurasien viele Wissenschaftler, dass die Unterteilung der Weltinsel nicht gerechtfertigt und lediglich historisch und kulturell bedingt sei. Traditionell wird als Grenze zwischen Afrika und Eurasien der Isthmus von Sues angesehen.

Biogeografisch zählt Afrika nördlich der Sahara zusammen mit Nordamerika, Europa und Nordasien zur Holarktis.

Entstehung[Bearbeiten]

Erdgeschichtlich betrachtet ist Afrika-Eurasien verhältnismäßig jung und besteht in der heutigen Gestalt seit ca. 20 Millionen Jahren. Nach dem Zerfall des Superkontinentes Pangaea im Mesozoikum gehörte Eurasien zusammen mit Nordamerika zum „Nordkontinent“ Laurasia, während Afrika ein Teil des „Südkontinentes“ Gondwana war (neben Südamerika, Australien, Antarktika und Indien), zwei durch den Tethys-Ozean vollständig voneinander getrennte Landmassen. Nach dem Zerfall von Gondwana begannen sich in der Kreidezeit Afrika und Indien nach Norden zu bewegen und kollidierten im Paläogen und Neogen mit Eurasien.[2] Die Kollision Afrikas mit Europa wird in rund 50 Millionen Jahren dazu führen, dass sich das Mittelmeer schließt und an seine Stelle eine dem Himalaya vergleichbare Bergkette erhebt.[3]

Geschichte[Bearbeiten]

Im Zweiten Weltkrieg wurde Afrika-Eurasien von den Amerikanern als das Eroberungsziel der Deutschen angesehen. Es wurde argumentiert, dass die „größte Insel der Erde“ von den Deutschen allein besetzt werden könnte und sie damit de facto die Weltherrschaft an sich reißen könnten.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Deutsche Stiftung Weltbevölkerung, Info & Service, Länderdatenbank, abgerufen am 14. Januar 2011
  2. Houseman, Greg, "Dispersal of Gondwanaland", University of Leeds, abgerufen am 14. Januar 2011
  3. Future World, Christoph Scotese, Paleomap Project, abgerufen am 14. Januar 2011