Afrodeutsche

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Der ehemalige Fußballnationalspieler Gerald Asamoah, der 2005 an der Social-Marketing-Kampagne „Du bist Deutschland“ teilnahm

Als Afrodeutsche oder auch schwarze Deutsche (manchmal in der Schreibweise Schwarze Deutsche[1]) werden deutsche Staatsbürger mit subsaharischer Abstammung bezeichnet.

Begriffe[Bearbeiten]

Beide Begriffe waren ursprünglich nur Eigenbezeichnungen, die in den Anfängen der sich in den 1980er Jahren formierenden Neuen Schwarzen Bewegung[2][3] geprägt wurden. Sie entstanden durch eine verstärkte Politisierung der schwarzen Bevölkerung in Deutschland und im Bestreben, externe Zuschreibungen abzulegen oder zu hinterfragen, durch Selbsterkenntnis, durch Klärung der eigenen Identität und Geschichte ein Selbstbild bzw. ein Selbstkonzept zu entwickeln und sich selbst einen Namen zu geben. Der Begriff afrodeutsch wurde hierbei auf Anregung der US-amerikanischen Aktivistin Audre Lorde in Anlehnung an den Terminus afroamerikanisch entwickelt.[4][5] Die Begriffe Afrodeutsche und schwarze Deutsche stehen in einem Zusammenhang mit Konzepten des Empowerments, der Emanzipation und einer Identitätspolitik sowie der Auseinandersetzung mit Diskriminierung und Rassismus. Sie lösten Bezeichnungen der Mehrheitsgesellschaft weitgehend ab (Mohr“, „Neger“, „Farbiger).[6][7] In den Rechtschreibduden wurde der Begriff afrodeutsch mit der 24. Ausgabe vom Juli 2006 aufgenommen,[8] zuvor war er im Duden-Synonymwörterbuch vertreten.[9]

Bekannte Organisationen von Afrodeutschen bzw. Schwarzen in Deutschland sind die Vereine Initiative Schwarze Menschen in Deutschland (ISD) und Schwarze deutsche Frauen und Schwarze Frauen in Deutschland (ADEFRA), beide mit Sitz in Berlin. Eine entsprechende Organisation für den Bereich der Filmbranche wurde 2006 mit den Schwarzen Filmschaffenden in Deutschland (SFD) gegründet. Als ein afrodeutsches Medienarchiv und als ein soziales Netzwerk für Themen rund um die Lebenswelt von „People of African Descent“ und Migranten hat sich seit dem Jahr 2001 das Internet-Portal Afrotak TV cyberNomads etabliert. Nach dem Vorbild von gleichnamigen Veranstaltungen in den USA werden in einigen deutschen Großstädten seit einigen Jahren sogenannte Black History Months organisiert, um auf die Wurzeln der Afrodeutschen und anderer Schwarzer sowie ihre gesellschaftliche Situation in Deutschland aufmerksam zu machen.[10] 2004 verliehen Afrotak TV cyberNomads (in Kooperation u. a. mit dem Haus der Kulturen der Welt) den „May Ayim Award“, den „ersten Panafrikanischen Schwarzen Deutschen Internationalen Literaturpreis“. Die Auszeichnung wurde von der deutschen Sektion der UNESCO als Projekt zur Erinnerung an den Sklavenhandel und seine Abschaffung ausgelobt.[11]

Geschichte[Bearbeiten]

Die ältesten Berichte über Menschen dunkler Hautfarbe im heute deutschsprachigen Raum sind die Legenden über den Heiligen Mauritius und die Angehörigen seiner Thebaischen Legion, die gegen Ende des 3. Jahrhunderts im Gebiet des heutigen Schweizer Kanton Wallis gestorben sein sollen. Unabhängig vom konkreten Wahrheitsgehalt dieser Legende ist davon auszugehen, dass in der Antike sowohl im Rahmen des Fernhandels als auch durch im ganzen Römischen Reich operierende militärische Verbände regelmäßig Menschen afrikanischen Ursprungs mit dunkler Hautfarbe im römischen Germanien lebten. Nach dem Ende der römischen Herrschaft in Nordafrika und Germanien waren ab dem Mittelalter Menschen dunkler Hautfarbe kaum mehr in Mitteleuropa anzutreffen. Im Mittelalter entwickelte sich die Vorstellung, dass einer der Heiligen Drei Könige ein König mit schwarzer Hautfarbe gewesen sei. Dies prägte die künstlerische Rezeption schwarzer Menschen im christianisierten Raum. An Adelshöfen und in den Häusern wohlhabender Kaufleute wurde es im 18. Jahrhundert Mode, „Kammermohren“ als Kammerdiener oder „Mohren“ in sonstigen dienenden Funktionen zu beschäftigen. Ein Beispiel hierfür ist Ignatius Fortuna, der auf Schloss Borbeck in den Diensten der Fürstäbtissin zu Essen stand. Eine Ausnahmekarriere beschritt Anton Wilhelm Amo, dem es in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts gelang, eine akademische Ausbildung zu erwerben und Anstellungen als Hochschullehrer zu finden. In seiner lateinischen Schrift De iure Maurorum in Europa beschäftigte er sich 1729 als erster schwarzer Wissenschaftler mit der Rechtsstellung der Schwarzen in Europa. Die für einen Kreolen ungewöhnliche Erhebung zu einem Grafen von Fürstenstein (1807) und zum Außenminister des Königreichs Westphalen (1808) erlebte der 1774 auf Martinique geborene Pierre Alexandre le Camus. Ein bemerkenswerter Fall gesellschaftlich geduldeter sexueller Ausbeutung schwarzer Menschen fand im Königreich Preußen der 1830er Jahre statt: Hier hielt der exzentrische Fürst Hermann von Pückler-Muskau das Oromo-Mädchen Machbuba als minderjährige Sexsklavin, bis es 1840 in seinem Schloss früh verstarb.

Askari, um 1914

Das deutsche Kaiserreich, das sich zum Beispiel bei der Kongokonferenz 1884/1885 am sogenannten Wettlauf um Afrika beteiligte, erwarb ab 1884 zahlreiche Kolonien in Afrika. Infolge der dadurch entstehenden Beziehungen reiste erstmals seit der Antike eine größere Anzahl dunkelhäutiger Menschen nach Deutschland ein. Hierzu gehörten auch Schwarze, die auf Jahrmärkten, in Wandermenagerien und Völkerschauen zur Schau gestellt wurden. Das Kolonialregime bot auch sogenannten „Kolonialabenteurern“ wie beispielsweise Ernst Henrici eine Grundlage für entsprechende Aktivitäten. 1892 bis 1894 studierte der afroamerikanische Bürgerrechtler W. E. B. Du Bois in Deutschland. In den Kolonien wurden viele Einheimische auf deutschsprachigen Schulen ausgebildet, arbeiteten als Übersetzer und Dolmetscher für das Deutsche Reich oder wurden Teil der deutschen Kolonialtruppen, der sogenannten Askaris. Etwa 40.000 deutsche Askaris trugen während des Ersten Weltkriegs die Hauptlast des Kampfes gegen die britischen Truppen in Deutsch-Ostafrika. Nach dem Ende des Ersten Weltkriegs wurde den deutschen Askaris eine lebenslange Rente von der Weimarer Republik ausgezahlt. Die Pensionen der Askaris wurden von der Bundesrepublik Deutschland von Anfang der 1960er Jahre bis zum Tode der letzten Askaris Ende der 1990er Jahre weiterhin übernommen. Als königlich-württembergischer Offizier focht der kamerunische Duala-Prinz Alexander Douala-Bell 1915 in der Schlacht von Gallipoli für das Deutsche Reich, obwohl sein Vater, König Rudolf Manga Bell, 1914 vom deutschen Kolonialregime Kameruns wegen Hochverrats hingerichtet worden war.

Zur Zeit der Weimarer Republik und des Nationalsozialismus lebten schätzungsweise zwischen tausend und dreitausend Schwarze in Deutschland. Sie stammten damals zum größten Teil aus den ehemaligen deutschen Kolonien in Afrika.[12] Rassistische Tendenzen in der Weimarer Zeit[13], die Propagierung von Rassentheorien und der Vorgang der Alliierten Rheinlandbesetzung führten dazu, dass viele der in dieser Zeit von schwarzen Vätern (z. B. französischen Kolonialsoldaten) gezeugten Kinder deutscher Frauen mit dem Schimpfwort „Rheinlandbastarde“ herabgesetzt wurden. In seiner Programmschrift Mein Kampf bezeichnete Adolf Hitler den Einsatz schwarzer französischer Soldaten im besetzten Rheinland als planmäßiges Werk von Juden. Während der Zeit des Nationalsozialismus wurden die wenigen in Deutschland lebenden Schwarzen oft Opfer von Diskriminierung und Verfolgung, teilweise zwangssterilisiert und meist in Konzentrationslagern interniert. Eines der frühesten Opfer war Hilarius Gilges. Mit den Nürnberger Gesetzen der Nationalsozialisten von 1935 wurden „Zigeuner, Neger und ihre Bastarde“ nach rassistischen Kriterien erfasst und den Juden gleichgestellt, was zu Diskriminierung und Verfolgung führte. Bekannte Afrodeutsche, die während dieser Zeit in Deutschland lebten, sind etwa Fasia Jansen, Hans-Jürgen Massaquoi, Theodor Wonja Michael, Gert Schramm oder Bayume Husen. George Padmore, ein aus Trinidad gebürtiger kommunistischer Aktivist, der in Hamburg die monatliche Komintern-Zeitschrift The Negro Worker herausgab, wurde 1933 aus Deutschland ausgewiesen.

Erst nach dem Zweiten Weltkrieg endete auch die offene Diskriminierung und Verfolgung der Afrodeutschen, nach wie vor gab es in der Bevölkerung jedoch große Vorbehalte gegenüber den in Deutschland lebenden Schwarzen. Viele der aus afroamerikanisch-deutschen Beziehungen hervorgegangenen Kinder, so genannte Brown Babies, und ihre Eltern waren in den westlichen Besatzungszonen und später in der jungen Bundesrepublik diskriminierenden Vorbehalten ausgesetzt. Nach 1945 wanderten über die Jahre hinweg wieder zahlreiche Afrikaner nach Westdeutschland ein, sodass die afrodeutsche Gemeinde heute größer ist als je zuvor.

Auch in der DDR gab es eine schwarze Minderheit, die größtenteils aus angeworbenen Vertragsarbeitern aus den „sozialistischen Bruderstaaten“ Afrikas, insbesondere aus Benin und Mosambik, und deren Nachfahren bestand.[14] Daneben sind auch die DDR-Kinder von Namibia zu erwähnen. Ein Großteil der Schwarzen, die in der DDR lebten, kehrte nach der Wiedervereinigung in ihre ihnen oft unbekannte Heimat zurück, ein anderer Teil entschied sich jedoch zu bleiben. Zu tragischer Bekanntheit kam Alberto Adriano, der im Juni 2000 von drei Neonazis in Dessau niedergeschlagen wurde und wenige Tage später seinen Verletzungen erlag.

In den 1980er Jahren entwickelte sich, angeregt auch durch Aktivisten der US-amerikanischen Bürgerrechtsbewegung, etwa Audre Lorde,[15][16] unter vielen Afrodeutschen ein stärkeres Bewusstsein für Fragen der Identität und gemeinsamer Interessen in der bundesdeutschen Gesellschaft. Eine daraus hervorgehende Bewegung nannte sich Neue Schwarze Bewegung, nachdem ihr bewusst geworden war, dass es schon zu Beginn des 20. Jahrhunderts in deutschen Großstädten, vor allem in Berlin und Hamburg, schwarze Vereine und Gesellschaften gegeben hatte. Eine Aktivistin der Neuen Schwarzen Bewegung und eine Begründerin der Kritischen Weißseinsforschung in Deutschland war die Pädagogin May Ayim. Das von ihr, Katharina Oguntoye und Dagmar Schultz 1986 herausgegebene Buch Farbe bekennen lieferte einen wichtigen Anstoß zur politischen und identitären Bewusstseins- und Netzwerkbildung der Schwarzen in Deutschland.[17]

Ab den 1990er Jahren wurden Schwarze in der deutschen Öffentlichkeit deutlich stärker präsent, vor allem im Sport und den Medien waren nun vermehrt Afrodeutsche zu sehen. Kleine Teile des Fußballpublikums reagierten jedoch bei Auftritten schwarzer Fußballer noch Ende der 1990er Jahre offen rassistisch.[18] Auf den Rassismus der 1990er Jahre antworteten Afrodeutsche mit öffentlichen Selbst- und Gegendarstellungen.[19] Der 1992 produzierte Kurzfilm Schwarzfahrer, der eine fremdenfeindliche Situation zwischen einer älteren weißen Dame und einem jungen Schwarzen in einer Berliner Straßenbahn schildert, gewann 1994 einen Oscar. Im Rap Fremd im eigenen Land, den die Gruppe Advanced Chemistry 1992 als Protestsong gegen Rassismus herausbrachte, wurde Stereotypen der Mehrheitsgesellschaft die Selbstbezeichnung afrodeutsch selbstbewusst entgegengehalten.[20][21] Im Jahr der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 gab es eine weit beachtete öffentliche Debatte in Deutschland über die Belästigungen und Gefahren für schwarze Menschen in sogenannten No-go-Areas der neuen Bundesländer.[22]

Gegenwart[Bearbeiten]

Steffi Jones, Präsidentin des Organisationskomitees der Fußball-Weltmeisterschaft der Frauen 2011, seither Direktorin beim Deutschen Fußball-Bund, Schirmherrin der Initiative Respekt! Kein Platz für Rassismus

Die aktuelle Zahl der Schwarzen in Deutschland wird auf 300.000[23] bis 800.000[24] geschätzt. Die Zahl der Afrodeutschen unter ihnen schätzte die Initiative Schwarzer Menschen in Deutschland (ISD) im Jahre 2008 auf etwa 500.000 Personen.[25] Die größten Gemeinden Schwarzer und Afrodeutscher gibt es in Berlin und Hamburg. Alleine in Berlin sind etwa 70.000 Menschen (ca. 2 % der Bevölkerung) afrikanischer Herkunft.[26] Weitere Zentren der afrodeutschen Community gibt es in München, Bremen, Köln, Frankfurt am Main, Düsseldorf und im Ruhrgebiet. Da es keine genaue wissenschaftliche Definition des Attributs „schwarz“ gibt und geben kann (→ siehe hierzu Kritik und Überwindung der Rassentheorie), handelt es sich hierbei um einen groben Schätzwert. Die meisten der heute in Deutschland lebenden Afrodeutschen sind eingebürgerte afrikanische Einwanderer und deren Nachkommen, „Besatzungskinder“ mit einem US-amerikanischen, britischen oder französischen Elternteil[27] sowie Kinder von Studenten, Seeleuten, Gastarbeitern oder angeworbener Fachkräfte afrikanischer Abstammung. Viele Afrodeutsche haben auch einen deutschstämmigen Elternteil. Wie viele der Schwarzen in Deutschland auch die deutsche Staatsbürgerschaft haben, ist nicht bekannt.

Der Aufenthaltsstatus der in Deutschland lebenden nichtdeutschen Schwarzen ist unterschiedlich: Es gibt EU-Inländer, Menschen mit einer Niederlassungserlaubnis, mit einer Aufenthaltserlaubnis, aber auch Geduldete. Daneben gibt es Menschen ohne Aufenthaltsstatus.

In Deutschland ist der Anteil der Schwarzen an der Bevölkerung deutlich höher als in den Ländern Ost- und Südosteuropas oder Skandinaviens, aber dennoch weit niedriger als etwa in Frankreich, Großbritannien, Portugal und den Niederlanden. Dies hat vor allem historische Gründe. Während das deutsche Kolonialreich nur kurz bestand, existierten britische, französische und portugiesische Kolonien in Afrika bis weit in das 20. Jahrhundert; zu Frankreich, Großbritannien und den Niederlanden gehören bis heute Überseegebiete in der Karibik.

Die Lage und die Probleme schwarzer Menschen in Deutschland sind heute Gegenstand einer intensiveren Erforschung. Die Soziologin Nkechi Madubuko fand heraus, dass schwarze Akademiker durch die Konfrontation mit Stereotypen und Vorurteilen einem stärkeren Akkulturationsstress ausgesetzt sind, auf den sie mit bestimmten Verhaltensmustern reagieren. Nicht selten müssten sie auf ihren Fachgebieten viel mehr leisten als andere, um eine gleiche gesellschaftliche Anerkennung zu erfahren.[28]

In seinen Schattenberichten 2011 stellte das Europäische Netzwerk gegen Rassismus (ENAR) fest, dass Menschen afrikanischer Abstammung – insbesondere wegen ihrer Sichtbarkeit – anfällig seien für rassistische Diskriminierung. In verschiedenen EU-Ländern habe sich dieses Problem wegen der anhaltenden Wirtschaftskrise verstärkt. Für Deutschland sei festzustellen, dass Afrodeutsche auf dem Arbeitsmarkt stärker von Diskriminierung betroffen seien als europäische Einwanderer oder Einwanderer mit türkischem Hintergrund. Auch auf dem deutschen Wohnungsmarkt würden Afrodeutsche diskriminiert.[29] Berichtet wird von vielen Formen der Ausgrenzung schwarzer Menschen durch Alltagsrassismus,[30][31] etwa von Racial Profiling durch Behörden sowie einzelne Amts- und Hoheitsträger.[32]

In dem Wochenmagazin Die Zeit berichtete der deutsche Hauptmann Ntagahoraho Burihabwa, dass er die Bundeswehr als einen Bereich erlebt habe, in dem seine Hautfarbe keine Rolle spielte, weil dort eine Begegnung auf Augenhöhe praktiziert wurde, während er in seinem Zivilleben Diskriminierung erlebt habe.[33] 2012 fand der afrodeutsche Fußballer Hans Sarpei im deutschsprachigen Bereich als neuartiges Social-Media-Phänomen besondere Beachtung, nicht nur, weil die mit seiner Person zusammenhängenden Netzaktivitäten höhere Interaktionsraten als andere aktive Sportler erreichten, sondern gerade auch, weil sie trotz mäßiger fußballerischer Leistungen Sarpeis sogar die entsprechenden Werte der Bundeskanzlerin Angela Merkel und des Topmodells Heidi Klum übertrafen.[34] Ein anderer Afrodeutscher, der die Aufmerksamkeit der Medien in besonderem Maße auf sich zieht, ist der Fußballer Kevin-Prince Boateng, der sich gesellschaftlich gegen Rassismus engagiert und im März 2013 an der UN-Konferenz Rassismus und Sport teilnahm.[35]

Am 22. September 2013 wurden mit Karamba Diaby (SPD) und Charles M. Huber (CDU) die ersten Personen mit afrodeutschen Biografien in den Deutschen Bundestag gewählt.[36] Beide haben senegalesische Wurzeln.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Victoria B. Robinson: Schwarze deutsche Kräfte. Über die Absurdität der Integrationsdebatte, S. 2, pdf-Datei im Portal journal360.de, abgerufen am 29. März 2013
  2. Der Begriff Neue Schwarze Bewegung bezeichnet die Organisationsformen schwarzer Menschen ab den 1980er Jahren. Dieser Begriff beruht auf der Erkenntnis, dass eine Schwarze Bewegung als Organisationsform schwarzer Menschen in Deutschland, vor allem in Gestalt von Vereinen von Afrikanern in den Kolonialmetropolen Hamburg und Berlin, bereits seit dem Beginn des 20. Jahrhunderts feststellbar ist. – Bundeszentrale für politische Bildung, Eleonore Wiedenroth-Coulibaly/Sascha Zinflou: Schwarze Organisierung in Deutschland
  3. Rassismus in Deutschland – Filmporträt über Schwarze in Deutschland und die Initiative Schwarze Deutsche und Schwarze in Deutschland (ISD), Beitrag im Portal YouTube vom 24. März 2010, abgerufen am 24. Februar 2013
  4. Katharina Oguntoye u. a.: A wie … Afro-deutsch im Glossar der politischen Selbstbezeichnungen aus dem Portal migrazine.at, abgerufen am 28. Februar 2013
  5. Stefan Gerbing: Afrodeutscher Aktivismus. Interventionen von Kolonisierten am Wendepunkt der Dekolonisierung Deutschlands 1919. Peter Lang, Internationaler Verlag der Wissenschaften, Frankfurt a.M. 2010, ISBN 978-3-631-61394-8, S. 22.
  6. Oguntoye, K.; Opitz (Ayim), M.; Schultz, D. (Hrsg.): Farbe Bekennen. Afro-deutsche Frauen auf den Spuren ihrer Geschichte. Berlin 1986
  7. Bundeszentrale für politische Bildung: Nana Odoi: Die Farbe der Gerechtigkeit ist weiß Institutioneller Rassismus im deutschen Strafrechtssystem S.1
  8. 101 ausgewählte Neuwörter aus „Duden – Die deutsche Rechtschreibung“ (24. Auflage)
  9. Duden-Newsletterarchiv Newsletter vom 29. Oktober 2004
  10. Ulrike Kahnert: Black History Month – „Nicht alle Deutschen sind weiß“, Artikel vom 22. Februar 2006 im Online-Portal des Spiegel, abgerufen am 27. September 2011.
  11. Pressemitteilung der UNESCO Deutschland zum May Ayim Award, Artikel vom 19. April 2004 auf der Website May Ayim Award, abgerufen am 23. August 2014.
  12. Exil-Club: Nazis und „Neger“
  13. Siehe etwa Darstellung über den Rassismus der Filmindustrie der Weimarer Republik: Tobias Nagl: Fantasien in Schwarzweiß – Schwarze Deutsche, deutsches Kino. Beitrag vom 10. August 2004 im Portal bpb.de (Bundeszentrale für politische Bildung), abgerufen am 20. Oktober 2013.
  14. DDR afrikanische Bruderstaaten
  15. Darstellung durch Katharina Oguntoye in einem Beitrag von We-TV zum Thema Afrodeutsche, abgerufen im Portal YouTube am 16. Februar 2013
  16. Florentin Saha Kamta: Ideologie und Identifikation in der afrodeutschen Literatur. In: Michael Hofmann, Rita Morrien: Deutsch-afrikanische Diskurse in Geschichte und Gegenwart: Literatur- und kulturwissenschaftliche Perspektiven. Amsterdamer Beiträge zur neueren Germanistik, 80, Rodopi, Amsterdam/New York 2012, ISBN 978-90-420-3436-5, S. 155 ff.
  17. Community, Webseite der Bundeszentrale für politische Bildung mit weiterführenden Hinweisen und Beiträgen, abgerufen am 17. März 2013.
  18. 90 Minuten Urwaldgeräusche, Otto Addo am im Interview mit Kai Hirschmann, Artikel vom 21. März 2006 im Wissenportal Helles Köpfchen, abgerufen am 9. August 2011
  19. Marja-Leena Hakkarainen: Die Konstruktion der transnationalen Identität in den kulturellen Autobiographien der Schwarzen Deutschen, Website im Portal Black European Studies (2005) der Universität Mainz, abgerufen am 29. März 2013
  20. Kofi Yakpo: „Denn ich bin kein Einzelfall, sondern einer von vielen“. Afro-deutsche Rapkünstler in der Hip-Hop-Gründerzeit. Beitrag vom 10. August 2004 im Portal bpb.de der Bundeszentrale für politische Bildung, abgerufen am 19. Februar 2013.
  21. Musikvideo Fremd im eigenen Land (Originalfassung), Advanced Chemistry, 1992, im Portal YouTube (4:01 min), abgerufen am 20. Oktober 2013
  22. Jonathan Fischer: Was passiert afrodeutschen Künstlern im Osten? Eine Umfrage, Artikel vom 5. Juni 2006 im Portal jetzt.de der Süddeutschen Zeitung, abgerufen am 23. April 2012
  23. Nina Zimnik: Nicht jeder Deutsche ist automatisch weiß. 15. August 2000, abgerufen am 26. April 2011 (PDF; 359 kB).
  24. David G. Smith: German Newspaper Slammed for Racist Cover. Spiegel Online. 5. Juni 2008. Abgerufen am 18. Juni 2008.
  25. David Gordon Smith: German Newspaper Slammed for Racist Cover, Artikel vom 6. Mai 2008 im Portal SPIEGEL ONLINE INTERNATIONAL, abgerufen am 31. Oktober 2011
  26. http://www.isdonline.de/
  27. Judith Rekers: Black Germans – Schauen, wie es ist, deutsch zu sein, Artikel vom 10. November 2011 im Magazin Die Wochenzeitung, Zürich, Schweiz; abgerufen am 28. November 2011
  28. Amory Burchard: Afrodeutsche – Kämpfer und Künstler, Artikel vom 21. Januar 2011 im Portal ZEIT ONLINE, abgerufen am 11. August 2011
  29. Institut für Migrations- und Rassismusforschung e.V.: Schattenberichte 2011, Website vom 20. März 2012, abgerufen am 8. April 2012
  30. Katharina Ludwig: Alltagsrassismus: Afrodeutsche stehen in Berlin immer unter Verdacht. Artikel vom 30. September 2013 im Portal tagesspiegel.de, abgerufen am 14. März 2014
  31. Alltagsrassismus, Webseite im Portal Süddeutsche.de, abgerufen am 14. März 2014
  32. Joachim F. Tornau: Racial Profiling: Paragraf 22 für Alltagsrassismus. Artikel vom 17. Dezember 2013 im Portal fr-online.de, abgerufen am 14. März 2014
  33. Ronja von Wurmb-Seibel: Ein stolzer Deutscher. Artikel vom 6. Januar 2013 im Portal zeit.de, abgerufen am 6. Januar 2013
  34. Ingo Rentz: „Das L steht für Gefahr“: JvM erforscht Internet-Phänomen Hans Sarpei. Artikel vom 12. Juli 2012 im Portal horizont.net, abgerufen am 17. Februar 2013
  35. Vom Bad Boy zum Botschafter: Kevin-Prince Boateng vor der UNO, Video vom 23. März 2013 im Portal Spiegel Online (1:16 min), abgerufen am 20. Oktober 2013
  36. Stefan Kreitewolf: Erster Afrikaner im Bundestag: Karamba Diaby schreibt Geschichte, Artikel vom 3. Oktober 2013 im Portal dtj-online.de, abgerufen am 8. Oktober 2013