Aftokinitodromos 5

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Aftokinitodromos A5 in Griechenland
Aftokinitodromos 5
 European Road 55 number DE.svg European Road 853 number DE.svg European Road 951 number DE.svg
Karte
Verlauf der A5
Basisdaten
Betreiber: Olympia Odos S.A.
Gesamtlänge: 515 km

Periferies (Regionen):

Der Aftokinitodromos 5/Αυτοκινητόδρομος 5 (griechisch für ‚Autobahn 5‘), auch Ionia Odos/Ιόνια Οδός (griechisch für „Ionische Straße“) genannt, ist eine griechische Autobahn und verbindet Ioannina im Nordwesten von Griechenland mit Tsakona im Süden des Peloponnes.[1] Er schließt damit den Westen des griechischen Festlands an das bestehende Autobahnnetz in Griechenland an und ist nach dem Aftokinitodromos 1 die zweite Nord-Süd-Autobahnverbindung Griechenlands. Teilstrecken sind Bestandteile der Europastraße 55, der Europastraße 853 und der Europastraße 951. Der südliche Teil ab Patras ist auch als Olympia Odos bekannt.

Verlauf[Bearbeiten]

Die Autobahn 5 orientiert sich weitestgehend am Verlauf der Nationalstraße 5 (E.O. 5) von Ioannina nach Rio. Beim Ausbau in Richtung Norden (griechisch-albanische Grenze bei Ktismata) ist der Verlauf bis zur Ortschaft Kalpaki der Nationalstraße 20 (E.O. 20) und anschließend der Nationalstraße 22 (E.O. 22) entsprechend.

Nach der Veröffentlichung der Nummerierungssystematik der griechischen Autobahnen durch das Generalsekretariat des Ministeriums für Umwelt, Raumordnung und Öffentliche Bauten Anfang 2008 umfasst die A5 neben dem ursprünglichen Verlauf von Kakavia über Ioannina nach Rio auch die Strecke von Rio über Patras, Pyrgos, Kyparissia nach Tsakona im Süden des Peloponnes. Dieser Streckenverlauf war vorher als Autobahn 9 (A9) bekannt.[1]

Die Autobahn 5 führt somit weiter von Patras aus entlang der Westküste des Peloponnes nach Süden. Sie orientiert sich weitestgehend am Verlauf der Nationalstraße 9 (E.O. 9) bis nach Kalo Nero nördlich des Flusses Peristeri und der Stadt Kyparissia, ist mit deren Verlauf aber nicht identisch. Nach Kalo Nero schwenkt die Trasse der Autobahn 5 nach Osten in das Landesinnere des Peloponnes und führt in den Nordteil der Ebene von Messenien. Sie folgt dabei dem Verlauf der Nationalstraße 9a nach Tsakona zur Nationalstraße 7 (E.O. 7) bzw. zur zukünftigen Autobahn 7.

Bau und Ausbau[Bearbeiten]

Ionia Odos kurz nach Agrinio

Auf dem griechischen Festland sind die Umfahrungen der Städte Arta und Agrinio sowie die Charilaos-Trikoupis-Brücke bei Rio als Verbindung zur Halbinsel Peloponnes bereits fertiggestellt. Zwischen diesen drei Teilstücken befindet sich die Autobahn in Bau. Auch der Abschnitt zwischen Arta und dem Flughafen Ioannina inkl. dem Autobahnkreuz zur A2 ist derzeit im Bau. Die gesamte Strecke von Ioannina bis nach Rio wird dann eine Länge von 196 km umfassen. Der Ausbau des Streckenabschnittes nördlich von Ioannina bis nach Ktismata an der griechisch-albanischen Grenze (etwa 70 km) wird derzeit nicht als vordringlicher Bedarf angesehen, so dass für diesen Abschnitt derzeit nur Planungen existieren. Stattdessen sollen zuerst die existierenden Nationalstraßen 20 und 22 sukzessive ausgebaut werden. Mit der Umgehung von Ioannina und dem Teilstück zwischen der albanischen Grenze und Kalpaki wurden bereits wichtige Teilstücke dieses Streckenabschnitts fertiggestellt. Das langfristige Ziel bleibt allerdings die Verlängerung der Autobahn A5 bis an die albanisch-griechische Grenze.

Ausfahrt Ovria mit der veralteten Beschilderung als Autobahn A9

Auf dem Peloponnes ist die Umfahrung von Patras ebenfalls bereits fertiggestellt. Diese enthält mehrere Brücken und Tunnel, da sie Patras in einem weiten Bogen von Ost nach Südwest an den Hängen des Panachaiko-Massivs umgeht. Der weitere Streckenabschnitt von Patras (Ende der Autobahnumgehung im Südwesten der Stadt) bis nach Pyrgos befindet sich teilweise im Bau während der Abschnitt von Pyrgos nach Kyparissia und Tsakona nur fertig geplant ist. Der Abschnitt auf dem Peloponnes war ursprünglich als Autobahn A9 bekannt bis ein Erlass der griechischen Regierung die Nummerierung abgeändert hat.[1]

Die gesamte Autobahn wird nach der Fertigstellung mautpflichtig sein. Zurzeit ist dies nur die Charilaos-Trikoupis-Brücke.

Vernetzung[Bearbeiten]

Der Flughafen Ioannina und der Flughafen Araxos werden direkt an die Autobahn angebunden. Nach Fertigstellung des im Bau befindlichen neuen Hafens von Patras[2] erhält dieser ebenfalls einen direkten Zubringer an die Autobahn 5. Damit wird der Großteil des EU-Warenverkehrs aus der Stadt Patras herausgehalten und stattdessen über die A5 geleitet.

Besonderheiten[Bearbeiten]

Eine technische Herausforderung war die Querung des Golfs von Patras mit der 2.883 m langen Charilaos-Trikoupis-Brücke. Diese Brücke war zusammen mit den Umfahrungen von Arta und Patras die ersten fertiggestellten Teile der A5.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Über die Autobahn 5 können das antike Dodoni, über Amfilochia das antike Actium und die Insel Lefkada und über Preveza und die Nationalstraße 21 (EO21) Nikopolis erreicht werden. Im Westen des Peloponnes sind außerdem das antike Olympia und der Apollontempel bei Bassae über die A5 zu erreichen.

Weblinks[Bearbeiten]

Belege[Bearbeiten]

  1. a b c Kodifizierung und Nummerierung des griechischen Autobahnnetzes (Κωδικοποίηση και Αρίθμηση Ελληνικού Διευρωπαϊκού Οδικού Δικτύου) vom 8. Januar 2009. Verfügbar beim Generalsekretariat des Ministeriums für Umwelt, Raumordnung und Öffentliche Bauten (griechisch, ZIP-Archiv mit Karte). Letzter Zugriff: 28. September 2010 12:31 CEST.
  2. Offizielle Seite des Hafenbetreibers Patras englisch und griechisch