Agatharchides

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Dieser Artikel behandelt den antiken Geschichtsschreiber und Geographen. Zum gleichnamigen Mondkrater siehe Agatharchides (Mondkrater).

Agatharchides (griechisch Ἀγαθαρχίδης Agatharchídēs; * um 208 v. Chr.; † nach 132/131 v. Chr.) war ein antiker griechischer Geschichtsschreiber und Geograph. Seine Werke entstanden während der Regierungszeit des Königs Ptolemaios VI. (180–145 v. Chr.).

Leben und Werke[Bearbeiten]

Agatharchides stammte aus Knidos in Kleinasien. Er verfasste zwei umfangreiche historische Werke über Europa und Asien, die nur fragmentarisch erhalten sind, aber anscheinend eine sozialkritische Tendenz aufwiesen: die Asiatika (Άσιατικά), eine Geschichte Asiens in 10 Büchern (Auszüge bei Diodor: Ursachen der Nilschwelle, Beschreibung Arabiens und Äthiopiens) und die Europika (Εὐροπικά), eine Geschichte „Europas“ in 49 Büchern (einige Fragmente bei Athenaios). Außerdem schrieb er eine Abhandlung Über das Rote Meer (Περὶ Πόντου Έρυθροῦ) in 5 Büchern (Auszüge bei Diodor und Photios; Arbeit in den ägyptischen Goldbergwerken). Sie ist ebenfalls nur in Auszügen erhalten. Von weiteren Werken sind nur die Titel bekannt.

Rezeption[Bearbeiten]

Agatharchides wurde von späteren Schriftstellern wie Artemidor von Ephesos oder Diodor benutzt.

1935 wurde der Mondkrater Agatharchides nach ihm benannt.

Ausgaben[Bearbeiten]

  • Die Fragmente der griechischen Historiker. Nr. 86.
  • Agatharchides von Knidos: Über das rote Meer. Übersetzung und Kommentar von Dieter Woelk. Bamberg 1966 (zugleich Dissertation, Freiburg im Breisgau 1966).
  • Agatharchides of Cnidus: On the Erythraean Sea (= Works issued by the Hakluyt Society. Vol. 172). Herausgegeben und übersetzt von Stanley M. Burstein. London 1989, ISBN 0-904180-28-X.

Literatur[Bearbeiten]