Agathon Léonard

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Agathon Léonard oder Agathon Léonard van der Weydeveld oder Agathon van Weydeveldt (* 28. August 1841 in Lille; † 12. November 1923 in Paris) ist ein Bildhauer belgischer Abstammung, der die französische Staatsbürgerschaft annahm.

Leben[Bearbeiten]

Léonard begann seine Studien an der Académie des beaux-arts de Lille und setzte diese an der École nationale supérieure des beaux-arts de Paris fort. Einer seiner Lehrer in Paris war Eugène Delaplanche. Er ließ sich in Paris nieder, nachdem er 1868 am Salon teilgenommen hatte. Er wurde 1887 Mitglied der Société des artistes français und stellte regelmäßig im Salon des artistes français aus. 1889 errang er eine Silbermedaille bei der Pariser Weltausstellung. 1897 wurde er Mitglied der Société nationale des beaux-arts. 1900 erhielt er auf der Weltausstellung in Paris eine Goldmedaille. Er stellte häufig in ganz Frankreich aus und wurde 1900 mit dem Titel Ritter der Ehrenlegion geehrt.

Jugendstil[Bearbeiten]

Der Stil des Art Nouveau, der in Mitteleuropa als Jugendstil bekannt ist, war Léonards stilistische Ausrichtung ganz gleich ob er Bronzestatuen, Figuren aus Porzellan, Biskuitporzellan oder Steingut schuf. Von Léonard sind ausschließlich Frauendarstellungen bekannt, die auch von ihm in Marmor, Elfenbein und Quarz ausgeführt wurden.

Die heute (2013) noch südlich von Paris in Malakoff, Département Hauts-de-Seine bestehende Bronzegießerei Susse Fondeur war unter anderen für Léonard tätig. Für seine Figuren mit dem Thema Das Spiel mit dem Schal wurde er von der amerikanischen Künstlerin und Tänzerin Loïe Fuller inspiriert.

Werke (Auswahl)[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Ingeborg Böstge/Emmanuelle Héran: Agathon Léonard: Le Geste Art Nouveau, Somogy Éditions d'Art, Paris 2003 ISBN 2-85056-636-5

Weblinks[Bearbeiten]