Aggregat 1

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Aggregat 1 (kurz: A1) war die Bezeichnung einer von Wernher von Braun im Jahr 1933 entwickelten Versuchsrakete mit einer Länge von 1,40 Meter, einem Durchmesser von 0,3 Metern und einem Startgewicht von 150 Kilogramm. Der Startschub des mit Alkohol und Flüssigsauerstoff (LOX) betriebenen Triebwerks betrug 2,94 kN (300 kp). Der Treibstoff wurde durch komprimiertes Stickstoffgas gefördert.

Die Stabilisierung im Flug sollte entgegen den Anregungen Walter Dornbergers nicht durch Drall erfolgen, sondern durch einen Stabilisierungskreisel in der Spitze, da die sich bewegenden Flüssigkeiten in den Tanks einer rotierenden Rakete sich ungünstig auf das Flugverhalten auswirken würden.

Bei einem Startversuch in der Versuchsstelle Kummersdorf explodierte die A1. Es wurden kein weiteren Erprobungen unternommen, da sich herausstellte, dass die A1 durch die ungünstige Lage des Stabilisierungskreisels kopflastig war und nicht stabil fliegen würde.

Stattdessen wurde die Nachfolgerakete Aggregat 2 entwickelt, deren Drehkopf sich in der Mitte der Rakete befand.

Weblinks[Bearbeiten]