Agnes Straub

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Agnes Josephine Straub (* 2. April 1890 in München; † 8. Juli 1941 in Berlin-Charlottenburg) war eine deutsche Schauspielerin.

Leben und Werk[Bearbeiten]

Agnes Straub stand erstmals mit dreizehn Jahren in einer Dachauer Freilichtaufführung auf der Bühne. Daraufhin erhielt sie Schauspielunterricht und mit achtzehn Jahren ihr erstes Engagement als Sappho in Franz Grillparzers gleichnamigen Drama. Es folgten Engagements in Bonn, Königsberg, Wien und Berlin.

In Berlin wurde sie rasch zum gefeierten Bühnenstar - in der Kategorie von Elisabeth Bergner und Grete Mosheim. Sie spielte am Berliner Staatstheater (bei Leopold Jessner), Theater am Schiffbauerdamm, Volksbühne Berlin, Deutsches Theater, Schillertheater, Rose Theater, Kleines Theater, usw. Jeder Theaterdirektor war froh, wenn sie bei ihm gastierte, denn ihr Auftritt garantierte volle Häuser.

Ab 1925 arbeitete sie meistens mit ihrem damaligen Lebensgefährten, dem jüdischen Regisseur und Schauspieler Leo Reuss zusammen. Um ihn besser schützen zu können, gründete sie Anfang der 1930er Jahre das Agnes-Straub-Theater, das später als Theater am Kurfürstendamm fortgeführt wurde. Gleichzeitig gastierten beide mit ihrem Ensemble an den Theatern des ganzen deutschsprachigen Raums als „Agnes-Straub-Ensemble“.

Nach einem Theaterskandal in Stralsund bekam Reuss in Deutschland Arbeitsverbot und musste bald emigrieren. Drei Jahre später hatte Agnes Straub einen schweren Autounfall, der ihrer Karriere ein jähes Ende setzte und an dessen Spätfolgen sie drei Jahre später starb.

Ihr Erbe ist heute die „Agnes-Straub-Stiftung“ in Gries im Pinzgau, ein Erholungs- und Ferienheim für Bühnenkünstler. Ihre Grabstelle befindet sich auf dem Friedhof St. Georgen in Bruck an der Großglocknerstraße, Bundesland Salzburg.

Theaterrollen (Auswahl)[Bearbeiten]

Filmografie[Bearbeiten]

Stummfilme (Auswahl)[Bearbeiten]

  • 1919: Die Himmelskönigin
  • 1919: Die Siebzehnjährigen
  • 1919: Die Teufelskirche
  • 1920: Um der Liebe willen
  • 1920: Der Richter von Zalamea
  • 1920: Der Schädel der Pharaonentöchter
  • 1921: Der Roman der Christine von Herre
  • 1921: Am roten Kliff
  • 1921: Aus dem Schwarzbuch eines Polizeikommissars 2. Teil
  • 1922: Der Graf von Essex
  • 1922: Der falsche Dimitry
  • 1922: Fridericus Rex 3. Teil
  • 1923: Fridericus Rex 4. Teil
  • 1923: Zwischen Abend und Morgen
  • 1923: Der Weg zu Gott
  • 1923: Wilhelm Tell
  • 1925: Das Haus der Lüge
  • 1927: Primanerliebe

Tonfilme[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]