Agostino Vallini

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Wappen von Agostino Kardinal Vallini

Agostino Kardinal Vallini (* 17. April 1940 in Poli, Provinz Rom, Italien) ist Kardinalvikar der Diözese Rom und Erzpriester der Lateranbasilika.

Leben[Bearbeiten]

Nach dem Studium der Katholischen Theologie empfing Vallini am 19. Juli 1964 in Neapel durch Erzbischof Alfonso Kardinal Castaldo das Sakrament der Priesterweihe.

Vallini lehrte an der Theologischen Fakultät von Süditalien Kirchenrecht und war am erzbischöflichen Priesterseminar Neapels tätig. Papst Johannes Paul II. verlieh ihm am 16. Mai 1980 den Titel Ehrenprälat Seiner Heiligkeit[1] und ernannte ihn am 23. März 1989 zum Titularbischof von Tortibulum sowie zum Weihbischof in Neapel. Die Bischofsweihe spendete ihm am 13. Mai 1989 Michele Kardinal Giordano. Mitkonsekratoren waren der Erzbischof von Capua, Luigi Diligenza, sowie der Erzbischof von Spoleto-Norcia, Antonio Ambrosanio.

Am 13. November 1999 ernannte ihn Johannes Paul II. zum Bischof von Albano und am 27. Mai 2004 zum Präfekten der Apostolischen Signatur.

Mit dem Tode Johannes Pauls II. verlor er am 2. April 2005 gemäß dem Codex iuris canonici sein Amt als Leiter der Apostolischen Signatur. Benedikt XVI. bestätigte jedoch kurz nach seiner Wahl im Konklave 2005 Vallini als Präfekt und nahm ihn im Feierlichen Konsistorium am 24. März 2006 als Kardinaldiakon mit der Titeldiakonie San Pier Damiani ai Monti di San Paolo in das Kardinalskollegium auf.

Am 27. Juni 2008 ernannte Papst Benedikt XVI. Agostino Vallini zum Kardinalvikar der Diözese Rom und zum Erzpriester der Lateranbasilika. Am 24. Februar 2009 wurde er unter Beibehaltung seiner pro hac vice zur Titelkirche erhobenen Titeldiakonie zum Kardinalpriester ernannt.[2]

Nach dem Rücktritt Benedikts XVI. nahm er am Konklave 2013 teil. Am 29. März 2013 (Karfreitag) betete Kardinal Vallini zusammen mit dem neuen Papst Franziskus den Kreuzweg. Dabei trug er auch das schlichte Holzkreuz.[3]

Am 8. März 2014 ernannte ihn Franziskus zum Mitglied des neugegründeten Rats für wirtschaftliche Angelegenheiten.[4]

Mitgliedschaft im Malteserorden[Bearbeiten]

  • SMOM-c.svg Großkreuz-Konventualkaplan ad honorem (seit 1994)
  • SMOM-gcs.svg Ehren- und Devotions-Großkreuz-Bailli.[5] (seit 25. Mai 2006)

Mitgliedschaften in Gremien der römischen Kurie[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Annuario Pontificio per l’anno 1987, Città del Vaticano 1987, S. 2066.
  2. Promozione all’ordine dei Pesbiteri dell’Em.mo Card. Agostino Vallini, in: Presseamt des Heiligen Stuhls: Tägliches Bulletin vom 24. Februar 2009.
  3. Franziskus betete Kreuzweg mit Tausenden Gläubigen. Tiroler Volkszeitung Online, 29. März 2013, abgerufen am 30. März 2013.
  4. COMUNICATO DELLA SALA STAMPA DELLA SANTA SEDE, in: Presseamt des Heiligen Stuhls, Tägliches Bulletin vom 8. März 2014 (italienisch)
  5. Ernennung zum Bailli

Weblinks[Bearbeiten]

Vorgänger Amt Nachfolger
Camillo Kardinal Ruini Kardinalvikar
seit 2008
...
Camillo Kardinal Ruini Erzpriester der Lateranbasilika
seit 2008
...
Mario Francesco Kardinal Pompedda Präfekt der Apostolischen Signatur
2004–2008
Raymond Leo Kardinal Burke