Agostino di Duccio

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Agostino di Duccio, auch Agostino da Firenze (* 1418 in Florenz; † um 1481 in Perugia) war ein italienischer Bildhauer in der Renaissance.

Leben[Bearbeiten]

Duccio war in seiner Jugend Söldner und führte ein ziemlich turbulentes Leben, später wurde er ein Schüler des Donatello. Sein erstes bedeutendes Werk schuf er in Rimini (1449–1457), wo er das Innere des Tempio Malatestiano dekorierte, der gerade von Leon Battista Alberti neu errichtet wurde. Für das Oratorio di San Bernardino in Perugia schuf er in den Jahren 1457-60 bemerkenswert schöne Arbeiten, meistens als Flachreliefs. 1462 kehrte er nach Florenz zurück, wo er für den Dom eine große Plastik vollendete, die allerdings verlorenging. Dort erhielt er außerdem den Auftrag, die David-Skulptur, die heute als Michelangelos Meisterwerk bekannt ist, zu kreieren. Er scheiterte aber an dieser Aufgabe. Während seiner letzten Jahre lebte und arbeitete er wieder in Perugia.

Literatur[Bearbeiten]

  • Andy Pointner: Die Werke des florentinischen Bildhauers Agostino d’Antonio di Duccio (= Zur Kunstgeschichte des Auslandes. Bd. 68, ZDB-ID 515449-2). Heitz, Strassburg 1909.
  • Isa Belli Barsali: Agostino di Duccio. In: Alberto M. Ghisalberti (Hrsg.): Dizionario Biografico degli Italiani (DBI). Band 1 (Aaron–Albertucci), Istituto della Enciclopedia Italiana, Rom 1960 (italienisch).

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Agostino di Duccio – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien