Ahaus
| Wappen | Deutschlandkarte | |
|---|---|---|
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Nordrhein-Westfalen | |
| Regierungsbezirk: | Münster | |
| Kreis: | Borken | |
| Höhe: | 50 m ü. NN | |
| Fläche: | 151,24 km² | |
| Einwohner: |
38.443 (31. Dez. 2011)[1] |
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| Bevölkerungsdichte: | 254 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 48683 | |
| Vorwahlen: | 02561, 02567 | |
| Kfz-Kennzeichen: | BOR, AH, BOH | |
| Gemeindeschlüssel: | 05 5 54 004 | |
| LOCODE: | DE AHA | |
| NUTS: | DEA34 | |
| Stadtgliederung: | 6 Stadtteile | |
| Adresse der Stadtverwaltung: |
Rathausplatz 1 48683 Ahaus |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Felix Büter (CDU) | |
| Lage der Stadt Ahaus im Kreis Borken | ||
Die Stadt Ahaus liegt im westlichen Münsterland im Nordwesten des Bundeslands Nordrhein-Westfalen und ist eine Mittlere kreisangehörige Stadt des Kreises Borken im Regierungsbezirk Münster.
Inhaltsverzeichnis |
Geographie[Bearbeiten]
Die Stadt liegt nahe der Grenze zu den Niederlanden an dem Kleinfluss Ahauser Aa. Ahaus besteht aus den Ortsteilen:
- Ahaus (Fläche: 16,67 km², 18.584 Einwohner; Stand 31. Dezember 2011)[2]
- Alstätte (Ortsteil)
- Graes (Ortsteil)
- Ottenstein (Ortsteil)
- Wessum (Ortsteil)
- Wüllen (Ortsteil)
Geschichte[Bearbeiten]
Die erste schriftliche Erwähnung des Adelssitzes Haus an der Aa datiert um 1030. Zu Beginn des 14. Jahrhunderts erhielt Ahaus die Stadtrechte. Die so genannte Herrschaft Ahaus fiel 1406 an die Fürstbischöfe von Münster.
Auf den 4. Oktober 1650 datiert der Besuch des neuen Fürstbischofs von Münster Christoph Bernhard von Galen. Auf dessen Veranlassung wurde auch 1653 die erste deutsche Fayence-Manufaktur in Ahaus gegründet. Diese wurde bereits 1657 wieder geschlossen. Es kam 1688 zum Abriss der alten Burg auf Veranlassung des Fürstbischofs Friedrich Christian von Plettenberg. Der Neubau des barocken Wasserschlosses nach den Plänen des Ambrosius von Oelde wurde 1690 fertiggestellt. Die Gesamtanlage mit Gartenareal war 1718 fertig. 1763 bis 1767 datiert die Modernisierung des Schlosses unter der Leitung von Johann Conrad Schlaun. Errichtet wurden der gartenseitige Mittelrisalit und die Gartentreppe. Das barocke Wasserschloss zählt noch heute zu den zentralen Sehenswürdigkeiten der Stadt.
1803 fielen Herrschaft und Schloss Ahaus durch den Reichsdeputationshauptschluss an die Fürsten zu Salm-Salm und Salm-Kyrburg (Fürstentum Salm). Nach kurzzeitiger Zugehörigkeit zu Frankreich ab 1810 (in dieser Zeit hatte Frankreich das Fürstentum Salm annektiert) kam die Stadt 1813 unter preußische Herrschaft.
1829 wurde Schloss Ahaus an Hermann Oldenkott aus Amsterdam verkauft und in der gesamten Anlage eine Tabakfabrik eingerichtet.
Der Stadtbrand vom 13. Oktober 1863 zerstörte die Stadt fast völlig.
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Machte Ahaus bundesweit bekannt: das Brennelemente-Zwischenlager
Im Jahre 1881 erfolgte die Gründung einer Zündwarenfabrik. Zwei Jahre später wurde die Westfälische Jutespinnerei und -weberei gegründet. Im Jahre 1886 errichtete die Jutefabrik ihre Arbeitersiedlung, die Kolonie und das heutige Stadtgebiet Oldenburg. Es entstand in einem Teil der damaligen Bauerschaft Ammeln. Der Name Oldenburg führt auf die alte Flurbezeichnung die Ollenburg zurück.
Im Zweiten Weltkrieg wurde das Wasserschloss durch einen Bombenangriff zerstört. 1949 wurde es durch Kreis und Stadt Ahaus wiederaufgebaut. Im Zuge der kommunalen Neugliederung wurden das Amt Wüllen (bestehend aus den Gemeinden Wüllen und Ammeln) am 1. Juli 1969 aufgelöst und Wüllen und Ammeln in die Stadt Ahaus eingegliedert.[3] Am 1. Januar 1975 wurde dann, ausgelöst durch das Münster/Hamm-Gesetz, das Amt Wessum mit den Gemeinden Alstätte, Ottenstein und Wessum (einschließlich Graes) eingemeindet.[4] Die Stadt verlor dabei den Kreissitz an Borken.
Überregionale Bekanntheit erlangte der Ort durch den Widerstand der Bürgerinitiative Kein Atommüll in Ahaus e. V (BI Ahaus) und vieler anderer Gruppierungen gegen den Bau und Betrieb des umstrittenen Brennelementezwischenlagers (auch Transportbehälterlager Ahaus genannt, BZA) und die damit verbundenen Castortransporte.
Kirchen und jüdische Gemeinde[Bearbeiten]
Die katholische Kirche St. Mariä Himmelfahrt mit dem hohen Glockenturm ist das beherrschende Gebäude auf dem Marktplatz in Ahaus. Bereits in der Frühzeit der Ahauser Geschichte stand an dieser Stelle eine Kirche. Im Jahre 1965 wurde das alte Kirchenschiff bis auf den neugotischen Turm abgerissen und an seine Stelle die neue Kirche nach einem Entwurf des Architekten Erwin Schiffer, Köln, errichtet. Beherrscht wird die Ansicht des Kirchenbaus durch rasterartige Betonelemente mit bunter Verglasung (Entwurf Georg Meistermann). Robert Gernhardt schrieb über den Neubau das Gedicht St. Horten in Ahaus, das sich auf eine oberflächliche Ähnlichkeit der Architektur der Kirche mit den Rasterfassaden der zeitgenössischen Neubauten des Warenhaus-Unternehmens Horten AG bezieht.
Am 17. September 1879 wurde an der Wüllener Straße die erste evangelische Kirche in Ahaus eingeweiht, die nach einem Entwurf des Berliner Architekten August Orth entstand. Im März 1945 wurde der Kirchenbau durch Kriegseinwirkungen stark beschädigt, nach dem Wiederaufbau dann 1954 weitgehend umgestaltet. Unter anderem wurde der Glockenturm erneuert und in den Westgiebel des Kirchenschiffes ein neues Rundfenster eingebaut.
Die katholische Kirche St. Josef wurde 1952 als einschiffiger Ziegelbau mit geradem Chorabschluss errichtet. Im Innern befindet sich der alte Kreuzweg aus Sandstein, der ursprünglich zur alten, abgerissenen Kirche St. Mariä Himmelfahrt gehörte.
Am östlichen Rand des bebauten Areals der Stadt liegt die Ammelner Kapelle. Das kleine Gotteshaus wurde im neugotischen Stil 1881 neu aufgebaut, nachdem es bald nach der Ersterrichtung in 1733 niedergebrannt war.
Zu den letzten sichtbaren Zeugnissen der jüdischen Gemeinde gehört der erhaltene jüdische Friedhof.[5]
Politik[Bearbeiten]
Stadtrat von Ahaus[Bearbeiten]
| Stadtrat von Ahaus: Wähleranteil und Sitze der Parteien, direkt-gewählter Bürgermeister | |||||||||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Wahl | WGW | Total | Bürgermeister | Partei | |||||||||||||
| XII.: 1994 | 51,1 % | 22 | 26,3 % | 11 | - | 1,9 % | 0 | - | 8 | 41 | |||||||
| XIII.: 1999 | 58,5 % | 25 | 18,9 % | 8 | 2,0 % | 1 | 1,2 % | 0 | - | 8 | 42 | Dirk Korte | CDU | ||||
| XIV.: 2004 | 55,8 % | 23 | 15,8 % | 7 | 3,7 % | 2 | 5,0 % | 2 | - | 15,2 % | 6 | 4,5 % | 2 | 42 | Felix Büter | CDU | |
| XV.: 2009 | 49,7 % | 21 | 15,6 % | 7 | 4,6 % | 2 | 8,0 % | 3 | 2,0 % | 1 | 15,2 % | 6 | 4,8 % | 2 | 42 | Felix Büter | CDU |
| Quellen: Die Landeswahlleiterin, Information und Technik (PDF; 71 kB), e.a. - Stärkste Fraktion farblich hervorgehoben. | |||||||||||||||||
- siehe auch: Kommunalwahlen in Nordrhein-Westfalen 2009
Wappen und Banner[Bearbeiten]
Die Stadt führt mit Genehmigung durch den Regierungspräsidenten von Münster vom 14. April 1978 ein Wappen, eine Flagge und ein Dienstsiegel.
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Wappen der ehem. Gemeinde Alstätte
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Wappen des Dorfes Graes
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Wappen der ehem. Gemeinde Ottenstein
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Wappen der ehem. Gemeinde Wessum
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Wappen der ehem. Gemeinde Wüllen
Wappen[Bearbeiten]
Blasonierung: „Das Wappen der Stadt Ahaus ist quadriert von Gold (Gelb) und Rot, die Felder 1 und 4 mit je drei roten durchgehenden Balken belegt“
Bei dem Wappenbild und bei den Wappenfarben handelt es sich um Anleihen bei den einstigen Landesherren, den Edelherren von Ahaus, deren Burg Ahaus die Stadt Ahaus ihre Entstehung verdankt. Es basiert auf einem Siegel aus dem 14. Jahrhundert.[6]
Banner[Bearbeiten]
Beschreibung des Banners: „Die Flagge (Banner) ist von Rot und Gelb im Verhältnis 1 : 1 längsgestreift.“ [7]
Städtepartnerschaften[Bearbeiten]
Seit 1988 besteht eine Partnerschaft zur benachbarten niederländischen Gemeinde Haaksbergen. Eine Freundschaft zwischen dem Ortsteil Wüllen und der französischen Gemeinde Argentré- du-Plessis (Bretagne) begann 1972 und wurde 1976 zur offiziellen Partnerschaft. Seit 1999 gibt es auch partnerschaftliche Beziehungen zwischen dem Ortsteil Graes und Umhausen in Tirol (Österreich). Freundschaftliche Kontakte gibt es weiterhin zu den Städten Domodedowo in Russland, Vilkaviskis in Litauen und Buldan in der Türkei.
Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]
Verkehr[Bearbeiten]
Eisenbahnverkehr[Bearbeiten]
Ahaus liegt an der Westmünsterlandbahn, die bis 2011 im Stundentakt durch die Prignitzer Eisenbahn GmbH bedient wurde. Im Dezember 2011 wurde die Strecke mit gleicher Bedienung von der DB Regio NRW übernommen.
Straßenverkehr[Bearbeiten]
Ahaus ist über die A 31 (Anschlussstelle 32 Legden/Ahaus und Anschlussstelle 33 Ahaus-Nord/Heek) an das Autobahnnetz angeschlossen.
Viele Jahrzehnte führten die Bundesstraßen 70 und 474 durch Ahaus, bis zum 1. Januar 2010 deren Verläufe geändert wurden.
Busverkehr[Bearbeiten]
Ahaus wird durch eine Stadtbuslinie und durch mehrere Regionalbuslinien der Regionalverkehr Münsterland GmbH sowie durch Regionallinien der Westfalenbus GmbH erschlossen. Für Radfahrer gibt es von Mai bis Oktober den sogenannten Fietsenbus, der mit einem Anhänger die Mitnahme von Fahrrädern im Münsterland ermöglicht.
Flugverkehr[Bearbeiten]
Die nächsten Flughäfen befinden sich in Greven (Flughafen Münster/Osnabrück, etwa 60 km) und in Enschede in den Niederlanden (Flughafen Twente, etwa 25 km). Des Weiteren liegt der Flugplatz Stadtlohn-Wenningfeld in der näheren Umgebung. Dieser ist allerdings eher für Hobbypiloten relevant.
Ansässige Unternehmen[Bearbeiten]
Die Stadt hat eine mittelständische Wirtschaftsstruktur mit vielen Branchen. Neben dem Softwareanbieter Tobit Software, dem Türenhersteller Herholz oder dem Brennelementezwischenlager ist es auch Firmenstandort mehrerer mittelständischer Unternehmen:
- Produzierendes Gewerbe 42,61 %
- Verarbeitendes Gewerbe, Bergbau 33,61 %
- Baugewerbe 9,00 %
- Handel, Gastgewerbe und Verkehr 22,98 %
- Handel 17,93 %
- Gastgewerbe, Verkehr, Nachrichtenübermittlung 5,05 %
- Sonstige Dienstleistungen 32,67 %
- Kredit- und Versicherungsgewerbe 2,20 %
- Grundstückswesen, Vermietung, Unternehmensdienstl. 8,32 %
- Öffentliche Verwaltung u. ä. 3,59 %
- Sonstige öffentliche und private Dienstleistungen 18,56 %
- Land- und Forstwirtschaft, Fischerei 1,03 %
Bildung und Kultur[Bearbeiten]
Allgemeines[Bearbeiten]
Zu den seit 1952 stattfindenden Schlosskonzerten Ahaus, veranstaltet vom Kreis Borken und der Stadt Ahaus finden über das Jahr verteilt Konzerte führender Interpreten, vornehmlich Kammermusik im 1996 renovierten Fürstensaal des Schlosses statt.
Seit 2002 beherbergt das Torhaus des Schlosses ein Schulmuseum. Zu den bedeutendsten Vereinen zählt der über 400 Jahre alte Bürger- und Junggesellenschützenverein e. V. 1584/1606, die Städtische Kapelle Ahaus 1883 e. V., der Spielmannszug Ahaus 1896 e. V. sowie der 100 Jahre alte Schützenverein Feldmark 05.
Schulen[Bearbeiten]
Die Stadt Ahaus unterhält zur Zeit:
- 8 Grundschulen (davon eine Montessori-Schule, Träger: Trägerverein Helene-Helming-Schule, Ahaus)
- 2 Hauptschulen
- 2 Realschulen
- 2 Gymnasien (davon ein Bischöfliches Gymnasium, Träger: Bischöfliches Generalvikariat, Münster)
- 2 Förderschulen
- 3 Berufskollegs
- 1 Gesamtschule (Ab neuem Schuljahr 2013/2014)
- Berufskolleg Wirtschaft und Verwaltung in Ahaus inklusive Wirtschaftsgymnasium
- Berufskolleg für Technik
- Berufskolleg Lise Meitner mit gymnasialer Oberstufe
- Berufsbildungsstätte Westmünsterland und Technische Akademie Ahaus
- Außenstelle der Fachhochschule Gelsenkirchen
In Ahaus gehen täglich ca. 14.000 Schülerinnen und Schüler in die oben genannten Schulen, Ahaus stellt damit ein bedeutendes Schulzentrum in der Region dar.
Euregio-Kunstroute[Bearbeiten]
Es befinden sich auf der 60 Radkilometer umfassenden Kunstroute:
- "Annäherung" von Piotr Sonnewend: Auf einer Rasenfläche zwischen Stadthalle und evangelischer Kirche ist diese fünfteilige Skulptur mit einer Gesamtlänge von 13 Metern aufgestellt. Granit und Kupfer sind die kontrastreichen Materialien, von denen sich je zwei der hohen Mittelskulptur nähern. Die Skulptur ist eine symbolische Darstellung der sich von beiden Seiten einer Grenze nähernden Menschen.
- "Brunnen< (Fontein)" von Boni Stirnberg: Im Gegensatz zu den meist abstrakten Kunstwerken der Kunstroute bleibt die Gestaltung durch den Aachener Künstler in figürlich, gegenständlichen Darstellungen verhaftet. Bäurerin, Holzschuhmacher und andere Handwerksberufe aber auch das Ahauser Wasserfräulein reizen mit ihren beweglichen Gliedmaßen besonders Kinder mit den dargestellten Figuren Kontakt aufzunehmen.
- "Quellen - Fließen - Versickern - Trinken" von Kalkmann Kontakt-Kunst: Direkt an der St. Mariä Himmelfahrtskirche im Stadtzentrum gelegen wurde diese 30 Meter lange Brunnenskulptur im Rahmen einer Kontakt-Kunst Aktion 2006 vor Ort durch die beiden Bildhauer Hans-Werner Kalkmann und Jens Kalkmann erstellt. Fünf schwarze Sienit-Stelen spenden aus Quelltöpfen Wasser, das auf unterschiedlich lange Flächen aus rotem Granit abläuft. Die dem Marktplatz zugewandte Stele spendet dem durstigen Radwanderer und allen anderen bei Betätigung eines Sensorknopfes erfrischendes Trinkwasser. Bei Dunkelheit werden die Stelen über ein Glasfaserlichtleitsystem beleuchtet.
→ Siehe auch: Liste der Baudenkmäler in Ahaus
Sport[Bearbeiten]
VFL Ahaus[Bearbeiten]
Der VfL Ahaus 1892 e. V. vereint unter seinem Dach folgende Sportarten: Basketball, Handball, Lauftreff, Leichtathletik, Radsport, Schwimmen, Tanzen, Tennis, Tischtennis, Turnen und Volleyball. Natürlich wird auch das Sportabzeichen abgenommen und es gibt die Möglichkeit Kraftsport zu betreiben. Außerdem finden laufend weitere Sportkurse im Bereich "Fitness & Gesundheit" für Mitglieder und Nichtmitglieder statt.
Die erste Herrenmannschaft von SV Eintracht Ahaus spielt zur Zeit in der Fußball Landesliga Staffel 4 im Fußballverband Westfalen.
ESC Ahaus[Bearbeiten]
Im Jahr 1980 eröffnete im Zentrum von Ahaus, direkt am Ende der Fußgängerzone, das "Treffpunkt Ahaus", ein großes Gebäude, welches ungewöhnlicherweise im 2. Obergeschoß (Dachgeschoß) eine Eissporthalle beherbergte. Die Halle wurde vom ESC Ahaus, einem aufgrund seiner Leistungen überregional bekannten Eishockeyverein als Trainings- und Spielstätte genutzt.
In der Saison 1984/85 spielte die 1. Mannschaft des Eissportclub Ahaus erfolgreich in der Eishockey-NRW-Liga.
1985/86 spielte der Club daraufhin in der Eishockey-Regionalliga West, wo er am Ende Platz 1 belegte und sich in der Aufstiegsrunde zur Oberliga Nord für diese qualifizierte. Im Frühjahr 1986 nahm der ESC Ahaus des Weiteren an der Eishockey-Regionalligameisterschaft teil und wurde Eishockey-Regionalliga-Meister Nord. Im Endspiel zur damaligen bundesrepublikanischen Regionaliga-Meisterschaft 1986 unterlag die Mannschaft des ESC Ahaus jedoch Hedos München und wurde nur Vizemeister.
In der Saison 1986/87 spielte der Club dann in der Eishockey-Oberliga Nord. Dort erreichte er auf anhieb Platz 6 in der Abschluß-Tabelle. In der anschließenden Relegationsrunde schaffte der Liga-Neuling jedoch keinen Aufstieg in die damalige 2. Eishockey-Bundesliga.
1987/88 spielte der Verein weiterhin in der Oberliga Nord und landete am Ende auf Platz 3. In der anschließenden Qualifikationsrunde zur 2.Bundesliga verpaßte er aber wiederum den Aufstieg.
Er ließ sich stattdessen für die Saison 1988/89 in die NRW-Liga zurückstufen, wo er am Ende der Saison aber gleich wieder erfolgreich war und sich für die Regionalliga West qualifizierte.
Es folgte eine erfolgreiche Saison 1989/90 in der Regionalliga West (End-Platz 2) und eine Saison 1990/91 in der Oberliga Nord (End-Platz 4).
Nachdem der Betrieb der Dachgeschoß-Eissporthalle in Ahaus aus finanziellen Gründen eingestellt wurde, löste sich der ESC Ahaus 1991 auf.
Der ESC Ahaus richtete in den letzten Jahren seines Bestehens regelmäßig zum Saisonabschluß an den beiden Ostertagen ein Bambini-Turnier (Oster-Turnier des ESC Ahaus) aus.
Ahauser Skate Verein (ASV) = Ahauser Maidy Dogs (AMD)[Bearbeiten]
1996 wurde unter dem Namen "Ahauser Skate Verein" ein Inline-Skaterhockey-Verein gegründet[8], welcher Mitglied beim ISHD ist. Als "Ahauser Skate Verein" wird der Verein auch im Vereinsregister aufgeführt. Später beschloss der Vorstand, daß der Verein ab 2008 nur noch unter dem Namen "Ahauser Maidy Dogs", unter dem die Mannschaften im Spielbetrieb auflaufen, nach außen hin auftritt. Nur bei rechtlichen Dingen wird weiterhin der Name ASV verwendet.
Die 1. Herrenmannschaft spielte von 2008 bis 2011 in der 1. Bundesliga Nord. Im Rahmen der Ligenzusammenfassung zu einer gemeinsamen Bundesliga 2012 erreichten die Maidy Dogs 2011 mit einem 9. Platz nur den Verbleib in der 2. Bundesliga Nord.
Der Verein richtet seit Pfingsten 2002 jährlich das größte Schüler- und Jugendturnier im Rahmen des ISHD aus.[9]
Den Maidy Dogs steht seit ihrer Gründung ein Fläche auf einem Freizeitgelände in Ahaus-Unterortwick zur Verfügung. 2002 wurde die nicht überdachte Spielfläche durch eine Halle ersetzt.
Im August 2012 wurde die Hockey-Halle durch Brandstiftung schwer beschädigt[10], der Ligen-Betrieb konnte jedoch aufrechterhalten werden.[11]
DLRG Ahaus[Bearbeiten]
Die DLRG Ortsgruppe Ahaus ist mit über 2500 Mitgliedern einer der größten Sportvereine im Stadtgebiet und die größte DLRG Gliederung in Deutschland.
Golf[Bearbeiten]
1988 begann die Ära des Golfsports in Ahaus, zunächst einmal mit der Freigabe einer Driving Range mit 4 Übungslöchern. Die Golfanlage im Ortsteil Alstätte wurde durch mehrere Ausbauten bis dato auf 27 Loch erweitert. Die Anlage wird vom Golf- und Landclub e. V. Ahaus genutzt.
sonstige Vereine und Sportmöglichkeiten[Bearbeiten]
Jeder der Ahauser Ortsteile besitzt einen Fußballclub, der in der Kreisliga spielt.
In Ahaus und den Ortsteilen wird außerdem noch in mehreren Tennis-, Kampfsport-, Pferdesport- und diversen anderen Vereinen Sport betrieben.[12]
Die Stadt Ahaus verfügt über zwei Bäder. Im Zuge der Schließung des Hallenbades im ahauser Ortskern entstand aus dem ehemaligen Wellenfreibad durch Umbau bzw. Erweiterung bis 2009 das "AquAHAUS", ein Kombibad mit Welle.[13] Im Ortsteil Alstätte befindet sich außerdem ein Freibad.
Persönlichkeiten[Bearbeiten]
- Helene Helming (* 1888 in Ahaus, † 1977 in Coesfeld), deutsche Vertreterin der Montessoripädagogik
- Theodor Klauser (* 1894 in Ahaus, † 1984 in Bonn), katholischer Theologe, Liturgiehistoriker, Kirchenhistoriker und Christlicher Archäologe
- Paul Theodor Oldenkott (* 1934 in Ahaus), Neurochirurg, Statthalter der Deutschen Statthalterei des Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem
- Bernd Kauffmann (* 1944 in Ahaus), deutscher Kulturmanager und Jurist
- Ulrich Boom (* 1947 in Ahaus-Alstätte), Weihbischof von Würzburg
- Heinz Paus (* 1948 in Ahaus-Alstätte), Bürgermeister von Paderborn
- Michael Denhoff (* 1955 in Ahaus), deutscher Komponist und Cellist
- Josef Depenbrock (* 1961 in Ahaus), ehemaliger Chefredakteur der Berliner Zeitung
- Matthias Wessling (* 1963 in Ahaus), Humboldt-Professor an der Aachener Verfahrenstechnik (AVT)[14]
- Michael Garmer (* 1964), Landtagsabgeordneter (CDU)
- Jörg Rühl (* 1965 in Münster), deutscher Schauspieler (in Ahaus aufgewachsen)
- Mani Beckmann (* 1965 in Ahaus-Alstätte), deutscher Schriftsteller
- Jens Spahn (* 1980 in Ahaus), deutscher Politiker
- Roy Peter Link (* 1982 in Köln), deutscher Schauspieler (in Ahaus aufgewachsen)
- Urszula Radwańska (* 1990 in Ahaus), polnische Tennisspielerin
- Stefan Thesker (* 1991 in Ahaus), deutscher Fussballspieler
Literatur[Bearbeiten]
- Wilhelm Kohl: Geschichte der Stadt Ahaus. Ein Überblick. Stadt Ahaus, Ahaus 1980
- Burkhard Schwering: Nachbarschaften und Vereine in Ahaus. Studien zur Kultur und Bedeutung organisierter Gruppen. 1979 ( Volltext als PDF)
Weblinks[Bearbeiten]
- Stadt Ahaus
- Gesetz zur Neugliederung von Gemeinden des Landkreises Ahaus v. 24. Juni 1969 im Wortlaut
- Links zum Thema Ahaus im Open Directory Project
Einzelnachweise[Bearbeiten]
- ↑ Bevölkerungszahlen auf Basis des Zensus vom 9. Mai 2011. Landesbetrieb Information und Technik Nordrhein-Westfalen (IT.NRW), abgerufen am 14. Juni 2013. (Hilfe dazu)
- ↑ Zahlen, Daten und Fakten der Stadt Ahaus. Abgerufen am 14. Februar 2013.
- ↑ Gesetz zur Neugliederung von Gemeinden des Landkreises Ahaus vom 24. Juni 1969
- ↑ Martin Bünermann, Heinz Köstering: Die Gemeinden und Kreise nach der kommunalen Gebietsreform in Nordrhein-Westfalen. Deutscher Gemeindeverlag, Köln 1975, ISBN 3-555-30092-X.
- ↑ Nathanja Hüttenmeister: Jüdischer Friedhof Ahaus. Salomon Ludwig Steinheim-Institut, Duisburg 2010, ISBN 978-3-9807566-6-2.
- ↑ Wappen der Stadt Ahaus. Abgerufen am 11. Februar 2013.
- ↑ Hauptsatzung der Stadt Ahaus, § 2. Abgerufen am 11. Februar 2013 (PDF; 3,5 MB).
- ↑ Homepage des ASV
- ↑ http://ishd.de/home/start.php3#news2355
- ↑ Artikel der Münsterlandzeitung
- ↑ Homepage der Maidy Dogs
- ↑ Vereine und Verbände auf der Homepage der Stadt Ahaus
- ↑ Homepage des AquAHAUS
- ↑ http://www.avt.rwth-aachen.de/AVT/index.php?id=68&showUid=592


