Ahlat

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Vorlage:Infobox Ort in der Türkei/Wartung/Landkreis

Ahlat
Wappen fehlt
Hilfe zu Wappen
Ahlat (Türkei)
Red pog.svg
Basisdaten
Provinz (il): Bitlis
Koordinaten: 38° 45′ N, 42° 30′ O38.75277777777842.494444444444Koordinaten: 38° 45′ 10″ N, 42° 29′ 40″ O
Einwohner: 21.539[1] (2013)
Telefonvorwahl: (+90) 434
Postleitzahl: 13400
Kfz-Kennzeichen: 13
Struktur und Verwaltung (Stand: 2013)
Bürgermeister: Abdulalim Mümtaz Çoban (MHP)
Webpräsenz:
Landkreis Ahlat
Einwohner: 37.872[1] (2013)
Fläche: 989 km²
Bevölkerungsdichte: 38 Einwohner je km²
Kaymakam: Osman Dölek
Webpräsenz (Kaymakam):

Ahlat ist die Kreisstadt des Landkreises Ahlat der türkischen Provinz Bitlis und liegt am westlichen Ufer des Van-Sees. Ahlat hat 21.539 Einwohner, die zum größten Teil Türkmenen sind. Ahlat liegt auf dem Weg zwischen dem Süphan Dağı und dem Nemrut. Neben dem heutigen Ahlat gibt es ein mittelalterliches Ahlat, das seit dem 16. Jahrhundert in Ruinen liegt.

Kultur[Bearbeiten]

Ahlat war die Hauptstadt der türkischen Ahlatschahs, welche die Stadt kulturell und architektonisch prägten. So findet man in Ahlat Spuren seldschukischer bzw. turkmenischer Architektur. Bekannt ist Ahlat für seinen Friedhof mit türkmenischen Grabsteinen in Hammelform aus den 12. bis 15. Jahrhundert. Es werden Anstrengungen unternommen, diese Stätte zum UNESCO-Welterbe zu erklären.

Name[Bearbeiten]

Dieser Artikel oder nachfolgende Abschnitt ist nicht hinreichend mit Belegen (beispielsweise Einzelnachweisen) ausgestattet. Die fraglichen Angaben werden daher möglicherweise demnächst entfernt. Bitte hilf der Wikipedia, indem du die Angaben recherchierst und gute Belege einfügst. Näheres ist eventuell auf der Diskussionsseite oder in der Versionsgeschichte angegeben. Bitte entferne zuletzt diese Warnmarkierung.

Über die Entstehung des Namens gibt es eine Legende: Nach einem Angriff der Meder fiel die Stadt und dessen König Lat wurde schwer verletzt. Als seine Tochter ihn sah, rief sie vor Entsetzen "Ah! Lat, Ah! Lat". Diese Schreie drangen bis zu den Medern vor, die von nun an die Stadt Ahlat nannten.

Die Urartäer nannten die Stadt Halads, die Meder und Perser Ahlat, die Türken Hilat, die Armenier Şaleat, die Assyrer Kelath, die Byzantiner Chliat und die Araber Achlat. Der osmanische Reisende Evliya Çelebi nannte Ahlat einst Perle in Anatolien.

Geschichte[Bearbeiten]

Ahlat war eine Zeit lang Teil des armenischen Königreiches. Nach dem Einfall der muslimischen Araber in Ostanatolien im 7. Jahrhundert wurde Ahlat für die nächsten vier Jahrhunderte aufgrund eines Vertrages von arabischen Gouverneuren und autonomen armenischen Prinzen regiert. Im Jahr 983 wurde Ahlat von den kurdischen Marwaniden erobert. Nach der Schlacht von Manzikert 1071, in der die Seldschuken die Byzantiner besiegten, nahm Sultan Alp Arslan Ahlat ein. Den Seldschuken folgte 1100 die Dynastie der Ahlatschahs nach, die 1207 von dem Ayyubiden al-Adil I. besiegt wurde. Das ayyubidische Ahlat wurde von den Georgiern zweimal angegriffen. 1230 fiel die Stadt nach sechs Monaten der Belagerung an den Choresm-Schah Dschalal ad-Din, welcher jedoch kurz darauf durch eine Koalition von Ayyubiden und Rum-Seldschuken geschlagen wurde.

Ende des 13. Jahrhunderts wurde Ahlat Teil des mongolischen Ilchanats. 1246 wurde die Stadt in einem schweren Erdbeben größtenteils zerstört. Ahlat wurde vom osmanischen Sultan Selim I. erobert. 1548 eroberte der iranische Schah Tahmasp I. die Stadt und verwüstete sie. Er verlor Ahlat an Selims Nachfolger Süleyman I., der eine Zitadelle außerhalb der Stadt am Seeufer errichtete. Um die Zitadelle, die 1554/55 vollendet wurde, entstand eine neue Stadt. Bis 1847, als das osmanische Reich alle unabhängigen Fürsten beseitigte, stand Ahlat unter der Herrschaft kurdischer Vasallen. Im Ersten Weltkrieg war die Stadt zwischen Osmanen und Russen umkämpft; seit 1923 gehört sie zur Türkei.

Literatur[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Türkisches Institut für Statistik, abgerufen 8. April 2014

Weblinks[Bearbeiten]