Dolberg (Ahlen)
| Dolberg
Stadt Ahlen
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| Koordinaten: | 51° 43′ N, 7° 55′ O51.7113888888897.9188888888889Koordinaten: 51° 42′ 41″ N, 7° 55′ 8″ O |
| Einwohner: | 2.935 (2010) |
| Eingemeindung: | 1. Juli 1969 |
Dolberg ist der südlichste Stadtteil von Ahlen (Westfalen) am nördlichen Ufer der Lippe gelegen. Dolberg grenzt im Westen und Süden an Heessen und Hamm sowie im Osten an Beckum und Lippetal. Von der BAB A2 über die Ausfahrt Hamm-Uentrop sind es etwa 5 km zum Ortskern, durch den die B61 führt.
Das Dorf hat nach Angaben aus dem Dezember 2010 2935 Einwohner, was 5,5% der Gesamtbevölkerung von Ahlen entspricht.[1] Dolberg erstreckt sich über eine Fläche von 21,9 km².
Vier Bauerschaften gehören zu Dolberg:
- Gemmerich
- Guissen
- Henneberg
- Ostdolberg
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Wappen
Blasonierung: "In Gold (Gelb) ein doppelgezinnter roter Schildrand."
aus: Urkunde des Innenminister NW vom 8. Juli 1966
Begründung: Es handelt sich um das Siegel des mittelalterlichen Edelherrengeschlechts von Dolberg, das in den Farben Rot und Gold angelegt wurde, um die Zugehörigkeit der Gemeinde zum alten Fürstbistum Münster zum Ausdruck zu bringen.
aus: Staatsarchiv Münster vom 28. März 1966
[Bearbeiten] Geschichte
Der Ort Dolberg wurde im Jahr 955 in einer Urkunde des Kaisers Otto I. erstmals urkundlich erwähnt. Die Königsurkunde trägt den Titel 'Curtis Thuliberh' (vgl. Wallgärtner 1996). Die erste Erwähnung der [Dolberger Kirche stammt aus dem Jahr 1193. Als Erbauer und somit Pfarrei-Gründer gilt Werinher von Thuleberge, Blutsverwandter des Bischofs Werinher von Münster.[2] Der Name Thuliberh gilt als Urfassung des heutigen Begriffs Dolberg.
Dolberg war eine eigenständige Gemeinde, bis sie 1969 im Zuge der Gebietsreform in die Stadt Ahlen eingemeindet wurde.[3][4]
[Bearbeiten] Industrie und Handwerk
In Dolberg existieren ein Bootsbaubetrieb sowie eine Trailerfabrikation.
[Bearbeiten] Sport
Der mit Abstand größte Sportverein des Dorfes ist der SV Eintracht Dolberg mit Abteilungen für Handball, Volleyball, Tischtennis und Tennis. Die Spielvereinigung Dolberg bietet Fußball und Laufen an, der TC Dolberg Tennis. Der VfL Gemmerich spielt in einer Betriebssport-Liga Fußball und hat zudem eine Mannschaft für Kleinkaliberschießen.[5]
[Bearbeiten] Kultur
Mit dem Grundschulrektor Heinz Loermann hatte das Dorf einen Heimatdichter. Dieser war ferner von 1962 bis 1975 als Kreisbereitschaftsführer des DRK-Kreisverbandes Beckum sowie als Bezirksbereitschaftsführer im DRK-Landesverband Westfalen-Lippe tätig. Von ihm stammt das folgende Gedicht:
Dolberg
Wo unter´m Pflug die rote Erde bricht,
wo in der Tiefe ruht der Diamant,
da liegt, umrahmt von hohen Bäumen,
ein kleines Dorf, wohl an der Lippe Strand.
Mein Dolberg dich vergess ich nicht!
Des Dorfes Glocken mahnen immer wieder.
Ob freudig hallt Ihr Ruf durch Dorf und Haus,
ob dumpfer Klang von Tod und Trübsal spricht.
Vergiss nicht Brauch und Heimatlieder,
sei treu dem Herrgott und dem Vaterhaus.
Vergiss Dein liebes Dolberg nicht!
Erst in der Fremde wird es klar Dir werden,
wenn Sie auch gibt Dir Arbeit, Brot und Freud;
zur Heimat kann sie niemals werden,
wo ich geboren bin, da zieht´s mich hin noch heut.
Mein Dolberg dich vergess ich nicht!
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ Stadt Ahlen - Bevölkerungsdaten. Dezember 2010, abgerufen am 23. November 2011.
- ↑ Rückblick - die Geschichte von St. Lambertus Dolberg. Abgerufen am 23. November 2011.
- ↑ Martin Bünermann: Die Gemeinden des ersten Neugliederungsprogramms in Nordrhein-Westfalen. Deutscher Gemeindeverlag, Köln 1970.
- ↑ Gesetz über die Eingliederung der Gemeinden des Amtes Ahlen in die Stadt Ahlen, Landkreis Beckum. 24. Juni 1969, abgerufen am 23. November 2011.
- ↑ Dolberger Vereine. www.ahlen-dolberg.de, abgerufen am 23. November 2011.
[Bearbeiten] Literatur
- Josef Kerkmann: 800 Jahre St. Lambertus Dolberg. Festschrift der St. Lambertus Kirche zu Dolberg. Ahlen 1993.
- Gisela Wallgärtner: Von Thuliberh bis Dolberg. Aus der Geschichte eines Dorfes. Ahlen 1996, ISBN 3-00-001212-5.