Ahmad Matin-Daftari

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Ahmad Matin-Daftari

Ahmad Matin-Daftari (persisch ‏احمد متین دفتری‎‎; * 1896 in Teheran; † 1971 ebenda) war Jurist, Universitätsprofessor, Justizminister und Premierminister des Iran.

Leben[Bearbeiten]

Ahmad Matin-Daftari, auch bekannt unter dem Beinamen Mo'in al-Dowleh wurde 1896 als Sohn des Mirza Mahmud-Chan Ein ol-Mamalek geboren. Er entstammte einer alten iranischen Beamtenfamilie, die ihre Ursprünge bis in die Zand-Dynastie zurückverfolgen konnte.

Ahmad Matin-Daftari besuchte die deutsche Schule in Teheran. Nach dem Abitur studierte und promovierte er in Frankreich.

Er war Abgeordneter des iranischen Parlaments (Madschles). 1939 wurde er nach dem Rücktritt der Regierung von Mahmud Dscham Premierminister. Während seiner Regierungszeit fand die erste nationale Volkszählung Irans statt. Matin-Daftari gründete auch mit Hilfe der Siemens AG Radio Teheran.

Neben seinen politischen Ämtern lehrte Matin-Daftari an der Universität Teheran Rechtswissenschaften.

Nach der anglo-sowjetischen Invasion wurde Ahmad Matin-Daftari auf Anordnung der Briten 1941 wegen seiner politischen Beziehungen zu Deutschland verhaftet.[1]

Ahmad Matin-Daftari war mit einer Tochter Mohammad Mossadeghs verheiratet und hatte zwei Söhne. Sein Sohn Hedayatollah Matin-Daftari war Mitglied der Volksmodschahedin und Gründer der National-Demokratischen Front Irans. Seine politische Karriere nahm 1962 ein vorzeitiges Ende. Der Grund war die politische Aktivität seiner zwei Söhne insbesondere Hedayatollah Matin-Daftari, der sich der Volksmodschahedin-Guerillaorganisation angeschlossen hatte, um Schah Mohammad Reza Pahlavi zu stürzen.

Ahmad Matin-Daftari verstarb 1971 in Teheran.

Literatur[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Ervand Abrahamian: Iran between two revolutions. 1982, S. 241.