Ahmed Yesevi

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Ahmet Yesevi Mausoleum in Kasachstan

Khoja Ahmed Yesevi (auch: Hodscha Ahmad Yasawi; * 1103 in Sayram; † 1166 in Yasi im heutigen Kasachstan) war ein bedeutender Vertreter des Sufismus (islamische Mystik) und Poet. Auf ihn geht die Yesevi-Tariqa zurück. Im Jahr 2003 wurde eine Sammlung von Dokumenten des Khoja Ahmed Yasavi von der UNESCO zum Weltdokumentenerbe erklärt.[1]

Leben[Bearbeiten]

Ahmed Yesevi ist der Enkel von Muhammed Bin Hanafi, der ist wiederum der Sohn vom ersten Imam, dem Heiligen Imam Ali der Vertreter vom Propheten Muhammad. Sein Vater Sheikh Ibrahim starb, als er noch ein kleiner Junge war und seine Familie in die Stadt Yasi (heutige kasachische Stadt Türkistan) zog. Dort wurde er ein Schüler von Arslan Baba, einem bekannten Murschid (Sufi-Lehrer) der dortigen Region. Nach dessen Tod ging Ahmed Yesevi nach Buchara um seine Studien dort fortzusetzen und wurde ein Schüler von Yusuf Hamadhani († 1140).[2]

Später, nachdem Hamadhani verstorben war und Ahmed Yesevi noch eine Zeit lang in Buchara verbrachte, ging er zurück nach Yasi und trug dazu bei, dass dieser Ort zu einem Lehr-Zentrum in der kasachischen Steppe wurde. Im Alter von 63 Jahren zog er sich aus dem öffentlichen Leben zurück, woraufhin er sich eine unterirdische Einsiedlerzelle grub, in der er den Rest seines Lebens verbrachte.

Sein Mausoleum wurde im Auftrag des Timuriden-Herrschers Timur zwischen 1389 und 1405 errichtet.

Nach ihm ist die Ahmed-Yesevi-Universität in Kasachstan benannt.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Collection of the manuscripts of Khoja Ahmed Yasawi. UNESCO - Memory of the World, 2003, abgerufen am 13. Juli 2014 (englisch).
  2. Y. N. Öztürk: The Eye of the Heart (Redhouse Press Istanbul 1988), S.49