Ahmet Altan

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Ahmet Altan (* 1950 in Ankara) ist ein türkischer Journalist, Schriftsteller sowie Herausgeber der Tageszeitung Taraf.

Ahmet Altan ist der Sohn des ehemaligen Schriftstellers und Abgeordneten der Großen Nationalversammlung der Türkei Çetin Altan. Sein Bruder Mehmet Altan ist Professor für Volkswirtschaft an der İstanbul Üniversitesi sowie Schriftsteller.

Ahmet Altan arbeitete lange Jahre als Kolumnist für die Zeitungen Hürriyet, Güneş, Milliyet und Yeni Yüzyıl. 2007 gründete Altan die Taraf. Zusammen mit Alev Er ist Ahmet Altan Herausgeber sowie Autor zweier Kolumnen in der Taraf.

Atakürt[Bearbeiten]

Im April 1995 entwarf er während seiner Zeit bei der Milliyet in einem Gedankenspiel ein Land, in dem Türken von den Kurden unterdrückt und assimiliert werden. So wurde Mustafa Kemal nicht als Türke in Saloniki, sondern als Kurde in Mosul geboren und erhielt nach dem Unabhängigkeitskrieg den Ehrennamen Atakürt (Vater der Kurden, anstatt Atatürk, Vater der Türken), das Land wurde Kürdiye (anstatt Türkiye) genannt. Die Türken wurden in diesem Land negiert und assimiliert. Mit diesem Gedankenspiel wollte er auf das kurdische Problem in der Türkei aufmerksam machen. Ahmet Altan wurde wegen dieses Artikels entlassen und durch das Staatssicherheitsgericht zu 18 Monaten Haft verurteilt. Nach einer Klage vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte wurde die Haftstrafe in eine Geldstrafe umgewandelt.[1]

Werke[Bearbeiten]

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Ahmet Altan tazminat kazandı, Artikel aus der Milliyet vom 24. Juli 2001
  2. Leipziger Medienpreis 2009 an Roberto Saviano, Dušan Miljuš und Ahmet Altan