Ahnsbeck

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Ahnsbeck
Ahnsbeck
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Ahnsbeck hervorgehoben
52.61083333333310.29055555555654Koordinaten: 52° 37′ N, 10° 17′ O
Basisdaten
Bundesland: Niedersachsen
Landkreis: Celle
Samtgemeinde: Lachendorf
Höhe: 54 m ü. NHN
Fläche: 20,59 km²
Einwohner: 1658 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 81 Einwohner je km²
Postleitzahl: 29353
Vorwahl: 05145
Kfz-Kennzeichen: CE
Gemeindeschlüssel: 03 3 51 002
Adresse der Verbandsverwaltung: Oppershäuser Str. 1
29331 Lachendorf
Webpräsenz: www.ahnsbeck.de
Bürgermeister: Ulrich Kaiser (UL)
Lage der Gemeinde Ahnsbeck im Landkreis Celle
Landkreis Celle Niedersachsen Landkreis Heidekreis Landkreis Uelzen Landkreis Gifhorn Region Hannover Faßberg Hermannsburg gemeindefreies Gebiet Lohheide Bergen Winsen Wietze Hambühren Celle Adelheidsdorf Hagen Wathlingen Bröckel Eicklingen Wienhausen Langlingen Unterlüß Eschede Eschede Hohne Langlingen Eldingen Eschede Ahnsbeck Eschede Beedenbostel LachendorfKarte
Über dieses Bild

Ahnsbeck ist eine Gemeinde in Niedersachsen, die zur Samtgemeinde Lachendorf im Landkreis Celle gehört.

Bauernhof in Ahnsbeck

Geografie[Bearbeiten]

Ahnsbeck liegt am Südrand der Lüneburger Heide, 10 km östlich von Celle.

Größte Nachbargemeinde ist Lachendorf, dort ist auch der Sitz der Samtgemeindeverwaltung. Historisch die größte Bedeutung hat der Nachbarort Beedenbostel, ehemaliger Sitz der Amtsvogtei und des Kirchspiels.

Geschichte[Bearbeiten]

Das Haufendorf Ahnsbeck ist in einer Verkaufsurkunde von 1197 erstmals als „Alrebekesa“ erwähnt.[2] Die Namensbezeichnung in ihrer Übersetzung „Erlenbachs-Aue“ deutet auf die ursprüngliche Lage in einer Aue am von Erlen gesäumten Bach hin. Das Gemeindewappen spiegelt den Ortsnamen wider und zeigt einen Erlenbaum über einem Bachlauf mit darunter liegender Wolfsangel.

Die Gemeinde ist ländlich strukturiert. Nach der Ausweisung von zwei größeren Baugebieten hat sie sich in den letzten zehn Jahren zu einem attraktiven und gemütlichen Wohnort entwickelt, ohne dass der ursprünglich ländlich-dörfliche Charakter verloren ging. Im Gewerbegebiet Nordburger Weg siedelten sich in den letzten Jahren Gewerbebetriebe verschiedener Branchen an.

Das dörfliche Leben ist von seinen Vereinen, wie dem Sportverein MTV Alrebekesa Ahnsbeck, der Landjugend Lachtetal, der Chorgemeinschaft Ahnsbeck, dem Verein Dat ole Backhus, der bereits 1891 gegründeten Freiwilligen Feuerwehr, dem Schützenverein von 1710/1876, dem Spielmannszug Ahnsbeck und dem Bootsclub Ahnsbeck n.n.e.V., geprägt.

Sehenswürdigkeiten sind die Kapelle, deren Glocke im Jahre 1439 vom Bistum Verden gestiftet wurde, und ein Backhaus aus dem 17. Jahrhundert. Letzteres ist an drei Backtagen im Jahr sowie am Tag des offenen Denkmals in Gebrauch.

Zu den weiteren dorfgemeinschaftlichen Höhepunkten des Jahres zählen das Schützenfest, welches immer Anfang August stattfindet, und die Scheunenfete, zu der Jahr für Jahr mehr als 1000 Besucher kommen. Gefeiert wird hier regelmäßig am zweiten Juli-Samstag des Jahres. Seit 2009 kann Ahnsbeck mit dem „Break the Ground“ auch ein Open-Air-Festival vorweisen bei dem mehrere Bands die Möglichkeit haben, die Besucher zu unterhalten.

Auf dem ehemaligen Feuerwehrhaus befindet sich ein Storchennest. Es finden sich regelmäßig Nestpaare ein, allerdings sind hier im Jahr 2006 letztmals junge Störche geschlüpft.

Ahnsbeck gehörte bis zum 31. Dezember 2004 zum früheren Regierungsbezirk Lüneburg, der infolge einer Verwaltungsreform mit Ablauf dieses Datums aufgelöst wurde.[3] Aus diesem Grunde werden viele verwaltungstechnische Verfahren noch über die Regierungsbezirk Lüneburg geführt.

Ortsname[Bearbeiten]

Im Jahr 1197 taucht erstmals die Ortsbezeichnung Alrebekesa auf, um 1240 dann Adenesbeke und 1278 Adensbeke, später dann wieder Adenesbeke, aus dem schließlich Ahnsbeck wurde. Die Namen könnten auf verschiedene Teilabschnitte eines Wasserlaufes verweisen. Alrebekesa bezeichnet den Wasserlauf Ellerbeksau, wobei „Eller“ für Erlen, „bek“ für den Bach und „Au“ für das Land am Bach stehen. [4]

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten]

Der Rat der Gemeinde Ahnsbeck setzt sich aus 11 Abgeordneten zusammen.

Ahnsbecker Wählergemeinschaft AWG Union Lachtetal (UL) CDU SPD FDP Gesamt
2001 0 5 5 1 0 11 Sitze
2006 3 6 0 1 1 11 Sitze [5]
2011 0 6 4 1 0 11 Sitze

letzte Kommunalwahl am 11. September 2011[6]

Bürgermeister[Bearbeiten]

Bürgermeister ist seit 2001 Ulrich Kaiser.

Wappen[Bearbeiten]

Silbern, eine grüne Erle mit braunen Kätzchen wachsend aus einem abgesenkten blauen Wellenbalken, darunter eine schwarze liegende Wolfsangel.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

  • Seit 2009 findet jährlich in Ahnsbeck das Metal-Festival „Break the Ground“ statt.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten]

Die Linien 0-46 und 0-47 von dem Busunternehmen CeBus verbinden Ahnsbeck mit der etwa 15 km entfernten Kreisstadt Celle und dem dortigen Bahnhof. In den unmittelbaren Nachbarorten Lachendorf und Beedenbostel bestehen außerdem Güterbahnhöfe der privaten Bahngesellschaft OHE (Osthannoversche Eisenbahnen) an der allerdings wenig frequentierten Bahnstrecke Celle–Wittingen.

Die nächstgelegenen Bundesstraßen sind die:

Sport[Bearbeiten]

NSG Allerdreckwiesen

Natur[Bearbeiten]

Unmittelbar südlich von Ahnsbeck liegt das 1994 unter Schutz gestellte Naturschutzgebiet Allerdreckwiesen mit einer Fläche von 568 ha (NSG LÜ 209).[7] Es handelt sich hier um ein Feuchtwiesengebiet, das ein Teil der Allerniederung ist.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

  • Herbert Bangemann (1897−1969), Bürgermeister, Kreisleiter von Celle-Land, Ehrenbürger der Gemeinde Ahnsbeck[8]

Baudenkmale[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Matthias Blazek: Chronik Ahnsbeck. Ahnsbeck 2003.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Landesbetrieb für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen, 102 Bevölkerung - Basis Zensus 2011, Stand 31. Dezember 2013 (Tabelle K1020014) (Hilfe dazu)
  2. Vgl. Knoke, Friedrich: Die Kriegszüge des Germanicus in Deutschland, Berlin 1887, S. 318; Mémoires couronnés et Mémoires des Savants étrangers, publié par l'Académie Royale des Sciences, des Lettres et des Beaux-Arts de Belgique, Band 32, Brüssel 1865, S. 59. Hier werden Analogien von Ortsbezeichnungen im Herzogtum Bremen und in den Niederlanden festgestellt: „Harelbeke ou [oder] Harlebeke, villa Alrebekesa“.
  3. Ausführlich: Blazek, Matthias: Von der Landdrostey zur Bezirksregierung – Die Geschichte der Bezirksregierung Hannover im Spiegel der Verwaltungsreformen, Stuttgart 2004, ISBN 3-89821-357-9.
  4. Der Ortsnamenforscher auf NDR 1 Niedersachsen, Recherche Jürgen Udolph
  5. Endergebnis Kommunalwahl 2006.
  6. Endergebnis der Kommunalwahl am 11. September 2011.
  7. NLWKN: NSG Allerdreckwiesen Übersicht mit Karte.
  8. Blazek, Ahnsbeck, S. 899 f.