Aholming

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Aholming
Aholming
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Aholming hervorgehoben
48.73333333333312.916666666667327Koordinaten: 48° 44′ N, 12° 55′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Niederbayern
Landkreis: Deggendorf
Höhe: 327 m ü. NHN
Fläche: 29,35 km²
Einwohner: 2287 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 78 Einwohner je km²
Postleitzahl: 94527
Vorwahlen: 09938, 09931, 09936
Kfz-Kennzeichen: DEG
Gemeindeschlüssel: 09 2 71 111
Gemeindegliederung: 14 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Untere Römerstr. 2
94527 Aholming
Webpräsenz: Gemeinde Aholming
Bürgermeister: Martin Betzinger (BBA)
Lage der Gemeinde Aholming im Landkreis Deggendorf
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Über dieses Bild

Aholming ist eine Gemeinde im niederbayerischen Landkreis Deggendorf und bekannt als Standort einer Sendeanlage des Deutschlandfunks für Langwelle.

Geografie[Bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten]

Aholming liegt in der Region Donau-Wald.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Die Gemeinde besteht aus den Ortschaften Aholming, Breitfeld, Garnschwaig, Isarau, Kühmoos, Moosmühle, Neutiefenweg, Penzling, Probstschwaig, Rauchschwaig, Schwarzwöhr, Tabertshausen, Tabertshauserschwaig und Thannet.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Pfarrkirche St. Stephanus

Bereits aus der Steinzeit und der Bronzezeit liegen Funde um Aholming vor. 1112 erfolgt eine erste urkundliche Erwähnung des Ortes unter der Bezeichnung „Auhalmingen“, abgeleitet von dem Personennamen Walchoun de Auhalmingen. Die moderne Schreibweise ist seit der Mitte des 15. Jahrhunderts belegt. Schon frühzeitig wurde der Ort Hofmark des Hochstifts Passau.

Um die Mitte des 13. Jahrhunderts kam Aholming in den Besitz der Wittelsbacher. Im zweiten Herzogsurbar um 1280 erscheinen die Vogteien Aholming und Penzling bereits unter dem Gericht Hengersberg. Der Letzte des namengebenden Geschlechtes, Heinrich von Ahalming, wurde 1312 erwähnt. Von 1363 bis 1413 waren die Chamerauer Herren über Aholming. 1413 kaufte es Ritter Heinrich Notthafft von Wernberg den Chamerauern ab. Über 300 Jahre regierten dann die Notthafft über Aholming.

1553 erhielten die Inhaber der Herrschaft Aholming von Kaiser Karl V. das Recht, Bier zu brauen und Jahrmärkte abzuhalten. Aholming gehörte zum Rentamt Landshut und zum Landgericht Natternberg des Kurfürstentums Bayern.

Johann Heinrich Notthafft Graf von Wernberg starb 1734. Die Herrschaft Aholming wurde für heimgefallen erklärt. Am 23. Dezember 1745 verlieh Kurfürst Maximilian III. Joseph das Aholminger Lehen an Johann Franz de Paula Graf von Preysing. Die Preysing ließen das Schloss Isarau samt Schlosskapelle im Jahr 1791 abreißen, lediglich der Torturm blieb erhalten.

1821 wurde die Gemeinde Aholming gebildet. Bis zum 21. November 1848 unterstand sie noch der Patrimonialgerichtsbarkeit der Grafen Preysing zu Moos.

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Am 1. Oktober 1971 wurde die bis dahin selbständige Gemeinde Neutiefenweg eingegliedert.[2]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Auf dem Gebiet der Gemeinde wurden 1970 1853, 1987 dann 1882 und im Jahr 2004 2270 Einwohner gezählt. Die Einwohnerzahl wuchs auf 2328 an (Stand 30. Juni 2007).

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten]

Das Rathaus

Die Kommunalwahlen vom 2. März 2008 ergaben bei einer Wahlbeteiligung von 73,64 % folgendes Ergebnis:

  • FW 7 Sitze (53,3 %)
  • CSU 7 Sitze (46,7 %)

Parteien[Bearbeiten]

In der Gemeinde Aholming existieren ein Ortsverein der CSU unter Vorsitz von Herbert Gerl sowie eine Ortsgruppe der Freien Wähler unter Vorsitz von Theresia Friedberger. Im November 2007 wurde eine weitere unabhängige Wählervereinigung mit dem Namen Bürgerblock Aholming unter Führung von Martin Betzinger gebildet. Die Gründung eines SPD-Ortsvereins scheiterte, da sich nur vier der dafür nötigen sieben Gründungsmitglieder gefunden haben.

Bürgermeister[Bearbeiten]

Erster Bürgermeister ist seit 1. Mai 2008 Martin Betzinger (Bürgerblock Aholming). Zweiter Bürgermeister ist Hans Reichl (CSU).

Wappen[Bearbeiten]

Die Wappenbeschreibung lautet: In Gold ein mit einem blauen Balken überdeckter, steigender roter Wolf.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Bauwerke[Bearbeiten]

Siehe auch: Liste der Baudenkmäler in Aholming

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Es gab 1998 im Bereich der Land- und Forstwirtschaft keine, im produzierenden Gewerbe 130 und im Bereich Handel und Verkehr keine sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren 37 am Arbeitsort Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 757. Im verarbeitenden Gewerbe (sowie Bergbau und Gewinnung von Steinen und Erden) gab es einen Betrieb, im Bauhauptgewerbe drei Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 79 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 1.869 ha. Davon waren 1.824 ha Ackerfläche und 45 ha Dauergrünfläche. Die Gemeindesteuereinnahmen betrugen im Jahr 1999 umgerechnet 787.000 €, davon betrugen die Gewerbesteuereinnahmen (netto) umgerechnet 79.000 €.

Medien[Bearbeiten]

Bildung[Bearbeiten]

Im Jahr 1999 gab es folgende Einrichtungen:

  • Kindergarten: 75 Kindergartenplätze mit 75 Kindern
  • Grundschule: eine mit vier Lehrern und ca. 85 Schülern

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

  • Hans Riedl (1892-1962), Kommunalpolitiker (CSU), Oberbürgermeister der Stadt Passau (1948)

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 18. September 2014 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2.  Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C.H.Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 585.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Aholming – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien