Ahorne

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Ahorne
Feld-Ahorn (Acer campestre)

Feld-Ahorn (Acer campestre)

Systematik
Rosiden
Eurosiden II
Ordnung: Seifenbaumartige (Sapindales)
Familie: Seifenbaumgewächse (Sapindaceae)
Unterfamilie: Rosskastaniengewächse (Hippocastanoideae)
Gattung: Ahorne
Wissenschaftlicher Name
Acer
L.

Die Ahorne (Acer) bilden eine Pflanzengattung in der Unterfamilie der Rosskastaniengewächse (Hippocastanoideae) innerhalb der Familie der Seifenbaumgewächse (Sapindaceae). Je nach Autor gibt es 110 bis 200 Ahorn-Arten. Sie sind in gemäßigten und tropischen Gebieten in Eurasien, Nordafrika, Zentral- und Nordamerika weitverbreitet. Viele Arten werden vielseitig genutzt.

Beschreibung und Ökologie[Bearbeiten]

Illustration des Spitz-Ahorn (Acer platanoides)
Gestieltes Laubblatt des Spitz-Ahorn (Acer platanoides)
Blüte des Spitz-Ahorns (Acer platanoides) im Detail
Geflügelte Frucht des Berg-Ahorn (Acer pseudoplatanus):

Erscheinungsbild und Blätter[Bearbeiten]

Ahorn-Arten wachsen als meist sommergrüne oder seltener immergrüne Bäume oder Sträucher.[1]

Die gegenständig angeordneten Laubblätter sind in Blattstiel und Blattspreite gegliedert. Die meist einfache Blattspreite ist meist handförmig gelappt. Manche Arten besitzen unpaarig gefiederte Blattspreiten, mit drei oder fünf Blättchen, zum Beispiel der Eschen-Ahorn (Acer negundo). Es liegt eine handförmige Nervatur vor. Der Blattrand ist glatt oder gezähnt. Es sind keine Nebenblätter vorhanden.[1] Das Laub vieler Arten besitzt eine intensive Herbstfärbung.

Blütenstände und Blüten[Bearbeiten]

Die Blüten stehen in schirmtraubigen oder doldigen, seltener traubigen oder großen rispigen Blütenständen zusammen.[1]

Die Blüten sind selten zwittrig, sondern meist funktional eingeschlechtig. Die radiärsymmetrischen Blüten sind meist fünfzählig mit doppelter Blütenhülle (Perianth). Es sind meist fünf, selten vier oder sechs Kelchblätter vorhanden. Es sind meist fünf, selten vier oder sechs Kronblätter vorhanden, selten fehlen sie. Es sind meist acht, selten vier, fünf, zehn oder zwölf freie Staubblätter vorhanden. Zwei Fruchtblätter sind zu einem oberständigen Fruchtknoten verwachsen. Je Fruchtblatt gibt es selten eine, meist zwei Samenanlagen. Der Griffel ist meist zweigabelig und es sind zwei Narben vorhanden.[1] Man unterscheidet zwischen insekten- und windbestäubten Arten. Bei insektenbestäubten (Entomophilie) Arten ist am Grunde der Blüten ein Diskus vorhanden, denn er dient der Anlockung von Insekten.

Die Blütenformel lautet:    * \; K_5 \; C_5 \; A_{4-12} \; G_{\underline{(2)}}.

Früchte und Samen[Bearbeiten]

Es werden Spaltfrüchte gebildet, die als zwei geflügelte Nussfrüchte (Samara) abfallen.[1] Die Frucht führt durch ihre spezielle aerodynamische Form (Monopteros) beim Herunterfallen zu Autorotation, dieses bewirkt ein langsameres Absinken der Samen und eine großflächige Verteilung der Diasporen durch den Wind.

Beim ausgereiften Samen ist kein Endosperm vorhanden. Der öl- oder stärkehaltige Embryo besitzt eine verlängerte Radicula und zwei flache oder gefaltete, grüne Keimblätter (Kotyledonen).[1]

Chromosomensätze[Bearbeiten]

Die Chromosomengrundzahl beträgt x = 13; es liegt meist Diploidie vor, also 2n = 26.[1]

Ahorn im Wandel der Jahreszeiten
Verbreitungskarte der Gattung Acer

Verbreitung[Bearbeiten]

Die Gattung Acer kommt in Nordafrika, Eurasien, Zentral- und Nordamerika vor. Ihre Arten gedeihen in gemäßigten, subtropischen und tropischen Gebieten, in den Tropen aber nur im Gebirge.[2] Viele Ahorn-Arten weisen eine holarktische Verbreitung auf. Jeweils sehr viele Arten haben ihre Heimat in Asien und in Nordamerika. 99 Arten kommen in China vor, 61 davon nur dort. 13 Arten kommen in Nepal[3] und acht Arten in Pakistan[4] vor.

Fossiles Blatt von Acer angustilobum

Seit den Eiszeiten sind in Europa nur noch wenige Ahorn-Arten heimisch. Im deutschen Sprachraum kommen neben Spitz-Ahorn (Acer platanoides), Berg-Ahorn (Acer pseudoplatanus) und Feld-Ahorn (Acer campestre) auch Französischer Ahorn (Acer monspessulanum), Schneeball-Ahorn (Acer opalus) und Tatarischer Steppen-Ahorn (Acer tataricum) wild vor.

Systematik[Bearbeiten]

Dreispitz-Ahorn (Acer buergerianum)
Acer campbellii subsp. sinense
Hainbuchenblättriger Ahorn (Acer carpinifolium)
Acer caudatum subsp. ukurunduense
Oregon-Ahorn (Acer macrophyllum)
Männliche Blüten des Eschen-Ahorn (Acer negundo)
Herbstlaub von Acer opalus subsp. obtusatum
Eine rotblättrige Sorte des Fächer-Ahorns (Acer palmatum)
Blühender Spitz-Ahorn (Acer platanoides)
Silber-Ahorn (Acer saccharinum)
Zweig mit Laub vom Tatarischen Steppenahorn (Acer tataricum)

Der Gattungsname Acer wurde 1753 durch Carl von Linné in Species Plantarum[5] erstveröffentlicht. Als Lectotypus wurde 1913 Acer pseudoplatanus L. festgelegt.[6] Synonyme für Acer L. sind: Argentacer Small, Negundo Boehm. ex Ludw., Rufacer Small, Rulac Adans., Saccharodendron (Raf.) Nieuwl..[7]

Molekularbiologische Untersuchung ergaben, dass die Gattung Acer zur Unterfamilie Hippocastanoideae innerhalb der Familie der Sapindaceae gehört. Sie wurde früher in die selbstständige Familie der Ahorngewächse (Aceraceae) gestellt.[7]

Die Gattung Ahorn (Acer) umfasst etwa 110 bis 200 Arten. Die Gattung wird in folgende Sektionen (sect.) gegliedert, die teilweise nochmals feiner in Serien (ser.) unterteilt werden:[1][7]

  • Sektion Acer: Sie enthält etwa zehn Arten auf der Nordhalbkugel:
  • Sektion Arguta Rehder: Sie enthält nur vier bis fünf Arten im Himalaya, in China und in Japan:
  • Sektion Ginnala Nakai: Sie enthält nur eine Art:
      • Tatarischer Steppenahorn (Acer tataricum L.): Es gibt vier Unterarten:
        • Feuer-Ahorn oder Amur-Ahorn (Acer tataricum subsp. ginnala (Maxim.) Wesmael)
        • Acer tataricum subsp. semenovii (Regel & Herder) A.E.Murray
        • Acer tataricum L. subsp. tataricum
        • Acer tataricum subsp. theiferum (W.P.Fang) Y.S.Chen & P.C. de Jong
  • Sektion Glabra: Sie enthält nur noch eine Serie:
    • Serie Glabra:
      • Kahler Ahorn (Acer glabrum Torr.): sect. Glabra ser. Glabra
  • Sektion Hyptiocarpa W.P.Fang: Sie enthält nur zwei Arten in Südostasien:
  • Sektion Indivisa:
  • Sektion Lithocarpa Pax:
  • Sektion Macrantha Pax: Sie enthält etwa 18 Arten im Himalaya, in China (elf Arten), Taiwan (zwei Arten), Japan, im östlichen Russland und Nordamerika:
      • Roter Schlangenhaut-Ahorn (Acer capillipes Maxim.)
      • Acer caudatifolium Hayata (Syn.: Acer kawakamii Koidzumi, Acer taiton-montanum Hayata): Sie gedeiht in Mischwäldern in Höhenlagen zwischen 200 und 2100 Meter nur in Taiwan.
      • Acer chienii Hu & W.C.Cheng: Sie gedeiht in Mischwäldern in Höhenlagen zwischen 2200 und 3000 Meter nur im nordwestlichen Yunnan.
      • Weißdornblättriger Ahorn (Acer crataegifolium Siebold & Zucc.)
      • Davids-Ahorn (Acer davidii Franch.): Sie ist in Myanmar und China verbreitet.
      • Acer forrestii Diels: Sie gedeiht in Mischwäldern in Tälern in Höhenlagen zwischen 3000 und 3800 Meter nur im südwestlichen Sichuan sowie nordwestlichen Yunnan.
      • Acer komarovii Pojarkova: Sie kommt im nördlichen Korea, östlichen Russland und in den chinesischen Provinzen Jilin sowie Liaoning vor.
      • Acer laxiflorum Pax: Sie gedeiht in Mischwäldern in Höhenlagen zwischen 1800 und 2500 Meter nur in Sichuan sowie Yunnan.
      • Acer maximowiczii Pax (Acer urophyllum Maxim.): Sie ist in China verbreitet.
      • Acer metcalfii Rehder: Sie gedeiht in Mischwäldern an Fließgewässern in Höhenlagen zwischen 800 und 1500 Meter im nördlichen Guangdong, nordöstlichen Guangxi, südöstlichen Guizhou sowie südlichen Hunan.
      • Kleinblütiger Ahorn (Acer micranthum Siebold & Zucc.)
      • Acer morrisonense (Syn.: Acer rubescens Hayata): Sie gedeiht in Mischwäldern in Höhenlagen zwischen 1800 und 2200 Meter nur im östlichen sowie südlichen Taiwan.
      • Acer pectinatum Wall. ex G.Nicholson nom. illeg. und nom. superfl. (es ist neuer gültiger Name erforderlich): Sie kommt vom nordöstlichen Indien über Bhutan, Nepal und dem nordöstlichen Myanmar bis China vor.
      • Streifen-Ahorn (Acer pensylvanicum L.)
      • Rotnerviger Schlangenhaut-Ahorn (Acer rufinerve Siebold & Zucc.)
      • Acer sikkimense Miq. (Syn.: Acer hookeri Miq., Acer medogense T.Z.Hsu & Z.K.Zhou, Acer pluridens T.Z.Hsu & H.Sun): Sie kommt von Assam, Nepal, Sikkim, Bhutan über das nördliche Myanmar und südöstliche Tibet bis Yunnan vor.
      • Koreanischer Schlangenhaut-Ahorn (Acer tegmentosum Maxim.): Er kommt in Sibirien, Korea und China vor.
      • Acer tschonoskii Maxim.: Sie kommt in Japan vor.
      • Acer wardii W.W.Sm. (Syn.: Acer mirabile Handel-Mazzetti): Sie kommt vom nordöstlichen Indien über das nordöstliche Myanmar und östliche Tibet bis ins nordwestliche Yunnan vor.
  • Sektion Negundo (Boehmer) Maxim.: Sie enthält zwei Serien mit insgesamt nur drei Arten im östlichen Asien und Nordamerika:
  • Sektion Oblonga (Hu & W.C.Cheng) Delendick: Sie enthält etwa 15 Arten im Himalaya, in China (14 Arten), Laos, Thailand, Vietnam und Japan:
      • Acer albopurpurascens Hayata: Sie gedeiht in Wäldern in Höhenlagen zwischen 400 und 2000 Meter nur in Taiwan.
      • Dreispitz-Ahorn, Dreispitziger Ahorn (Acer buergerianum Miq.): Er kommt in China und Japan vor.
      • Acer cordatum Pax: Sie ist in China verbreitet.
      • Acer coriaceifolium Lev. (Syn.: Acer cinnamomifolium Hayata): Sie ist in China verbreitet.
      • Acer gracilifolium W.P.Fang & C.C.Fu: Sie gedeiht in Mischwäldern in der Nähe von Fließgewässern in Höhenlagen zwischen 300 und 1000 Meter nur im südöstlichen Gansu sowie nördlichen Sichuan.
      • Acer lucidum F.P.Metcalf F. P. Metcalf (Syn.: Acer laikuanii Y.Ling, Acer pehpeiense W.P.Fang & H.Y.Su, Acer wuyishanicum W.P.Fang & C.M.Tan): Sie ist in China verbreitet.
      • Acer oblongum Wallich: Sie ist vom nördlichen Indien über Kaschmir, Pakistan, Bhutan, Nepal, Laos, Myanmar, Thailand, China und Vietnam bis zum südlichen Japan verbreitet.
      • Acer paihengii Hu & W.C.Cheng: Sie gedeiht in Lorbeerwäldern in Höhenlagen zwischen 700 und 1100 Meter nur im südöstlichen Yunnan.
      • Acer paxii Franch.: Sie gedeiht in Bergwäldern in Höhenlagen zwischen 1500 und 2500 Meter in China.
      • Acer poliophyllum W.P.Fang & Y.T.Wu: Sie gedeiht in Mischwäldern in Höhenlagen zwischen 1000 und 1800 Meter nur im südwestlichen Guizhou sowie südöstlichen Yunnan.
      • Acer shihweii F.Chun & W.P.Fang: Diese sehr seltene Art gedeiht in dichten Wäldern in Höhenlagen von etwa 1400 Meter in Guizhou nur in Pingba.
      • Acer sycopseoides F.Chun: Sie gedeiht in Wäldern in Höhenlagen zwischen 600 und 2100 Meter nur im nördlichen Guangxi, südlichen Guizhou sowie zentralen Yunnan.
      • Acer yinkunii W.P.Fang: Diese seltene Art gedeiht in lichten Wäldern in Höhenlagen zwischen 1000 und 2000 Meter nur in Guangxi.
      • Acer yui W.P.Fang: Sie gedeiht in Mischwäldern in Höhenlagen zwischen 1800 und 2000 Meter nur im südlichen Gansu sowie nordwestlichen Sichuan.
  • Sektion Palmata Pax: Sie enthält etwa 35 Arten. Sie sind vom nördlichen Indien über Bhutan, Nepal, Thailand, Myanmar China (34 Arten), Korea, Vietnam und Japan bis zum südöstlichen Russland verbreitet; sie kommen auch im westlichen Nordamerika vor. Nach molekulargenetischen Untersuchung kann keine Gliederung in Serien erfolgen:[8]
  • Sektion Parviflora:
  • Sektion Pentaphylla Hu & W.C.Cheng: Sie enthält nur noch eine Serie:
    • Serie Pentaphylla: Sie enthält nur eine Art:
      • Acer pentaphyllum Diels: Diese sehr seltene, gefährdete Art gedeiht in Mischwäldern in Tälern in Höhenlagen zwischen 2300 und 2900 Meter nur im südwestlichen Sichuan.
  • Sektion Platanoidea Pax: Sie enthält 15 bis 16 Arten in Europe, China (zwölf Arten), Japan und Russland:
      • Acer acutum W.P.Fang: Sie gedeiht in Wäldern in Höhenlagen zwischen 800 und 1100 Meter im südlichen Anhui, südlichen Henan, Jiangxi sowie Zhejiang.
      • Acer amplum Rehder: Sie kommt in China und Vietnam vor.
      • Feld-Ahorn, auch Maßholder genannt (Acer campestre L.)
      • Kolchischer Ahorn (Acer cappadocicum Gled.): Sie kommt im südlichen Italien, in Südwestasien, China, im nördlichen Indien, in Kaschmir, Pakistan, Nepal und Bhutan vor.
      • Acer chunii W.P.Fang: Diese seltene Art gedeiht in offenen Wäldern in Höhenlagen zwischen 800 und 2500 Meter in Fujian, nördlichen Guangdong sowie südwestlichen Sichuan.
      • Acer fulvescens Rehder: Sie gedeiht in Wäldern in Höhenlagen zwischen 1800 und 3200 Meter in Sichuan sowie südöstlichen Xizang.
      • Acer longipes Franch. ex Rehder (Syn.: Acer pashanicum W.P.Fang & T.P.Soong.): Sie gedeiht in Mischwäldern in Höhenlagen zwischen 300 und 1600 Meter in China.
      • Acer miaotaiense P.C.Tsoong (Syn.: Acer yangjuechi W.P.Fang & P.L.Chiu): Sie gedeiht in Mischwäldern in Höhenlagen zwischen 700 und 1600 Meter in China.
      • Miyabes Ahorn (Acer miyabei Maxim., manchmal eine Unterart von Acer miaotaiense)
      • Acer okamotoanum Nakai
      • Acer pictum Thunb. ex Murray: Sie kommt mit fünf Unterarten in China, Japan, Korea, in der Mongolei und im östlichen Russland vor.
      • Spitz-Ahorn, auch Spitzblättriger Ahorn genannt (Acer platanoides L.)
      • Acer shenkanense W.P.Fang ex C.C.Fu (Syn.: Acer tricaudatum W.P.Fang & C.C.Fu.): Sie kommt in China vor.
      • Acer tenellum Pax: Sie gedeiht mit zwei Varietät in Mischwäldern in Tälern in Höhenlagen zwischen 1200 und 1900 Meter im westlichen Hubei sowie östlichen bis südöstlichen Sichuan.
      • Acer tibetense W.P.Fang: Sie gedeiht in Wäldern in Tälern in Höhenlagen zwischen 1600 und 2700 Meter nur im südöstlichen Xizang.
      • Chinesischer Spitz-Ahorn (Acer truncatum Bunge, Syn.: Acer lobulatum Nakai): Er kommt in China sowie Korea vor.
  • Sektion Pubescentia (Pojarkova) Ogata: Sie enthält nur zwei Arten in Pakistan, Afghanistan und nördlichen China:
      • Acer pilosum Maxim: Sie gedeiht mit zwei Varietät in Wäldern in Höhenlagen zwischen 1000 und 2000 Meter in Gansu, südwestlichen Nei Mongol, südöstlichen Ningxia, Shaanxi sowie Shanxi.
      • Acer pentapomicum J.L.Stewart ex Brandis: Sie kommt in Pakistan und Afghanistan vor.
  • Sektion Rubra:
  • Sektion Spicata Pax: Von den drei Arten kommen zwei im östlichen sowie südlichen Asia und eine in Nordamerika vor:
      • Geschwänzter Ahorn (Acer caudatum Wall.): Er kommt im nördlichen Indien, in Bhutan, Nepal, Myanmar sowie China vor.
      • Vermont-Ahorn (Acer spicatum Lam.): Er ist in Nordamerika verbreitet.
      • Acer ukurunduense Trautvetter & C.A.Meyer: Sie kommt in China, Japan, Korea und östlichen Russland vor.
  • Sektion Trifoliata Pax: Sie enthält zwei Serien mit etwa fünf Arten im östlichen Asien:
    • Serie Grisea:
      • Zimt-Ahorn (Acer griseum (Franch.) Pax, Syn.: Acer nikoense var. griseum Franch., Acer leiopodum (Handel-Mazzetti) W.P.Fang & H.F.Chow, Acer pedunculatum K.S.Hao, Acer shensiense W.P.Fang & L.C.Hu, Acer triflorum subsp. leiopodum (Handel-Mazzetti) A.E.Murray, Acer triflorum var. leiopodum Handel-Mazzetti, Acer zhongtiaoense W.P.Fang & B.L.Li): Er gedeiht in Mischwäldern in China.
      • Nikko-Ahorn (Acer nikoense Maxim., Syn.: Acer maximowiczianum Miq. nom. illeg. superfl., Acer maximowiczianum subsp. megalocarpum (Rehder) A.E.Murray, Acer nikoense var. megalocarpum Rehder, Negundo nikoense Miq.): Er kommt in China und Japan vor.
      • Dreiblütiger Ahorn (Acer triflorum Kom.): Er kommt in Korea und in den chinesischen Provinzen Heilongjiang, Jilin sowie Liaoning vor.
    • Serie Mandshurica:
      • Mandschurischer Ahorn (Acer mandshuricum Maxim., Syn.: Acer kansuense W.P.Fang & C.Y.Chang, Acer mandshuricum subsp. kansuense (W.P.Fang & C.Y.Chang) W.P.Fang): Er kommt in China, Korea sowie im östlichen Russland vor.
      • Acer sutchuenense Franch.: Diese sehr seltene, gefährdete Art gedeiht in Mischwäldern in Höhenlagen zwischen 1000und 2500 Meter im westlichen Hubei, nordwestlichen Hunan sowie Sichuan.
Habitus von Acer ×zoeschense 'Annae'

Es gibt einige Hybriden (Auswahl):[7]

  • Acer ×boscii Spach
  • Acer ×coriaceum Bosc ex Tausch (Syn.: Acer ×rotundilobum Schwer.) = Acer monspessulanum × Acer opalus
  • Freemans Ahorn (Acer ×freemanii A.E.Murray = Acer rubrum × Acer saccharinum)
  • Acer ×hillieri Lancaster = Acer miyabei × Acer cappadocicum
  • Acer ×hybridum Bosc
  • Acer ×schwerinii Pax
  • Zoeschener Ahorn (Acer ×zoeschense Pax): Dies ist eine Kreuzung aus Feldahorn (Acer campestre) und Kolchischem Ahorn (Acer cappadocicum).

Verwechslung[Bearbeiten]

Aufgrund ihrer ähnlichen Blattform wird die häufig als Straßenbaum gepflanzte Ahornblättrige Platane (Platanus ×acerifolia) für eine Ahorn-Art gehalten; Platanen-Arten haben jedoch im Gegensatz zu den Ahorn-Arten immer wechselständige Laubblätter und häufig eine sehr charakteristische Borke.

3D Rendering eines µCT-Scans einer geflügelten Ahornfrucht, Auflösung zirka 45 µm/Voxel

Nutzung[Bearbeiten]

Holz[Bearbeiten]

Holz des Riegel-Ahorns
Eine Bank aus Muschelahorn (Quilted maple)
Ahorn-Stammquerschnitt
Hauptartikel: Ahornholz

Ahornholz wird vor allem als Bau- und Möbelholz genutzt. Kommerziell relevant ist vor allem das Holz einiger hochwachsender Arten wie des Berg-Ahorns (Acer pseudoplatanus) und des Spitz-Ahorns (Acer platanoides) in Eurasien. In Nordamerika sind vor allem der Zucker-Ahorn (Acer saccharum) und der Schwarze Zucker-Ahorn (Acer saccharum subsp. nigrum) als „American hard maple“ und der Rot-Ahorn (Acer rubrum) und der Silber-Ahorn (Acer saccharinum) als American soft maple von Bedeutung. Der Japanische Ahorn (Acer pictum) spielt im ostasiatischen Raum eine zentrale Rolle. Weitere Arten wie der Feld-Ahorn (Acer campestre) haben nur eine untergeordnete oder regionale Bedeutung.

Das Holz des Berg-Ahorns (Acer pseudoplatanus) zählt zu den wertvollen Edellaubhölzern. Gelblich-weiß bis weiß gefärbt, sind die Jahresringe zwar erkennbar, Splint und Kern setzen sich jedoch nicht voneinander ab, sondern sind farbgleich. Das mittelschwere, elastische, zähe, harte Holz schwindet nur gering. Die Biegefestigkeit ist gut. Das Holz ist wenig witterungsbeständig. Die Oberflächen lassen sich gut bearbeiten, leicht polieren, beizen und einfärben. Auch die Behandlung mit Lacken ist problemlos.

Besonders in den 1950er Jahren und in der ersten Hälfte der 1960er waren schlichte wie auch geriegelte (Riegelahorn) Ahornfurniere sehr begehrt für Schlafzimmermöbel, massiv für Schubläden und für Kleinmöbel. Auch als Kontrastholz in Form von Kanten und Zierleisten wurde es oft verwendet. Wegen seiner Tendenz zum relativ raschen Vergilben wurde der Einsatz für die Außenfronten im Möbelbau vermieden. Heute wird es bei hochwertigen Möbeln noch für die Innenauskleidung verwendet. Kunsttischlern dient das Ahornholz für die Herstellung feinster Möbel, wobei es auch für Intarsienarbeiten (Einlegearbeiten) Verwendung findet. Eine spezielle Verwendungsart des Ahorns sind aus Vollholz hergestellte und unlackierte Tischplatten für Wirtshaustische. Parkett aus amerikanischem Hard maple gilt als besonders wertvoll und zeichnet sich durch einen hohen Abnutzungswiderstand aus. Auch für den Treppenbau ist es gut geeignet.

Seit langem wird ausgesuchtes Bergahornholz als Zier- und Resonanzholz zur Herstellung von Musikinstrumenten (Streich-, Zupf- und Blasinstrumente, Schlagzeugkessel) verwendet. Böden, Zargen und Hälse aus Ahorn sind für klassische Streichinstrumente die Regel. Besonders beliebt ist hier Riegelahorn, bei furnierten Teilen auch Vogelaugenahorn. Drechsler, Schnitzer und Bildhauer verwenden für ihre Arbeiten gerne Ahornholz, da hier feine Details ausgearbeitet werden können. Auch für Sport-, Spiel- und Küchengeräte wird das feinporige Holz gebraucht. Starke Äste und krumme Stämme gehen als Industrieholz in die Spanplattenindustrie oder sind als Brennholz begehrt.

Ahornsirup[Bearbeiten]

Aus dem Saft des in Nordamerika heimischen Zucker-Ahorns (Acer saccharum) wird Ahornsirup gewonnen. Dieser wird durch Einkochen der nach Anzapfen aus dem Stamm austretenden Baumsäfte hergestellt.

Zierpflanzen[Bearbeiten]

Viele Sorten verschiedener Ahorn-Arten werden als Zierpflanzen für Gärten, Parks und Alleen verwendet. Man kann den Ahorn auch als Bonsai bearbeiten. Es gibt eine Vielzahl von buntlaubigen bis zu kugelkronigen Sorten.[9]

Sonstiges[Bearbeiten]

Veterinärmedizinisch bedeutsam ist die „Red maple toxicosis“ genannte Erkrankung von Tieren nach dem Fressen der welken Blätter des Rot-Ahorns (Acer rubrum).

Kulturgeschichte[Bearbeiten]

Ahornsame als Kunstwerk

Nach dem überlieferten Volksaberglauben bietet der Ahorn einen wirksamen Schutz gegen Hexen. So wurden in Hinterpommern die Türen und Stuben mit Ahorn geschmückt, in Mecklenburg sollen die Hexen von Ställen abgehalten werden, indem Zapfen aus Ahornholz in die Türen und Schwellen eingeschlagen werden. Der gleiche Effekt soll erzielt werden, wenn am 24. Juni Ahornzweige an Türen und Fenster gesteckt werden. Dieses Ritual soll auch vor Blitzschlag schützen. Zum Schutz vor Maulwürfen wurden im Revensburgischen Kartoffel- und Flachsfelder mit Ahornzweigen umstellt. Aus dem Elsass ist bekannt, dass Ahornzweige an Türen die Fledermäuse vom Hause fernhalten sollen.

In der Volksmedizin werden die am 24. Juni gepflückten Ahornblätter getrocknet und in kochendem Wasser erweicht. Sie gelten bei allen Wunden als heilkräftig.

In Oberbayern glaubt man, dass recht fette Ahornblätter auf eine gute, ergiebige Ernte hinweisen. Ferner ist auch das Begießen der Wurzeln mit Wein überliefert – damit sollte ein Wunsch in Erfüllung gehen.

Berühmt ist der Bergahorn zu Trun im Kanton Graubünden. Unter ihm wurde am 16. Mai 1424 der obere oder graue Bund geschworen. 1750 hatte der Baum einen Gesamtumfang von 16 Meter. 1824 standen von den ehemals drei Stämmen noch zwei. Als 1870 der beinahe 500-jährige Ahorn durch einen Sturm umgeworfen wurde, wurde an derselben Stelle aus einem Samen des alten ein junger Bergahorn gepflanzt, der dort bis heute steht. 1890 wurde der Wurzelstock des alten Baumes feierlich in den Sitzungssaal des großen Bundes überführt und befindet sich heute im Museum Sursilvan in Trun. Auch in Orts- und Flurnamen wird der Ahorn oft verwendet. Im Oberwallis entspricht „Agarn“ und im französischen Gebiet „Ayer“ dem Wort „Ahorn“.

Flagge Kanadas

Symbolik[Bearbeiten]

Das Ahornblatt ist ein Symbol Kanadas und steht in der seit 1965 verwendeten kanadischen Flagge für die ausgedehnten Wälder des Landes. Die Vorlage lieferte wahrscheinlich der Zucker-Ahorn (Acer saccharum). In China gilt der Ahorn als Symbol für Amtswürde.

Literatur[Bearbeiten]

  • Tingzhi Xu, Yousheng Chen, Piet C. de Jong, Herman John Oterdoom, Chin-Sung Chang: Aceraceae. In:  Wu Zheng-yi, Peter H. Raven, Deyuan Hong (Hrsg.): Flora of China. Volume 11: Oxalidaceae through Aceraceae, Science Press/Missouri Botanical Garden Press, Beijing/St. Louis 2008, ISBN 978-1-930723-73-3, Acer, S. 516 (online). (Abschnitte Beschreibung und Systematik)
  •  Helmut Pirc: Ahorne. Eugen Ulmer, Stuttgart (Hohenheim) 1994, ISBN 3-8001-6554-6.
  •  D. Grosser, W. Teetz: Ahorn. In: Einheimische Nutzhölzer (Loseblattsammlung). Informationsdienst Holz, Holzabsatzfond – Absatzförderungsfonds der deutschen Forst- und Holzwirtschaft, Bonn 1998, ISSN 0446-2114.
  • Paul Wagler: Ahorn. In: Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft (RE). Band I,1, Stuttgart 1893, Sp. 917–919.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c d e f g h Tingzhi Xu, Yousheng Chen, Piet C. de Jong, Herman John Oterdoom, Chin-Sung Chang: Aceraceae. In:  Wu Zheng-yi, Peter H. Raven, Deyuan Hong (Hrsg.): Flora of China. Volume 11: Oxalidaceae through Aceraceae, Science Press/Missouri Botanical Garden Press, Beijing/St. Louis 2008, ISBN 978-1-930723-73-3, Acer, S. 516 (online).
  2. Diethard H. Storch, Helmut Prier: Exotische Gehölze im KIRCHHEIMER-Arboretum Freiburg (= Informationen 15 des Landesamts für Geologie, Rohstoffe und Bergbau Baden-Württemberg). S. 13, (PDF-Datei; 1,4 MB).
  3. John Robert Press, K. K. Shrestha, D. A. Sutton: Annotated Checklist of the Flowering Plants of Nepal.' The Natural History Museum, London 2000, ISBN 0-565-09154-9, akutaliserte Version auf efloras.org.
  4. Edward Murray: Flora of West Pakistan 92: Aceraceae. Stewart Herbarium, Gordon College (u.a.), Rawalpindi 1975, S. 1, online.
  5. Carl von Linné: Species Plantarum. Band 2, Lars Salvius, Stockholm 1753, S. 1054 (Digitalisat).
  6. Acer bei Tropicos.org. Missouri Botanical Garden, St. Louis
  7. a b c d Acer im Germplasm Resources Information Network (GRIN), USDA, ARS, National Genetic Resources Program. National Germplasm Resources Laboratory, Beltsville, Maryland.
  8. Jianhua Li: Phylogenetic Evaluation of Series Delimitations in Section Palmata (Acer, Aceroideae, Sapindaceae) Based on Sequences of Nuclear and Chloroplast Genes. In: Aliso. Band 29, Nr. 1, 2011, S. 43-49, DOI:10.5642/aliso.20112901.05.
  9. Datenbank Landesarboretum - Uni-Hohenheim.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Ahorne (Acer) – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien