Ahorntal

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Ahorntal
Ahorntal
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Ahorntal hervorgehoben
49.8511.433333333333400Koordinaten: 49° 51′ N, 11° 26′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberfranken
Landkreis: Bayreuth
Höhe: 400 m ü. NHN
Fläche: 41,7 km²
Einwohner: 2205 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 53 Einwohner je km²
Postleitzahlen: 95491,
91344 (Fuchshof),
95490 (Schöchleinsmühle)Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/PLZ enthält Text
Vorwahl: 09202
Kfz-Kennzeichen: BT, EBS, ESB, KEM, MÜB, PEG
Gemeindeschlüssel: 09 4 72 111
Gemeindegliederung: 27 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Kirchahorn 11
95491 Ahorntal
Webpräsenz: www.ahorntal.de
Bürgermeister: Herbert Dannhäußer (Christliche Wählerunion)
Lage der Gemeinde Ahorntal im Landkreis Bayreuth
Landkreis Nürnberger Land Bayreuth Bayreuth Landkreis Hof Landkreis Wunsiedel im Fichtelgebirge Landkreis Kulmbach Landkreis Lichtenfels Landkreis Bamberg Landkreis Forchheim Landkreis Tirschenreuth Landkreis Neustadt an der Waldnaab Landkreis Amberg-Sulzbach Prüll Warmensteinacher Forst-Nord Waidacher Forst Waidacher Forst Veldensteiner Forst Neubauer Forst-Nord Waischenfeld Lindenhardter Forst-Südost Lindenhardter Forst-Nordwest Langweiler Wald Bayreuth Heinersreuther Forst Goldkronacher Forst Glashüttener Forst Forst Neustädtlein am Forst Gemeindefreies Gebiet Fichtelberg Emtmannsberg Haag (Oberfranken) Seybothenreuth Creußen Warmensteinach Weidenberg Schnabelwaid Prebitz Plech Mistelgau Mistelbach (Oberfranken) Hummeltal Hummeltal Heinersreuth Goldkronach Glashütten (Oberfranken) Gesees Gefrees Eckersdorf Bischofsgrün Bischofsgrün Bindlach Betzenstein Bad Berneck im Fichtelgebirge Speichersdorf Kirchenpingarten Waischenfeld Plankenfels Pegnitz (Stadt) Mehlmeisel Hollfeld Fichtelberg (Oberfranken) Aufseß Ahorntal Bischofsgrüner Forst Pottenstein (Oberfranken)Karte
Über dieses Bild

Ahorntal ist eine Gemeinde im oberfränkischen Landkreis Bayreuth. Einen Ort namens Ahorntal gibt es dort nicht, die Gemeindeverwaltung befindet sich in Kirchahorn. Ahorntal liegt etwa 14 km südwestlich von der Kreisstadt Bayreuth entfernt.

Geografie[Bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten]

Ahorntal liegt im Becken des Ahorntales und des oberen Ailsbachtales im Naturpark Fränkische Schweiz.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Die Gemeinde Ahorntal ist in 27 Ortsteile eingeteilt[2]:

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Nachbargemeinden sind (von Norden beginnend im Uhrzeigersinn): Hummeltal, Pottenstein, Gößweinstein, Waischenfeld, Glashütten

Geotope[Bearbeiten]

  • Aufschluss im Posidonienschiefer bei Hintergereuth (Geotop-Nummer 472A011).
  • Sophienhöhle bei Rabenstein (Schauhöhle) (Geotop-Nummer 472H009).

Geschichte[Bearbeiten]

Das Gebiet der Gemeinde Ahorntal, die am 1. Januar 1972 im Zuge der Gebietsreform aus den ehemaligen Gemeinden Adlitz, Freiahorn, Kirchahorn (mit dem am 1. April 1971 eingegliederten Ort Christanz), Körzendorf, Oberailsfeld, Reizendorf und Volsbach entstand[3], gehörte verschiedenen Reichsrittern (Kirchahorn: Grafen von Schönborn, Oberailsfeld: Freiherren von Rabenstein). Mit der Rheinbundakte kam das Gebiet 1806 zu Bayern.

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Am 1. Mai 1978 wurde die bis dahin selbständige Gemeinde Poppendorf eingegliedert.[4]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

  • 1961: 2034
  • 1970: 2108
  • 1987: 2077
  • 2000: 2290
  • 2006: 2233
  • 2011: 2246
  • 2013: 2308

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten]

Die Kommunalwahlen 2002 und 2008 führten zu den folgenden Sitzverteilungen im Gemeinderat:

2002 2008
CSU 3 3
Freie Wählergemeinschaft 3 4
Christliche Wählerunion 3 4
Freie Bürger 3 3
Wahlgemeinschaft 2 n.a.

Gemeindesteuereinnahmen[Bearbeiten]

Die Gemeindesteuereinnahmen betrugen im Jahr 1999 umgerechnet 663.000 Euro, davon Gewerbesteuereinnahmen in Höhe von 66.000 Euro (netto).

Wappen[Bearbeiten]

Blasonierung: „Gespalten von Rot und Gold; vorne ein silberner Ahornbaum mit drei Blättern; hinten auf grünem Dreiberg ein Rabe.“

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Religion[Bearbeiten]

Kirche Oberailsfeld

Ahorntal ist überwiegend römisch-katholisch.[5] Die alljährlich stattfindende Lichterprozession in Volsbach am 23. Dezember ist ein sehenswertes Ereignis.[6] Es gibt mehrere Kirchen in den Ortsteilen.

Katholische Kirchen
  • Kirchahorn
  • Oberailsfeld
  • Poppendorf
  • Volsbach
  • Körzendorf (Kapelle Mariä Aufnahme in den Himmel)
  • Freiahorn (Kapelle)
  • Adlitz (Kapelle)
Evangelische Kirchen
  • Klaussteinkapelle
  • Kirchahorn

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

  • In Ahorntal gibt es die Sophienhöhle auf der Burgstelle der ehemaligen Burg Ahorn und die Ludwigshöhle, auch Kühloch genannt. Erstere kann mit Hilfe von Führungen besucht werden. Sie gilt als eine der schönsten Tropfsteinhöhlen von Deutschland. Letztere ist frei zugänglich und befindet sich an der gegenüberliegenden Talseite.
  • Eine weitere Sehenswürdigkeit ist die Burg Rabenstein.[7] Sie befindet sich mit der Sophienhöhle in Privatbesitz.[8]
  • Die römisch-katholische Kirche Mariä Geburt im Ortsteil Volsbach.

Siehe auch: Liste der Baudenkmäler in Ahorntal

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Wirtschaft sowie Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten]

Es gab 1998 im Bereich der Land- und Forstwirtschaft keine, im produzierenden Gewerbe 112 und im Bereich Handel und Verkehr 55 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort keine Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 753. Im verarbeitenden Gewerbe (sowie Bergbau und Gewinnung von Steinen und Erden) gab es einen Betrieb, im Bauhauptgewerbe fünf Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 145 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 1983 Hektar. Davon waren 832 Hektar Ackerfläche und 1146 Hektar Dauergrünfläche.

Bildung[Bearbeiten]

Es gibt folgende Einrichtungen (Stand: 1999):

  • Kindergarten St. Burkard mit 75 Kindergartenplätzen, Träger ist die Katholische Kirchenstiftung Oberailsfeld
  • Volksschule mit sechs Lehrern und 135 Schülern

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Ahorntal – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Volkszählung und Bevölkerungsfortschreibung: Gemeinden, Bevölkerung (Volkszählungen und aktuell) vom 5. Juli 2013 (XLS-Datei; 2,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?anzeige=voll&modus=automat&tempus=+20111029/224706&attr=OBJ&val=1141
  3.  Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C.H.Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 549.
  4.  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 676.
  5. http://www.statistik.bayern.de/daten/bayern/bevoelkerung/himmelfahrt/print.php?Suchfeld=gemeindename&Eingabe=Ahorntal&feiertag=ja&sort=katholisch → Verzeichnis der Gemeinden Bayerns mit überwiegend katholischer oder evangelischer Bevölkerung (Link nicht abrufbar)
  6. Lichterprozession in Volsbach. http://fraenkische-schweiz.bayern-online.de.+23.Dezember 2013. Abgerufen am 30. April 2014.
  7. :: BURG RABENSTEIN ::. Burg-rabenstein.de. Abgerufen am 21. August 2010.
  8. Sophienhöhle. Ahorntal.de. Abgerufen am 21. August 2010.